Liebe Bettinalein,
Ich kann so gut verstehen, dass du Angst hast. Dass es sich für euch Lehrer immer noch mal ganz anders anfühlt, wenn wieder einmal etwas Derartiges geschieht.
Gleichzeitig die Verantwortung, die eigenen Angst zu bekämpfen und dafür den Kindern die Angst zu nehmen. Denn ich vermute, ihr werdet dazu angehalten, mit euren Schülern darüber zu reden und Ansprechpartner für sie zu sein.
Ich finde es großartig, dass du dich damit beschäftigst, verstehen zu wollen und deshalb wohl auch selbst ein wenig genauer hinschaust.
Beiträge von Sonnenente
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Mamas und Papas haben ihre Kinder verloren. Die Erwachsenen waren sicherlich jemandes Liebstes und vielleicht sogar auch Mama oder Papa, deren Kinder nun ohne sie aufwachsen müssen. Die Schüler hatten vielleicht Geschwister. Sicherlich Freunde. Die nun einen lieben Menschen, der eigentlich noch viele, viele Jahre im eigenen Leben hätte sein müssen, verloren haben.
Auf eine Art, die so unfassbar grausam ist und wo man noch fassungsloser nach dem Sinn fragt. Und nach dem Warum.
Dieses Warum wird nie beantwortet; wir alle wissen das.
Und auch jetzt wird niemand je die gesamte Komplexität, alle Hintergründe, in aller Gänze erfassen können.
Es wird Untersuchungen geben, Spekulationen, Interpretationen, Diagnosen. Und immer diese Fragen nach dem Warum. Und danach wie "das" passieren konnte.Wird das den Mamas, Papas, Söhnen, Töchtern, Geschwistern, Freunden helfen? Ein Trost sein?
Ich kann das nicht beantworten. Ich kann nur hoffen, dass all diese Fragen und deren "Beantwortung" eine Veränderung bewirken.
Meine Gedanken sind grad nicht bei dem Warum. Sie sind einfach nur bei all diesen Seelen, denen ihre Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde entrissen wurden. Ich wünsche ihnen viel, viel Kraft. -
Liebe Bettinalein,
Das ist wirklich, wirklich schrecklich.
Ich würde dir aber dennoch vorschlagen, das Wort zu löschen. Zum einen wird es definitiv triggern, denn es ist ja nun ein sehr eindeutiges Wort.
Und zum anderen - wenn generell noch nicht über das "wie" gesprochen werden soll, dann sollte das auch hier nicht stattfinden.
Du schreibst im öffentlich sichtbaren Bereich. Jeder im Netz kann das lesen. Und die Kids sind heute internet-native.
Zudem ist das wie doch gar nicht von Belang. Sicher, für die Angehörigen schon, aber doch nicht hier.
Überhaupt wird scheinbar das "dass" angesprochen und in gewissen Rahmen das "wie", aber viel wichtiger ist doch das "warum".
Das muss doch auch für die anderen Schüler zur Verarbeitung wichtig sein. Aber da war ja "nichts sagen und stattdessen Gerüchte zulassen" angesagt.
Mich macht das alles grad sehr, sehr betroffen. Innerhalb so kurzer Zeit zwei Versuche und dann auch noch so offensichtlich unterschiedliche Versuche.
Mein Mitgefühl gilt vor allem den Eltern, allen Angehörigen und Freunden - und dem Mädchen selbst. -
Okay, wenn es zum Schutz des Kindes ist, oder sie es gar selbst so möchte, ist es natürlich klar, dass sich daran gehalten wird und es ist vermutlich besser so.
Generell denke ich aber, dass gerade wenn Gerüchte kursieren, denen am ehesten mit einem vernünftigen Dialog entgegen getreten werden kann.
Es muss ja nichts Konkretes gesagt werden, aber generell drüber reden. Natürlich dann auch dazu kommunizieren, dass man es eben nicht genau weiß.
Aber wie du schon sagst, es ist ziemlich kompliziert, das kann ich mir denken und für kaum jemand wird wohl kompletten Einblick haben. Wohl leider auch ihr Lehrer nicht. Und wir hier in einem Forum um drei Ecken rum schon gar nicht.
