Beiträge von Sonnenente

    Ich sehe ihn öfter in der Liste bei "Benutzer online". Und dass nach wie vor laufend suspekte User schnell gesperrt werden, spricht auch dafür.

    Dass der 24. Juni öfter mal angezeigt wird, auch bei Mitgliedern die vor Kurzem erst aktiv waren, ist mir schon mehrfach aufgefallen. Vermutlich ein Bug.

    Danke ja Lucie ist eine süße Maus und unwahrscheinlich liebenswürdig ...sie ist zu jedem Grab gegangen und hat Seifenblasen gemacht...es tut ihr so leid das alle tot sind :13:Und sie sollen sich doch auch freuen wie Opa...echt goldig

    Ein wirklich goldiges kleines Mädchen mit einem großen, goldenen Herzen 🥰

    Und nun hat sie bald ihren großen Tag; natürlich ist sie aufgeregt. Irgendwie bin ich mir sehr sicher, dass sie strahlen wird und dass ihre Schulzeit nicht nur für sie ganz wunderbar wird, sondern für alle, die mit ihr zu tun haben werden, auch.
    Sie scheint ein Wesen zu sein, dass die Sonne aufgehen lässt und diese auch im Herzen hat. ✨💖

    Liebe Bettinalein,


    Ich persönlich denke,dass man seine probleme mitnimmt und auch drüben dran arbeiten muss. ich würde das aber auch nicht als "Hölle" bezeichnen.

    Das,was ich glaube ist,dass man auch drüben Hilfe bekommt. Manche bracuhen eben Hilfe um zu merken,das sie jetzt nicht mehr im Leben stehen z.b. weil der Tod sehr plötzlich kam oder die Verzweiflung sehr groß war. dann kommt Hilfe,so stelle ich mir das vor.

    Wenn es wirklich so sein sollte, dass man seine Probleme mitnimmt, dann ist es wirklich eine sehr tröstliche Vorstellung, dass man "drüben" Hilfe bekommt.

    Ich denke nur, dass wir uns kaum vorstellen können, wie das wirklich abläuft. Aber so wie du das für dich beschreibst, ist es dann in der Tat wirklich keine Hölle, sondern im Gegenteil.

    Dass es nicht unbedingt die sehr "klassische" Hölle samt Fegefeuer ist, ist dabei schon klar, aber toll ist es definitiv nicht dort. Du hast das mit "ihre eigene Hölle" schon sehr gut gesagt. Es ist ja nun auch so, dass viele Seelen hier schon durch "die Hölle gehen", womit dann auch eine ganz eigene Hölle gemeint ist.

    Aber das ist ja gar nicht das Thema, also zumindest nicht das, was mich "stört".
    Mich stört einfach dieser unausweichliche Kausalzusammenhang. Das wollte ich hier nur nicht so deutlich schreiben, weil ich nicht triggern möchte.

    Aber ich sehe grad, dass es hier diese wunderbare Spoilerfunktion gibt.

    Daher die Bitte: Alle, die vor allem durch das Thema Suizid getriggert werden: Bitte überspringt den Spoiler einfach. Ich denke, ihr wisst auch so aus meinen Andeutungen, was ich meine.



    Oh, falls du es gar nicht möchtest, dass hier in deinem Wohnzimmer in der Form über das Thema geredet wird, gib mir einfach Bescheid, dann lösche ich es sehr gerne wieder und schreibe es in meinem Wohnzimmer. 💖

    Oh. Okay, das ist interessant. Denn in allen Rezensionen, Inhaltsangaben, Besprechungen, Kommentaren, egal ob auf Deutsch oder Englisch lese ich davon, dass er im Himmel und sie in der Hölle landet und er sie da rausholen will.

    Du selbst schreibst "Und dann versucht er sie aus ihrer eigenen Hölle zurückzuholen."
    Und ja, mir ist der kleine, feine und doch sehr wichtige Unterschied zwischen "ihrer eigenen Hölle" und "die Hölle" durchaus absolut bewusst. Dennoch bleibt es eine Hölle. Und auch wenn das nicht als "Bestrafung" bezeichnet wird, so doch zumindest als Gesetz oder "Gesetzmäßigkeit" (zumindest ist es in der Buchvorlage anscheinend so, scheint mir aber auch Sinn für den Film zu machen).
    Und als Gesetz ist es dann offensichtlich unter gewissen Voraussetzungen - was das Leben oder eben die Umstände des Todes angeht - unausweichlich für diejenigen, auf die diese Umstände zutreffen, dort zu landen.
    Und damit hadere ich.
    Aber wie ich schon sagte: That`s just me 🙂

