Mutter und Freundin verloren

  • Guten Morgen.


    Oh je... Wie es mir geht? Ich weiß es nicht. Irgendwie scheint alles noch mehr durcheinander und ziellos als vor diesem Termin bei der Psychotherapeutin...


    Liebe Tereschkowa.

    Im Moment bin ich noch in Elternzeit, aber prinzipiell arbeite ich schon. Eine private BU habe ich bisher nicht. Ich habe nur eine Risikolebensversicherung mit meinem Mann zusammen.

    Danke für den Tipp...Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob das nun irgendwo offiziell steht...mein Hausarzt hat eine Kopie geschickt bekommen, das weiß ich. Es läuft bisher auch noch als Verdachtsdiagnose...

    Medikamente werde ich auch nicht nehmen. Zumindest definitiv nicht ohne irgendeine sonstige Behandlung. Ich habe heu Kinder zuhause und um die muss ich mich kümmern so gut es mir möglich ist.

    Was das Blut anging... Nein es wurde nur ein Blutbild und Schilddrüse abgenommen, mehr nicht. Ich habe heute nochmals einen Termin beim Hausarzt und bin gespannt ob er etwas mehr dazu sagt als beim letzten Mal. Eigentlich bin ich nie beim Arzt...Ich war vllt 3 mal in den letzten 5 Jahren. Vielen lieben Dank für deine vielen Tipps!


    Liebe Bea.

    Auch vielen lieben Dank dir! An etwas im Bereich Selbstzahler hatte ich auch schon gedacht. Leider müssen wir es durchrechnen...mein Elterngeld ist nun ausgelaufen, aber da wir keinen Betreuungsplatz für unseren jüngsten haben, kann ich gar nicht arbeiten gehen. Durch die Intensivzeit fallen meinem Mann einige Zuschüsse weg...leider ist es da nicht ganz so einfach. Aber ich möchte es nicht grundsätzlich ablehnen.


    Liebe Stille Perle.

    Auch dir ein Dankeschön für deine Nachricht. Mein Mann ist zwar Arzt, aber noch in der Klinik und im Bereich Innere. Ich hatte ihn schon gefragt ob er nicht jemanden kennt, der jemanden kennt. Leider ist dem nicht so. Er ist fit im Bereich Kardiologie... Aber leider nicht bei psychischen Angelegenheiten.



    Heute scheint hier immerhin mal wieder die Sonne.


    Liebe Grüße euch allen

  • Ich fühle mich leer, habe irgendwie den Boden unter den Füßen verloren! Mir fehlt jeglicher Antrieb irgendetwas zu tun.

    Morgen ist Muttertag...meine Mom hatte nie viel dafür übrig. Sie mochte den Kommerz nicht. Dennoch fehlt sie mir so sehr, wenn ich daran denke!

    Ein gutes Wochenende euch. Mein Mann ist heute zuhause, daher bleibe ich im Bett.

  • Das Wochenende neigt sich schon wieder dem Ende zu...ab morgen wieder eine Woche Alltag. Ich habe keine Lust...gerade liege ich schon wieder im Bett, mit Musik auf den Ohren "Tears and Rain" von James Blunt, ab morgen ist es wieder ein paar Tage vorbei mit diesen Auszeiten.

    Mein Mann wird wieder auf Arbeit sein und die Kids gönnen mir keine Pause. Eine neue Woche Alltag...Tag für Tag den gleichen Trott. Vllt auch gar nicht schlecht...Alltag und Routine rät man doch eigentlich um Struktur und somit "Sicherheit" zu bekommen.

    Doch will ich das? Ich weiß nicht was ich möchte. Ich mag die Zeit im Bett, aber gefühlt geht diese Zeit viel zu schnell vorbei...

    Ich wünsche euch allen schon jetzt einen guten Wochenstart.

  • genauso geht es mir derzeit auch ..., dieser Alltagstrott nervt mich zur Zeit extremst :P & ich frage mich derzeit öfters nach dem Sinn des tägl. Hamsterrades ???!!??


    Viiiel lieber wäre ich doch gemütlich im Bett mit Musik und einem guten Buch, oder lediglich noch auf dem Sofa im Schlafi natürlich, mit verzwirbelten Haaren ...


    Stattdessen : gehe ich "brav" tägl. zur Arbeit, einkaufen, Haushalt machen, naja oook derzeit hier das Nötigste ...


    Die Außenwelt freut sich darüber ... ||:/


    Liegt glaube ich gerade daran, dass Mitte Juni der 1. Jahres-Todestag von ihm ist ... ?!?!


    Ich bin bei dir,

    hoffe ich ziehe dich nicht weiter runter, liebe Regentropfen


    Immerhin scheint schön die Sonne und blauer Wolkenhimmel schimmert ...


    Stille Perle

  • Und liebe Stille Perle, du ziehst mich nicht runter. Ich habe gute und weniger gute Momente...das ist ziemlich unabhängig von den Dingen, die ich hier lese. Eher überfällt es mich in Alltagssituationen ohne einen bestimmten Anlass. Zumindest nicht für mich erkennbar.


