Schuldgefühle, kennt das noch jemand?

  • Quote

    Ich meine immer,ein Mensch spürt irgendwie,wenn er gehen muss.


    Du hast sooo recht Liebe Karla, Sie spüren es


    Und wir nehmen es war, auser bei Unseren geliebten, da sehen wir es nicht oder zumindestens Ich habe es nicht gesehen obwohl die zeichen da waren


    lg maki

  • Liebe Light !
    Die Zeichen waren für mich da Monate vorher,aber Christian hat sich am Abend noch den Hauptmeldezettel geholt für Mamas Wohnung.
    Ich spürte lange vorher etwas komisches.
    Maki,was meinst Du für Zeichen bei Abi ?
    LIEBE lLight,verlasse mich da voll auf Karla,mit ihren Erfahrungen!
    Liebe Grüsse Chrisu :)

  • Liebe Light!


    Ich habe bei diesem Thema zwei verschiedene Erlebnisse.


    Zum Einen meine Großmutter - am Abend vor ihrem Todestag waren
    wir bei Ihr und auch Ihr Bruder und ich glaube noch eine Tante war dabei...
    auf jeden Fall war meine Oma an diesem Abend ganz die Alte - sie hat
    Witze gerissen und ich weiss noch, wie ich mich gefreut und gehofft habe,
    dass es ihr ab jetzt wieder besser gehen wird...damals war ich 12...


    Und bei Jan war alles ganz anders - er ist in der Nacht von Montag auf Dienstag
    gestorben und in der Nacht auf den Sonntag davor hatten wir beide eine
    absolute Horrornacht.
    Er war ab dem Zubettgehen so zornig und das ging noch bis 3 Uhr morgens so
    weiter - da sind wir beide dann völlig erschöpft eingeschlafen...
    In dieser Nacht war ich total verzweifelt - er hatte kein Bauchweg, kein Fieber,
    nichts was ihn sonst so zornig machte...es war einfach nur schlimm...an diese Nacht
    erinnere ich mich nicht gerne zurück ;( - es war wohl seine Art, das bevorstehende
    Ereignis anzukündigen...


    So, jetzt geht nix mehr...


    Kate

    Jan *03.08.2002 +13.03.2007
    Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!

  • Hallo Light,


    ja du hast recht, Hunde merken so was sehr früh!!14 Tage bevor Uwe gegangen ist, hat der Hund nur bei ihm gelegen , sich nur mit ihm abgegeben, ich fand das schon merkwürdig, doch heute weiß ich warum!!


    Mein Therapeut meinte mal zu mir, auf die Frage hin, warum ich den Tod von Uwe 1eine nacht vorher geträumt hatte, das es Menschen gibt, die so etwas spüren, sie haben so was viellecht schon früher mal gespürt oder gesehen, doch nie richtig war genommen und nun betrifft es ja den eigenen Partner oder in deinem fall deine MUtter!!


    Ich habe auch so lange versucht darauf eine Antwort zu finden, doch niemand kann mir darauf eine Antwort geben, denn wir fragen dann doch:"Warum habe ich das gespürt?
    Und auf alle Warum fragen, gibt es nun mal keine Antwort, das musste ich auch leider merken!!



    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche!!



    Liebe grüße


    traurigetina

  • Hallo, alle Miteinander,



    meine Mutter hatte auch einmal einen Traum von einer jungen Frau, sie war die Schwägerin von meinem Vater, die sie nur flüchtig kannte:


    Diese junge Frau stand vor einem riesigen Tor und die Verwandtschaft und Bekannte waren um sie versammelt. Alle weinten und meine Mutter fragte sie dann, warum alle so traurig sind. Da antwortete sie: "Wenn ich durch das Tor gehe, sterbe ich!".


    Meine Mutter weckte dann meinen Vater auf und er sagte dann, sie spinne. Am nächsten Tag kam dann in der Früh der Anruf, dass die junge Frau nach der Entbindung verstorben war. Meine Mutter wusste nicht einmal, dass es schon so weit wäre mit dem Baby bzw. dass diese Frau im Spital ist.


