Posts by Lilifee

    Liebe Puzzle,


    bitte keine Entschuldigungen, das ist nicht nötig. Tägliche Antworten sind keine Pflicht. Unser Austausch soll uns Freude machen und kein Zwang sein. Aber jetzt muß ich Dich leider sehr enttäuschen. Du hast weder Zündstoff noch Reibungspunkte geliefert. ^^ Jedenfalls für mich nicht. Ich kann allem was Du geschrieben hast nur uneingeschränkt zustimmen.


    Manchmal kommt alles auf einmal, da reicht auch ein kleines Umfeld. Aber wenn es Menschen sind denen man gerne hilft, wird es auch nicht so schnell zu viel. Jetzt wiederhole ich mich wieder, aber ich bin von Deiner Vielseitigkeit erneut beeindruckt. Mal eben so eine Bank reparieren, klar doch, kein Problem.8o Ich wüßte nicht mal mit was, geschweige denn wie ich so etwas machen sollte. Da kannst Du wirklich stolz drauf sein. Die Freude die Du damit bereitet hast kann ich mir lebhaft vorstellen, und das ist auch der schönste Dank den man bekommen kann. Wenn dann die Hilfe auch noch auf Gegenseitigkeit beruht ist es natürlich optimal. Hoffentlich hat Deine Schulter nicht zu sehr gelitten. Aber wie Du schreibst, solche Tage kosten viel Kraft, geben aber auch viel zurück.


    Was den neuen Job betrifft wünsche ich Dir natürlich daß Plan B in der Schublade bleiben kann. Das Umfeld macht auch dort eine ganze Menge aus, aber erst mal optimistisch sein. Es gibt überall solche und solche, und die Guten überwiegen hoffentlich. Die Chance sollstest Du unbedingt nutzen. Im schlimmsten Fall gibt es ja die Möglichkeit zu kündigen. :(


    In die Sch… taucht jeder mal ein. Der eine mehr, der andere weniger, aber ganz entkommt ihr wohl niemand. Immer einen Plan B haben ist sehr hilfreich. Den hatte ich leider nicht immer, aber jetzt brauche ich auch keinen mehr. Für das Weiterleben nach dem Tod des liebsten Menschen gibt es keinen Plan B. Und da ich unabhängig bin und auf niemanden Rücksicht nehmen muß kann ich ganz für mich entscheiden ob ich mich treiben lasse, oder ob ich irgendetwas in Angriff nehmen will. Bis jetzt bin ich noch sehr für treiben lassen. Ist nicht das Schlechteste. Und wenn ich das Gefühl habe, genug getrieben, werde ich mir was überlegen. Aber erst dann wenn ich es will. Ein Job ist für mich kein Thema mehr, und nach 40 Jahren Berufstätigkeit kann ich auch finanziell gut leben, denn ich bin nicht anspruchsvoll sondern preiswert im Unterhalt. :)


    Und was den Spruch betrifft sind wir wegen der Bedeutung schon einer Meinung. Die Frage für mich ist nur, wer entscheidet wann etwas gut ist? Das kann doch nur ich selbst, oder wird das von einer höheren Macht entschieden? Dann sieht es allerdings etwas anders aus. Vor allem wenn die höhere Macht und ich unterschiedlicher Meinung sind. Ich habe mir für das neue Jahr vorgenommen einfach weiter zu machen, Schritt für Schritt und Tag für Tag. Ohne große Pläne und Erwartungen. Mit dieser Einstellung bin ich nun im 4.Trauerjahr angekommen und ruhiger geworden. Sicher auch weil ich es aufgegeben habe über Fragen zu grübeln für die es hier keine Antworten gibt. Ich belaste mich nicht mehr mit Überlegungen ob ich etwas anders oder besser hätte machen können. Andreas` Leben war zu Ende gelebt, und ich hätte nichts daran ändern können. Das muß ich einfach akzeptieren, auch wenn das sehr schwer ist. Er fehlt mir so unendlich, aber ich grübele nicht mehr, und wünsche ihm daß es ihm gut geht bis wir uns wiedersehen.


    Ich glaube auch nicht daß unsere Lieben ständig um uns herum sind. Das würde ich auch etwas beängstigend finden. Nach Andreas` Tod habe ich mir einige Trauerhilfebücher zugelegt. Beim Stöbern bin ich auch auf Bücher gestoßen die für mein Empfinden sehr nach Hokuspokus klingen. Geschrieben von selbsternannten Hellsehern und ähnlichem, die angeblich exklusive Botschaften aus dem Jenseits erhalten. In einem Buch war eine Kapitelüberschrift „Können uns Verstorbene beim Duschen zusehen?“ Leider ging die Leseprobe nicht bis zu diesem Kapitel. Hätte mich schon mal interessiert was die Autorin zu dieser Frage zu sagen hatte. :/ Aber wiederum nicht genug um dieses Buch zu kaufen. Ich hoffe aber daß sie es nicht können, oder besser gesagt nicht tun. Andreas war entweder einige Male in unserer gemeinsamen Wohnung und auch in meiner neuen Wohnung, oder er hat die Gegenstände aus der Ferne verrückt. Was natürlich auch möglich ist, aber er hat sich auf jeden Fall dadurch bemerkbar gemacht, und das war sehr tröstlich.