Vielen Dank, dass du das hier so erklärst.Was dich an geht, so drücke ich dir alle Daumen, dass es absolut toll und in deinem Sinne "bei dir weitergeht".
Schade irgendwie, dass das dieses Jahr wieder so holprig ist und du im Dunklen gelassen wirst - am Ende des letzten Schuljahres letzten Jahres hattest du noch so schöne Dinge von den Wertschätzungen deiner Schüler zum Beispiel. -
Liebe Bettinalein,
Ich denke, es ist vor allem wichtig, dass ein Lehrer seine eigene klare Linie hat - natürlich klar im Rahmen des Lehrauftrages und falls es eine grundsätzliche Schulphilosophie gibt, die an "deiner" Schule herrscht, denn sonst ist das mit dem Respekt sehr schwer und der ist heute so wichtig, wie zu unserer Schulzeit. Wobei es heute sicherlich viel schwerer ist, sich Respekt zu verschaffen. Streng sein allein reicht da lange schon nicht mehr - war schon bei uns so, dass da mehr zu gehörte. Es ist ziemlich komplex, glaube ich und ich habe, wenn wir von Respekt sprechen, schon höchsten Respekt vor denjenigen, die heute diesen Beruf(ung) ergreifen und auch mit Freude darin arbeiten.
Die eigene Linie scheinst du ja zu haben; also wird wohl vielleicht diese Mutter ein Problem damit haben, aber bestimmt nicht das Lehrerkollegium. Sollte also keinen Einfluss auf die Entscheidung haben, ob du noch weiter bleibst.
Wobei ich das auch unmöglich finde, nicht zumindest eine ungefähre Richtung durchsickern zu lassen, ob / wie du im neuen Schuljahr mit an Bord bist. Es geht ja nun wirklich aufs Ende des Schuljahres zu; da sollte man schon wissen, ob und wie es weitergeht.
Du hast aber doch Plan B, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, oder? Diese andere Schule, wo du Blockflötenunterricht geben wirst und die dir doch eine Festanstellung in Aussicht gestellt haben?
Was mir aber total sauer aufstößt ist das Totschweigen des Suizidversuches der Schülerin. Gerade WEIL es (natürlicherweise) so viele Gerüchte gibt, sollte man dem mit offenem Dialog und Gesprächen entgegen treten. Sonst nährt das die Gerüchte nur noch und schafft zudem so viel Unsicherheiten.
Ganz zu schweigen von den Emotionen der Schüler und Schülerinnen, die ggf. mit der Schülerin enger befreundet sind.
Wenn solche Dinge schon totgeschwiegen werden, dann ist das kein Wunder, wenn "schwierige" Themen rund um den Tod, erst Recht Suizid, immer mehr in die Schatten verdammt werden.
Es ist schon traurig genug, dass hier im Forum so viele Seelen sind, die erfahren müssen, dass das Thema "Tod" in ihrem Umfeld so ein Tabu-Thema ist - da muss man das doch den Kids nicht schon in der Schule genauso beibringen ... 😥
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Edit sagt: Hehehe, ich habe grad gesehen, dass ich einen ziemlich freudschen Vertipper hingelegt habe .... Leerauftrag, statt Lehrauftrag. Habe das fix korrigiert. 😅 -
Und wieder einmal fehlen die Worte ... Ach, wie schön. Aber ... 💕
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Gänsehaut, kribbelnde Fingerspitzen, Sehnsucht ... Whoa
Löst eine ganze Menge aus und resoniert bis ... ich weiß nicht wo. Weit. Sehr weit.
Und dabei habe ich nur kurz bei einigen Tracks reingehört.
Irgendwann die nächsten Tage wird es einen Abend geben, wo es nur mich gibt, mit Kopfhörern, draußen, Abends oder Nachts. Nur mich. Aber ganz sicher werde ich nicht allein sein.