    Guten Morgen ☀️


    Oh, bei Filmen Rotz und Wasser heulen - das kenne ich nur zu gut. Immer schon. Noch viel häufiger, wenn etwas rührend ist, als wenn es einfach "nur" traurig ist ...
    Irgendwie kommt mir das momentan zu Gute, denn wenn ich das Gefühl habe, weinen zu möchten, aber es fließen die Tränen nicht, dann brauche ich einfach nur etwas besonders Rührseliges anzuschauen ... 😃
    Bitte mit einem halben Augenzwinkern lesen, denn natürlich gibt es weinen und weinen. 💖

    Ich finde es auf jeden Fall gut, dass du diese "Warnung" mit dazu gibst:

    Den film empfehle ich aber nur,wenn man einigermassen stabil ist und wenn man fähig ist zu weinen ohne dabei unterzugehen.


    Mir sagte der Film auch nichts, aber da jetzt drei der lieben Seelen hier von ihm geschwärmt haben, habe ich einmal gegoogelt.
    Und - bitte beachten, dass alles, was jetzt kommt, komplett aus meiner Sicht ist und ich null nada den Anspruch erhebe, dass das irgendwie allgemeingültig ist - mir kam als erstes der Gedanke, dass der Film vielleicht nicht nur wegen des Themas an sich nicht so wenig bekannt ist, sondern vor allem wegen der Interpretation des Themas.
    Nun war es ja 1998 nicht so, dass man wie heute googlen konnte, bzw. das war alles noch in den Kinderschuhen, aber im Gegensatz zum deutschen Titel ist der englische Titel des Films doch sehr, sehr vielsagend, da braucht es kein Google, um auf den Inhalt zu schließen.
    Und genau das könnte vielleicht auch Leute abschrecken, bzw. abgeschreckt haben. Bei mir ist das zumindest der Fall. Ich werde mir den Film nicht anschauen, denn ich mag diese Himmel / Hölle Interpretation nicht wirklich, schon gar nicht, wenn sie so eindeutig den Todesumständen zugeordnet, bzw. ein direkter Zusammenhang dazu hergestellt wird.
    Ich habe noch etwas tiefer geschaut und bin darauf gestoßen, dass das in der Buchvorlage noch viel, viel extremer sein muss.
    Das ist einfach nicht meins und nicht meine Überzeugung, überhaupt gar nicht.
    Wie gesagt: Ich rede von mir. Das Thema kommt ja hier von ab und an auf und meist herrscht - zum Glück! - der Tenor, dass jeder hier auf Erden seine eigene Wahrheit dazu hat und haben darf, denn wirklich wissen können wir es nicht. Und selbst wenn. Selbst wenn jemand "weiß" (ich behaupte auch von mir, Dinge zu "wissen"), dann muss das noch lange nicht heißen, dass dieses Wissen auch für andere wahr ist und andere nicht vielleicht anders "wissen". Hört sich paradox an, ist es aber nicht.

    Wie gesagt: Meins ist es nicht, bei dem Film würde ich mich vermutlich sehr, hm, sagen wir mal unwohl fühlen, aber ich finde es dennoch einfach total schön und gut, dass hier solche Empfehlungen gegeben werden, besonders, wenn sie dann noch mit einer kleinen Warnung gegeben werden.
    Denn es kann ja durchaus sein, dass der Film dem einen oder der anderen sehr gut tun wird.

    So wie das bei dir der Fall ist und du nun lächelnd an deine Schwester denken kannst. Das allein finde ich ganz, ganz wunderbar! ✨💖

    Liebe Mayatochter,


    Ich habe bisher noch nicht bei dir geschrieben, aber viel gelesen und möchte mich dafür bedanken, dass du uns an all den Geschehnissen und auch allen Emotionen rund um dein Herz teilhaben lässt.
    Mein Schatz starb auch am plötzlichen Herztod. Er war gerade 57 geworden, also auch viel zu früh. Unseres Wissens nach kam das in seiner Familie nicht übermäßig gehäuft vor, aber oftmals weiß man es ja nicht wirklich.
    Aber egal ob es nun auf meinen Schatz zutrifft oder nicht, finde ich es gut und wichtig, wenn man dazu spricht. Vor allem, wenn es nicht retrospektiv über einen Verstorbenen, sondern aus der eigenen Perspektive ist. Der Umgang mit der Situation, was in einem vorgeht, welche Rolle das Umfeld spielt und / oder einnimmt.