    Ich glaube aber auch nicht daß er ständig hier herumfliegt und guckt was ich mache. :5: Ob unser Verhalten und unsere Sehnsucht negativen Einfluß hat kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Ich hoffe Andreas ist in der anderen Welt angekommen ohne sich von mir festgehalten zu fühlen. Auch wenn die Sehnsucht nach ihm immer bleiben wird, behindert sie ihn hoffentlich nicht. Unsere Lieben existieren noch, davon bin ich fest überzeugt, aber sie gehören nicht mehr in unsere Dimension. Das sehe ich auch so, und so lange wir sie nicht vergessen sind sie in unseren Herzen bei uns. Ich schreib es schon mal im Forum, unsere Danksagungsanzeige hatte die Überschrift „Nur wer vergessen wird ist tot. Du wirst leben.“ Andreas wird nie vergessen sein. <3


    Und nun hoffe ich daß der Regen aufgehört hat und der Bach in seinem Bett geblieben ist.:) Ich werde mich jedenfalls allmählich in meines begeben und wünsche eine gute Nacht. :sleeping:


    Alles Liebe

    Lilifee

    Lieber „Häuptling Hochroter Kopf“ Puzzle, :)


    das ist allerdings eine andere Art von Entzündung. Die Ursache läßt sich wohl operativ beheben, aber wie es danach ist kann Dir niemand sagen. Kortison würde vermutlich auch helfen, aber die guten Sachen verträgst Du ja offensichtlich nicht so gut. Eine Physiotherapie ist sicher nicht schlecht. Ich stelle es mir aber nicht sehr lustig vor mit Schulterschmerzen auch noch Turnübungen machen zu müssen. Unsere Medizin kann und macht so viel, aber bei manchen eigentlich einfachen Sachen gibt es nur wenig Möglichkeiten. Es gibt doch so eine Art Bandagen für den Oberkörper um die Haltung zu verbessern. Aber die hätte Dir Dein Orthopäde sicher schon empfohlen. Das Training ist bestimmt mühsam weil langwierig, aber was anderes bleibt wohl nicht. Ich sag`s ja immer, die beste Krankheit taugt nichts. <X:(


    Natürlich ist mein Einwand wegen einer möglichen Wiedergeburt höchst irdisch gedacht. Anders als irdisch kann ich ja nicht denken. Die Vorstellung alles ist gleichzeitig und überall ist für mich sogar beängstigend. :| Wie sollen sich unsere kleinen Köpfe von der Zeit lösen können wenn wir sie doch ständig erleben. Damit meine ich jetzt nicht mal die menschengemachte Zeiteinteilung in Stunden, Tage, Wochen usw., sondern den Zeitablauf der auch ohne unsere Zeitmessung stattfindet. Z.B. der Wechsel der Jahreszeiten, Ebbe und Flut, der Wechsel von Tag und Nacht. Oder passiert das in Wirklichkeit alles gleichzeitig? Das ist doch kaum vorstellbar. Ich glaube das paßt in keinen irdischen Kopf, :/ und so soll es wohl auch sein. Andreas als Pharao oder in einer fernen Zukunft (vielleicht auch als Frau) ist schon eine lustige Vorstellung. Es ist aber ein schöner Gedanke daß er auf mich wartet damit wir zusammen weitergehen können. Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Gefällt mir aber viel besser als der Gedanke, daß Andreas gerade munter durch die irdischen Jahrtausende turnt. Aber ja, unsere Männer werden da sein wenn wir kommen, egal wo sie sich jetzt vielleicht herumtreiben. Und ich habe immer noch die Hoffnung daß wir dann für immer im Jenseits bleiben können.


    Nein, ich sage es genau anders herum. Ich sage so wie es ist, ist es gut für mich und das Ende kann kommen. Ansonsten kann ich doch gar nicht selbst entscheiden wann es gut ist. Oder bemißt sich das gut sein nur an irgendeinem sichtbaren Erfolg? Ich habe gelernt ohne Andreas zu leben, habe alleine Wohnungssuche und Umzug gemeistert und bin nicht depressiv geworden. Ich finde, ich war erfolgreich genug. :28:

    Erst da war für mich das Ende erreicht und es war ein Erfolg: es ist nicht vorbei, solange es nicht gut ist. Ich bestimme das Ende: und zwar erst dann, wenn ich zufrieden bin.


