Beiträge von Jason's - mama

    Hab mir gerade nochmal alles durchgelesen,zu sehen wie ich meine ersten Beiträge verfasst habe.
    Groß und Kleinschreibung unwichtig, einfach so hingenommen ,wie das Smartphone es schreiben wollte.


    Ich fühle sie wieder,diese Verzweiflung und das entsetzen,es ist nicht weg ,nur überlagert von meinem neuen Leben.

    (Aber nur beim lesen meiner alten Beiträge.)

    Obwohl das Wort Leben nicht ganz passend ist ,aber es ist auch nicht nur ein Überleben.

    Ich empfinde wieder Glück,nicht immer ,aber es gab in den letzten Monaten ein paar davon...Das macht mich stolz,oft dachte ich ,das ich dieses Leben für immer hassen werde.

    Es hat soviele Tränen und unerträglichen Schmerz gekostet.

    Wie oft dachte ich ,gerade am Anfang,ich ersticke.Ich habe keine Luft bekommen.


    Es war von Anfang an meine größte Angst Jason zu vergessen.

    Ich bin mir zu 100% sicher ,das wird solange ich lebe, nicht passieren.


    Aber eines wird nie besser ,der Satz der mein altes Leben beendet hat.

    "Ihr Sohn wird die Nacht nicht überleben"

    In dieser Sekunde ist alles kaputt gegangen,Hoffnungen ,Träume & unbeschwert sein sind geplatzt..

    Was danach folgte,kann nur aus einer Serie stammen ,die von Hölle handelt.

    Hallo

    Glaube nicht das es viel mit dem Fach zutun hat ,hatte zu Corona auch Kinder die nicht in die Schule durften.Sie haben es einfach nicht als Pflicht wahrgenommen und man musste da hinterher sein.

    Liebe Grüße Melanie

    Wieder ein Weihnachten ohne Jason. Mittlerweile das vierte ohne ihn.

    Diese falsche Welt wird gerade an Tagen wie heute noch spürbarer...

    Dieses Leben zwischen zwei Welten ,der Wunsch nach innerer Ruhe , Unbeschwertheit und dem nicht vergessen wollen...

    Die bitterste Erkenntnis bleibt ,es wird niemals vergehen.

    Heute morgen aufgewacht ,mit einer Verbitterung und Wut.
    Es gibt nicht mal einen speziellen Grund,einfach der Gedanke das ich immer noch ohne Jason sein muss.
    Er gehört zu mir ,wie meine anderen Kinder auch ,wie die Luft zum atmen....

    Hallo


    Ja ein Leben lang ,jetzt ist natürlich bald Weihnachten, gestern hab ich Kekse gebacken,ganz alleine...

    Gedanken so schwarz und kein kleines Kind was Spaß dabei hat.
    Manchmal schleichen sich die ,was wären wenn Fragen ein...

    Jason wäre/ist jetzt 3 Jahre alt ,im Kopf sehe ich Bilder von einem Baby ....Was für ein Widerspruch.

    Heute ist so ein Tag ,nach Wochen wo man denkt ,es geht aufwärts ,wird man wieder zurück geworfen

    Geht das jetzt mein Leben lang so?

    Was ist das denn für ein Leben ?


    Für jeden Mist gibt es Ratgeber und Bücher aber nirgends eine Anleitung wie man mit dem Tod des Kindes am besten umgeht...Es gibt auch keinen Vorbereitungskurs der einen auf genau dieses Ereignis vorbereiten könnte...

    Heute vor drei Jahren ,jetzt um diese Zeit wurde mein kleiner seit 7 Stunden nur noch von Maschinen am Leben erhalten ,hatte schwerste Epileptischen Anfälle .Aber das schlimmste, ich war nicht bei ihm. Er musste verlegt werden in ein anderes Krankenhaus.

    Was habe ich gemacht jetzt vor drei Jahren? Nicht glauben was uns widerfahren ist ,immer und immer wieder bin ich die Situation durch gegangen .Wissend das es so furchtbar enden wird ,das wusste ich schon bei der ersten Blutung das er sterben wird.Das habe ich auch so gesagt ,zum Rettungsdienst das mein Kind stirbt...


    Mein kleiner Schatz ,egal wo du bist ich wünsche dir einen schönen dritten Geburtstag und vermisse dich hier bei mir.❤️❤️❤️

    Wieder ist ein Jahr vergangen,jetzt sind wir im dritten Jahr.

