Beiträge von CHRISTINE B

    Liebe Dietlind.Es wird immer Momente geben, wo es schwer ist. DIe andere Seite aber ist,daß wir uns auch um uns sorgen müssen. Den Verlust können wir nicht mehr rückgängig machen. Wir können aber unser Leben so gestalten, daß es einen Sinn bekommt. Die Trauer gehört immer dazu .Das wird so bleiben. Aber wir sind am Leben. Das Leben ist kostbar. Das habe ich verinnerlicht. Ganz liebe Grüße von Christine.

    Für alle, die im Forum lesen und mich kennen. Ich möchte heute, angeregt durch andere Beiträge, kurz mal schreiben, wie es mir geht. Es ist nun über ein Jahr her,als mein Sohn plötzlich verstarb. Jeder hier im Forum hat einen geliebten Menschen verloren. Manch einer hatte in den schweren Stunden den Willen zu leben verloren. Und doch ist es uns gelungen in unterschiedlichster Weise mit dem Verlust zu leben. Ich persönlich habe immer noch das Problem ,daß ich mir nicht vorstellen kann, dass es meinen großen kräftigen Jungen nicht mehr gibt,daß in der Urne seine Asche begraben ist.Das übersteigt meine Vorstellung. Und doch ist es das natürlichste von der Welt, weil wir alle einmal sterben müssen. Mich beeindruckt es immer, wenn die Menschen zum Himmel schauen, wenn sie an den Verstorbenen denken. Alles was damit zusammenhängt, kann ich mir nur märchenhaft vorstellen. Dann versinke ich auch in Träumen und spreche mit meinem Sohn. Das wird bis ans Lebensende so bleiben. Und es ist da noch ein Gedanke, der mich beruhigt. Vielleicht ist ihm einiges erspart geblieben, was das Leben manchmal so schwer machen kann. Ganz liebe Grüße an alle von Christine.

    Für Sverja mit Bella. Vielen Dank für die liebevollen Grüße aus dem hohen Norden.Ich bin auch dankbar, daß es mir wieder besser geht. Der Verlust meines Sohnes und die anschließende Operation mit dem Einbau einer Hüftgelenkprothese haben mir viel abverlangt. Ich denke, daß mir meine Einstellung zum Leben dabei geholfen haben. Ich werde bald 82 und bin dankbar ,daß ich noch am Leben teilnehmen kann. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute. Mit lieben Grüßen von Christine. Ich weiß, was heute für ein Gedenktag ist. Deshalb hat man auch den Fall der Mauer am.9 November als Feiertag auf den 3.Oktober verlegt.

    Ein Foto vor der Abfahrt auf den Friedhof zu meinem lieben Sohn.

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    Liebe Toni. Gleich zu Beginn möchte ich sagen, Tavor lass sein.Die Ärzte verschreiben es oft,wenn sie keine Rat mehr haben. Du hast ein kleines Kind und damit eine große Verantwortung. Dein Kind braucht dich.!!!! Was soll sonst aus ihm werden. Das Thema Mann würde ich erstmal vergessen. Mein Mann hat mich mit 3 kleinen Kindern alleine gelassen wegen einer Frau. Das ist nicht ungewöhnliches, du bist nicht alleine. Männer machen sich" aus dem Staube" ,wenn brenzlig wird. Nicht alle Männer sind schlecht.Es gibt auch die guten, liebenswerten.Manchmal trifft man sie,manchmal nicht. Warum hast du Todesangst?Angst und Todesangst sind verschiedene Gesichter der Angst. Angst ist doch vom Ursprung her etwas Positives. Sie beschützt uns.Aber Es gibt eben auch unbegründete Angst ,die aber tiefe Ursachen hat. Du hast viel durchmachen müssen. Ich bin zwar kein Arzt ,aber ich habe es ja selbst erlebt. Es ist auch eine Seite der Depression. I ch hatte auch immer Herzrasen, hohen Blutdruck und dadurch die Angst um mein Leben. Ich habe sehr oft den Notruf gewählt. Ich war in der Notaufnahme schon bekannt. Das ist vorbei. Ich bin wieder gesund. Geholfen hat mir in erster Linie die Therapie im Krankenhaus .Dort habe ich gelernt, die Angst anzunehmen ,durch sie durchzugehen und daß sie mich nicht umbringt.Durch dieses Wissen und ständiges " Üben" haben Panik ud Angst die Macht über mich verloren. Es ist letztendlich eine reine Kopfsache.Eins möchte ich noch sagen, um dir Mut zu machen. Der Mensch hat große Kräfte, wenn es darum geht, das Leben zu erhalten und lebenswert zu machen. Du hast sie auch, glaube an dich.Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Toni.Ich kann mich dem,was Dieter schreibt, nur anschließen. Ich bin auch durch diese Hölle gegangen. Das ist nun schon ein paar Jahre her.Ich habe viel in dieser Zeit gelernt ,aber ohne ärztliche Hilfe ging bei mir gar nichts. Ich bin selbst in die Notaufnahme der Psychiatrie gefahren. Ich war dort mit Leuten zusammen, denen es auch so geht. Das ist eine große Hilfe. Angstzustände haben ihre Ursachen. Panikattacken sind Signale. Ich könnte ein Buch über diese Zeit schreiben. Letztes Jahr ist mein Sohn gestorben. Dank dessen, was ich damals gelernt habe, konnte ich mit der Trauer um meinen Sohn gut umgehen. Es gibt im Leben jedes Menschen Etappen, wo man in eine tiefe Krise rutschen kann. Glaub mir, man kommt da wieder raus. Nur wie gesagt, ohne Hilfe ist das nicht zu schaffen. Aber wenn du es geschafft hast, wirst du merken, daß das Leben wieder Freude machen kann. Leicht ist es nicht. Ganz liebe Grüße von Christine. Wenn du Fragen hast ,kannst du dich gerne an mich wenden.