    Genau das meine ich. Für Dich ist es gut wenn Du mit dem Erreichten zufrieden bist. Völlig in Ordnung. Ich bin auch zufrieden mit dem was ich erreicht habe. Aber das können wir auch noch einige male drehen und wenden. :S


    Ich dachte Du wärst der Hüter Deines Hauses und nicht der Sklave des Küchenbodens. Deine Schilderung hat mich sehr erheitert. Ein Produkt namens Glänzer gab es bei uns auch. Vielleicht gibt es das auch noch. Ich weiß aber nicht ob es das gleiche ist. Was für ein Aufwand für ein bißchen Glanz. Das andere Mittel klingt da schon interessanter und vor allem händelbarer. Das würde ich glatt ausprobieren, aber leider leider habe ich keinen Kunststoffboden in der Wohnung. :(


    Das Leben ist allerdings kein Fußboden. Das läßt sich nicht so einfach verändern damit man wieder damit zufrieden ist. Aber mit dem Problem sind wir nicht alleine. Ein Schritt nach dem anderen ist sicher keine schlechte Strategie. Leider kenne ich auch die Richtung nicht, hab sie vielleicht noch nie gekannt. Nur die Abzweigung auf dem Weg zu Andreas habe ich zum Glück nicht verfehlt. Aber wohin jetzt? Ich hoffe aber daß ich die erneute Abzweigung zu ihm auch wieder finde. :8:


    Den Partner spüren können ist bestimmt etwas Schönes. Manche können das ja, aber mir fehlt wohl eine gewisse innere Offenheit, obwohl ich mich für sehr offen halte. Deine Schilderung von eurem

    Rasenmähen und was ihr danach getan habt ist so schön. Ich konnte es vor mir sehen, und Du hast es noch nicht erzählt. Jedenfalls nicht mir. Und wieder spielt ein Vogel eine Rolle. Heute Abend fliegen viele Vögel im Forum herum. Der Film muß sehr deprimierend gewesen sein. Dein sehr reales Erlebnis am nächsten Tag ist richtig gruselig, aber wenigstens mit einem guten Ende. Ein Zufall war das aber nicht, so viel Zufall gibt es nicht. Da hatte Dein Partner ganz bestimmt die Hände im Spiel und er hat ja auch dafür gesorgt daß diese Krähe überlebt hat. Das ist ein sehr eindeutiges Zeichen gewesen. Aber mit Krähen jonglieren, also ehrlich. An seine Anwesenheit kannst Du bei solchen Erlebnissen bestimmt glauben. Ich weiß ja auch daß Andreas schon öfter da war, nur spüren konnte ich ihn leider nicht. :33:


    Nun hoffe ich daß sich Deine Gesichtsfarbe wieder normalisiert hat und sage Gute Nacht.

    Lilifee

    Liebe Sunrise,


    das ist eine sehr interessante Frage. Vielleicht die Psyche. Die Seele ist ja nicht sichtbar, sie ist aber in uns. Also müßte sie auch irgendwie aus uns heraus gesteuert werden, wenn auch sicher unbewußt. Aber da werden auch die klügsten Menschen keine eindeutige Antwort haben.


    Liebe Sonnenschein,


    ich habe es einfach so geschrieben wie ich es empfinde, und ich hoffe die anderen können es auch so empfinden.


    Übrigens fällt mir gerade auf daß gleich zwei Sonnen in mein Wohnzimmer gekommen sind. Sonnenaufgang und Sonnenschein. :2: dafür.


    Liebe Grüße

    Lilifee


    .

    Liebe Sunrise,


    Zeichen sind etwas sehr individuelles, das stimmt. Was Du in der Reha erlebt hast war auch eines. Unsere Lieben wollen gar nicht daß wir um sie trauern, sie wissen aber daß wir es trotzdem tun. Weil wir nicht anders können, denn wir müssen ja ohne sie weiterleben. Irgendwie. Wieder ins Leben finden wollten ist ein guter Vorsatz. Das geht aber nicht nur über den Verstand. Die Seele muß auch dafür bereit sein.


    Hier geht es keinem so richtig gut, das stimmt leider auch. Aber die Herzlichkeit ist mit das was das Forum ausmacht. Niemand muß sich alleine fühlen, jeder wird verstanden. Mit dem Schreiben tun sich andere auch schwer. Es ist aber völlig in Ordnung hauptsächlich mitzulesen. Wenn Du das Bedürfnis hast zu schreiben wirst Du es auch tun. Manchmal ist eine Zeit zum Reden und manchmal zum Schweigen. Mach es so wie es sich für Dich richtig anfühlt.


    Liebe Grüße und eine :24:

    Lilifee

    Liebe Sunrise,


    das ist allerdings seltsam. Sollte das ein Zeichen sein, was bedeutet es? Verstorbene schicken uns Zeichen um uns zu trösten, und nicht um unser Leid noch zu vergrößern. Man könnte wirklich meinen die Vögel spüren die Abwesenheit der guten Seele des Hauses. Ich wünsch Dir aber daß sie dieses Jahr wieder kommen und nisten.