    Ich glaube, dass man den Tod nicht vermeiden kann und es Schicksal ist. Aber man spürt den Tod anscheinend auch von nicht so nahestehenden Personen.


    lg
    Christa

  • Hallo, ihr Lieben!
    Den Tod kann man nicht vermeiden,das stimmt.Aber,das man ihn ahnt-auch bei anderen Personen- hätte ich nicht für möglich gehalten.Man glaubt ja immer nur derjenige selbst ahnt-ja weiß,wann es "soweit" ist.
    Ich hab es schon mal geschrieben.Als mein Vati im Krankenhaus lag haben wir ihn natürlich besucht.So auch an einem Samstagabend(er lag nur 6Tage drin).An diesem frühen Abend ging es ihm augenscheinlich besser-das Aufblühen vor dem Tod-,ich hab das absolut nicht gesehen(verdrängt?)!
    Beim Abschied sagte ich "tschüss bis morgen",er darauf "ja tschüss,ich komm hier eh´bald raus".Da hatte ich den Anflug des Gedanken,was wenn er stirbt? Der Gedanke war aber sehr schnell wieder weg.
    In der Nacht ist er gestorben.Er hat es geahnt!
    Zum Zeipunkt des Todes bin ich wach geworden (5.30Uhr,nach auskunft der Schwestern)-Zufall?
    Liebe Grüße
    Karla

    Mein Kind Juliane,
    Mein Bruder Rene,
    Mein lieber Vati,
    Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:

  • Nein Karla, kein Zufall - so viele Zufälle kann es nicht geben! Und ich glaube ja sowieso nicht an Zufälle.


    Einige Beispiele: als Heinz starb, "klopfte" es an der Haustüre, auch meine Freundin, die bei mir schlief hörte es. Bei Opa weckte mich ein starker Windstoß - der einzige in dieser Nacht. Bei meiner Oma in Rumänien träumte ich in dieser Nacht von ihr (was ich sonst nie tat - kann mich an keinen anderen Traum erinnern) Es war soo real - ich war auf einmal wieder das kleine 7jährige Mädel, das mitten in der Nacht total verschlafen aus dem Auto stieg und zum ersten Mal von seiner Großmutter in die Arme genommen wurde. Ich spürte ihre "Umarmung" und mein Unterbewußtsein hat es wohl in diesen Traum verpackt.
    Und jetzt bei Vati - ich saß um 8 Uhr früh aus tiefstem Schlaf auf einmal mit Herzklopfen im Bett, wußte nicht was los ist. Er starb rund 2 Stunden später, aber es muß die Zeit gewesen sein, als sie mit der Rettung unterwegs ins Spital waren, und Mutti ungeduldig war, weil so viel Verkehr war und sie nicht weiterkamen. Vielleicht hat Vati es da schon "gewußt"? Und sich von mir verabschiedet?
    Wenn ich nicht früher aufstehen muß, brauche ich auch jetzt noch keinen Wecker. Bin (wenn ich denn überhaupt schlafe) pünktlich um 8 munter.


    Es sind keine Zufälle - wir spüren es. Aber in dieser "technischen" Zeit haben wir verlernt, unseren Gefühlen und Ahnungen zu vertrauen, sie richtig zu deuten. (Obwohl Mutti oft meint, in früheren Zeiten wären sie und auch ich wohl als "Hexen" verbrannt worden ;) )


    Liebe Grüße
    Jutta

    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
    die uns Gott geliehen hat.

  • Hallo,



    ja ich muss Juttap da voll zu stimmen!


    Wir lenken doch unsere Gefühle gar nicht mehr selber, wir lassen uns von so vielen Faktoren lenken!!


    Und vielleicht merken wir oder besser spüren wir, dass unsere Lieben gehen, weil unsere Lieben uns die Gefühle wieder nahe bringen!


    Ich hoffe ihr verteht was ich damit meine!Es ist für mich schwer das so in Worte zu fassen!!


    Ich habe mit auch nie im Leben gedacht, das ich den Tod von Uwe oder einen mir sehr nahe stehenden Träume!!


    Ich glaube nun daran das es zeichen sind, die uns unsere Verstorben schicken um uns vielleicht so darauf vor zu breiten!!




    Liebe grüße


    traurigetina

  • Liebe Lieght!



