Ein paar letzteGedanken zum Thema.: Zahnarzt. Genau wie dein Sohn: fast 2m groß aber Angst,wie ein kleines Kind.Das ist sehr menschlich. Er ist sogar einmal vom Zahnarztstuhl aufgestanden und weggelaufen. Er hat dann irgendwann doch einen Arzt gefunden, der ihm gefallen hat. Er hat sich dann die schlechten Zähne abschleifen lassen und Kronen bekommen. Alles in drei Sitzungen .Und es wurde bei der Behandlung immer nachgespritzt. Dein Sohn wird das auch schaffen. Ich hatte auch immer Panik beim Zahnarzt. Ich habe nun eine Teilprothese und endlich meine Ruhe.
Beiträge von CHRISTINE B
-
-
Liebe Carmen. Kein Mensch ,außer man selbst als Betroffene kann beurteilen, wie es in einer Mutter aussieht, wenn die Kinder Probleme machen. Ich habe drei, zwei Mädchen und einen Jungen. Alle drei sind unter gleichen Bedingungen aufgewachsen. Mein Sohn hatte sein Leben lange nicht in den Griff bekommen. Meine beiden Töchter genau das Gegenteil. Es spielen bei der Entwicklung des Jugendlichen immer viele Faktoren eine Rolle. Das kann man nicht in ein paar wenigen Worten ausdrücken. Eins hatte mein Sohn immer,die Gewissheit dass er trotzdem geliebt wird und wir,seine Schwestern und ich ihn nie haben fallen lassen. Es war ein langer Weg. Es war sehr schmerzhaft ,wenn man merkte, ihm nicht helfen zu können. Aber es kam dann die Zeit, wo sich das Blatt wendete. Er fand eine Arbeit die ihm guttat, ein Hobby ( sein Angeln ,seine Wohnung schön einzurichten und ein paar Kumpel) Eine eigene Familie hat er nie gegründet. Wir waren seine Familie. Und diese Entscheidung zu treffen war sein ganz eigenes Recht. Er hatte noch viele schöne Jahre bis zu seinem Tod. Und das tröstet mich .Seine Gesundheit hatte durch seinen früheren Lebenswandel sehr gelitten.Ich habe meinen Sohn sehr geliebt, gerade, weil er es sich sehr schwer gemacht hatte. Das kann nur eine Mutter verstehen.
-
Tut mir aufrichtig leid, weil ich so etwas auch durchgemacht habe.
-
Liebe Carmen. Manchmal ist das Leben auch schwer auszuhalten. Dein Sohn ist ja keine 17 mehr. Und du hattest in der Vergangenheit bestimmt schon viel Probleme mit ihm.Als völlig Außenstehender kann man dir nur wünschen, dass er eines Tages aufwacht.Es tut mir leid, ich kann dir ja auch nicht helfen. Du hast aber bestimmt Freunde, die dich zumindest unterstützen,wo du dich mal anlehnen kannst. Deine Arbeit ist auch eine Abwechslung. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Christine. ( ich habe mal wieder vorzeitig auf senden gedrückt. )
-
Versuche es mal. Du wirst sehen, es wirkt sich positiv aus. Man nimmt sich oft viel zu wichtig. Letzten Endes machen die Menschen sowieso was sie wollen. Auch und oft vor allem auch die Kinder. Ich habe meine Pflicht getan, die Kinder auf das Leben vorzubereiten. Das nicht alles funktioniert hat, ist völlig normal. Aber ich habe sie nicht vernachlässigt. Und was Freunde angeht, ist auch so ein Thema. Einen richtigen Freund zu haben ist ein hohes Gut , 2 schon selten und mehrere geht gar nicht,wenn man unter Freundschaft das versteht, was es sein sollte.
-
Liebe Carmen. Genau ,das glaube ich auch.Kälte ist nämlich Gift für die Gelenke. Dann bin noch ein Typ von Mensch, der viel mit dem Gemüt an allem hängt. Ich habe mir aber mal helfen lassen. Und da habe ich gelernt, die Widrigkeiten des Lebens nicht so an mich ranzulassen. Das ist leicht gesagt. Aber das kann man lernen. Ich versuche das Leben wie ein Theaterstück zu sehen, wo man Regie führt, nicht mehr Schauspieler ,sondern Regisseur ist.Bestimmt verstehst du das. Seitdem bin ich zufriedener und gelassener geworden.
-
Ich hatte in der Reha schon immer noch Schmerzen. Vielleicht hängt das mit meinem Kreuz zusammen, hatten die Ärzte gesagt. Die Nerven sind ja alle miteinander verbunden.Mein Lendenwirbel sind auch abgenutzt. Ein Arzt sagte auch,bei mir hätten sie viel zu sägen gehabt, weil ich groß und kräftig bin( nicht dick!!!)Na ja, egal.Das Schmerzempfinden ist auch bei jedem Menschen anders. Bewegen kann ich alles gut ,nur bei Belastung auf der neuen Hüfte tut es noch weh.
-
Ich weiß, liebe Carmen. Das ist unser Los.Das gehört zu einer Mutter. Wichtig ist aber,daß man akzeptieren muss, was man nicht ändern kann. Glaube mir,das sind keine leeren Worte. Im Forum kann man nicht alles schreiben. Ich habe wirklich sehr viel erlebt. Mein Sohn hatte es nicht leicht. Er ist ohne Vater aufgewachsen.Das hat er sich nicht ausgesucht, das war mein Anteil. Wir haben alle unsere Geschichten.