    Liebe Grüße

    Lilifee

    Lieb Sverjasche, <3


    das sind wieder tolle Bilder. Bei euch muß es wunderschön sein. Ich bin aber immer wieder froh daß der viele Schnee bei euch ist, und nicht bei uns. :D Hoffe, Du bist gut ins neue Jahr gekommen und schicke


    liebe Grüße

    vom Hessemädsche Lilifee :24:<3

    Liebe Puzzle,


    vielen Dank, das war sehr gut klugge… Das hab sogar ich verstanden. In meiner Wohnung habe ich also eine Lampe mit Wechselschalter, und die anderen Lampen haben nur einen Schalter. Frag mich aber nicht, ob ich das in drei Wochen auch noch weiß. :( Und ja, Mr. Google ist wirklich sehr brauchbar. Die Redensart von den Stiefeln kenne ich auch, aber es gibt sicher angenehmere Möglichkeiten zu sterben. ;)


    Ich wünschte Andreas hätte sich auch mal verabschiedet und mich wissen lassen daß es ihm gut geht. Wo immer er jetzt auch ist. :saint: Davon gehe ich zwar aus, es zu wissen wäre aber noch besser. Dein Partner hat sich den Frieden verdient. Wenn seine Seele aber tatsächlich wiedergeboren wurde ist es damit vielleicht schon wieder vorbei. Ich hoffe aber sehr, daß es kein wiedergeboren werden mehr gibt, denn ich habe kein Verlangen noch mal auf die Erde zu müssen. So schön ist es hier dann doch nicht. Finde ich jedenfalls. Andere dürfen aber gerne eine andere Meinung dazu haben. Und stell Dir mal das Durcheinander vor. Angenommen unsere Männer werden oder sind schon wiedergeboren, dann sind sie noch auf der Erde wenn es für uns so weit ist. Und wenn sie dann wieder dran sind, hüpfen wir wieder hier herum. Wie soll man sich dann jemals wiederfinden? :S


    Mit meiner Frage meinte ich nicht, daß oder ob Dein Erlebnis von Deinem Partner gekommen wäre. Das glaube ich auch nicht. Wie Du ja schreibst, warum hätte er Dir das antun sollen. Meine Frage war nur ob Du ihn mal spüren konntest. Aber das war wohl nicht der Fall. Ich habe Andreas leider noch nie gespürt, habe bei seinen Zeichen nur im nachhinein gesehen daß er da war. :33:



    Aber das letzte Zeichen ist schon eine ganze Weile her, und ich bezweifle daß es noch welche geben wird. :13:


    Es heißt ja daß die Seelen immer feinstofflicher werden, und auf Ebenen mit immer höheren Schwingungen kommen. :5: Und dann wird es wohl immer schwerer für sie, sich in unsere niedrigen Schwingungen zu begeben. Ich denke aber daß Du Dein Erlebnis richtig interpretiert hast, und irgendwann wirst Du es auch wissen. Da hast Du recht.


    Deine Mittel gegen die Entzündung sind wohl wirklich zu schwach, aber wenn Du keine stärkeren verträgst kannst Du auch keine nehmen. Ich hatte vor vier Jahren mal eine Entzündung im Unterschenkel. Das Bein war vom Fuß bis in die Kniekehlen ritzerot und auch leicht geschwollen. Der Hausarzt hatte mir Antibiotika verschrieben, die auch erst mal angeschlagen haben. Aber dann war Stillstand, als ob das Mittel sein Pulver verschossen hätte. Der Meinung war mein Hausarzt dann auch. Er hat mir etwas anderes verschrieben und dabei vor sich hin gemurmelt, sie verträgt das. Zuhause habe ich dann die möglichen Nebenwirkungen im Beipackzettel gelesen und war leicht schockiert. Dieses Antibiotikum war das pure Gift. Da muß man wirklich kerngesund sein um das zu vertragen. Das habe ich dem Arzt beim nächsten Kontrolltermin auch gesagt, und er hat es grinsend bestätigt. :D Ich habe es aber zum Glück bestens vertragen, und die Entzündung war dann schnell Geschichte. Was aber gewesen wäre wenn ich es nicht vertragen hätte weiß ich nicht, und wollte es mir auch nicht ausmalen. Kann man denn eine Entzündung weg operieren? Das habe ich noch nie gehört. Aber vielleicht hat Dein Orthopäde noch eine andere Idee, und zwei Jahre sind ja noch keine so lange Zeit. <X Das war jetzt boshaft, ich weiß.


    Weshalb kann man den Spruch von Oscar Wilde so interpretieren, daß man selbst bestimmen kann wann etwas zu Ende ist? Die Botschaft „Gib nicht auf, mach weiter bis es gut ist“ steckt bestimmt darin, aber heißt das dann, ich entscheide wann es gut ist? Dann sage ich sofort alles ist gut, das Ende kann kommen. :8: Irgendwie glaube ich aber nicht daß es so ist. Mein Spruch ist allerdings etwas eigenwillig, das muß ich zugeben. Ob wirklich nur nicht Gutes interessant sein kann? Aber das Gute wird ja im zweiten Teil eigentlich ausgeschlossen, und nicht Gutes finde ich auch weder interessant noch prickelnd. Aber daß es nicht Gutes am Ende nicht geben wird ist ja auch nur ein Spruch, und nicht unbedingt auch die Realität. Da kann man sich schon das Hirn verknoten. Ich habe aber noch einen Spruch gefunden. Vielleicht gefällt er Dir besser:



    Der erste Teil stimmt hoffentlich, und der zweite Teil stimmt ganz gewiß.


