Beiträge von Lisa95

    Liebe Elliminelli ,

    danke für deine liebe Nachricht! :)


    Es freut mich zu lesen, dass es dir jetzt langsam wieder besser geht. Es ist wirklich ein langer Weg, aber es freut mich, dass du Veränderung verspürst :)


    Ich denke auch, dass einem Sport wirklich sehr gut tut. Ich habe auch manchmal Rückenprobleme, durch meine Bürotätigkeit denke ich. Ich versuche dann immer einen Ausgleich zu finden und mache es wie du: ich schaue einfach was der Körper mir sagt und vielleicht hast du recht. Am Wochenende hatte ich keinen Elan für Workouts oder Rad fahren, es musste etwas beruhigendes sein auch wenn dann alles wieder hoch kam.


    Was machst du dann gern für Sport? Ich gehe gern wandern, fahre Inliner, gehe bouldern.... :) Manchmal muss ich mich ganz schön überwinden, aber eigentlich macht es mir immer Spaß und danach freue ich mich :)


    Ich werde am 15.04. an dich denken und die Energie schicken, egal wie du dich entscheidest :) Ob du mit deiner Familie gehen möchtest oder nicht liegt ganz bei dir. Ich bin mir sicher, dass es alle verstehen würde, wenn du alleine gehen magst. Aber auch mit deiner Familie wird es sicher "schön" werden. Du wirst dich richtig entscheiden :)


    Ich war seit dem Tod meiner Mama bisher erst zwei Mal nach der Beerdigung auf dem Friedhof. Die Beerdigung war letztes Jahr am 14.04. Danach war ich an Muttertag nochmal und dann zur Weihnachtszeit. Ich kann aber auch nicht so regelmäßig gehen, weil ich 300 km von meiner Heimat entfernt wohne, wo auch meine Mama beerdigt ist. Und natürlich möchte ich trotzdem, dass das Grab schön ist, aber ich bin nicht so die Friedhofsgängerin. Ich fühle mich auf andere Art und Weise und anderen Situationen mit meiner Mama verbunden :) Ich hoffe du findest auch deinen Weg und siehst es nicht als Zwang immer auf den Freidhof gehen zu müssen, wenn du nicht möchtest. Berichte mir sehr gern hier oder in deinem Wohnzimmer wie es dir ergangen ist :)


    Ja du hast Recht. Männer sehen das oft nicht so wie wir. Und mein Onkel erst recht nicht. Er ist allgemein kein Mensch der vielen Gefühle und Emotionen und zu meiner Mama hatte er ja nicht mal annährend so eine Verbindung wie ich oder meine Brüder. Vielleicht hast du auch dabei Recht, aber leider ergab sich bisher nie die Möglichkeit zur Aussprache. Um ihn anzuschreiben bin ich einfach zu stolz würde ich sagen, weil ich nichts falsch gemacht habe. Von ihm kommt aber auch nichts. Daher muss ich mal sehen wie sich das entwickelt...


    Vielen Dank, ich wünsche dir auch einen schönen Tag und heute werden vielleicht mal wieder meine Inliner heraus geholt bevor es die nächsten Tage hier wieder regnen soll :)

    Heute kommt irgendwie so viel wieder hoch. Es ist ja schon schlimm genug für mich, dass meine Mama nicht mehr da ist und ich das alles verkraften musste und noch immer muss.


    Es ist leider einiges schief gelaufen im letzten Jahr, als wir die Wohnung meiner Mama ausräumen mussten. Natürlich habe ich viel mitgeholfen, auch meine zwei Brüder, meine Tanten usw. Viele Sachen warn schon sortiert. Zu guter Letzt habe ich Sperrmüll angemeldet für die Sachen, die wirklich niemand mehr gebrauchen konnte. Es stand aber noch die Küche. Diese wollte mein Papa für seinen Garten haben (Meine Eltern sind schon laaaaange getrennt). Ich dachte bevor ich sie wegschmeiße und sie so noch einen Nutzen hat, ist das doch in Ordnung.


    Ich gab meinem Papa den Schlüssel damit er nach der Arbeit in die Wohnung kann, um die abzubauen und in seinen Garten zu fahren und war so auf niemanden von meiner Familie angewiesen. Tja, so schön hab ich es mir vorgestellt.


