Angstzustände

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich leide momentan sehr unter Angstzuständen und starker Nervosität. Es wird erst besser, wenn ich abgelenkt werde, durch meine Familie.

    Er fehlt mir so wahnsinnig. Ich war mit meinem Sohn in der Stadt und musste 3 x weinen, nur kurz, aber mir war das peinlich. Alles hetzt

    auf der Suche nach Geschenken und meine große Liebe ist fort und hat mich irgendwie mit genommen.


    Ständig kreisen meine Gedanken um ihn. Ich will ihn zurück, aber das geht nicht. Ich versuche wütend auf ihn zu sein, aber dann habe ich

    ein schlechtes Gewissen.


    Mein Ex-Freund schreibt mir manchmal und es fühlt sich an, als ob ich fremdgehe. Er möchte, dass ich Weihnachen zu ihm komme, aber

    alles sträubt sich in mir dagegen.


    Ich möchte mit meinem "Mann" Weihnachten feiern. Scheiße alles. Alles andere zählt für mich nicht. Manchmal denke ich, ach geh zurück

    zu deinem Ex-Freund, dann geht es Dir besser, aber das klappt nicht. Ich will ihn.


    Manchmal wenn ich meinen Partner im Supermarkt verloren habe, bin ich ganz hektisch geworden und habe ihn aufgeregt überall

    gesucht und wenn ich ihn dann gefunden habe, war ich überglücklich.


    Er hat mir dann eine Schokolade gerade gesucht mit "Große Liebe" darauf. Jetzt bin ich seit 5 Monaten ohne ihn und ich leide wie ein

    Tier.


    Ich lege seine Jacke weg. Ich hole sie wieder hervor. Manchmal würde ich mich gerne betäuben, mit irgendetwas, aber ich will so

    da durch.


    Ich habe für diesen Mann wirklich alles aufgegeben und als es dann perfekt lief, peng tot. In meiner Familie kann ich nicht über ihn

    reden, weil er sehr viel Unruhe gebracht hat.


    Ich bin sehr dankbar, dass ich Euch habe und dieses mit Euch teilen kann. Von meinem Sohn ist ein entfernter Bekannter gestorben.

    Er war erst 19 Jahre alt.


    Sofort habe ich Angst natürlich auch um meinen Sohn. Ich möchte gern lernen mit diesem Schicksalsschlag zu leben, ohne dass

    diese Ängste und Grübelzwänge mein Leben bestimmen.


    Lieben Gruß


    Turicum:33:

    all

  • Liebe Turicum ❤️


    Ängste sind quälend und schwer abzustellen. Man sagt, Angst ist "nur" ein Gefühl, solange keine echte Gefahr besteht... blöder Spruch... unsere Gedanken und Gefühle kontrollieren, wie soll das gehen... wenn du etwas unbedenkliches nehmen möchtest, kannst due mal mit Rescue Tropfen aus der Apotheke versuchen.


    Ansonsten ist es kein Wunder, dass wir unter Angst leiden.


    Ich kann nachempfinden wie du dich fühlst, ein Wunsch, eine Sehnsucht, die nie erfüllt wird...


    Tue nichts, was du nicht möchtest. Deine Trauer will gelebt sein und das ist teils unerträglich.


    Ich kann Dir nur ein Verstehen senden mit Tränen in meinen Augen, weil mir auch gerade einfach alles nachgeht... ❤️💔Pia

  • Hallo Turicum,

    erstmal möchte ich sagen, dass ich in Gedanken bei dir bin. Trennungen sind nicht schön, ob Todesfall oder Beziehungstechnisch. Mag keiner, solang man nicht schlecht behandelt wurde.

    Erstmal möchte ich dir sagen, das es mit der Zeit besser wird. Ich weiß nicht wie lange ihr zusammen wart, aber du wirst über ihn hinwegkommen.


    Ich habe das oft beim Friseur, das die ganze Aufmerksamkeit auf mich ist und ich dann sehr nervös bin, teilweise auch Angstzustände. Mir hilft dann wenn ich ein Spiel spiele, sowas ähnliches wie „ich seh was, was du nicht siehst“. Ich zähle dann zb alles weiße (andere Farben gehen natürlich auch). Das lenkt mich ab und bringt mich auf einen anderen Gedanken. Trauern ist ok und auch gut, um das alles zu verarbeiten. Wichtig ist nur, daran nicht kaputt zu gehen.


    Nur das beste für dich und dein Sohn.


    Liebe Grüße

    Alex

  • Ihr Lieben,


    vielen Dank. Ja, zum Frisör gehe ich auch sehr ungern. Heute ist bisher ein besserer Tag. Ich habe gestern noch

    eine Tablette genommen, die mich schlafen lassen hat.


    Lieben Gruß


    Turicum

  • Liebe Rita, ich schreibe dir hier zurück, in deinem Wohnzimmer.