    Es hat sich viel getan ,gerade dieses Jahr,ich habe Niedersachsen verlassen.

    Aber selbst wenn ich ans andere Ende der Welt gezogen wäre,wäre Jason immer mitgekommen in Gedanken und jedem Handeln.

    Leider ist auch der Schmerz mitgekommen.

    Alle denken immer was für eine starke Persönlichkeit etc .die Wahrheit ist, das ist keine stärke ,es ist Resignation und mir ist alles scheißegal.

    So lässt es sich doch ganz nett leben wenn man schon leben muss.

    Auch heute noch würde ich sofort mein Leben geben, selbst wenn er nur den Hauch einer Chance gehabt hätte.

    Wie hat meine Schwester es gesagt ,mit Jason habe ich mich emotional von allem verabschiedet.

    Wie auch in den letzten beiden Jahren sage ich ,es vergeht nie ,nur die düsteren Gedanken werden immer mehr weil er in der Theorie jetzt schon drei Jahre wäre und so vieles schon könnte und in Zukunft lernen würde.

    Oft frage ich mich wie er aussehen würde , hätte er mein Temperament von vor seinem Tod?

    Von meinem alten Ich ist so gut wie nichts mehr über aber es gibt auch kein neues Ich.


    Die Widersprüchlichkeit wird mich ein Leben lang begleiten ,Jason wird immer für mich ein Baby bleiben aber im manchen Gedanken wächst er doch mit.


    Das schlimmste an der Tragödie,sie wäre doch so leicht zu verhindern gewesen...

    Ich komme erst aus Zombieland raus wenn ich mir selbst und dem Arzt der aus was weiß ich für Gründen diese eine Untersuchung nicht gemacht hat verzeihe.

    Rettungssanitäter die schwangere ernst nehmen, gerade beim fünften Kind, hätten den Fehler des Arztes noch ausgleichen können.


    So stehe ich auch nach drei Jahren immer noch vor den Scherben meines Lebens und ich hatte leider keinen Vorbereitungskurs wie man mit dem Tod des Kindes umgehen kann..

    Natürlich ist es gerade jetzt zu den Jahrestagen noch schlimmer ,furchtbare Erinnerungen kommen wieder hoch und ich kann mich auf keine guten Erinnerungen berufen weil es schlicht und einfach keine gab.

    Man hat mir mein Kind rausgerissen,ihn danach über zwanzig Minuten reanimiert und dann zwei Tage durch Maschinen am Leben erhalten...


    Und schon wieder überlege ich sind es schon drei Jahre oder erst...

    Würde Jason leben würde ich sagen er ist schon drei Jahre ,so sage ich es sind erst drei Jahre von evtl noch einigen Jahrzehnten die man überleben muss.

    Liebe Hope

    Ich wünsche dir für den heutigen Tag ganz viel Kraft.

    Ich denke auch man kann sich darauf nicht vorbereiten,bei uns war es so das nur ganz wenige da waren und auch nur von meiner Seite der Familie.

    Bei allen war der Schock so groß ,meine Schwester wollte mir beistehen und war die jenigen die auf dem Weg zum Friedhof schon weinen musste.Ich natürlich auch.

    Es hatte sich irgendwie angefühlt als wären wir auf dem Weg zum Henker oder so.
    Ich habe alles wie durch einen Schleier erlebt.



    Liebe Grüße Melanie

    Liebe Hope


    mein Beileid zu deinem schweren Verlust...


    Ich erkenne in deinem Text vieles von meinen Erfahrungen wieder ,das hilflose daneben stehen,das sehen das es zu Ende geht und man es aber gar nicht verstehen kann was gerade passiert.


    Manchmal wie auch bei meinem Sohn wurde durch das reanimieren das Leiden von allen Beteiligten verlängert, was zu schwer traumatischen Szenen geführt hat.

    Hinterher (nach der Reanimation wo es vorher und währenddessen zu schweren Sauerstoffmangel kam) )denkt man immer ,bei Jason z.b hätten man noch etwas warten sollen , vielleicht hätten die Nieren angefangen zu arbeiten, hätten sie nicht ,haben sie zwei Tage vorher auch nicht...

    Ich habe wenig Vertrauen in Ärzte aber jetzt mit etwas Abstand bin ich mir sehr sicher das sie egal was, es nicht leichtsinnig machen...Eine Erkenntnis die erst reifen musste,da spielt Zeit ein großen Faktor


    Es ist ganz furchtbar das deine Mama nicht friedlich gehen durfte und selbstverständlich leidest du darunter.