    Mein Papa hat den Schlüssel seinem Bruder (also meinem Onkel) gegeben. Ohne dass ich davon wusste. Okay, ich hatte eigentlich ein gutes Verhältnis zu meinem Onkel aber was dann geschah war der Hammer. Anstatt einfach nur die Küche auseinander zu bauen, damit sie im Garten wieder aufgebaut werden kann wurde wirklich ALLES entsorgt, was sich noch in der Wohnung befand. Ein Tisch, den meine Tante haben wollte. Eine kleine Holzbank für einen kleinen Balkon, den meine anderen Tante gern haben wollte.


    Aber jetzt kommt der Oberhammer..... auch das Portemonnaie mit Bildern noch von meiner Oma, Geld, Karten usw. Und neben dem Portemonnaie sind auch ALLE Bilder weggeworfen wurden, die noch in der Wohnung waren. ALLE BILDER. Ich dachte ich wäre drüber hinweg, da die Bilder eh niemals mehr wieder kommen werden, aber NEIN, heute kommt alles wieder hoch.


    Ich kann seit diesem Vorfall bzw. seit dem es mir und meiner Familie aufgefallen ist, kein einziges Wort mehr mit meinem Onkel sprechen. Er hat alles kaputt gemacht. Wirklich ALLES. Auch das Verhältnis zu meinem Papa ist seitdem echt nicht mehr so gut. Eigentlich kann er nichts dafür. Er hat die Wohnung ja nicht restlos ausgeräumt, aber er unterstützt mich auch nicht und versteht anscheinend nicht wie schlimm ich das alles finde.


    Während ich das schreibe, überkommen mich komische Gefühle und ich weine. ALLE Bilder. Ich bin unendlich traurig........

    Liebe Ramona,

    ich weiß nicht genau was ich sagen soll. Mir fehlen wirklich die Worte. Ich kann dir nur mein tiefes Mitgefühl aussprechen!


    Wie gut, dass du so schnell auf dieses Forum aufmerksam geworden bist. Hier kannst du dir alles von der Seele schreiben, was du möchtest.


    Es ist gut, dass du nicht alleine bist und dein Partner so schnell kommen konnte, um dich zu unterstützen. Es ist alles noch so frisch. Vor zwei Tagen ist deine Mama verstorben.... Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit und alles, was jetzt so ansteht.


    Und hab keine Angst zu Träumen. Als ich letztes Jahr meine Mama verloren habe, hatte ich das auch. Aber ich habe bisher fast nur schönes von ihr geträumt. Ich hoffe, dass du auch so etwas erfahren darfst. <3


    Lisa :)

    Mein Wochenende war durchwachsen. Ich konnte nicht so viel machen, weil das Wetter wirklich nicht so schön war. Habe mich dann mal an die Steuererklärung und andere Erledigungen ran gemacht. Gestern lag ich mal entspannt auf der Couch und auf einmal, während ich in Gedanken war, schien plötzlich die Sonne über unser Balkonfenster in das Wohnzimmer. Das tat so gut, weil sich die Sonne am Wochenende nicht so oft gezeigt hat und ich glaube auch ein wenig, dass es ein Zeichen meiner Mama war, die mich wieder etwas motivieren wollte :)


    Mein Freund ist dann laufen gegangen (er absolviert gerade einen Trainingsplan für einen Halbmarathon, den er Ende April als Wettkampf läuft) und ich habe mich mal wieder an Yoga versucht, weil ich mal wieder so eine allgemeine innere Unruhe verspürte. Es tat auch gut muss ich sagen, aber beim Yoga kommt bei mir irgendwie immer alles hoch. Auch gestern musste ich wieder weinen vor allem am Ende der Stunde, als man sich eigentlich entspannen sollte. Nun ja, ich probiere es weiter.


    Freue mich jetzt schon auf meinen Urlaub zu Ostern. Nächste Woche am 12.04. fahren wir in die Heimat und besuchen Verwandte und Freunde. Am 14. werde ich auf den Friedhof gehen. An diesem Tag vor einem Jahr wurde meine Mama beerdigt.


    Wünsche allen einen angenehm lebbaren Tag :)

    Liebe Ameliea , ich glaube auch ganz fest daran, dass das alles Zeichen deiner Mama waren. Wie schön :) Vor allem das mit der Amsel hat mir eben ein Lächeln ist Gesicht gezaubert :) Bis in den Flur ist sie spaziert. Das habe ich bisher auch von noch niemanden gehört. Das war bestimmt sie und wollte dir ein Zeichen geben :)


    Und ja, wie sagt man so schön "im Nachhinein ist man immer schlauer". Jedes Mal wenn ich den Spruch höre oder er mir in die Gedanken kommt, könnte ich die Augen verdrehen. Aber es stimmt einfach. Ich würde meine Mama auch gern nochmal hören. Hier bei mir. Live. Egal, ob etwas schönes/liebevolles oder wenn ich sie mal wieder "auf die Palme" gebracht habe. Du hast recht. Unsere Mamas haben sich nur um uns gesorgt und es nie böse gemeint.