    Liebe Carmen. Ein wunderschönes Grab habt ihr. Das mit dem Kätzchen ist ja unglaublich. Ich glaube, ich schaffe mir auch mal ein Kätzchen an. Hab noch einen angenehmen Abend. Liebe Grüße von Christine.

    Lieber Dieter. Mag das alles stimmen, ich hätte aber meinen Sohn lieber wieder um mich herum. Wenn es ihm irgendwo gutgeht ,das wäre wunderbar. Ich möchte, daß er wiederkommt und klingelt und sagt:"Hallo Muddelchen , da bin ich wieder "Seine Leidenschaft war neben angeln das Kochen. Meine Tiefkühltruhe war voll von köstlichen Gerichten. Jetzt ist sie fast völlig verwaist.Was nützt mir all das Nachdenken über Nahtod,über Schwingungen und Zeichen. Das einzige, was mich manchmal tröstet ist , daß ich ab und an von ihm träume. Das ist sehr schön. Ich denke oft darüber nach,daß ich ihm vielleicht noch öfter hätte sagen müssen, was er für ein toller Mensch war.Solch ein Leben, wie ich es jetzt lebe auf unserem Planeten, wird es nicht noch einmal geben. Deshalb nutze ich jeden Tag ,um es mir irgendwie schön zu machen. Und wenn ich auf den Friedhof gehe, dann fühle ich mich ihm ganz nah. Hier hat er seinen Frieden gefunden. Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Ich werde nun bald 82.Ich habe das Leben gelebt mit allen Höhen und Tiefen. Liebe Grüße von Christine.

    Lieber Dieter. Das ist ein interessantes Thema. Ich habe damit immer folgendes Problem. In welcher Form leben unsere Lieben noch.?Die Seele braucht doch einen Körper. Was heißt eigentlich Seele. Auf alle Fälle kann es nicht so sein ,daß der Mensch, so wie wir in kennen, irgendwie oder irgendwo noch existiert. Ich denke, daß das alles dem Wunschdenken des Menschen entspringt.Ich habe ja auch eine Feder in meiner Loggia gefunden. Es hat mir gutgetan, zu glauben, daß mein Sohn mir ein Zeichen gegeben hat. Der Glaube an ein Jenseits war schon immer ein Wunsch der Menschheit. Aber die Realität in unserer Welt ist doch,dass wir den Tod alle erleben werden auf unserer Erde. Mehr wissen wir nicht.Wir,die wir noch leben, sollten jeden Tag,wenn wir aufstehen dankbar sein.Mir fehlt mein Sohn und kein Medium kann ihn ersetzen. Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Bettinalein. Genau so ist das.Ich hatte mal einen eingeklemmten Ischiasnerv.Du glaubst gar nicht,was das für Schmerzen waren. Ich bin mit dem Rettungsdienst in die Notaufnahme gefahren worden und dort hat man mir 3 verschiedene Schmerzmittel intravenös verabreicht , sogar Opiade.Anders ging es nicht.Nach einer Woche konnte ich erst wieder aufstehen. Ich will damit nur sagen, es gibt so unendlich viele Beschwerden, die man im Bewegungsapparat bekommen kann, wo mit Laufen gar nichts geht. Ist das Schweinchen echt?

