Posts by Tine73

    Liebe Malin,


    solche Fragen wie "und bei Dir? Alles gut?" oder "Und Dir geht es gut?" irritieren mich nach wie vor auch sehr. Und meistens werden sie auch noch in so einem unbekümmerten Ton gestellt, dass ich immer denke, derjenige möchte doch sowieso nur hören, dass es mir gut geht. Das tut es zwar nicht, ich stolpere immer noch durch meinen neuen, ungewollten Alltag, lebe mehr oder weniger von Tag zu Tag, bin froh, wenn es mal einen Tag gibt, an dem nicht die Tränen fließen, aber ich antworte auf solche Fragen eigentlich tatsächlich einfach nur "ja, danke, soweit ist alles gut". Die meisten, die so fragen, haben ihre Eltern noch oder führen ein komplett anderes Leben als ich, so dass sie sowieso nicht verstehen können, wie es sich anfühlt, plötzlich allein im Leben zu stehen, dass ich Angst vor der Zukunft habe oder welche Gedanken mir immer wieder durch den Kopf gehen. Denn auch dieses ständige Grübeln, was man hätte besser/anders machen können, ob man es nicht hätte verhindern können, kenne ich gut. Manchmal muss ich solche Gedanken bewusst wegschieben und "abschalten", sonst drehe ich noch durch.


    Liebe Grüße

    Tine

    Liebe Karin,


    ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe zum Geburtstag! 💐 Es ist wirklich traurig zu lesen, dass noch nicht mal die engste Familie Deine Trauer sehen oder sogar mittragen möchte, noch nicht mal an einem Tag, an dem die Gefühle und Erinnerungen einen überrollen können.

    Ich habe letztes Jahr tatsächlich versucht, meinen Geburtstag zu ignorieren, und versucht so zu tun, als wäre es ein ganz normaler Tag. War nicht wirklich schön, hat mich aber tatsächlich über den Tag gerettet.


    Ganz liebe Grüße und fühle Dich umarmt :24:

    Tine

    Lieber Nafus,


    ich finde mich in vielen Deiner Sätze wieder ... Ich bin freitags zwar immer froh, wenn die Woche geschafft ist und ich keine Verpflichtungen habe, aber die wirkliche Freude über die freie Zeit ist nicht mehr da. Ich kann mich nur selten zu etwas anderem aufraffen als fernsehen und Internet - und abends ärgere ich mich dann, dass ich mal wieder nichts gemacht habe und die Zeit nur an mir vorbeigezogen ist.

    Und die Fragen, was ich falsch gemacht habe und wofür bzw. für wen ich eigentlich noch da bin, tauchen auch bei mir immer wieder auf. Eine Lösung für diese dunklen Gedanken habe ich leider auch noch nicht gefunden. Meistens hilft nur bewusstes Wegschieben und Verdrängen ...


    Liebe Grüße

    Tine

    Liebe Ameliea,


    ich verstehe Dich gut. Ich merke jetzt, was für Kleinkram ich meine Mutter alles gefragt bzw. mit ihr besprochen habe. Das fehlt mir jetzt sehr, und ich komme mir sehr un-erwachsen und sehr unselbstständig vor. Ich hab das Gefühl, ohne sie gar nichts richtig entscheiden zu können. Es ist schwer, wenn da niemand ist, mit dem man Dinge besprechen kann oder der einem Rückhalt gibt. Wie gesagt, ich verstehe Dich sehr gut.


    Fühle Dich gedrückt

    Tine

    Liebe Ameliea,


    ich verstehe Dich so gut ... die Leere, die Einsamkeit, die Ängste ... all das kenne ich auch so gut ... Leider kommt im Moment auch immer öfter die Sprachlosigkeit dazu ... Deshalb kann ich als Trost-Versuch heute nur eine Umarmung schicken :24:


    Alles Liebe

    Tine

    Ich fühle so mit Dir, liebe mutterseelenallein. Ich komme gerade vom Friedhof, und den Namen auf der Steele zu lesen, ist jedes Mal ein Schock.

    Eine Antwort auf die Frage, wie es weitergehen soll, habe ich auch noch nicht gefunden. 💔


    Liebe Grüße und fühle Dich umarmt

    Tine

    Ich bin auch wieder sehr erschrocken, dass jemand, auch wenn man ihn nur online "kannte", einfach von heute auf morgen nicht mehr da sein kann. Ich wünsche Horst wirklich sehr, dass er jetzt nicht mehr einsam ist, sondern wieder mit seiner Christa vereint ist. 💔💞

    Oh nein ... ich bin gerade wirklich sehr erschrocken und weiß gar nicht, was ich sagen soll.

    Ich möchte Ihnen, liebe Familie von Horst, mein aufrichtiges Beileid aussprechen 🥀 und wünsche Ihnen von Herzen viel Kraft. 💫

    Liebe Linchen,


    ich denke gar nicht, dass Menschen, die eine eigene Familie haben, weniger trauern oder weniger leiden, aber ich stelle mir halt immer vor, dass, wenn ich einen Partner und/oder Kinder hätte, mein Leben, mein Alltag nicht seine komplette Struktur, seinen kompletten Inhalt verloren hätte. Ein Teil meines Lebens wäre konstant geblieben, hätte mir vielleicht ein wenig Stabilität gegeben und mich aufgefangen - aber vielleicht ist das auch nur ein Irrtum.


    Liebe Grüße

    Tine

    Ja, da stimme ich Dir zu - dass ich so viel Zeit mit meiner Mutter verbracht habe, bereue ich auch in keinster Weise. Ich denke halt nur, dass ich es versäumt habe, mir ein tragfähiges soziales Netz aufzubauen - aber wahrscheinlich wollte ich einfach nicht wahrhaben, dass auch meine Mutter nicht ewig leben würde und ich so ein Netz irgendwann brauchen könnte ... 😔💔

    Ihr Lieben,

    auch ich kann mich da einreihen ... Auch ich hab das Gefühl, überhaupt kein eigenes bzw. erwachsenes Leben auf die Reihe zu kriegen. An irgendeiner Stelle in den letzten Jahrzehnten scheine ich eine wichtige Abzweigung verpasst zu haben. Und jetzt sozusagen aus dem Stand etwas Neues aufzubauen, erscheint mir im Moment völlig unmöglich.


    Liebe Grüße

    Tine