Vielen Dank, liebe Elster! ✨💞 -
Wie wunderschön, liebe Carmen 💕
Und es ist so schön, deine Kugel dort zu sehen 🥰Habe eine gute Heimfahrt und später einen guten Nachmittag bei Petra; da kannst du dir dann ja auch selbst ein Bild von W. machen.
Euch allen einfach viel, viel Gutes und viel Kraft ✨💖 -
Lieber Dieter,
Ja, das "Bittersüß" passt zu so vielem. Irgendwie ist es zuweilen auch eine Umschreibung für Wehmut oder wehmütige Sehnsucht. Aber es ist eine Sehnsucht in dem Wissen, dass die Liebe nicht fort ist und es ein "Wiedersehen" geben wird. 💞
Ich finde es ganz wunderbar, dass die "Brücke" so gut angenommen wird. Und deine Beschreibung "wie im Berufsverkehr" lässt mich schmunzeln.
Aber du hast Recht, es wirkt fast wirklich so, wenn sie dort wuseln. In dem Video hat der Baum ja ein sehr dichtes Blattwerk (in der Reportage war er kahl) und daher wirkt das ganz besonders entzückend, wenn die kleinen Wesen aus der dichten Baumkrone wie aus dem Nichts auftauchen und über das Seile huschen. So behende und so geschickt.
Auch das wieder eine Symbolik, denn all das verbindet euch und wird es auch immer tun.
Natürlich fließen viele Tränen. Wer sollte sie auch unterbinden? Niemand hätte das Recht dazu. Und wenn die Nachbarn Merkwürdiges denken, wenn du mit deiner lieben Ursel redest - nun, ihr Problem, nicht deins. Und wer weiß, vielleicht denken sie gar nicht, dass du spinnst. Aber wie gesagt, selbst wenn. Hauptsache Ursel denkt das nicht. Und das tut sich ganz sicher nicht. Im Gegenteil. ✨💖
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Lieber Dieter,
Bisher habe ich noch nicht bei dir geschrieben. Könnte gar nicht so wirklich erklären, warum. Ein großer Punkt ist, dass mir tatsächlich aktuell ein wenig die Worte fehlen, wenn jemand so frisch von einem Verlust betroffen ist.
Bei mir ist es 1,5 Jahre her, dass mein Schatz ganz plötzlich gegangen ist. Seither habe ich ein Auf und Ab der Gefühle, wirklich alles dabei. Lächeln und Freude empfinden konnte ich sehr schnell wieder, aber "anders". Bittersüß. Seither eines meiner bevorzugten Wörter, wenn es um die Beschreibung von solchen Emotionen geht. Das "Nie wieder" - etwas, das so sehr schmerzt und das einen immer wieder von hinten anfällt und in die Knie zwingt. Auch nach 1,5 Jahren.
Die Unbeschwertheit ist gegangen. Und sie wird auch fort bleiben. Damit wird man umgehen lernen müssen; also zumindest geht es mir so. Der Gedanke an einen anderen Mann an meiner Seite ... aus dem Hier und Jetzt heraus undenkbar. Ähnlich, wie du das beschreibst. Aber man kann nie wissen, was noch kommt.
Und all das, alles, was ich selbst empfinde und alles, was ich hier im Forum von all den lieben Seelen lese, zeigt doch, wie individuell die Trauer und der Umgang damit ist. Und deshalb fehlen mir die Worte. Ein "es wird besser" zum Beispiel - hilft dir das? Tröstet es? Ja, sicherlich und deshalb bin ich froh, dass viele es dir geschrieben haben, denn wenn wir alle eines brauchen, dann ist das Hoffnung. Und es ist ja auch so. Aber wie will man das beschreiben? Eben weil es so individuell ist.
Ich gehöre zu denen, die das Glück haben, den geliebten Menschen spüren zu können und "Zeichen" (ich mag das Wort eigentlich gar nicht in dem Zusammenhang) zu bekommen. Mein Schatz ist da wirklich sehr einfallsreich; ein wenig habe ich von ab und an in meinem Herzenshaus dazu geschrieben.