    Ich finde, das macht Mut. Generell macht das Mut, mit schwierigen Situationen umzugehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es genug Leute gibt, die erst mal wie gelähmt sind.
    Auch wenn man jemand ist, der sich stellt - manchmal würde man sich wünschen, dass es irgendetwas gibt, das einem einen sanften Schubs gibt, das einem hilft, eben nicht Vogel-Strauß zu spielen.
    Und solche offenen und vor allem echte und im wahrsten und so vielfältigem Sinne direkt aus dem Herzen kommenden Beiträge wie deine könnten bestimmt einigen helfen.
    Es wundert mich in dem Zusammenhang sehr, dass es kein entsprechendes "Angebot" gibt. Also auch tatsächlich als "alltagstaugliches" Angebot.
    Hast du einmal überlegt, so etwas ins Leben zu rufen?
    Ein Forum dazu aufzusetzen, oder vielleicht erst mal eine Gruppe in einem sozialen Netzwerk?
    Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht wenige gibt, die sich in deiner Situation wiedererkennen und das Angebot annehmen würden.

    Aber ich finde es auch gut, dass du dennoch auch das Broken Heart Syndrom noch im Hinterkopf hast. Wer weiß schon, wie das alles ineinander greift. Es muss dem wissenschaftlich-medizinischem ja nicht widersprechen. Im Gegenteil. Aber es ist eben doch auch klar, dass das Herz mehr ist, als einfach nur eine "Pumpe".
    Wer wüsste das besser, als wir ...


    Heute Früh nachdem Sohni zur Arbeit ging, schlief ich dann endlich einige Stündlein und geriet mal wieder in die sphärische Traumleichtigkeit zwischen Himmel und Erde, wachte danach friedlich und leicht im Herzen auf und trank erstmal gemütlich mit Göga Kaffee.

    Das finde ich wunderschön irgendwie. "Die sphärische Traumleichtigkeit zwischen Himmel und Erde" ...
    ich wünsche dir ganz, ganz viele solcher Nächte und vor allem dieses Aufwachen "friedlich und leicht im Herzen" ✨💖

    Lieber Dieter,

    Ja, der Nie-Wieder-Hammer ... den muss man gar nicht zerreden. Der ist verdammt real und der rostet nicht. Ist ziemlich massiv und vor allem hinterhältig. Er sucht sich oftmals die Momente ganz von allein aus, aus den Schatten heraus, aus dem Hinterhalt, ohne dass man in dem Moment mit ihm rechnet.

    Und doch nimmst du in deiner Weh- und Schwermut auch den traurigen, alten Herrn auf der Bank wahr. Fühlst mit ihm, aber gleichzeitig ist auch das wieder ein Nie-Wieder-Trigger.

    Und Billi hat so Recht: Unsere Liebsten sind bei uns, auf ihre Art, aber es fehlt doch so vieles und manchmal ist das so schmerzhaft deutlich.

    Ach, Mensch. Fair ist wirklich was anderes ... ✨💖




    Liebe Kathi,


    Das Bild und der wunderschöne Spruch von Pia sagen alles. Mehr Worte finde ich auch kaum, denn es ist nicht wirklich vorstellbar, wie schwer dieser Tag heute für dich ist. Wie schwer jeder Tag ist und dieser wohl ganz besonders.
    Meine Gedanken waren und sind ebenfalls bei dir und Christoph, wortlos, nur reine Empfindung und ein wenig Kraft für dich. ✨💖

    Eine tolle Zeit wünsche ich dir, liebe Carmen. ☀️🌊


    Wie Cathrin schon sagt: Es ist sowas von wohlverdient, dass du ein wenig aus- und entspannen kannst.


    Und gut, dass auch was Petra und W. angeht mit einem guten Gefühl fahren kannst, dass es W. sehr gut in der Reha geht und das natürlich auch für Petra sehr erleichternd ist.

    Ein so bittersüßer Tag ...
    Ach, liebe Lilifee 💔
    Dennoch möchte ich dich zu diesem Hochzeitstag beglückwünschen. Dich und deinen Andreas. Denn auch wenn es der sechste ist, den ihr nicht körperlich zusammen erlebt, so seid ihr doch seit 10 Jahren ein Ehepaar und immer noch in Liebe verbunden. Das schaffen nicht viele Paare.
    Weder körperlich, und schon gar nicht darüber hinaus.