    Und ganz ganz sicher ist deine Mama stolz auf dich, wie du das alles die letzten zwei Jahre gemeistert hast. Da bin ich fest davon überzeugt :)

    Liebe theresachristina ,

    ich denke an dich und ganz sicher wirst du deine Mama auch bald so in Erinnerung haben können wie sie eigentlich immer war. :)


    Es freut mich, dass du noch Videos von deiner Mama hast auf denen ihre Stimme zu hören ist. Das habe ich auch und ich finde es sehr wertvoll. Ich höre und schaue mir das nicht so oft an, weil ich möchte das es etwas besonderes bleibt. Aber das kann natürlich jeder so handhaben wie er möchte :)


    Danke schön, dass du mich darin bestärkst, dass das im Home Office wirklich ein Zeichen von meiner Mama gewesen sein kann. Ich habe das auch irgendwo mal gelesen oder gehört, dass sie uns oft Zeichen über Elektrizität oder Licht geben können. Aber auch die Zeichen, die du von deiner Mama bekommen hast hören sich wundervoll an. Am bedeutendsten war für mich deine Erzählung vom Tag der Beerdigung. Ganz sicher war sie das und hat euch einen lieben Gruß da gelassen. Ich hoffe, dass du noch ganz ganz viele weitere von diesen Zeichen von deiner Mama erfährst! :24: Ich habe tatsächlich noch nicht so viele Zeichen erhalten oder habe sie nicht bewusst wahr genommen. Seit dem Tag im Home Office, von dem ich berichtete, versuche ich da aber mehr darauf zu achten. :) Was mir noch einfällt ist der Tag an dem sie verstarb. Ich habe das Krankenhaus verlassen und bin mit meinem Freund und meiner Freundin zu der Schaukel in der Nähe gegangen und auf einmal kam auch die Sonne raus und erwärmte unsere Gesichter und Körper. An dem Tag war es eigentlich auch nicht SO besonders schön, aber ab dem Zeitpunkt kam die Sonne heraus :)


    Ja man muss jeden respektieren. Wenn jemand sie so nicht mehr sehen mochte. Das tue ich auch. Aber ich finde die Begründungen manchmal ein wenig abwegig. Wenn dann so etwas kommt wie "ich kann sie so nicht mehr sehen" oder "ich möchte sie so in Erinnerung behalten wie sie war". Ich finde dass es das manchmal so klein und nichtig macht. Als wäre mir das alles leicht gefallen. Nein natürlich nicht, aber sie brauchte doch da jemanden. Und jetzt weiß ich ja aus eigener Erfahrung, dass die Bilder aus dem Krankenhaus verblassen und sie in meinen Gedanken so ausschaut wie zuvor. Manchmal denke ich, dass es sich die Leute mit solchen Aussagen "einfach" machen wollen.


    Ich könnte auch nicht bei einem Bestattungsinstitut arbeiten. Deswegen finde ich es umso bemerkenswerter, dass es solche Leute gibt.


    ich danke dir auf jeden Fall auch für deine ehrlichen Worte während deinen Erzählungen. Ich finde es gut, dass wir hier sind und uns austauschen können :)


    <3  

    Liebe theresachristina ,

    ja das mit der Beschreibung mit dem Nebel trifft es eigentlich wirklich ganz gut. Genau so fühlt es sich an. Wie verschleiert.


    Vielen Dank für deine Erfahrungen zu dem Artikel des einen Psychologen. Ich finde das ist eine schöne Erklärung mit der Erkältung der Psyche. Und ja, die Erkältung kommt schnell und dauert anscheinend sehr, sehr lange bis sie wieder weg ist oder man zumindest mit ihr leben kann, wenn man es jetzt auf die Trauer bezieht. Ich kenne das bereits sehr gut. Als ich 2014 selbst schlimm an einer Hirnhautentzündung erkrankt bin und auch im Koma lag usw. war ich danach auch in psychologischer Behandlung, um alle Erlebnisse aus dem Krankenhaus und der Reha zu verarbeiten. Das war auch ein langer Prozess, aber ich habe es geschafft. In den meisten Lebenslagen jedenfalls.