    Liebe Ulrike. Ich möchte dich wieder ein wenig"beliebt" machen. Es ist ja logisch, daß der Mensch nicht geboren wurde , um zu liegen und zu sitzen. Es ist aber oft so,daß wenn man akut grosse Schmerzen hat, das Laufen zur Qual wird. Dann soll man Schmerzmittel nehmen und trotzdem sich bewegen. Das habe ich alles gemacht,damals schon,als die Athrose diagnostiziert wurde. Aber es war eine Quälerei. Wenn man alles mit Bewegung heilen könnte, brauchte man ja keine künstlichen Gelenke mehr.Ich habe das Röntgenbild gesehen von meiner Hüfte da war kein Knorpel mehr, da rieb Knochen auf Knochen. Und was die Lendenwirbelsäule angeht, da habe ich Scheuermann.Das ist so ähnlich. Ich möchte dir nur sagen ,dass jeder Körper anders ist und anders wird im Verlauf des Lebens. Ich bin 81Jahre und habe schwer körperlich arbeiten müssen in meinem Leben. Das kann sich heute gar keiner mehr vorstellen. ( 3Kinder,keine Waschmaschine , ,Wasser auf dem Hof mit Pumpe, Öfen......) Ich schreibe das deshalb ,weil die von dir gepriesene Bewegung völlig richtig ist ,aber alles zu seiner Zeit und im richtigen Maß. In unserer heutigen Zeit bewegen sich die Menschen zu wenig. Das sieht man am Übergewicht. Ich bin immer noch so schlank wie früher, da ich immer in Bewegung war.Aber es hat auch seinen Preis. Mir hat mal ein Arzt gesagt, immer die goldene Mitte beibehalten im Leben. Das bezieht sich auch auf andere Bereiche. Zusammengefasst möchte ich sagen, daß moderate Bewegung immer gut ist.Es muß aber das Drumherum auch stimmen. Wenn ich wieder ganz in Ordnung bin,gehe ich auch wieder auf unseren Sportplatz nebenan. Da habe ich einige Jahre 3mal in der Woche meine 8 Runden gedreht, schnelles Gehen. Das hat sogar Spaß gemacht. Meiner Hüfte hat es nichts gebracht. Die Athrose ist trotzdem gekommen. Nun will ich aber schließen. So viel wollte ich gar nicht schreiben. Mit der Gesundheit und Krankheit ist es aber bei jedem Menschen eine ganz individuelle Geschichte. Liebe Grüße von Christine.

    Liebe Bettinalein. Ja,das ist oft die Realität. Wichtig ist deine Krankmeldung. Ibuprofen ist immer das " Allheilmittel " in deutschen Krankenstuben.Du kriegst das wieder hin. Kuriere dich richtig aus .Magen Darm Geschichten brauchen Pflege und dein Rücken auch. Mir hat zu meiner Hüfte auch jeder gesagt: laufen, laufen, laufen. Ich hatte doch auch immer so grässliche Schmerzen und dann soll man laufen. So ganz in Ordnung bin ich noch nicht, aber es wird immer besser. Was andere immer so für kluge Ratschläge geben,das ist mir mittlerweile egal. Ich weiß am besten was mir guttut. Und du weißt es auch. Mach es dir zu Hause gemütlich und erhol dich.Diese Lendenwirbelgeschichte ist auch so eine Volkskrankheit.Das ist Verschleiß. Das trübe Herbstwetter kommt auch noch dazu. Ganz liebe Grüße und gute Besserung. Christine.

    Liebe Angelika.Ich kann das so nicht genau sagen, das kam von alleine .Ich habe jetzt verinnerlicht, dass er nicht wiederkommt. Ich habe Tage, da bin ich sehr traurig. Aber ich kämpfe nicht dagegen an.Dann lasse ich das Gefühl zu,weine und lasse den Tag in Ruhe vorbeigehn.Dann geht es in meinem normalen Rhythmus weiter. Ich bin ja gerne alleine, ich kann mich gut beschäftigen. In meinem Alter kann man die Ruhe genießen ,die ich ja habe. Nur mein Enkel Charlie besucht mich regelmäßig. Er ist ein ganz lieber junger Mann. Gerade ist er mit einem Freund da.Ich hatte ja viel Sorgen mit meiner Hüfte. Das war ganz schwer. Nun geht es mir aber besser. Ich lebe bescheiden ,mache es mir gemütlich und bin dankbar , daß ich noch relativ gesund bin. Für mich sind die kleinen Dinge die schönsten, meine Wohnung, meine Bücher, Musik und ein bißchen Familie. Die wilden Jahre hatte ich auch, aber die sind nun vorbei. Jedes Alter hat seine schönen Seiten. Mein lieber Sohn hätte nie gewollt, daß ich verzweifle.Ich wünsche dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße von Christine.

    Du bist ja süß. Das werde ich tun.Ich bin gespannt, wie der Winter wird. Letztes Jahr ging es mir ja schon sehr schlecht, bevor ich operiert wurde. Ich habe daran gar nicht mehr so viele Erinnerungen. Da war eigentlich alles ganz furchtbar. Das ist jetzt nicht mehr so.Ich habe einen Weg für mich gefunden, wie ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Silvio ist überall dabei. Und meine Hüfte hat es nun auch aufgegeben, mich zu ärgern. Wie geht's dir denn? Du schreibst nicht mehr soviel ,stimmts? Ganz liebe Grüße von Christine.