Was ich vor allem ganz doll spüre, ist dieses Band, das da ist. Noch immer. Und es fühlt sich so an, als würde es auch niemals reißen. Wobei "niemals" in dem Zusammenhang so ein unwichtiges Wort ist, denn für unsere Liebsten gibt es das nicht mehr, dieses an-was-für-zeitliche-Grenzen-auch-immer-gebunden-sein.
Aber genau deshalb schreibe ich dir jetzt doch. Von Beginn an habe ich hier so gerne gelesen, wenn du von "euren" Eichhörnchen, diesen ganz wunderbaren Wesen, geschrieben hast. Per Zufall habe ich dann letztens auch die Reportage gesehen, von der du geschrieben hast.
Ohja, ich kann mir so gut vorstellen, dass es so schwer war für dich, dir das anzusehen. Die Erinnerungen so plastisch. Passt nicht grad hier wieder das "Bittersüß" so gut?
Ich habe ganz gebannt hingeschaut und irgendwann gemerkt, dass ich vor mich hin gelächelt habe. Du, deine Ursel und auch eure Freundin, die ebenfalls so viel für die Eichhörnchen tut, ihr seid so warmherzig. Leider ist Ursel nicht oft im Bild, aber ihr Blick, als sie sagt, dass "man sich dann eben Eichhörnchen-gerecht bewegt - langsam" ist so voller Wärme.
Aber wo mir lächelnd die Tränen kamen, war bei einer ganz besonderen Symbolik in dem Video. Ich weiß gar nicht, ob dir das bewusst ist, deshalb schreibe ich es hier, weil ich es aus der Ferne, als unbeteiligte Dritte, die euch nicht persönlich kennt, so intensiv in dem Moment empfunden habe.
Dein Engagement für die Jungtiere, das darin gipfelte, dass die Vermieterin einen Baumpfleger schickt, der ein Seil anbringt. Eine Eichhörnchenbrücke. Kein gewöhnliches Hanfseil. Die Reporterin, die dich fragt, ob man kein einfaches, normales Seil nehmen könnte. Und dann auf deine Antwort hin so spontan und herzlich, offen lachend mit einer fast vertrauten Berührung deines Armes, meint: "Du planst für die Ewigkeit."
Dieter, mir ist ein wenig die Luft weggeblieben, ich gebe es zu.
Ein Seil, eine Brücke, ein Band. Für die Ewigkeit. Die Symbolik ist unglaublich. Und das, was du in der Situation ausstrahlst, zeigt auch genau das. Du planst für die Ewigkeit. Und dabei ist es egal, ob das Seil wirklich eine Ewigkeit da sein wird. Denn unsichtbar wird es das, einfach, weil es da war. Schwer zu erklären, aber ich bin mir irgendwie sicher, du verstehst, was ich meine.
Sicher, es mag eine Menge hinein-Interpretiererei sein, was mir da beim Anschauen passiert ist. Aber dieser Eindruck, dass es zwar in dem Moment um Eichhörnchen ging, aber sich dennoch auch die Natur eurer Liebe, über die Ewigkeit hinaus, darin widerspiegelt, jetzt, im Nachhinein, drängte sich mir so spontan und so stark auf.
Darf ich dich fragen, ob die Jungtiere das Seil angenommen haben? Du meintest ja, dass es wohl einige Wochen dauern würde.Ich erzähle es ihr trotzdem, vielleicht bekommt sie es irgendwo irgendwie mit.
Wunderschön! Ja, erzähle es ihr trotzdem. Sie bekommt es irgendwo, irgendwie mit. Ganz sicher.✨💖
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Liebe Carmen,
Schade, dass der Termin so speziell war. Natürlich schön für die Liebsten von Sandro, aber schade für alle anderen, denen ein etwas allgemeineres Treffen vielleicht auch sehr gut getan hätte.