    Vielen Dank für deine lieben und tröstende Worte! Ich empfand unsere Beziehung wirklich als sehr schön und innig. Sie hat mir immer alles anvertraut und ich ihr auch. Wir waren da nicht nur wie Mama und Tochter, sondern auch wie Freundinnen und ich denke und hoffe, dass sie das auch so empfand.


    Dieser Gedankenkreisel tritt zum Glück nicht so oft auf. Manchmal ist er stärker, manchmal schwächer und manchmal gar nicht da. Heute bin ich z.B. auch wieder sehr zufrieden mit mir, wie ich damals alles gemacht habe und auch wirklich stolz auf mich. Das ist eben auch immer von vielen anderen Faktoren abhängig, wie man sich gerade fühlt.


    Fühl du dich auch umarmt und einen schönen Start in den Freitag. :)

    Liebe Ameliea ,


    wie schön, dass du deine Mama auch als beste Mama der Welt empfunden hast. Für mich war es meine Mama auch :love:


    Ja diese Endgültigkeit macht mich auch manchmal echt fertig. Ich weiß zwar, dass sie verstorben ist, aber noch immer denke ich manchmal wie ich sie jetzt anrufen muss, um ihr etwas mitzuteilen usw. :) Auf der einen Seite finde ich das schön, weil ich finde, dass es mir zeigt, dass sie wirklich ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben war, aber auf der anderen Seite macht es mich natürlich super traurig....


    Ich finde es auch schön, dass du auch mit deiner Mama redest. Das mache ich auch. Mal mehr, mal weniger. Eben immer so, wenn mir danach ist :) Hast du denn auch schon mal das Gefühl gehabt, dass sie dich "hört" also, dass du Zeichen von ihr erhalten hast?

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich derzeit einfach nur vor mich hin lebe. Ich gehe auf Arbeit, mache Sport, treffe Freunde und ja im empfinde auch Freude dabei, aber irgendwie....... ich habe keine richtigen Worte dafür. Vieles erscheint mir so sinnlos und klein zur Zeit.


    Und die Gedanken kreiseln. Vor allem darüber, ob ich keine gute Tochter war.... Ja ich war da für meine Mama als sie es mehr gebraucht hat denn je, wir haben oft telefoniert und etwas unternommen, aber jetzt im Nachhinein.... ich hätte ihr gern noch SO viele Sachen gesagt, was mir nun nicht mehr möglich ist. Vieles habe ich für selbstverständlich hingenommen, einfach "weil es ja meine Mama war". Das macht mich traurig und nachdenklich. Ich hätte ihr viel mehr sagen sollen, was sie für eine tolle Mama ist und wie sehr ich sie lieb habe.


    Finde die Vorstellung ganz komisch, dass mir das nie mehr wieder möglich sein wird.


    Sentimentale Lisa

    Liebe Michaela,

    ja die Wohnung ausräumen. Das ist wahrscheinlich sehr sehr schwer. Ich kann es nachvollziehen. Auch mir fiel es schwer. Ich möchte dir gern mit auf den Weg geben, genau zu überlegen was ihr wegschmeißen oder spenden wollt und was du für dich behalten möchtest. Meine Familie und ich haben letztes Jahr schnell schnell alles gemacht und im Nachhinein fallen mir 1000 Dinge ein, die ich gern gehabt hätte und die jemand anderes einfach entsorgt hat, weil es für denjenigen vielleicht nicht wichtig war (wir hatten uns damals in Räume aufgeteilt).


    Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Ich wünsche dir viel Kraft :) Alles liebe an dich!

    Ja 1 Monat ist es eigentlich erst her, irgendwie verging dieses Monat so schnell,, aber auch wieder so langsam. Gestern dachte ich einfach an ALLES, was nie wieder sein wird , einfach schrecklich 😥Ich versuche mir natürlich vor Augen zu halten , dass es für meine Mama wirklich eine Erlösung war - Krebs. Das war es wirklich, aber das Vermissen wird natürlich dadurch nicht weniger. Klar! . Ach ja , alles nicht so einfach...,☹️

    Alles Liebe ❤️
    Michaela

    Ich bin auch manchmal total im Chaos was das Zeitgefühl angeht. Mal kommt es mir bei meiner Mama vor als wäre es gestern passiert und dann kommt es mir wieder total lang vor, wenn ich daran denke, was ich alles in dieser Zeit erlebt habe.