    Zunächst ein spätes,stilles, aber nicht weniger herzliches Willkommen im Forum. Mein aufrichtiges Beileid zum Tod deiner Mutti. Tja, wenn jemand etwas zum Thema Schuldgefühle schreiben kann, dann bin das, glaube ich, ich. Wie du deine Geschichte beschreibst, hast du in deinen Augen alles falsch gemacht.


    Aber uns allen hier im Forum geht es wohl so, daß wir gegenüber unseren Verstorbenen manchmal ungerecht waren und sie nicht so behandelten, wie sie es sich eigentlich verdient hätten. Deine Mami war sehr schwer krank und so manches ging wohl auch über deine und ihre Kräfte hinaus. Ich glaube aber nicht, daß deine Mutti möchte, daß du dir jetzt Vorwürfe machst. Letztendlich hast du soch sicher sehr viel für sie getan und irgendwann ist man an einem Punkt, wo man nicht mehr kann. Da kann es dann auch schon mal passieren, daß böse Worte fallen und rückgängig machen können wir alle hier im nachhinein leider nichts mehr.


    Mein Fall ist zwar nicht der gleiche, aber auch ich habe starke Schuldgefühle, vor allem Mutti gegenüber. Ich habe zwar seit meiner Geburt eine Gehbehinderung, aber trotzdem hätte ich Mutti nicht alles das antun müssen, was ich ihr angetan habe. Ich ließ mich tagaus, tagein nur von ihr verwöhnen,


    Mir fiel nicht einmal ein, ihr im Haushalt zu helfen oder sonstiges, obwohl ich wußte, daß sie Herzkrank war. Gut, ich kaufte ihr schöne Sachen,die sie sie wünschte zu verschiendenen Anlässen, aber was ist das schon??? Auch schlief ich, als Vati starb bei ihr im Zimmer, da ich mir immer dachte, wenn sie nachts was braucht, kann ich ihr helfen. Und in der Nacht vom 29. auf den 30.3.06 brauchts sie dann einmal etwas von mir und ich konnte nicht mehr helfen.


    Als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte und mir dachte, da stimmt etwas nicht, rief ich sofort Rettung und Notarzt. Aber ich bin aufgrund meiner Gehbehinderung nicht so schnell wie andere. Wäre ich schneller gewessen, wäre sie vielleicht zu retten gewesen. Auch sie war 41 Jahre für mich da, aberich in dieser einen Nacht nicht für sie. Das ist etwas, womit ich heute oft noch nicht klar komme, was mir weht tut, und wo ich oft weine.


    Aber liebe Lieght, auch ich kann es nicht mehr rückgängig machen - bei Gott ich täte es, wenn ich eine Möglichkeit hätte. Aber eines wirst du scher schon gemerkt haben: hier im Forum kannst du immer schreiben, was dir auf der Seele brennt, du bekommst Antwort und es ist immer jemand für dich da.


    Außerdem mußt du bitte bedenken, daß seit dem Tod deiner Mutti noch nicht viel Zeit vergangen ist!!!!! Das dauert unendlich lange, bis man halbwegs begreift, was geschehen ist. Bei Mam ist es jetzt 3 Jahre und 3 Monate her und manchmal quäle ich mich noch heute mit Vorwürfen.


    Sei vorsichtig umarmt Claudia

  • Liebe Light,

    Quote

    die Kamera hab ich schon, brauch noch das AUfladegerät für die Akkus...
    hm, da sind die letzten Fotos meiner Mutter drauf.
    Hab sie zu Silvester gemacht,...
    Und als ich sie dann anschaute, dachte ich mir... so sieht sie doch nicht aus??? So krank und müde und dünn...
    Will man nicht sehen, die Veränderung bei einem Menschen, vor allem wenns so schnell geht. :(
    Die Fotos jetzt irgendwann wieder ansehen, ist eine Überwindung.

    Mir ging es gestern genau so. Hab ein anderes Foto am PC gesucht, und bin über die von Weihnachten "gestolpert". Wollte sie erst ganz schnell wieder zumachen, hab sie dann aber doch bewußt angesehen.
    Und bin eigentlich erschrocken, wie schlecht Vati da schon ausgesehen hat. Ich sah es damals auch nicht (wollte es nicht sehen?) Auf den meisten Fotos lächelt er, bemüht uns nichts merken zu lassen. Aber ich habe (leider?) auch einen Schnappschuß, den er nicht mitbekommen hat. Und der ist für mich wirklich schlimm - der Ausdruck in seinen Augen - so müde, eigentlich hoffnungslos. Hätte dies Foto fast gelöscht, habe es aber dann doch nicht getan.
    Andere Fotos sehe ich gerne an, doch diese - du hast recht, es ist eine Überwindung sie anzusehen. ;(


    Liebe Grüße
    Jutta

    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
    die uns Gott geliehen hat.