    Angenehme Träume :sleeping: und einen guten Morgen

    Lilifee

    Liebe Puzzle,

    Das einzige, was ich dabei gelernt hab, war, was ein Kreuzschalter ist. Mehr hab ich dabei nicht verstanden…. Strom ist mir wirklich ein Rätsel…


    und was bitte ist ein Kreuzschalter??? Schaltet der etwas überkreuz??? :S

    Strom ist wirklich ein Rätsel. Man sieht ihn nicht, man hört ihn nicht, aber er ist da. Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich. Manche Menschen glauben ja nur an Dinge zwischen Himmel und Erde die man auch sehen kann. Alles andere tun sie als Ammenmärchen ab. Die würde ich gerne mal fragen ob es dann z.B. auch keinen Strom gibt, denn man sieht ihn ja nicht. :/


    Mein Onkel wußte sicher sehr genau wie viel Strom drauf sein konnte. Er war ja sein ganzes Berufsleben lang ein Starkstromer, und ich habe nie gehört daß er ums Haus joggen mußte. :8::8::8: Deine Erlebnisse lesen sich sehr lustig, waren es aber nicht. So manches hätte auch anders ausgehen können. Aber nur Licht an wenn es klingelt wäre schon blöd gewesen. Und wer weiß wie lange die Klingel das mitgemacht hätte. Jedenfalls bist Du ganz schön mutig, aber letztlich auch erfolgreich. Weißt Du eigentlich daß Phasenprüfer auch Lügenstifte genannt werden? Weil sie leider nicht zuverlässig anzeigen ob Spannung vorhanden ist. Da war die Zunge meines Onkels doch zuverlässiger. :P

    Nein, wer so wenig versteht, wie das Werkl Strom funktioniert wie ich, der greift besser zum Phasenprüfer…. Und so gibt es hundert Geschichten, was ich alles verbockt hab, was mir alles daneben gegangen ist - Puzzle und der Strom, das wird nie auf Anhieb funktionieren!


    Vielleicht will der Schicksalswicht Dir damit klar machen, daß der Strom und Puzzle in diesem Leben keine engen Freunde mehr werden. Und wer so wenig vom Strom versteht sollte nicht zum Phasenprüfer greifen, sondern am besten die Finger davon lassen. :( Wenn Du mal Pech hast ist es mit drei Runden ums Haus nicht mehr getan. X/


    Auch Themenwechsel.


    Die schwierigen Tage ballen sich bei mir allerdings in einem relativ kurzen Zeitraum. Dafür ist es dann aber für die übrige Zeit erträglicher. Wenn Du dieses Stahlbad überstanden hast empfindest Du die „normal dosierte“ Trauer wieder ganz anders. Das kennen andere bei denen es sich ebenfalls so knäult vielleicht auch. :|


    Es beruhigt mich aber, daß Du wegen der Rituale auch noch nicht weiter bist. Vielleicht kann man Trauerrituale auch gar nicht bewußt erschaffen, sondern sie müssen sich langsam entwickeln. Oder man macht aus eigentlich „normalen“ Dingen ein Ritual, wie zum Beispiel bei der Grabpflege. Linchen hat uns ja Bilder vom so liebevoll geschmückten Grab ihrer Mama eingestellt, und das Schmücken kann sicher ein Ritual sein. Oder Mischi schrieb mal von den Kerzenleuchtern ihres Papas. Aber jeder muß für sich selbst herausfinden was als Ritual geeignet ist, und ob ein Ritual überhaupt als hilfreich empfunden wird. Auch dafür gibt es leider keine Blaupause.


    Was Du vom ersten Todestag Deines Partners schreibst ist ja heftig. Da hattest Du bestimmt keinen Einfluß darauf, und man kann wirklich meinen Du hast seine letzten Stunden miterlebt. Zumal dann schlagartig alles wieder vorbei war. Auch der ganz anders verlaufene zweite Todestag deutet darauf hin. Als ich das eben las stockte mir der Atem. Hattest Du auch das Gefühl daß Dein Partner in dieser Zeit bei Dir war? Aber wenn das zu privat ist, Du weißt ja …

    Es ist aber sicher kein Fehler den Tag nach Möglichkeit freizuhalten, damit Du Dich wieder zurückziehen kannst, falls es nötig sein sollte.


    Was am ersten Todestag Deiner Mutter sein wird wirst Du sehen. Dein Vater wird auch leiden, und was er dann möchte oder auch nicht wirst Du ebenfalls sehen.

    Durchhalten und weitermachen bis das Licht wiederkommt.