    Für meine Mama war es auch eine Erlösung. Auch sie hatte Krebs.... aber wie du schon sagst, das Vermissen wird dadurch nicht besser......

    Liebe Grüße, Lisa :)

    Liebe Theresa,


    Auch bei mir war es so, dass ihr Aussehen der letzten Tage und Stunden alles überschattet hat. Für eine gewisse Zeit. Und ja, diese Zeit war schlimm und bedrückend weil auch ich meine Mama nicht so kannte, aber das ist verblasst und ich hoffe, dass es bei dir auch verblassen wird und du sie wieder so hübsch in Erinnerung haben kannst. Bei mir ist es so, dass ich mittlerweile richtig erschrocken bin, wenn ich Bilder ihrer letzten Tage sehe, denn so habe ich sie nicht mehr in Erinnerung. Ich weiß, dass es schlimm war, aber in meinem Kopf schaut sie aus wie früher vor der Krankheit. Ich habe auch schon ein paar Mal von ihr geträumt. Leider war sie immer krank in den Träumen, aber auch im Traum sah sie nicht krank aus.


    Auch ich schaue regelmäßig in unseren Chatverlauf rein. Leider war meine Mama nicht die Schnellste beim tippen, weshalb wir sehr oft telefonierten. Damals war das gut, weil es natürlich auch schöner ist mit jemanden zu sprechen oder denjenigen über Videochat zu sehen, aber jetzt fehlen mir die Nachrichten. Habe zum Glück ein paar Sprachnachrichten von ihr gefunden. Die sind meist nur ein paar Sekunden lang, aber es ist schön ihre Stimme zu hören.


    Auch in meine, dass ich schon Zeichen von meiner Mama bekommen habe und rede auch regelmäßig mit ihr. Sei es in meinen Gedanken oder ganz "normal" während einer Autofahrt. Mein letztes Zeichen war als ich im Home Office arbeitete und ich nichts an der Maus oder dem Touchpad gemacht habe, aber sich die Maus bewegte und sogar zwei Programme geöffnet wurden. Im ersten Moment war es gruselig, aber ich bin mir sicher, dass es von ihr war. Was hast du für Zeichen erhalten?:*


    Es erfreut mich zu lesen, dass eure Worte erhört wurden und deine Mama nicht so lange mehr leiden musste. Es ist auch wirklich schön für mich zu lesen, dass noch so viele von ihren Freunden da waren, um sich von ihr zu verabschieden. So viel Liebe! :) Du und deine Mama könnt euch da wirklich glücklich schätzen. Aus meiner Familie habe ich mich, mein Freund und meine beste Freundin von meiner Mama verabschiedet. Von ihren Geschwistern, Nichten, Neffen und Freunden wollte sich leider keiner persönlich verabschieden.


    Ich finde es schön, wie du dir bei dem Thema wie deine Mama abgeholt wurden ist, alles von der Seele geschrieben hast. Dir muss wirklich nichts peinlich sein oder was auch immer. Es war wirklich schon alles schwer genug für dich und der Anblick ist nun mal sehr schmerzlich. Ich finde, dass sich die beiden Herren vom Bestattungsinstitut sehr viel Mühe gegeben haben und mit viel Pietät handelten. Zumindest kommt es so bei mir rüber. Schön finde ich auch, dass du sie nochmal berühren konntest. Ich habe nach dem Tod meiner Mama auch noch viel mit ihr gesprochen, konnte sie jedoch nicht berühren, was ich im Nachhinein als sehr traurig empfinde....


    Meine Mama ist ja im Krankenhaus verstorben und sie lag da auch nochmal schön zu recht gemacht, aber ich musste zum Glück nicht sehen, wie sie noch für einen Tag in diese Kühlkammer musste, wie sie da lag und wie sie abgeholt wurde usw.... möchte dir nicht noch mehr Kopfkino bereiten, aber ich kenne das. Und am aller schlimmsten finde ich, dass das Oberteil, was sie zuletzt trug wie vom Erdboden verschluckt ist :(


    Ich denke an dich! Lisa

    Hallo liebe Fabienne,

    erst einmal mein herzliches Beileid zum Verlust deines Papas. Bisher habe ich hier nur mitgelesen, aber gerade ist mir einfach danach dir zu schreiben.