  • Liebe Light,liebe Jutta!
    Oh mann,als ich eure Beiträge las, lief es mir ein wenig "den Rücken runter".Ich dachte,"das gibt´s doch nicht!"
    Auch ich habe solche Fotos von meinem Vati.In der Realität hab ich nie gesehen das es ihm nicht gut geht.Es ist wohl wirklich so,man will es nicht wahrhaben.Gerade bei uns sehr nahestehenden Menschen.
    Vielleicht ist dies auch so,weil man diese "Entwicklung" miterlebt,täglich sieht.( Man sieht ja auch nicht wie "groß" die Kinder wieder geworden sind-man hat sie täglich um sich).
    Mir tut es sehr weh diese Fotos anzusehen.Mache mir Vorwürfe ihn nicht noch mehr zu Arztbesuchen gedrängt zu haben.Meine Mutti hatte es da sehr schwer.
    Es hat aber sicher so sein sollen.Er hatte einen festen Willen,hat getan was ER wollte.
    Damit muss ich mich abfinden,so verdammt schwer es mir fällt.
    @Jutta
    Es scheint wirklich keine Zufälle zu geben.
    Einen schönen Sonntag wünsche ich euch,muss dann mal ins Bett,die Arbeit ruft!
    Liebe Grüße
    Karla

    Mein Kind Juliane,
    Mein Bruder Rene,
    Mein lieber Vati,
    Ihr seid mir nur einen Schritt voraus-tief in meinem Herzen lebt ihr weiter :005:

  • Hallo alle Miteinander,


    ich denke, man registriert nicht, wie jemand immer mehr "verfällt", wenn man ihn täglich sieht.


    Bei mir ist es auch so, dass ich total schockiert bin, wenn ich die letzten Fotos von Weihnachten ansehe. Das wirkt mein Mann sehr alt, aber ich habe es damals nicht so mitbekommen. Im Nachhinein haben mir viele gesagt, wie schlecht mein Mann beim letzten Treffen ausgesehen hat.


    Ich habe mich auch einmal über eine Nachbarin geärgert, die meinte, mein Mann sehe wie ein Opa aus. Wir sind neu hierhergezogen und mein Mann durfte nur fast 11 Monate unser neues Heim erleben. Alleine dieser Gedanke macht mich traurig. Ich habe meiner Nachbarin dann gesagt, dass es die Chemo sei, die meinen Mann so altern lies. Ein andermal erzählte sie mir dann, als er schon verstorben war, dass er große Mühe hatte, wenn er von den Behandlungen nach Hause gekommen ist. Ständig musste er rasten und wirkte gebrochen - sie sieht genau auf den Gehweg und ist zu Hause. Ich habe das nicht gewusst, da ich arbeiten war. Mein Mann wollte es so. Hätte ich mitbekommen wie es ihm ging, wäre ich bei ihm zu Hause gewesen. Manfred war generell der bequeme Mensch und ist gerne auf seinem Lieblingsofa gesessen und ich habe daher den Verfall nicht so registriert.


    Bin aber auch nicht sicher, ob mein Mann wollte, dass ich den Job wegen ihm gekündigt hätte. Er sagte immer, ich soll arbeiten gehen, er mache das schon alleine - er war ja nicht bettlägrig. Er hatte wahrscheinlich auch Bedenken, ob ich mir dann die neue Wohnung ohne Job leisten kann - vielleicht hat er schon geahnt, dass er nur mehr ein paar Monate zu leben hat.


    Ich denke mir auch manchmal, wenn ich gewusst hätte, wie es wirklich um ihn steht, hätte ich vieles anders gemacht. Aber jetzt ist es zu spät. Mein Mann ist im Glauben von uns gegangen, dass ich Arbeit habe und finanziell auch ohne ihn über die Runden komme. Vielleicht war es gut so.