    Liebe Grüße Melanie

    Hallöchen.


    Hatte ja schon im Jason , Maximilian Thread geschrieben,das es heftige Veränderung gegeben hat, in meinem Leben.


    Ich habe mir mal Gedanken über die Liebe gemacht.

    Nur die tiefste innige Liebe zu Jason hat mich in die Hölle verfrachtet.Aber ich spüre das auch die Liebe mich aus der Hölle holt...

    War ich immer auf der Suche nach mir selbst ,nach meinem zukünftigen Ich.

    Ich weiß das ich mehr bin ,als die Mutter von Jason und meinen anderen Kindern.

    Ich bin ein eigenständiger Mensch /Frau mit Hoffnungen ,Bedürfnissen und ganz wichtig,mit einer Zukunft.

    Alleine würde ich immer noch zwischen Leben und Tod dahin vegetieren.

    Guten Morgen...

    Ja das ist auch gut ,sein Kind auf Augenhöhe zu erziehen ,habe ich auch immer gemacht...Die ersten Jahre sind sehr anstrengenden aber das wirst du hinbekommen...Sie verstehen super , vielleicht nicht Worte, aber die Körpersprache, und die sagt ganz viel aus und da ist der Unterschied.

    Wünsche dir Kraft die anstrengende Zeit zu überstehen und dann das super Ergebnis zu sehen

    Ohje heute nen kleinen Anfall der Verbitterung gehabt.

    Ich wurde ausgerechnet vom Rettungsdienst geweckt weil die direkt vor meinem Fenster jemanden behandeln mussten.Und ich hören sie sagen das ,das Wetter doch soooo toll ist.

    Dachte auch nur schön das ihr die Sonne sehen dürft,etwas was Jason nie gesehen hat.


    Mittlerweile geht's wieder aber es ist unangenehm da ich das so nicht will ,sie machen zumindest heute auch nur ihre Arbeit


    Wünsche allen schöne Ostern

    Da hast du dann den richtigen Weg für dich gefunden.


    Ich will auch keine Debatte über Abtreibung starten ,es gibt meiner Meinung nach ,kein richtig oder falsch. Wichtig ist ob jeder mit der Entscheidung leben kann. Egal ,ob nun für oder gegen ein Kind.

    Bin ja in Babyforen und da ist auch eine Rubrik Pränataldiagnostik. Ich habe da noch keine Frau gesehen , die leichtsinnig einen Abbruch macht.

    Gut oft sind sie in der Schwangerschaft weiter fortgeschritten als in den ersten 12 Wochen und beeinträchtigte Kinder dürfen ja noch viel länger abgetrieben werden.


    Gerade der Tod von Kindern und Jugendlichen ist ein Tabu in der Gesellschaft. Auch für mich war es bevor es mich getroffen hat immer nur eine Randnotiz,bloß nicht zuviel erfahren.

    Es schürt die urängste aller Eltern.

    Und dann wird diese Angst zur Realität.Ohne Worte,es gibt dafür nicht die geeigneten Wörter um das zu beschreiben.

    Ja ,jetzt in meinem Fall denke ich nicht,da es eine Ursache gab ,aber es werden soviele Babys tot geboren und das kann kein Zufall sein.

    So viele Eltern, Mütter,die die Welt nicht mehr verstehen.Um jede einzelne tut es mir leid.

    Genauso wäre es bei uns auch gewesen.

    Mir fällt gerade kein Szenario ein ,wo ich mich für einen Abbruch entscheiden würde.

    Aber ich bin keine Gegnerin von Abtreibungen ,jeder muss für sich selbst entscheiden.Nur für mich kommt keine in Frage

    Es sind auf gar keinen Fall Einzelfälle,gerade im Jahr 2022 sind sehr viele Babys verstorben und da wären wir bei deinem Thema und zwar Corona .Auch ich hatte in der Schwangerschaft bei Jason Corona war sogar im Krankenhaus,im Nachhinein wieder eine verpasste Chance das Insertio Valementosa zu sehen.

    Ich sage wie es ist, diese Schmerzen waren unerträglich bei der Coronainfektion,ganz schlimm war der Rücken und ich hatte Angst um Jason.

    Keine Ahnung ob die vielen Todesfälle mit Corona zutun haben ,aber abwegig finde ich es nicht