    Das finde ich dabei besonders schön:


    Fliegnur, flieg fort auf den Flügeln des Windes, unbeschwert und leicht.

    Nichtswas Dich noch hält, nichts was Dich noch erreicht.

    Grüßmir den Mond und die Sterne, winke mit leichter Hand und lass DeineSeele schweben dort im weiten Land.

    FindeDeine Ruhe wie eine Feder ganz leicht, dort in unendlicher Ferne diebis zur Ewigkeit reicht.


    PetraElvira Schulte


    Ja. Einfach ja. Ich mag das nicht zerreden, denn das hat es nicht verdient, so voller Bedeutung ist es. Die Worte an sich und dass du sie aussprichst. Dass du das für deinen Andreas tust.
    Ohja, ihr beiden werdet euch wiedersehen. Wie kann es auch anders sein! ✨💕

    Liebe Lilifee,


    Schön, dass du dich meldest. Klar, ohne Internet ist das schwer mit dem Forum 😄
    Ich finde es aber klasse, dass du selbst versucht hast, den Fehler zu beheben. Dass es nicht funktioniert hat, ist überhaupt keine Schande und nun geht es ja wieder.

    Das Bärchen geht direkt ins Herz ... 💔
    Man möchte es aufheben und ganz fest drücken und lieb halten und sagen "alles wird gut". Und genau das mache ich jetzt in Gedanken auch. Von Herzen. ✨💖




    Uh, okay, das ist dann natürlich gar nicht schön, wenn einem so gar nicht warm werden mag.
    Dann ist es auch doppelt logisch, dass du dich so sehr nach Sommer mit ordentlich Wärme sehnst. ☀️


    Ohja, Dachwohnung stelle ich mir da auch schwierig vor. 😅


    Muckelig warm eingepackt macht mir nichts aus. Aber wie gesagt, so dick einpacken muss ich mich hier zu Hause sehr, sehr selten. Und wenn doch, dann ist mit dick eingepackt putzen irgendwie angenehmer, als leicht bekleidet. Oh, okay. Haha, okay, lassen wir das, das könnte missverständlich sein. 😄


    Licht und Wärme mag ich in der richtigen Dosierung ja auch sehr. Ich finde es immer so angenehm, wenn einen die Sonne sozusagen wohlig-warm wachküsst.
    Aber ab einer bestimmten Temperatur ist es für mich einfach nicht mehr angenehm und ja, eben, mit der Schwüle ist das schlimm.

    Irgendwo an einem Südsee-Strand, leichte Meeresbrise, da dürfen es auch gerne 30°+ sein. 🌊☀️

    Ich finde einfach, dass man sich gegen Kälte besser schützen kann, als gegen Hitze. Wenn es kalt ist, kann ich mich warm anziehen; wenn es warm ist, kann ich schlecht Ärmel an meinen Kühlschrank basteln, oben ein Loch für den Kopf durchflexen und ihn mir überstülpen ... 😅


    Also, das zu fragen ist doch deine Rache für die Spinnenbilder, die dich hier manchmal unverhofft erwarten, oder? 😄

    Also zum Glück wird dauert es in meinen vier Wänden etwas, bis es sich aufheizt; ist alles gut isoliert, d.h. sowohl Wärme, als auch Kälte braucht eine ganze Weile, bis sie reinkriecht. Wenn es also nicht ein paar Tage am Stück so knalleheiß ist, lässt es sich hier drinnen ganz vernünftig aushalten.
    Dennoch würde ich bei dem Wetter nicht unbedingt auf die Idee kommen, die komplette Wohnung zu putzen. Oder rauszugehen, wenn ich nicht muss. 😅😅😅

    Nun ist es hier bei uns auch selten einfach nur warm / heiß, sondern immer auch sehr schwül. Wenn das nicht so wäre, wäre es schon ein bisschen was anderes.
    Aber insgesamt sind mir, wie ich ja auch schon sagte, 32° mindestens 5° zu viel. 😅




    ...nur ein winzig kleiner Bruchteil an Kerzen dessen...🙏

    Ja, genau das empfinde ich auch, danke liebe Pia. 🤍

    Ich möchte gerne eine Kerze anzünden für alle die, für die sonst keine Kerze brennt. Für die, die nicht durch die Medien gehen, nicht Teil einer Tragödie oder eines Geschehens sind, das allgemeine Aufmerksamkeit erfährt. Für die, die weder selbst noch über ihre Familie in der Öffentlichkeit stehen.
    Für die, die von der Welt vollkommen unbemerkt gehen, von der Welt unbemerkt, aber nicht von ihren Liebsten, deren Trauer nicht weniger tief ist.
    Und für die Seelen, die wirklich vollkommen unbemerkt gehen. Ganz besonders auch für diese Seelen.



