Mein lieber Andreas, die Liebe meines Lebens, ist nicht mehr

  • Liebe Lilifee. Vielen Dank für deine Antwort. Genauso denke ich auch. Wer weiß, was meinem Sohn erspart geblieben ist.Ich habe nicht geschrieben, daß er auch schon gesundheitliche Probleme hatte, aber keine wo wir dachten, dass man daran so plötzlich stirbt. Er hatte schon länger Durchblutungsstörungen in den Beinen. Diabetes ist eine schwere Krankheit. Mein Schwiegersohn ist seit früher Kindheit Diabetiker. Manche werden damit alt,manche nicht.Die Mutter meiner Freundin ist damit 86 geworden ,aber die letzten Jahre fast völlig erblindet. Wir alle müssen sterben. Das Wann und Wie ist es doch,was für uns Hinterbliebene oft so schwer zu ertragen ist.Aber auch darüber haben wir keine Macht.Eine Seelsorgerin hat mir damals gesagt:" Ihr Sohn hatte einen leisen Tod. Er hatte keine Feinde und eine Familie die ihn liebte. Das ist nicht jedem vergönnt. "Liebe Lilifee. Es ist noch sehr früh am Tage. Manchmal wache ich so früh auf. Ich brauche nicht mehr soviel Schlaf . Deshalb habe ich soeben deinen Beitrag gelesen, der mich sehr angesprochen hat. Liebe Grüße und einen angenehmen Tag wünscht dir Christine.

  • Liebe Christine,


    Durchblutungsstörungen sind aber auch nicht ohne und für das Herz gar nicht gut. Wurde denn nichts dagegen getan? Durchblutungsstörungen können sehr viel Schaden anrichten, und das ist ja letztlich auch beim Diabetes die Ursache für Folgeschäden. Sie waren mit Sicherheit auch der Grund für den schweren Schlaganfall von Andreas. Der Herzstillstand von Deinem Sohn kann auch damit zusammenhängen. Ja, das "wann und wie" ist oft nur schwer zu ertragen. Wenn ein alter Mensch nach einem erfüllten Leben stirbt ist das etwas anderes als wenn jemand zu früh und/oder unter Qualen stirbt. Die Seelsorgerin hatte recht mit dem was sie sagte. Das hilft zwar in der akuten Situation nicht wirklich, aber später schon. Wir müssen mit dem Verlust und der Leere leben, aber niemand will ja daß sich der geliebte Mensch quälen mußte. Das haben wir natürlich nicht, oder nur sehr bedingt in der Hand, aber Liebe heißt auch gehen lassen wenn es nicht mehr geht. Dein Sohn und Andreas haben es überwunden. Andreas fehlt mir so sehr, aber daß es ihm jetzt gut geht ist mir wichtiger als meine Trauer.


    Liebe Grüße

    Lilifee

  • Liebe Lilifee.Es ist tröstlich, wenn man weiß, einem anderen geht es auch so.Ich empfinde genau wie du,daß die Trauer ihren Schrecken verliert, weil wir wissen, daß der geliebte Mensch jetzt nicht mehr leiden muß. Mein Sohn hatte auch schon länger Probleme. Da er aber alleine lebte weitab von unserem Wohnort, konnten wir ihn wenig beeinflussen. Dazu kam, daß er immer alles runtergespielt hat .Er war ein großer kräftiger Mann, der nicht krank sein wollte. Mir geht es in letzter Zeit immer so,daß ich verinnerlicht habe, daß er sehr krank gewesen sein musste. Sonst stirbt der Mensch nicht. Unser Leben geht weiter. Wir haben ja auch unsere ganz individuellen Probleme. Dafür braucht man Energie und vor allem Lebenswillen.Sonst wird das Dasein zur Qual.Ganz liebe Grüße von Christine.