    Während ich heute mit meinen Kids unterwegs war, ging es ganz gut. Seit wir zuhause sind, geht es eher bergab :(. Ich hoffe nun, dass mein Mann bald kommt und ich dann wieder ins Bett kann.


    Euch allen noch einen erträglichen Abend

  • Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter allen Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüßten sie gewiß, daß er das größte Übel ist.


    Platon


    Was es für den Toten bedeutet, erfahren wir selbst nur ein Mal. Aber welch Übel der Tod für die Hinterbliebenen bedeutet, erfahren wir unter Umständen sogar mehrmals :13:

  • Liebe Stille Perle.


    Ich bin im Moment meist im Bett sobald die Kinder im Bett sind. Also so gegen 20 Uhr. Meist kann ich dann nicht schlafen, aber die Ruhe tut mir gut.


    Nachdem nun auch eine zweite Psychotherapeutin der Meinung ist, dass ich therapeutische Unterstützung annehmen sollte, habe ich mich gestern sehr ausgiebig in verschiedene psychische Krankheitsbilder eingelesen. Das tat mir nur bedingt gut, würde ich sagen. Wenn, egal ob Depression oder Anpassungsstörung, tatsächlich auf mich zutreffen soll, so muss ich seit Wochen ein wirklich schrecklicher Mensch sein und für die wenigen Freunde (eigentlich nur noch ein Paar) eine Belastung darstellen.

    Nach dieser Einsicht war ich gestern wieder viel mit dem Auto auf den Straßen unterwegs.

    Ich möchte keine solche Belastung sein, zumal ja nur ich meine Probleme/Sorgen/Überforderungen sehe und von außen betrachtet es reichen würde wenn ich mich mal zusammen reiße.


    Ich melde mich ohnehin schon länger weniger bei anderen und werde es nun gar nicht mehr tun. Zumindest so lange, bis ich mich selbst wieder ertragen kann...


    Ich vermisse meine Mama! Sie hätte mir einen Rat. Sie würde hier stehen und mich einfach nur in den Arm nehmen :13:

  • Liebe, liebe Regentropfen,


    ist nicht jede/r immer mal wieder im Lauf des Lebens für den/die Anderen eine "Last" ?

    In guten, ernstgemeinten Beziehungen, egal welcher Art, meine ich , zwischenzeitlich Anfang 50, dies auch sein zu dürfen, wenn es "mir" nicht gut geht.


    Es ist ein geben und nehmen, unser Leben.


    Wie oft hast du schon Anderen bei "ihrem Leid"

    (Bsp. Liebeskummer, kein Geld und soo viele Wünsche, Hamster gestorben, Urlaub verpatzt, Auto kaputt, Beziehungsstreitigkeiten ...)

    sicher "demutvoll" zugehört ?!

    Auch wenn es dich nervte weil mehrmals oder ix-mal dasselbe kam vom Gegenüber, egal was man /Frau :)) für einen Ratschlag erteilte ??


    Das ist genau dasselbe, nur in abgemildeterer Form !!

    Meinst du die Anderen (Freunde, Geschwister, Kollegen ...) haben sich gefragt ob sie dich damit nerven und dir zur Last fallen ?

    Das denke ich nicht !


    Du scheinst ähnlich gestrickt zu sein wie ich.

    Bedacht auf die Anderen, wer auch immer das ist & dich selbst stellst du ganz hinten an. ?(


    Mute es anderen Menschen ruhig (auch) zu, dich zu ertragen, wenn es dir nicht gut geht !

    & es kann dir nach dem Tod deiner lieben Mama, mit eurem engen, liebevollen Verhältnis nicht gehen.

    Diese Leere ist zu groß !


    Auch ich hatte bedingt durch viel Leid und Ungutes in den letzten Jahren vor unserer Trennung akute Anpassungs-&Belastungsstörungen und ja , im Nachhinein sah ich selbst, dass ich teilweise schon anstregend für Andere war.

    Ich hatte das Glück eine sehr gute Hausärztin zu haben, die mich an eine tolle Psychologin überwies.


    In diesen vielen Sitzungen kam Vieles an Schmerz und Trauer hoch, was gar nichts mit dieser Situation zu tun hatte, diese Situation war der Auslöser , dass ich mal meine Seele zu Wort kommen lassen durfte/musste.


    Vll ist das ja bei dir ähnlich ?!

    Ich wusste gar nicht, WAS alles in ihr verletzt und gespeichert war !?!


    RUHE TUT GUT !

    Nimm dir diese Zeit, und ich musste grinsen, ich fuhr zum überlegen ... auch viel und lang in der Gegend herum.

    Einfach so. Ziellos.

    Das tat mir gut, Zeit für mich & Auti fahre ich (bis heute) gerne :)).


    Vll helfen dir meine Worte ein wenig ?


    Drück ab und an deine Kleinen liebevoll an dein ♡, das machst du eh und schau in ihre leuchtenden Kinderaugen.