    Ein wunderschöner und sehr berührender Umgang, vielen, vielen Dank, liebe Elster! 💖

    Es erinnert mich total an etwas, das ich aus einem Spiel kenne und sehr liebe. Ich weiß nicht, ob das hierher gehört - ein wenig fühlt es sich so an, als könnte man hier genau solche Dinge "sammeln" und darüber sprechen. Wenn du das überhaupt nicht im Sinn hattest, oder das, was ich schreibe sehr unangebracht erscheint, bitte scheut nicht, mir das zu sagen, dann lösche ich es sehr gerne wieder.


    Wie ja einige von euch wissen, spiele ich sehr gerne Computerspiele. Am liebsten sogenannte MMOs (also Massively Multiplayer Online) Games und mein absolutes Lieblingsspiel ist, seit es in einem sehr frühen Stadium war, ein Spiel in einem Fantasy-Setting. Es läuft seit 10 Jahren und es kommen immer neue Spielinhalte dazu, aber es gibt auch sogenannte Events, die zu bestimmten Anlässen jährlich wiederkehren.
    Mein Schatz und ich haben dabei schon immer ganz besonders das Event geliebt, das jedes Jahr über Weihnachten und Neujahr läuft. Es ist eine schöne Aneinanderreihungen von sogenannten Quests (vereinfacht gesagt "Aufgaben"), die einen quer durch das Spiel in die unterschiedlichen Regionen zu den unterschiedlichen Völkern der Spielwelt führen, um dort an den jeweiligen Traditionen zum "New Life Festival" teilzunehmen.
    Seit ein paar Jahren ist zu diesem Event eine besondere Quest hinzugekommen, die einen etwas anderen Ansatz verfolgt. Diese dreht sich nämlich nicht darum, das neue Jahr zu begrüßen und zu feiern, sondern das alte zu verabschieden.
    Dazu wird man aufgefordert an einen der für diese Tradition seit Urzeiten aufgestellten Schreine, verstreut irgendwo in der riesigen Spielwelt, zu reisen und dort einen persönlichen Brief an verstorbene Liebsten zu verbrennen. Zudem bekommt man von dem Quest-Geber, wenn man möchte, Briefe von Leuten (natürlich fiktive) mit, die die Reise nicht selbst antreten können, mit der Bitte, auch deren Briefe an den Schreinen zu verbrennen.

    Wir fanden das von Beginn an sehr schön und berührend, denn es wird sehr oft in dem Spiel klar, dass die Entwickler sehr, sehr empathische Menschen sind, die sich viele Gedanken auch um solcherlei machen und so auch hier.
    Mein Schatz starb ja Anfang November, das heißt keine zwei Monate nach seinem Tod fand dieses Event zum ersten Mal für mich ohne ihn statt. Ich habe Rotz und Wasser geheult, aber ich wusste, es würde mir gut tun und deshalb habe ich das Event wie jedes Jahr täglich während der Dauer gespielt - und es hat mir wirklich sehr, sehr gut getan. Ich habe das Verbrennen des Briefes im Kopf sehr intensiv zelebriert, indem ich in Gedanken Worte hinein gelegt habe, Worte an meinen Schatz, und dabei auch an den ellenlangen Brief gedacht, den ich mit zur Einäscherung gegeben habe.
    Es waren bei mir nicht so sehr unausgesprochene Dinge, denn davon gibt es nicht wirklich welche, sondern eher Dinge, die ich einfach noch einmal sagen wollte. Für die Ewigkeit.

    Wenn man im Spiel die Briefe verbrannt hat, erscheint sozusagen als Belohnung ein namenloser Geist, der sich wortlos zu bedanken scheint. Ganz selten kann es dabei vorkommen, dass es kein namenloser Geist ist, sondern ein Geist eines NSCs (Nicht Spieler Charakter, also eine Figur aus dem Spiel), der im Laufe der Handlung des Spiels gestorben ist und der eine besondere Bedeutung für das Spiel und somit den eigenen Spielcharakter hatte; es ist nicht immer der gleiche, aber wie gesagt, es kommt sehr selten vor, dass ein nicht-namenloser erscheint und dementsprechend noch seltener ist es dann, dass ein bestimmter von diesen Geistern erscheint.
    Als ich diese Quest am ersten Tag des Events zum ersten Mal seit mein Schatz gestorben war spielte, erschien aber ein solcher besonderer Geist und kein namenloser. Und es war dazu nicht irgendeiner. Es war einer unserer absoluten Lieblingscharaktere, auch wenn er nur in einer bestimmten Sequenz des Spiels auftaucht, bevor er stirbt.
    Ich saß absolut gestunned vor dem Monitor, mit zugegeben einem kleinen Hochgefühl. Bittersüß, natürlich. Aber ein Lächeln innerhalb der Tränen.
    Für mich ein Zeichen mehr, dass selbst solche Dinge wie ein Spiel eine Verbindung sein können. Solange man die Bindung zur Realität nicht verliert, aber da besteht bei mir keine Gefahr.