    Ich finde es schön, dass du dich entschieden hast zu dem Geburtstag zu gehen, auch wenn du dich vielleicht nicht wohl gefühlt hast. Wenn du jetzt entschieden hast so etwas künftig wieder zu meiden, dann solltest du das auch so machen. Es zwingt dich niemand auch nur irgendwo hin zu gehen und wenn du es für richtig empfindest, ist es gut. Es ist dein Weg und niemand hat dir zu sagen wie oder ab wann du wieder etwas machen solltest. Toll ist auf jeden Fall, dass du es ausprobiert hast und es nun besser weißt. :)


    Mir fiel es schwer, dass kurz nach dem Tod meiner Mama so viel Hilfe von außen Angeboten wurde von Freunden usw. ich war überwältigt, wie viele Menschen sich um mich sorgten. Nach ein paar Monaten war davon fast nichts mehr zu spüren und ich hätte es mehr gebraucht denn je, weil wir bei mir Trauer erst so ca. 3-4 Monate nach dem Tod meiner Mama so richtig "zugeschlagen" hat. Aber es fragte einfach kaum mehr jemand und ich wollte auch niemanden schreiben oder anrufen, weil mir das dann auch zu "doof" war. Irgendwann konnte ich mich mal überwinden und bei einer Freundin nachfragen, wieso sie nicht mehr gefragt hat usw. Und da meinte sie darauf, dass ich eigentlich einen recht stabilen Eindruck auf sie machte und sie einfach durch ihre eventuellen Fragen keine Wunde bei mir aufreißen wollte.


    Ich möchte damit sagen, dass ich denke, dass vor allem Freunde oder Leute die einen gut kennen einen schon beobachten und "abchecken". Manchmal sind deren Einschätzungen falsch, aber sie sind eben auch nur Menschen. Und manchmal eben auch mit der Situation überfordert und es Fehlen die Worte..... Vielleicht fanden deshalb nur die "normalen" Gespräche statt. Ich hoffe, du weißt wie ich es meine.


    Der Satz, dass manche Leute nicht einmal so alt werden.... ja sowas kann man sich meiner Meinung nach wirklich sparen. Als meine Mama (mit 51 Jahren) verstarb hatte kurz darauf die Frau ihres Bruder Geburtstag und wurde 60. Genau diesen Satz sagte sie damals auch. Und Sachen von wegen "ja was ein Alter" usw. Das ging mir auch sehr nah. Aber versuch das nicht zu sehr an dich heran zu lassen.

    Oh Carmen, das sind ja freudige Nachrichten! Ich drücke weiterhin die Daumen, dass alles gut verläuft und sich alles wieder regeneriert :)

    Hab einen schönen Tag. Lisa

    Liebe Michaela,

    ich bin noch nicht sehr lange im Forum angemeldet, dennoch möchte ich dir mein Beileid zum Verlust deiner Mama aussprechen. Ich finde es gut, dass du hier schreibst und uns teilhaben lässt. Mir hat das lesen und schreiben und der Austausch auf jeden Fall auch schon geholfen. man fühlt sich verstanden. Und vor allem bei solchen Schicksalen wie bei dir und deiner Mama fühle ich mich verstanden. Auch die Worte in deinem letzten Post berühren mich sehr. Ich habe meine Mama vor etwas mehr als einem Jahr verloren. Alles, was du schreibst kann ich nachvollziehen, denn ich vermisse sie auch schrecklich!


    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass unsere Liebe, die wir der Person noch geben wollen bzw. wollten sich in der Trauer widerspiegelt. Und ich finde es stimmt. Vielleicht siehst du es genau so.


    Ich finde trotzdem, dass du es gut machst auch wenn es schwer fällt und was ist schon ein Monat. Sei nicht zu hart zu dir. Das ist ganz normal. Sie fehlt einfach. Ich weiß.


    Lisa

    Liebe Theresa,

    ja krass. Auch ich musste gerade wieder schlucken und darauf klar kommen, wie ähnlich unsere beschriebenen Situationen sind. Bei mir war vorher, vor den zwei von mir beschriebenen Ereignissen, auch immer eine Unruhe und viel Anspannung weil das auch immer schon Tage vorher geplant und abgemacht war. Und anstatt es einfach hinzunehmen und mich zu freuen, dass mein Freund hier Anschluss gefunden hat (sind erst vor einem Jahr hier her gezogen) kamen eben diese Panikattacken zum Vorschein.


