Fotos... zur Heilung

  • Liebe Sonne 10.Ich habe ein bißchen gelesen ,was du früher geschrieben hast.Mich würde interessieren, wie es dir jetzt geht. Wenn du magst, kannst du mir vielleicht antworten. Ich bin ja nun bald 2 Jahre im Forum. Die vielen Geschichten, die ich kennengelernt habe, begleiten mich durch meine die Zeit der Trauer. Für mich war und ist immer der Gedanke präsent, wie gehe ich nun ohne meinen Sohn durchs Leben . Ich habe noch 2 Töchter und 3 Enkelkinder. Wir sind eine kleine Familie mit Höhen und Tiefen, wie sie überall vorkommen. Aber der Tod meines Sohnes hat uns alle tief getroffen. Er war ein großer,starker Mann. Aber doch nur äußerlich, auf seine Gesundheit hat er nicht geachtet. Wir haben immer versucht, ihn zu beeinflussen, aber es hat nicht geholfen. Nun ist er nicht mehr da. In letzter Zeit fällt mir auf,daß ich wieder verstärkt fühle, als müsste er doch nun bald wiederkommen, es ist doch nur verreist. Es passieren im Unterbewusstsein scheinbar Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Eine Mutter sollte doch nie ihr Kind zu Grabe tragen und doch gibt es das,denn das Leben geht oft eigene Wege, die man nicht beeinflussen kann. In diesem Widerspruch ist man gefangen und doch ist es nicht zu ändern. Aus dem Grunde versuche ich täglich, mein Leben so zu gestalten, daß ich Freude und Zufriedenheit empfinden kann. Dazu muss ich sagen, in den kleinen Dingen erreiche ich das,die grossen Abenteuer sind Vergangenheit. Mir reicht das.Ich hatte ein schönes Leben, obwohl ich auch schwere Zeiten meistern musste. Das geht doch aber allen Menschen so.Wie gesagt,vielleicht schreibst du mir mal kurz wie es dir geht. Mit lieben Grüßen von Christine.

    Liebe Christine, ich bin ja damals gar nicht mit einem akuten Trauerfall hierhergekommen, sondern per Zufall, weil ich eine Traueranzeige gesucht habe und auf das Forum gestossen bin. Ich bin dann durch die damaligen lieben Mitglieder hier geblieben, die ich einfach ins Herz geschlossen hatte. <3


    Natürlich hatte ich auch schon einige Trauerfälle in meinem Leben, meine Großeltern, Jugendfreunde, die zu früh starben, Arbeitskollegen, Bekannte...., also der Tod macht ja leider nicht Halt.

    Die Tode, die ich miterlebt habe, habe ich gut verarbeitet. Bis auf meine Großeltern war das aber nicht meine enge Familie, die sind zum Glück alle wohlauf! Darum glaube ich, dass es schon noch etwas anderes ist, wenn man jemand aus der engsten Familie verliert.


    Ich habe auch einen Sohn und ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn man sein Kind verliert.:(

    Ich verstehe deinen Widerspruch, ein Kind sollte nie vor den Eltern sterben! :( Wenn Kinder erwachsen sind, kann man ins Leben aber auch nicht mehr eingreifen, sie treffen ihre eigenen Entscheidungen, die vielleicht auch nicht immer gut für sie sind.


    Ich glaube, Trauer ist sowieso ganz individuell, es gibt kein richtig oder falsch, sondern jeder muss seinen Weg finden. Und das ist ja nicht einfach!


    Aber wie vorhin auch schon geschrieben, finde es sehr bewunderswert, dass du versuchst, Freude und Zufriedenheit zu finden, das ist schon so nicht immer einfach und schon gar nicht in der Trauer.<3


    LG Andrea

  • Liebe Andrea. Das ist schon was besonderes daß du am Forum teilnimmst ,obwohl es dich nicht betrifft. Du erfährst nun , wie grausam doch manchmal das Leben sein kann. Wenn wir auch alle wissen, daß der Tod zum Leben dazugehört so ist er doch immer weit entfernt, obwohl man in den Medien das Sterben oft live miterlebt .Trifft der Tod uns dann hautnah, begreift man erst die Tragweite. Er kann Menschen zerstören , er bringt viel Leid,viel Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Angst. Am Anfang ist es besonders schwer. Es übersteigt die Vorstellung ,daß der geliebte Mensch nicht mehr da ist.Das habe auch ich schweren Herzens müssen erleiden.Da hat jeder Tag einen Grauschleier,man glaubt, daß das nun nie mehr aufhört. Ich hatte dann noch kurz danach die Operation an meinem Hüftgelenk.Das ist nun bald 2 Jahre her und ich frage mich oft, was habe ich die ganze Zeit eigentlich gemacht? Es war eine Leere und Stille jeden Tag um mich herum. Die Schmerzen mit der Hüftgelenkprothese haben mich manchmal wachgerüttelt.Jetzt bin ich wieder im Leben gelandet. Ich habe mich verändert. Ich schätze jetzt mehr denn je die ganz einfachen Dinge wie Gesundheit, die Natur , ein schönes Zuhause und meine Familie .Oftmals macht man sich im Leben Probleme, sieht Wolken ,wo keine sind .Ich kann sagen,ich lebe jetzt bewußter. Immer wenn ich zum Friedhof fahre, dann rede ich lautlos mit meinem Sohn ,ich schimpfe auch manchmal mit ihm, warum er seine Gesundheit so vernachlässigt hat.Ich sage ihm auch ,daß wir doch noch soviel zusammen machen wollten und ich deshalb nun sehr traurig bin.Liebe Andrea .Eigentlich wollte nicht soviel schreiben .Ich denke, es belastet dich nicht. Heute beginnt die Fußball WM. Fußball ist meine Leidenschaft. Das hat mit dem Alter nichts zu tun. Mein Sohn und ich haben viel telefoniert ,wenn Spiele waren. Das kann keiner ersetzen. Das wird immer so bleiben. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße von Christine.