Dass W. wieder im Krankenhaus ist, ist einerseits natürlich blöd, grad weil es wegen der nicht gut heilenden Wunde ist. Aber andererseits ist es vielleicht gar nicht so schlecht. So wirklich fit hat er sich ja nicht gefühlt und so ist er wenigstens unter Beobachtung, denn bis zur Reha ist ja nun auch noch sehr lange hin. Und dass er endlich wieder Appetit hat, ist wirklich etwas Positives. Ihm alles Gute und euch, besonders deiner Schwester, weiterhin viel Kraft. Sie ist ja selbst grad erst aus der Reha raus. ✨💖
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Liebe Luis,
ach Mensch, es hört einfach nicht auf; das tut mir so leid für dich. 😥
Ich schließe mich den anderen an und wünsche dir alles Gute für die OP und natürlich auch für Amy während dieser Zeit.
Es ist nicht das Gleiche, wie "reale" Menschen und schon gar nicht wie der so schmerzlich fehlende Herzensmensch, aber wir sind da und denken an dich ... ✨💖 -
Lieber Billi,
Ja, es ist ein unglaublich interessantes Thema, aber es ist auch sehr, sehr kontrovers. Genau aus dem Grund habe ich hier nichts dazu geschrieben, denn es gibt gewisse Dinge und Überzeugungen, die mit den meinen mal so gar nicht übereinstimmen, um es sehr vorsichtig zu formulieren und ich bin mir sicher, umgekehrt würden dann eben auch Leute mit meinen Gedanken nicht übereinstimmen.
Das ist vollkommen legitim, aber in der Vergangenheit haben gerade solch kontroverse Themen gezeigt, dass ein schlichtes unterschiedlicher Meinung sein zu Missverständnissen und unnötigen Diskussionen führen kann, die weder dieses Thema noch die Menschen hier verdient haben.
Es fängt ja schon damit an, ob man es als ein Thema für den Bereich Esoterik oder eben auch Wissenschaft oder tatsächlich auch für ein Trauerforum ansieht.
Ich persönlich mag die wissenschaftliche Herangehensweise sehr, vor allem, weil sie aus meiner Sicht nicht notwendigerweise im Gegensatz zur Spiritualität steht - im Gegenteil.
Aber genau da scheiden sich oft schon die Geister.
Dann kommt für den ein oder anderen noch Glauben und Glaube dazu und dann ist oft alles nur noch kontrovers und noch viel öfter höchst emotional und individuell.
Das Thema hat durchaus einen Platz hier, denke ich. Die möglicherweise daraus entstehenden Debatten nicht. -
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Liebe Carmen,
Einfach nur grausam und schlimm. Dass bei dir die Erinnerungen hoch kommen ist natürlich sehr beklemmend und auch Petra und W selbst haben das ja damals alles miterlebt.
Ich drücke euch allen so, so sehr die Daumen, dass es sehr bald mit W. aufwärts geht und er vollständig genesen kann. 💚💖
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Liebe Carmen,
Mit fehlen ein wenig die Worte - bzw. die Worte, die mir spontan einfallen, sind mal wieder einfach nicht salonreif. 🤐
Ich sende ganz besonders deiner lieben Schwester Petra viel, viel Kraft und Zuversicht und natürlich W. die allerbesten Wünsche, dass alles gut verläuft und er bald wieder auf dem Weg der Besserung sein wird.
Und für dich ebenfalls ein Kraftpäckchen und eine ganz liebe Umarmung, wenn du magst. ✨💖
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Naja, ein Testament wird sie ja gemacht haben, sonst könnte er ja nicht Erbe sein. Das geht mündlich nicht mal eben.
Es kann natürlich gut sein, dass Daisy nicht gesondert im Testament steht, aber das macht die Sache nicht einfacher.
Sache im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar sind Tiere keine Sache und werden eigentlich rechtlich auch nicht so gesehen, aber soweit ich weiß, werden sie im Erbrecht dann doch so behandelt.
Aber keine Ahnung, warum er dann meinte, er dürfte sie nicht aus der Wohnung holen, wenn er ja sonst alles rausholen durfte.
Nun, unterm Strich kann das egal sein, denn nun wird sie versorgt und es wird auf jeden Fall sichergestellt, dass es ihr danach auch gut geht. Das ist die Hauptsache. -
Ja, seltsam. Aber man kennt ja nicht alle Details. Vor allem nicht das Testament.