    Das müssen wir alle und hoffen, daß irgendwann wenigstens wieder ein bißchen Licht kommt. Der Spruch von Oscar Wilde ist einerseits sehr hoffnungsvoll. Den Teil „und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“ kann man aber auch etwas anders interpretieren. Solange es bei mir noch nicht wieder gut ist, brauche ich nicht auf ein baldiges Ende zu hoffen. Oh, oh. Aber dann kommt der erste Teil zum tragen. Am Ende wird doch alles gut, also muß ich doch nicht ewig hierbleiben. Die eigentliche Bedeutung ist mir aber schon sympathischer. Wie gefällt Dir dieser Spruch? Ich finde er hat auch was.



    Ich hoffe, Dein Arztbesuch war erfolgreich. Geht es jetzt endlich dem lahmen Flügerl an der Kragen:?::?:


    Für Dich auch alles Liebe

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    wenn man schon mehrere liebe Menschen verloren hat sind die schlimmen Tage über das ganze Jahr verteilt, das stimmt. Bei mir ist es aber bis jetzt „nur“ der Verlust von Andreas, und die schlimme Zeit ist von Anfang Dezember bis Ende Januar. Der Todestag ist am 02.Dezember, am 17. Dezember war die Bestattung, dann kommen mein Geburtstag, Weihnachten und Silvester ohne ihn, und zuletzt sein Geburtstag am 31. Januar. Das ist einiges in einem relativ kurzen Zeitraum. Es ist nicht so daß ich die ganze Zeit über am Boden bin, aber es ist häufiger der Fall daß die Trauer wieder heftiger wird. In der übrigen Zeit ist sie etwas ruhiger geworden. Rituale schaffen ist sicher keine schlechte Idee, nur muß man erst mal welche finden. Wenn der Tod unerwartet kommt, und Du eigentlich dachtest noch viele Jahre mit dem geliebten Partner verbringen zu können, dann ist das die maximale Katastrophe. Der Boden wird unter den Füßen weggezogen, und Du stehst vor einem riesigen Scherbenhaufen. Der Vergleich mit den Überschwemmungen trifft es sehr gut. So wie das Wasser nicht gebändigt werden kann, so kann auch der Tod nicht gebändigt werden. Außer man ist doch noch nicht dran. Unsere Lieben waren aber dran.

    Meiner Ansicht nach gibt es nur zwei Möglichkeiten: das Chaos bestehen lassen und darin zugrunde zu gehen, oder es Stück für Stück zu beseitigen, um das Leben zurückzugewinnen.


    Mein Leben war zerstört, aber als chaotisch habe ich es trotzdem nicht empfunden. Wohl aber als unglaublich einsam und freudlos. Ich versuche auch mein Leben neu zu ordnen und der Trauer ihren Platz zu geben. Einen Platz an dem sie auch mal alleine bleiben kann. Ich muß sie wahrlich nicht immer um mich haben. Teilweise gelingt mir das inzwischen auch, aber es ist immer noch dunkel und freudlos. Wie bei Deiner Verwandten. Du empfindest Dein Leben trotz der Verluste als schön, also ist es für Dich auch hell, und was andere denken ist völlig unerheblich. Ich weiß nicht wie die Lebensumstände bei der Verwandten waren bzw. sind, aber die spielen sicher auch eine Rolle. Du hast noch einiges an Familie um Dich herum, und es haben sich überraschend neue und gute Perspektiven für Dich ergeben. Was ich Dir auch von Herzen gönne, schrieb ich ja schon. Außerdem bist Du ein unverbesserlicher Berufsoptimist. :P Ich komme zwar mit dem Alleine sein zurecht, war auch nie der Typ für Halligalli, aber es ist eben dunkel. Denn ich bin nicht freiwillig alleine, und es gibt auch keine Aussichten auf eine Änderung.:(


    Trotzdem ist eine solche natürlich nicht auszuschließen. Ich weiß ja nicht was das Schicksal noch mit mir vorhat. Oder ob es mich einfach vergißt. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Auch ein sehr wahrer Spruch für alle Lebenslagen. Und im schlimmsten Fall sitze ich eben die restliche Zeit ab und hoffe, daß sie nicht mehr so fürchterlich lang ist. Aber vielleicht ergibt sich ja etwas Unerwartetes und auf einmal wird es doch wieder heller. Ich hätte nichts dagegen, das kannst Du mir glauben. :8::8:


    Mit Schicksal oder Blickwinkel kann man zumindest im privaten Bereich fast alles erklären. Das paßt eigentlich immer. Die Frage ist halt oft, was kann ich aus eigener Kraft daran ändern? Und habe ich auch die Kraft dafür? Da kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Das Schicksal ist ganz gewiß ein kleiner grinsender Wicht. Das denke ich schon lange.Und wenn es dem kleinen Wicht zu langweilig wird, dann stellt er uns mal eben so ein Bein und sagt, Ätsch das hast Du jetzt davon. Mach was draus. Ich gucke Dir dabei zu und habe meinen Spaß. :28:  :D