  • Liebe Andrea. Das ist schon was besonderes daß du am Forum teilnimmst ,obwohl es dich nicht betrifft. Du erfährst nun , wie grausam doch manchmal das Leben sein kann. Wenn wir auch alle wissen, daß der Tod zum Leben dazugehört so ist er doch immer weit entfernt, obwohl man in den Medien das Sterben oft live miterlebt .Trifft der Tod uns dann hautnah, begreift man erst die Tragweite. Er kann Menschen zerstören , er bringt viel Leid,viel Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Angst. Am Anfang ist es besonders schwer. Es übersteigt die Vorstellung ,daß der geliebte Mensch nicht mehr da ist.Das habe auch ich schweren Herzens müssen erleiden.Da hat jeder Tag einen Grauschleier,man glaubt, daß das nun nie mehr aufhört. Ich hatte dann noch kurz danach die Operation an meinem Hüftgelenk.Das ist nun bald 2 Jahre her und ich frage mich oft, was habe ich die ganze Zeit eigentlich gemacht? Es war eine Leere und Stille jeden Tag um mich herum. Die Schmerzen mit der Hüftgelenkprothese haben mich manchmal wachgerüttelt.Jetzt bin ich wieder im Leben gelandet. Ich habe mich verändert. Ich schätze jetzt mehr denn je die ganz einfachen Dinge wie Gesundheit, die Natur , ein schönes Zuhause und meine Familie .Oftmals macht man sich im Leben Probleme, sieht Wolken ,wo keine sind .Ich kann sagen,ich lebe jetzt bewußter. Immer wenn ich zum Friedhof fahre, dann rede ich lautlos mit meinem Sohn ,ich schimpfe auch manchmal mit ihm, warum er seine Gesundheit so vernachlässigt hat.Ich sage ihm auch ,daß wir doch noch soviel zusammen machen wollten und ich deshalb nun sehr traurig bin.Liebe Andrea .Eigentlich wollte nicht soviel schreiben .Ich denke, es belastet dich nicht. Heute beginnt die Fußball WM. Fußball ist meine Leidenschaft. Das hat mit dem Alter nichts zu tun. Mein Sohn und ich haben viel telefoniert ,wenn Spiele waren. Das kann keiner ersetzen. Das wird immer so bleiben. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Christine, lieb, dass du mir so ausführlich antwortest! :)

    Ich habe mich eigentlich immer mit dem Sinn des Lebens beschäftigt, gerade weil unser Leben nicht unendlich ist. Im Alltag erscheint der Tod oft weit entfernt, und vielleicht ist das auch gut so. Schließlich sollten wir die Zeit, die uns hier auf Erden geschenkt ist, mit den schönen Dingen des Lebens füllen, wenn man es noch unbeschwert kann.


    Ich fühle mit dir.:30: Dein Sohn ist viel zu früh gegangen – das ist einfach nicht begreiflich. Ein geliebter Mensch hinterlässt eine Lücke, die bleibt, und das Fehlen schmerzt einfach.


    Schön, dass du dich mit Fußball ablenkst, ich schaue nur hin und wieder, aber die Eröffnung habe ich gestern auch geschaut!;)

    Dir auch ein schönes Wochenende! LG Andrea:*

  • Ich habe ja jetzt in meiner neuen Wohnung einen großen Balkon. Da werde ich nach und nach mir Blumen kaufen. Die Röschen sind auch wunderschön. Obwohl ich festgestellt habe ,daß eigentlich jede Blume etwas Schönes hat. Die Sonne kommt bald wieder. Das ist derzeit die sogenannte Schafskälte.

  • Ganz genau. Ich habe mir das schon schön eingerichtet. Tischchen, Bank und eine bequeme Liege zum sonnen und abends kleine Solarlämpchen.Blumen kommen nach und nach. Deine Röschen besorge ich mir auch. Ich kaufe noch ein paar Balkonkästchen.