Ich kenne da einige Fälle, wo Leute ihre Haustiere mit in den Verfügungen stehen haben; teils als "Bedingung" für irgendwas, teilweise aber auch mit deutlichen Anweisungen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass da dann, wenn es wirklich dazu kommt, dass der Tierhalter vor dem Tier gehen muss, erst mal alles mögliche geprüft werden muss.
Finde ich auch unmöglich, aber vielleicht war genau das der Grund, warum der Tierschutz da war. Wenn zum Beispiel eine Verfügung existiert, die unter dem Strich nicht mit dem Wohl des Tieres in Einklang ist.Aber da habe ich viel zu wenig Ahnung von der rechtlichen Seite und kann nun selber nur vermuten.
Was ich wirklich gut finde ist, dass er sich auf deinen Zettel hin dann doch bei dir gemeldet und den Dialog gesucht hat.
Und auch, dass Daisy nun erst mal versorgt wird. Das baut ihm tatsächlich auch eine Brücke, denn ab jetzt scheint das Ganze unabhängig vom Testament / Erbrecht oder was auch immer zu sein und er hat die Wahl, ob er sie nehmen möchte. Wenn er das wirklich will, wird er sich auch gut um sie kümmern. Und wenn das aus welchen Gründen auch immer für ihn nicht in Frage kommt, dann bekommt sie bei dir ein neues, gutes Zuhause. -
Ja, das ist sehr deutlich, dass es dir nicht um Materielles, sondern dass es dir ums Kätzchen geht und dein Herz daran hängt. 🥰
Und das ist auch gut so, dass du wie eine Katzenmama auch da Krallen und Reißzähne bekommst.
Ich drücke die Daumen und hoffe, dass ihr zum Kätzchen noch etwas erfahren werdet und dass es etwas für die Kleine sehr positives ist. Der Zettel hört sich ja schon an wie eine Handreichung. 💖 -
Liebe Bettinalein,
Es freut mich total, dass es dich zum nachdenken angeregt hat und du nicht böse geworden bist, denn ich meine das alles auch nicht böse.
Ich habe einfach den Vorteil, nicht involviert zu sein und habe daher den Luxus einer anderen Sicht, der Sicht von Außen.
Du schreibst, "Aber wenn dann war es zu seinem Vorteil. Er hat an den Fahrten ja verdient." Und genau das meine ich. Weißt du das? Also dass er an den Fahrten verdient hat, ist ja logisch. Aber weißt du, dass das seine Beweggründe waren? Also dafür, dass er sich um sie gekümmert hat? Du unterstellst ihm reine Berechnung, aber gibt es auch Anhaltspunkte dafür?
Vielleicht hat er gar mal das Taxameter ausgeschaltet, wisst ihr das?
Klar, vielleicht hat er auch im Gegenteil ordentlich laufen lassen und noch was draufgeschlagen. Auch das weiß man nicht.
Aber du schreibst: Wenn, dann war es zu seinem Vorteil.
Und nicht: Vielleicht mochte er die liebe, alte Dame und hat es deshalb gerne gemacht.
Ja, du hattest schon geschrieben, dass er sich in den drei Wochen nicht um Daisy gekümmert hat. Aber nach allem, was ich gelesen habe ... wie hättet ihr, die Hausgemeinschaft, denn reagiert, wenn er plötzlich aufgetaucht wäre? In der Wohnung gestanden hätte? Ich wage einmal anzunehmen, dass ihr ziemlich prompt die Polizei gerufen hättet, weil ihr einen Einbruch vermutet. Mit der Begründung, bzw. Rechtfertigung, dass sich doch schon der Nachbar um die Katze kümmert und es deswegen gar nicht sein kann, dass sich da angeblich noch jemand kümmern soll. Und ich kann mir vorstellen, dass Susi sich dessen bewusst war und daher gar nicht erst auf die Idee gekommen ist, bzw. es vermieden hat, ihm da schon diese "Aufgabe" anzuvertrauen.
Hand aufs Herz, liege ich da so falsch?