    Meine liebe, das sind die ersten Weihnachten ohne deiner Liebe. Alles das erste Mal. Das tut weh, und ist nicht zu verstehen. "Warum kommst du nicht einfach wieder nach Hause", diesen Satz hab ich geschrien, hab ihm Zick Mal in den Himmel gebetet, ihn mir gedanklich vor gesagt, und das tut ich zeitweise immer noch. Das dauert , du bist erst so kurz in deiner Trauer, und gerade jetzt zu dieser Zeit, wo alle mit ihren Liebsten ganz nah sind, fehlt der eine Mensch ganz besonders. Mir geht es ebenso, und vielen hier.


    Eines ist Gewiss, so wie es war wird es nicht mehr. Aber es kann gut werden, nicht besser, nicht schöner aber vielleicht ein wenig ruhiger. Und wer weiß was das Leben uns noch bringt, aufgeben ist keine Option für mich.


    Deine Bekannte solltest du, ohne dir nahe treten zu wollen, meiden. Sie zieht dich runter, sie macht dir Vorwürfe, was bitte hilft sie dir. Lass sie schön grüßen von mir, und erzähle ihr ruhig das ich schon fast drei Jahre um meinen Verlust Weine, und es ruhiger wird, aber nicht weg ist, und warscheinlich auch nie weg sein wird, wie auch, er ist ja immer noch verschwunden. Von meinem Mann liegt noch immer viel Zeug herum, und gewisse Dinge bleiben dort wo sie sind, weil es für mich gut ist. Was andere davon halten ist mir gleich. Sie gehen nicht in meinen Schuhen, und sollen dankbar sein das sie es nicht müssen. Keiner hat uns gefragt, ob wir diesen Weg gehen wollen, er ist uns auferlegt worden, und wir meistern es jeder von uns, so gut wir es eben können. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, weil du dies oder jenes so oder so tust, meine Güte, ich wusste zu dieser Zeit nicht mal wie ich den Tag rum bekommen sollte, und wozu überhaupt, und es traf mich auch wie ein Schlag, das ich mich in vielen sogenannten Freunden so getäuscht habe, aber das waren in Wirklichkeit keine Freunde, nur Wegbegleiter.


    Ich verstehe jedes Wort das du schreibst, es ging, und geht mir oft, Ebenso.


    Kümmere dich nicht um deren Ratschläge, die weiß Gott keine sind, es gibt so viel zu spüren, zu verstehen, zu akzeptieren, da ist deine Kraft wichtiger.


    Fühle dich verstanden, und glaube mir, sehr vielen geht es genau wie dir und mir. Wir sind nicht alleine, und auf gar keinen Fall verrückt. Wir sind traurig, und einsam, haben Heimweh, und Sehnsucht.

  • Liebe Rita, liebe Renate,


    Oh jaa - in so vielen Sätzen finde auch ich mich wieder....


    .... ich sage jeden Abend vor dem mittlerweile obligatorischen 'Gute Nacht Schatzi' zu seinem Bild 'Schatz - es reicht, du siehst ich will nicht ohne Dich - Du kannst jetzt wieder kommen - der Versuch ist gescheitert!'


    Ich sende Euch liebe Grüße 🌟♥️🌟♥️🌟♥️🌟 Susanne

  • Liebe Renate, Liebe Susanne,


    ja ich werde mich zurückziehen, sie hat nicht meine Schuhe an. Ich muss es ja wissen, in welchem Tempo ich

    gehen möchte.


    Meine Mutter ist fast 2 Jahre schon ohne ihren Partner und sie vermisst ihn sehr. Es gibt auch keine Schule

    des Lebens, die einen auf so einen Schicksalsschlag vorbereitet.


    Ich bin dankbar, dass ich hier zwischen Euch sitzen kann und schreiben kann und nie wird es Euch zu viel.

    Da mein Partner sehr fit vorher war, hat der Schock mich umgehauen.


    Ich weiß, dass ich nicht falsch bin, so wie ich denke, weil wir viele sind, die damit beschäftigt sind, irgendwie

    mit dem Verlust fertig zu werden.


    Er war meine Liebe des Lebens und ich habe mich nicht getrennt, sondern bin getrennt worden. Ich kann

    noch nicht einmal mehr um ihn kämpfen.


    Jede Nacht bitte ich ihn, dass er mich abholt. Ich möchte leben, aber noch habe ich meinen Platz nicht so

    richtig gefunden.


    Wir sind immer Hand in Hand gelaufen und jetzt fühle ich mich so verwaist.


    Ich umarme Euch.


    Rita

  • Liebe Rita,liebe Renate,liebe Susanne,

    auch ich finde mich in vielenSätzen wieder.Kein Wunder,irgendwie teilen wir ja auch dasselbe Schicksal.lch sage Jörg jeden Abend. Gute Nacht Schatz. Und ich habe ihn schon angefleht, mich zu holen.Man hat sich dieses Leben ohne den geliebten Partner nie gewünscht,wir würden nicht gefragt und es ist grausam,tut furchtbar weh.Ich habe meinen Platz auch noch nicht gefunden,habe aber Hoffnung,dass ich ihn irgendwann finde.Jetzt heißt es für mich erst einmal Weihnachten hinter mich zu bringen

    Sende euch herzliche Grüße

    Elke⭐️❤️🌻