Liebes Linchen,
Vielen Dank für deine Nachfrage. Lese jeden Tag eure Berichte aber irgendwas hält mich vom selbst schreiben ab, mir fehlen dann oft die Worte was ich schreiben soll, es geht einem soviel durch den Kopf.
Zu deiner Frage,
es ist ein ständiges Auf und Ab. Mal denke ich es geht und im nächsten Moment fließen die Tränen. Ich fühle.mich ziemlich einsam. Mache eigentlich nichts anderes als letztes Jahr, aber irgendwie ist die Trauer anders. Während ich letztes Jahr ruhelos war, kann ich mich jetzt kaum aufraffen. Will alleine sein, wiederum aber auch nicht, alles bißchen konfus in mir. Ich vermisse gerade jetzt die starke Schulter meines Mannes, der mich bei der Trauer um meinen Sohn unterstützen könnte. Ich lebe in Gedanken viel in der Vergangenheit als Mann und Sohn noch lebten. Ich komme einfach nicht weiter. Möchte gerne noch am Leben teilnehmen, sehe aber keinen Sinn, kein wofür.
Wie du siehst, es ist ein einziges Chaos in mir und hört nicht auf.
Dann kommt immer noch hinzu das ich so schlecht laufen kann, weil mein Knie ja kaputt ist und somit mit mal spazieren oder so auch nichts ist.
Liebe Grüße Karin