Und dieses "er hat nicht nachgefragt". Wisst ihr das? Sie muss ja in Kontakt mit ihm gewesen sein, denn sonst hätte er ja regelmäßig in den drei Wochen zu der wöchentlichen Einkaufsfahrt auf der Matte gestanden. Er hat einfach nicht bei euch nachgefragt. Aber vielleicht bei ihr direkt. Woher wollt ihr wissen, dass dem nicht so war? Vielleicht hat er sie sogar im Krankenhaus besucht? Vielleicht war er gar der einzige, der das gemacht hat? Oder einer von ganz wenigen?
Ich meine, es ist auch da sicherlich nicht falsch, misstrauisch zu sein.
Als vor etlichen Jahren neue Nachbarn bei uns einzogen und wir einmal auf Geschäftsreise waren, hat wie immer mein Papa nach unseren Katern geschaut. Die jüngere der Nachbarstöchter (übrigens die, die mir so viele Jahre später geholfen hat mit Reanimation etc., als das mit meinem Schatz geschah) erschrak furchtbar, als sie ihn sah, wie er sich an unserer Wohnungstür zu schaffen machte. Mein Papa erzählte mir später auch, dass er erst den falschen Schlüssel hatte, das muss also wirklich komisch gewirkt haben.
Die Tochter wollte dann schon die Polizei rufen, aber zum Glück kam in dem Moment die Mutter nach Hause und freundlich wie mein Papa nun mal ist, stellte er sich ungefragt direkt vor und hatte dann ja auch den richtigen Schlüssel.
Es ist also total, wirklich total in Ordnung, wenn Nachbarn nicht wegschauen. Ich finde das wunderschön.
Aber wie so oft ist Kommunikation wirklich ein Schlüssel.
Du schreibst, er hat sich ins Aus manövriert. Wie denn genau? Durch das Unhöfliche? Bzw. unfreundlich und unverschämt.
Ich wäre da gerne Mäuschen gewesen. Ja, natürlich hört es sich unverschämt an, wenn jemand zum Beispiel was sagt wie "das geht euch nichts an".
Aber ganz ehrlich - was ist ihm vorher entgegengeschlagen? Manchmal ist es wirklich, so leid es mir tut, eine Sache des "Wie man in den Wald hinein ruft".
Auch die Sache mit dem Neffen. Wie war der genaue Wortlaut und der Zusammenhang? Also wirklich und nicht nur so ungefähr. Vielleicht war es ein "Ich war für sie wie ein Neffe". Oder "Sie können mich als ihren Neffen sehen".
Das ist dann noch lange kein "als ihr Neffe ausgeben".
Wirklich, wenn er wirklich so ein abgezockter und abgebrühter Erbschleicher ist, dann ist er doch intelligent genug, dass er nicht der Meinung sein kann, ernsthaft als türkischer Mensch als der Neffe einer Deutschen durchzugehen. Weshalb also sollte er sowas behaupten, es sei denn, der Zusammenhang war eben ein anderer?
Vielleicht ist er, wie ich ja schon sagte, tatsächlich das personifizierte Idealbild eines bösen Erbschleichers.
Vielleicht aber auch nicht.
Aber eigentlich macht das auch nichts aus, ob es so ist, oder nicht, denn er ist schon vorverurteilt.
Du schreibst ".....was soll man mehr sagen?" ...... für mich liest sich das sehr deutlich so, als hättest du dir deine Meinung gebildet. Punkt. Und ich vermute, das gilt für den Rest der Hausgemeinschaft genauso. Und ich vermute auch, dass er das sehr deutlich spürt und zwar auch bewusst zu spüren bekommt. Für den Fall, dass er eigentlich ein herzensguter Mensch ohne jegliche böse Absichten ist, würde ich dann an seiner Stelle auch auf Abstand gehen, weil mir das sehr weht tun würde.
Ich betone nochmals: Vielleicht ist er wirklich ein fieser Betrüger und Abzocker.
Vielleicht aber auch nicht.
Und ich betone auch nochmals: Ich meine das nicht böse. Kudos an dich und alle in der Hausgemeinschaft, die sich umeinander kümmern und nicht wegschauen. Wirklich. Ich hoffe nur, dass ihr dem Mann kein Unrecht tut.