    Nun bin ich seit April ohne Job und denke mir, kein Job der Welt ist es wert, dass man ihn einem kranken Familienangehörigen vorzieht.


    Jetzt habe ich auch gejammert.


    lg
    Christa



  • Liebe Light,


    ich denke genauso wie du! Die Entscheidung zur Behandlung hat mein Mann getroffen und ich hätte sie ihm nie ausgeredet. Mein Mann hat mit mir nie über seine Heilungschancen gesprochen und ich dachte, jede Chance - egal wie klein - ist ein Chance. Wenn man nicht kämpft hat man schon verloren. Ich weiss aber nicht, ob ich es jemals über mich ergehen lassen würde.


    Mir kommt es so vor, als würden die Patienten als Versuchskaninchen für diverse neue Präparate fungieren. Mein Mann bekam auch ein "neues" Medikament und ich war dann der Meinung für Studienzwecke.


    Ich habe in einem deutschen Fernsehen einen Bericht gesehen, wonach die Krebszellen nach einer gewissen Zeit Chemo resistent werden. Wie bei Antibiotika. Dann hört man oft, dass der Krebs womöglich auf einer Stelle verschwindet und dann auf einer anderen wieder kommt. Kenne eine Frau, sie ist Nichtraucherin und -trinkerin und hatte zuerst Lungenkrebs und dann Leberkrebs und ist noch nicht ausgeheilt.


    Mein damaliger Chef meinte, er würde nie eine Chemo machen lassen... Beim anderen Chef fragte mich einmal seine Frau, ob mein Mann wegen der Chemo noch alle Haare hätte ?! ?( Ich dachte mir dann, ist das so wichtig ? Ihr Mann hatte nämlich volles Haar und war total stolz drauf. Im Vordergrund steht doch, dass man die Chance auf Heilung hat! Da sieht man wieder wie manche Leute primitiv sind.


    Mein Mann sagte gegen Schluss öfters, er sei nutzlos, weil er auch nicht mehr einkaufen ging mit mir. Ich sagte dann, er war immer für uns da und jetzt würden wir ihn unterstützen. Er tat mir so leid. Wenn man früher alles machen konnte und dann hat man bei einfachen Sachen Probleme, tut es sehr weh.


    Das mit deiner Mutter tut mir leid, das sehe ich auch das Leid meines Mannes vor mir.


    lg
    Christa

  • Mein Mann bekam 1 1/4 jahre Chemotherapie, mit Pausen, weil dann irgendwelche Werte zu hoch waren. Er wurde auch bestrahlt.


    Bei meinem Mann wurde eine Gewebsentnahme gemacht, die leider misslungen ist und mein Mann dann eine Not-OP hatte, weil sich Flüssigkeit gebildet hatte. Im Grunde wusste man wieder nicht, welchen Tumor er hatte. Habe nicht verstanden, warum nicht nochmals eine Entnahme probiert wurde, wenn es doch ein Routineeingriff sein sollte. Vielleicht war es bei ihm schon sowieso zu spät?!


    Frage mich auch, warum man einen Menschen quält. Damals habe ich ein Buch von einem Pfarrer, der Okologe ist, gelesen und er schrieb, dass man manchmal die Chemo nur aus folgendem Grund verabreicht, um den Patienten im Glauben zu lassen, es wird was getan. Auch wenn es schon zu spät ist.
    Sie können doch Plazebotabletten oder ähnliches geben, oder ?!


    Bei meinem Mann war der Tumor 7 cm groß und schrumpfte dann einige Zentimeter, aber das Schlimme waren die Metastasen.


    Das erste halbe Jahr während der Chemo ist es meinem Mann sehr gut gegangen und man merkte auch nichts von der Krankheit. Im späteren Verlauf ist es dann schlimmer geworden und das letzte halbe Jahr - er starb im August 2008 - war er dreimal im Spital wegen Lungenentzündung, Herzrythmusstörungen etc.


    Die Mutter von meiner Freundin hatte auch Krebs im Endstadium und sie bekam ein Monat lang noch reichlich Chemo mit allen Nebenwirkungen - also das finde ich schon stark.....



    Ich denke, sollte ich einmal unheilbaren Krebs haben werde ich in die Schweiz fahren und mir eine Todesspritze wie der Schauspieler Fux geben lassen.