    Trauer ist keine Krankheit, deshalb heilt auch nichts, und sie ist auch nur schwer auszuhalten. Das stimmt absolut. Weil es einfach nur weh tut. Auch körperlich. Man kann nur lernen mit dem Unabänderlichen zu leben. Verdrängen wollen ist verlockend weil der Schmerz dann nicht mehr so spürbar ist. Aber es ist keine gute Strategie, denn es funktioniert auf Dauer nicht. Man muß sich damit auseinander setzen und den Schmerz nach Möglichkeit verarbeiten. Dem einen gelingt das halbwegs oder sogar gut, dem anderen gelingt es nicht? Warum? Spielen die Lebensumstände doch auch eine Rolle? Gehen Menschen unterschiedlich mit dem Verlust um, weil Menschen nun mal unterschiedlich sind? Sicher auch. Vielleicht ist es auch eine Frage welche Perspektiven man noch hat, oder irgendwann wieder sieht. Den Weg durch den Trauersumpf muß jeder selbst finden, aber manch einer findet ihn nie.:95:


    Meine Einschätzung Deiner Fähigkeiten war nicht wohlwollend sondern ehrlich bewundernd. Interesse für etwas ist natürlich wichtig, reicht aber nicht aus. So ganz talentfrei sollte man nicht sein. Von daher, stell Dein Licht mal nicht unter den Scheffel. Du hattest zwar Anleitung durch Deine Eltern und Deinen Exmann, aber daraus muß man auch erst mal etwas machen können. Es ist ganz bestimmt sehr befriedigend wenn man eigenhändig etwas Schönes hergestellt hat. Und wie lange es dauert spielt ja bei einem Hobby keine Rolle. Du beschreibst die Fähigkeiten Deiner Mutter so berührend. Sie hatte ein Gespür für das was sie tat. Für die Stoffe mit denen sie umging. Was zu einem Menschen paßt oder auch nicht. Und das braucht es auch bei handwerklichen Dingen. Klar, den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen kann man lernen. Aber damit ist es nicht getan. Wenn Du ein Möbelstück bauen willst mußt Du erst mal wissen wie es aussehen soll. Aus welchem Material es sein soll. Dann mußt Du die Teile anfertigen und zusammenbauen. Das geht ja, anders als bei Reparaturen, auch schon ins künstlerische. Und das alles ohne wenigstens einen Hauch von Talent? Jedenfalls bist Du unglaublich vielseitig, und darauf darfst Du sehr stolz sein. Wenn es um Strom geht sollte man allerdings seine Grenzen kennen. Das ist für gewöhnlich gesünder. Ein Onkel von mir war Starkstromelektriker. Wenn er in der Wohnung prüfen wollte ob auf einer Leitung Strom ist brauchte er keinen Spannungsprüfer. Er hielt einfach seine Zunge dran, 8o und wenn es gebizzelt hat war Strom da. Das durfte ich mehr als einmal miterleben. Ist aber nicht zur Nachahmung empfohlen. :S


    Nun hoffe ich, daß Du Dein Schicksal tapfer ertragen und einen Faultag eingelegt hast. Schadet ja auch mal nichts. Und aus einem neuen Tag kannst Du zur Not auch heute noch was draus machen. :8::8:


    Alles Liebe

    Lilifee

    Liebe Puzzle,


    erst mal wieder ganz heftig Entschuldigung weil ich jetzt erst schreibe. Ich hatte einen Durchhänger und mir war nicht danach. Möglicherweise wirft Andreas` Geburtstag Ende Januar schon seine Schatten voraus. Danach sind die schlimmsten Tage aber überstanden. Bis es wieder Anfang Dezember ist ...:33:


    Wir haben allerdings schon einiges erschöpfend behandelt, abgehandelt, gedreht und gewendet. Dies in nur anderen Formulierungen weiter zu tun ist ziemlich sinnfrei. Absolute Zustimmung. Aber zum Glück gibt es ja noch genug anderes Der sich ändernde Umgang mit der Trauer und vor allem das Weiterleben gibt noch genug her.


    Die letzten Tage warst Du ja mächtig beschäftigt. Ich weiß nicht ob ich danach noch viel Lust gehabt hätte hier zu schreiben. Und wie bekommt das Deiner Schulter? Ich staune immer wieder wie vielseitig Du technisch und handwerklich begabt bist. Liegt das in eurer Familie? Was Du so alles zustande bringst könnte ich nicht mal ansatzweise. Zu dumm und dafür völlig talentfrei,:( schrieb ich ja schon mal. Ich habe gerne Handarbeiten gemacht, aber die Nähmaschine und ich sind nie Freunde geworden, und das wird sich in diesem Leben auch nicht mehr ändern. Und Du reparierst sie sogar.


    Leider weiß ich nicht wie eine Schwingschiff-Maschine aussieht. Macht aber nichts, ich würde es eh nicht verstehen. Ich kenne nur die alten Nähmaschinenschränkchen in die der Arm aus- oder eingeklappt wurde. Angetrieben wurden sie durch ein großes, ich sage jetzt mal Brett, daß mit den Füßen gleichmäßig hin und her bewegt wurde. Diese Maschinen konnten so herrlich einfach rückwärts nähen. :S Während ich das schreibe kommt mir ein Verdacht. Meinst Du am Ende diese Maschinen? Aber wie auch immer, hoffen wir mal daß es noch passende Nadeln gibt. Ohne sie näht es sich nämlich so schlecht. :/ Wie kann man denn eine Fadenspannfeder finden wenn man nicht weiß wie sie aussehen muß? Und diese Maschinen sind wahrlich haltbarer und stabiler als unser Leben. Es sei Dir auch gegönnt passende Schlüssel gefunden zu haben. Auch das sind winzig kleine Lichtblicke.