    Bei diesen richtigen Panikattacken hilft es mir, wenn ich laut vor mich hin sage, dass es eben eine Panikattacke ist und das es jetzt im Moment nur so schlimm ist, dass eigentlich alles mit mir in Ordnung ist, dass ich ruhig weiter atmen muss usw. Wenn ich zu Hause bin mache ich auch mal den Fernseher an oder höre Musik nur um aus diesem Kreislauf heraus zu kommen.


    Bei der Situation vorhin als er sich ein paar Stunden nicht meldete, war es ja zum Glück keine Panikattacke mit hyperventilieren usw, aber geweint habe ich trotzdem. Da habe ich meiner besten Freundin geschrieben und sie hat mir auch direkt geantwortet und mir gut zu gesprochen, dass es bestimmt eine plausible Erklärung gibt, warum er sich nicht meldet und ganz bestimmt alles gut bei ihm ist usw. Dann habe ich mit der Arbeit weiter gemacht und kam auch gut auf andere Gedanken, aber immer, wenn ich dann was erledigt hatte, kamen die Gedanken wieder, bis er eben anrief.....


    Aber ja du hast recht. Ich möchte mich auch nicht von solchen Ängsten kontrollieren lassen und ich arbeite auch sehr daran. Aber ich bin wirklich immer wieder erstaunt, was so Gedanken mit einem anstellen können. Trotzdem versuche ich auch nicht zu streng mit mir zu sein, es war ein sehr sehr schlimmer Verlust, den ich erleiden musste (du und alle anderen hier im Forum natürlich auch) und wenn es dann nun mal so ist, dass es einem für eine bestimmte Zeit nicht so gut geht, dann ist es eben einfach so. Wir sind alle nur Menschen.

    Ich habe auch gerade eben mal wieder gemerkt, dass ich anscheinend echt Verlustängste entwickelt habe, seitdem meine Mama verstorben ist.


    Nachdem meine Mama letztes Jahr leider gehen musste, hatte ich Wochen, wenn nicht gar Monate immer jemanden um mich herum. Sei es meinen Freund, Freunde, Familie, Kollegen usw. Ich weiß noch genau, wie es für mich war dann mal wieder alleine zu sein. Ich erinnere mich da an zwei Ereignisse. Das erste war an einem Wochenende. Mein Freund geht gern laufen. Auch gern längere Strecken. Für 21km braucht er ca. 1,5h. An diesem einen Wochenende letztes Jahr im Sommer sollte es soweit sein. Er machte sich fertig und wollte los, als ich dann plötzlich eine Panikattacke hatte. Ich habe hyperventiliert, meine Hände haben gekribbelt. Es war wirklich unschön. Er nahm sich ein wenig Zeit und blieb noch bei mir, aber mir war klar, dass ich es schaffen musste alleine zu bleiben. ich war damals 26.....


    Das zweite prägende Ereignis war als sich mein Freund ebenfalls im Sommer letzten Jahres mit paar seiner Kollegen in einem Restaurant abends verabredete. Ich hatte mal wieder eine Panikattacke, aber konnte mich ganz gut beruhigen und er konnte letztendlich einen schönen Abend verbringen.


    Das war bis dato meine letzte Panikattacke. Ist also schon ein paar Monate her. Aber gerade eben wäre es fast wieder soweit gewesen. Ich habe schon seit Stunden keine Nachricht mehr von meinem Freund erhalten. Nichts außergewöhnliches. Ich bin auf Arbeit. Er auch, zwar im Home Office, aber am arbeiten. Und plötzlich ging das Gedankenkarussell los. Ich hatte heute meinen Haustür Schlüssel zu Hause vergessen und musste mir sofort vorstellen wie ihm etwas passiert ist, weil er auch auf meine Anrufe nicht antworte. Es spielten sich Bilder in meinen Kopf ab. Nicht normal. Ich überlegte mir schon wie ich zu seinem Cousin in der Nähe fahre, weil dort unser Ersatzschlüssel ist usw. Ich musste weinen und war wirklich total aufgelöst. Bis dann nach ca. 1,5 h der Anruf von ihm kam, dass alles in Ordnung ist und er gerade einfach nur zwei Meetings hatte, die er auch selber leiten musste und daher nun wirklich nicht ans Telefon gehen oder antworten konnte.


    Puh, wollte das hier einfach mal aufgeschrieben haben....