    Stille Perle

  • Neuer Tag, neues Glück.


    Guten Morgen meine Lieben.

    Zuerst - ich bin wirklich froh, dieses Forum und somit euch gefunden zu haben.


    Ich hatte letzte Woche einen Tiefpunkt... Ja so würde ich es nennen. Ich hatte alles in Frage gestellt bzw keinen Sinn mehr gesehen. Selbst das Funktionieren ist mir nicht mehr gelungen.

    Am Donnerstag dann hatte ich einen Termin bei einer Psychotherapeutin, die ich über Vitamin B gefunden hatte. Diese Frau ist mir sehr sympathisch. Sie sagte mir, dass sie sehr gerne mit mir zusammen arbeiten möchte. Sie glaubt nicht an eine Depression, sondern viel mehr, dass ich noch schwer am Tod meiner Mama und auch vielem drum herum zu kämpfen habe und dass das okay ist. Man darf mal eine so schlechte Phase holen. Aber man muss auch zulassen, dass man Hilfe annimmt, wenn man alleine das Land nicht mehr sieht.


    Ich habe noch immer keine Ahnung wie das alles funktionieren soll...Organisatorisch mit den Kindern und auch sonst was eben dranhängt. Aber auf der anderen Seite fände ich es schön, wenn ich wieder glücklicher sein könnte, wieder mehr lachen möchte, die Zeit mit meinen Kindern wieder genießen kann und wenn ich vllt irgendwann auch lächelnd an meine Mama denken kann. Denn all das würde sie sich für mich wünschen.


    Daher werde ich nun diese Kennenlerntermine bei der Psychotherapeutin annehmen und schauen, ob sie mir auch sympathisch bleibt.

    Wirklich zu verlieren habe ich glaub nichts.


    Heute fahre ich mit meinen Kindern in den Friedwald meine Mama besuchen. Wird ein Tagesausflug, aber mein Mann ist ohnehin arbeiten...


    Ich hoffe, ihr könnt die Sonne heute ein wenig in eure Herz scheinen und euch wärmen lassen.

  • Uh..das klingt nach einem anstrengenden Tag. Ich zieh ja den Hut vor all denjenigen, die bei den Wahlen in den Wahlräumen saßen und natürlich auch vor denjenigen, die gestern wie heute am Auszählen sind.

    Meine Cousine (bei der Stadt angestellt) hatte gestern auch nicht wirklich etwas von einem Sonntag.


    Ich bin heute aufgewacht und musste feststellen, dass meine Mama bald ein Jahr nicht mehr hier ist. Ein Jahr...es kommt mir auf der einen Seite so lange vor und auf der anderen noch so kurz. Ich weiß gar nicht wie ich es werten soll.

    Auch schmerzt es gerade sehr, dass ich ihr nicht wirklich noch was sagen konnte. Es ging plötzlich so schnell...

    Geht jeder Tod letztlich so schnell?

    Kommt es immer, im entscheidenden Moment, plötzlich?

  • Gestern hatte ich das Bedürfnis mit meiner Mama zu telefonieren. Da dies aber ja nicht mehr funktioniert, dachte ich, ich versuche es bei einer alten Bekannten, mit der ich schon seit frühester Kindheit zu tun habe...naja, sie ging nicht ran. Weder Festnetz noch Handy.

    Dann dachte ich, ich rufe eine andere Bekannte an... Auch eine Mama...sie kenne ich durch die Ausbildung, die ich gemacht hatte...naja, sie ging auch nicht ran.

    Dann dachte ich, ich versuche es bei meiner Schwägerin - das allerbeste Verhältnis haben wir nicht, aber, naja ich dachte einfach quatschen tut bestimmt gut. Na, was soll ich sagen, da ging auch niemand ran.

    Zuletzt dachte ich dann an meinen Vater. Es war 18.30 Uhr. Also hatte ich es zuerst zuhause versucht. Da ging er nicht ran...Wohl noch auf Arbeit. Dann versuchte ich es auf seinem Handy. Bewusst abgenommen hat er nicht, wahrscheinlich aus Versehen oder er wollte wegdrücken und hat angenommen stattdessen. Geredet hab ich mit ihm nicht, er nicht mit mir...es waren nur Hintergrundgeräusche... Definitiv keine Arbeitsgeräusche. Eher die Geräusche einer Bar oder Kneipe.


    Zu Weihnachten hatte er mich noch angebrüllt, dass diese Geschichten mit Alkohol und Spielen nur Hirnspinnereien meiner Mutter gewesen seien. Alles gelogen.

    Jetzt sitzt er Montag Abend in einer Bar und meinte Tante meinte erst Sonntag, dass sein Auto oft vor einer bestimmten Kneipe stehe. In dieser stehen einige Spielautomaten...


    Ich hab im Grunde nie daran gezweifelt, dass meine Mutter recht hatte was die Spielerei angeht.... Aber irgendwie hatte ich wohl doch gehofft, gehofft, dass alles in Ordnung ist.