    Von daher kann ich auch da nur sagen, dass, wer die Gelegenheit hat, sich auf solcherlei einzulassen, diese Gelegenheit auch nutzen kann.
    Es sind Hunderttausende von Menschen, die dieses Spiel aktiv spielen (Statistiken sagen, dass es seit Start des Spiels über 25 Mio. Spieler sind, die es erreicht hat). Und für die finde ich es einfach auch ein ganz wunderbares Angebot zum Umgang mit der Trauer.


    Hier ein kurzer Auszug aus dem Quest-Text:


    What's the Old Life Ceremony?
    "Old Life is an Imperial tradition. At year's end, we write messages of remembrance for our dead loved ones in hopes that our words will reach them in Aetherius. The ceremony itself is quite beautiful."

    [...]

    What should I write in this message
    "That's entirely up to you, my friend. Most often, we think of the messages as a way to reflect on the past year. Or to put something down in words that we never got to say to our loved ones. Maybe something we wish we could say to them now."
    [...]
    "Fortune upon your travels. I hope you receive what you need from the Old Life ceremony, whether it be joy, or closure, or something in between.


    Can you tell me more about Old life?
    "Though lesser known, to some the observances of Old Life are just as important as the New Life Festival. They compliment each other, as if two sides of the same coin. To pass into a new year, you must acknowledge the old.

    "Is that the reason for the messages?
    "Yes. Acknowledging those that have passed on is an important part of moving forward. We need never forget those we've lost, but this tradition allows us to say things we might have held back while they were alive. The shrines are a vessel for that."



    Auf Deutsch:

    Was ist die Old Life Ceremony?

    „Old Life ist eine imperiale [ein Volk in dem Spiel] Tradition. Am Ende des Jahres schreiben wir Botschaften zum Gedenken an unsere verstorbenen Angehörigen, in der Hoffnung, dass unsere Worte sie in Aetherius erreichen werden. Die Zeremonie selbst ist sehr schön.“


    [...]


    Was soll ich in dieser Nachricht schreiben?

    „Das ist ganz Euch überlassen, mein Freund. Meistens sehen wir die Botschaften als eine Möglichkeit, über das vergangene Jahr nachzudenken. Oder um etwas in Worte zu fassen, das wir unseren Lieben nie sagen konnten. Vielleicht etwas, von dem wir uns wünschen, dass wir es ihnen jetzt sagen könnten.“

    [...]

    „Viel Glück auf Euren Reisen. Ich hoffe, Ihr erhaltet von der Zeremonie des alten Lebens, was Ihr braucht, sei es Freude oder ein Abschluss [Frieden, Abschied] oder etwas dazwischen.“


    Könnt Ihr mir mehr über Old Life erzählen?

    „Auch wenn es weniger bekannt ist, sind die Feierlichkeiten des Alten Lebens für manche genauso wichtig wie das Neujahrsfest. Sie ergänzen sich gegenseitig, als wären sie zwei Seiten derselben Medaille.

    Um in ein neues Jahr zu gehen, muss man das alte anerkennen.“

    Ist das der Grund für die Botschaften?

    „Ja. Die Anerkennung [oder Würdigung, Ehrung, Danksagung, Achtung, Verbundenheit] derer, die von uns gegangen sind, ist ein wichtiger Teil des Vorwärtsgehen [wörtlich übersetzt. Gemeint ist eher etwas wie, "das Leben weiterzuführen". ]. Wir müssen diejenigen, die wir verloren haben, niemals vergessen, aber diese Tradition ermöglicht es uns, Dinge zu sagen, die wir vielleicht zu Lebzeiten zurückgehalten haben. Die Schreine sind ein Gefäß dafür.“


    Edit sagt: Deutsche Übersetzung hinzugefügt.