    Liebe Theresa, liebe Noor,

    ich war ein paar Tage nicht online und habe erst heute hier im Wohnzimmer alles nach gelesen sozusagen. Mir lief es dabei kalt den Rücken herunter. als ich von euren "Totenbett-Flashs" gelesen habe. Wow. Ich dachte das ergeht nur mir so. Ich hatte das nach dem Tod meiner Mama oft. In ganz normalen, alltäglichen Gesprächen mit Verwandten, Freunden, Arbeitskollegen (in denen es meist nicht mal um meine Mama ging) musste ich mir vorstellen, wie mein gegenüber wohl beim Sterben aussehen wird. Gruselig. Jetzt hatte ich das schon seit Monaten nicht mehr.


    Es tut mir leid, dass du gerade so gereizt bist. Gerade auf Arbeit und du das natürlich nicht möchtest deinen Kollegen gegenüber. Vielleicht solltest du das offenen mit denen kommunizieren. So würden sie zumindest Bescheid wissen, falls du dich wirklich mal nicht "zügeln" kannst und es dir hoffentlich nicht übel nehmen. Ansonsten wäre es vielleicht gut eine Art Ventil zu schaffen. Mir hilft da der Sport immer besonders gut. Auch während des Sports kommen Gedanken an Mama und auch ich bin da oft wütend, weil man währenddessen einfach auch Zeit hat an vieles zu denken, aber trotzdem kann ich da gut den Druck ablassen.


    Es ist schön, dass du dankbar sein kannst, auch wenn dich so viele Sachen an deine liebe Mama erinnern. Auch wenn es schmerzlich ist, dass sie nicht mehr da sein kann. Fühl dich umarmt und verstanden.

    Eigentlich wollte ich ja noch vom 22.03. vor einem Jahr berichten. Gerade ist mir aber einfach nicht danach. Es nimmt mich alles wirklich noch sehr mit..... Am Wochenende hatten wir Besuch von einer Freundin und ihrem Freund. Meine Freundin kenne ich seitdem ich 8 Jahre alt bin. Wir haben zusammen in einem Sportverein trainiert, bis wir 19/20 Jahre alt waren. Mein Freund wiederum ist mit den beiden zur Schule gegangen. Wir 4 kennen uns also alle zusammen wirklich sehr gut. Am Freitag haben wir zusammen gegessen und erzählt. Am Samstag waren wir 15km in den Bergen wandern und haben abends zusammen gekocht und ein Spiel gespielt. Gestern waren wir in der Stadt unterwegs, haben ein Eis gegessen und wieder viel erzählt. Die beiden sind dann 15 Uhr gefahren und ich war mit meinem Freund noch 21km Inliner fahren (ich bin Inliner gefahren, er ist gelaufen). Danach war und bin ich noch immer sehr kaputt. War anstrengend aber auch schön bei dem Wetter :)


    Ansonsten nimmt mich gerade vieles mit. Die Oma meiner Cousine ist am 19.03.2022 verstorben. Eine sehr gute Freundin hat ebenfalls ihre Oma am 19.03.2022 verloren und der Freund dieser Freundin hat seine Oma 4 Tage später am Mittwoch, den 23.03.2022 verloren..... Es ist also wirklich gerade sehr schwer alles für mich.


    Lisa

    Liebe Theresa,

    es ist jetzt auf jeden Fall schon tröstlich für mich für sie da gewesen zu sein. Wenn ich das nicht gemacht hätte, würde es mir sicher schlechter gehen. Ich bin wirklich froh darüber, dass sie nicht alleine war und jemanden um sich herum hatte, den sie kannte.


    Ich war letzte Woche Dienstag ganz normal auf Arbeit. Ich war eh nicht in der Heimat zu Besuch und hätte daher auch nicht auf den Friedhof gehen können oder so. Ich habe mir eine Kerze mit auf Arbeit genommen und diese um 13:30 Uhr also eine Stunde vor ihrem Tod angezündet. Bis ca. 14 Uhr hatte ich auch einen sehr produktiven Tag. Danach ging leider echt nichts mehr. Ich konnte mich wirklich nicht mehr konzentrieren, weil ich nur an sie denken musste, aber das war dann eben einfach so. Abends war ich noch spazieren mit meinem Freund und danach haben wir zusammen Pizza gemacht.


    Und ja, das erste Jahr war auf jeden Fall wirklich sehr schwer. Auch vor dem 22. war ich sehr angespannt und aufgeregt. Das hat sich nun ein wenig gelegt, aber weg ist es natürlich nicht.


    Viele Grüße, Lisa