    Der Zeitpunkt für den Umzug Deiner Tochter war sicher nicht ideal. Aber so ist es manchmal, und man kann es sich nicht immer aussuchen. Eine Wohnung zu finden ist heute schon ein Glücksfall, und eine zu finden die rundherum gefällt erst recht. Das Chaos beim Umzug kann ich mir vorstellen. Die Helfer müssen ganz schön geackert haben, und durften sich nach Möglichkeit nicht auf den Füßen stehen. Deine Näherei war hoffentlich erfolgreich. Aber habe ich richtig gelesen, ihr näht bzw. ändert Handtücher? :/


    Ja die Sprüche. Es gibt lustige, blöde und einfach nur wahre. „Das Leben geht weiter“ ist einfach nur wahr. Trotzdem will ihn niemand hören wenn das eigene Leben in 1000 Stücke gegangen ist. Wenn man denkt es kann nicht mehr weitergehen. Das wissen wir alle, und es dauert lange bis man in der Lage ist die Stücke wieder halbwegs sinnvoll zusammen zu setzen. Trotzdem geht es weiter. Ob es für den einzelnen gut, schlecht oder einfach nur anders weitergeht ist eine Sache. Aber wie Du schreibst, schlimmer als es ist kann es nicht werden. Denn das Schlimmste ist ja schon passiert.

    Bei meinem Vater fehlt die wichtigste Person… die Trauer kann eben von nichts „verdrängt werden“.

    Ich habe vor einiger Zeit einen Spruch gelesen, der paßt für Trauernde die versuchen die Trauer zu verdrängen um sie nicht aushalten zu müssen. Er ist wohl bewußt etwas derb formuliert, vielleicht um aufzurütteln: „Irgendwann steht alles Unterdrückte vor Deiner Tür und haut Dir zur Begrüßung erst mal voll in die Fresse“. Das will sicher auch niemand hören, stimmt aber. Die Seele läßt sich nicht betrügen. Und einen anderen sehr bekannten Spruch finde ich sehr ermutigend: „Unverhofft kommt oft“. Warum also nicht daran glauben daß es auch für uns, ganz unverhofft, wieder etwas Gutes geben kann. Beim Nagel den man treffen soll ist allerdings nicht der eigene Kopf gemeint. :4: Oder ergeben sich da auch ungeahnte Möglichkeiten? ^^ Aber es stimmt schon, es erschließt sich nicht immer gleich was gemeint ist. War Deine Leitung während der Chats wirklich so lang und damit legendär? :P


    Ich wußte gar nicht daß Du eine Katze hast, oder habe ich mal was überlesen? Traue ich mir auch zu. Glaube aber daß sie Dich geschimpft hat. Auch Katzen vermissen ihren Dosenöffner. ;) Gibt es in Deinem riesigen Elternhaus keinen anderen Raum den Du als Büro nutzen kannst? Oder ist die räumliche Nähe zu etwas erforderlich? Vielleicht zum Büro Deines Vaters? Neues lernen ist sicher spannend, aber ausgerechnet in einem von Erinnerungen strotzendem Raum? Das kann die spannende neue Tätigkeit schon etwas vergällen.


    Von mir gibt es nichts Neues zu berichten, außer daß der Durchhänger erst mal überwunden ist. Liebe Mitlesende, auch euch Danke für eure Geduld.


    Liebe Grüße

    Lilifee

    Liebe Annie,


    es IST persönlich. Verlust und Trauer betreffen Dich ganz persönlich, da nutzt alles dagegen argumentieren nichts. Die scharfen Scherben sind da und lassen sich nicht weg reden. Du bist immer noch am Anfang des langen und schweren Weges der Trauerbewältigung. Ein halbes Jahr ist gar nichts. Was glaubst Du wie mir so kurze Zeit nach Andreas` Tod zumute war.


    Mir ist heute immer noch besch… zumute, aber man lernt damit zu leben. Es ist sehr tapfer von Dir daß Du versuchst zu akzeptieren und zu begreifen, aber gib Dir Zeit. Die braucht es nämlich. Erzwingen läßt sich nichts, und nur über den Verstand geht es auch nicht. Das Herz ist wichtig, und das hat seine eigenen Vorstellungen. Dein Papa wird immer fehlen, aber auch Du wirst lernen damit zu leben.


    Tut mir leid daß Du das Bild nicht sehen kannst. Ich war baß erstaunt daß nur ein Link vorhanden ist, und dieser nicht funktioniert. Deshalb stelle ich ein anderes Bild für Dich ein.




    Ganz liebe Grüße <3:24:<3

    Lilifee