-
Ich habe heute einen kleinen Geburtstag. Meine neue Hüfte ist heute ein Jahr alt.Bin vorhin zur Kontrolle meine 38 Stufen gestiegen. Ich bin ehrlich, es ist nicht so ,wie es früher war, als alles noch in Ordnung war. Ich denke, das wird es vielleicht nie. Ich war immer sehr sportlich ,konnte durch Berlin stundenlang laufen .Treppen steigen war nie ein Problem. Trotzdem schaue ich optimistisch in die Zukunft. Ich hatte ja in dieser Zeit der Operation den Verlust meines Sohnes zu verarbeiten. Und die Trauer vergeht nicht.Wie soll der Körper und die Seele das alles schaffen, da reicht kein Jahr. Ich vergleiche mich auch nicht mehr mit anderen. Jeder Mensch ist doch einzigartig. Ich mache manchmal mein Späßchen mit meinem Ersatzteil. Ich sage dann,daß mein Körper dieses Metall nicht will, es ist immer noch ein Fremdkörper.Aber ich bin dankbar, daß es so etwas gibt. Dadurch gewinnt man doch an Lebensqualität. Sonst hätte ich mich für den Rest meines Lebens sehr quälen müssen. Ich brauche noch Zeit und irgendwann werde ich das neue Gelenk bestimmt nicht mehr spüren. Ich muß ja auch nicht mehr stundenlang laufen. Im Alter setzt man andere Prioritäten.
-
Liebe Carmen. Ich fühle mit dir.Mein Sohn war auch mein Sorgenkind. So etwas gibt es in vielen Familien. Erst spät wurde er vernünftig, was man sch so als Mutter wünscht. Und nun ist er mit 59 gestorben. Da wünscht man sich die alten Zeiten zurück, auch die Sorgen .Wir Mütter lieben unsere Kinder. Das liegt in unserer Natur. Das Zahnarztproblem ist eigentlich gar kein Problem, nur daß es ihm Schmerzen bereitet. Und das kann ihm nur ein Arzt nehmen. Du hast ja schon genug durchgemacht.Das ist ja nun wirklich nicht dein Problem.
-
Dann bin ich ganz still.

-
Hallo Linchen. Ich bin es nochmal. Hast du einen medizinischen Beruf? Du weißt einiges,was darauf schließen kann.
-
Hallo Linchen. Nun schreiben wir alle hier über ein Zahnarztproblem, weil es um Carmens Sohn geht. Man möchte helfen, aber es ist sehr schwierig. Der junge Mann wird seine Erfahrung noch machen müssen, denn der Zahn oder die Zähne heilen nicht von alleine.
-
Liebe Carmen. Nun gebe ich auch noch meine n" Senf" dazu. Ich kann den jungen Mann ( wie alt ist er denn) sehr sehr gut verstehen. Ich könnte ein Buch schreiben, was ich beim Zahnarzt erlebt habe. Es geht vielen Menschen so.Ich habe die Sitzungen nur dann gut überstanden, wenn der Arzt ordentlich gespritzt hat. Ich habe das vorher immer gesagt. Aber das ist ganz individuell alles. Und ich wohne ja in Berlin und habe einen Arzt gefunden, dem ich da vertraue. Gott sei Dank. Irgendeine Lösung muß ja gefunden werden. Mir tun alle die leid, die au h diese panische Angst haben, weil es mir auch so ging, Liebe Grüße von Christine.
-
Liebe Lilifee. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man verstanden wird. Vielen Dank für deine Nachricht. Auch ich möchte dir sagen, daß du zu den Forumsmitgliedern gehörst,mit denen ich mich immer gerne austausche.Es ist mitten in der Nacht. Ich bin eben aufgewacht durch einen wirren Traum. Dann habe ich gedacht,guckst mal ins Forum. Es ist zu meinem Begleiter geworden. Man muss auch nicht immer alles hinterfragen. Es ist wie es ist.Nun drehe ich mich nochmal um. Morgen muss ich zum Orthopäden. Meine Hüfte macht mir immer noch Probleme. Liebe Grüße von Christine
-
Ein Film ist etwas sehr Schönes. Vielleicht hast du auch ein Video mit ihrer Stimme. Ich habe von meinem Sohn und mir einige.Die schaue ich mir immer wieder an. Das kann uns keiner nehmen." Für meine liebe Ursel"Das ist ja süß. Bestimmt hast du ihr das zum Geburtstag geschenkt.
-
Liebe Carmen. Ich kann dich sehr gut verstehen, habe ich doch auch dasgleiche durch. Wenn man auch gelobt wird ,"im stillen Kämmerlein " leidet man.Ich träume heute sogar manchmal noch von einer Ziggi ,wie du sie so liebevoll nennst.So ist das mit der Sucht ,völlig normal. Das Ritual ist es,was man vermisst. Vielleicht hilft es dir,wenn ich dir das so sage. Es ist nämlich besser, man stellt sich der Wahrheit. Ich finde es toll, daß du so ehrlich bist und es zugibst. Das hilft dir mehr,als es zu verdrängen. Irgendwann hört das aber auf,weil du dich dann an die neue Situation gewöhnt hast. Ich wünsche dir einen angenehmen Arbeitstag. Christine.
-
Liebe Lilifee. Ich möchte noch etwas ergänzen. Das Forum bietet uns die Möglichkeit, etwas schriftlich mitzuteilen. Dadurch erhält man Trost und Entlastung. So geht es mir jedes Mal, wenn ich etwas schreibe. Was es nicht kann ist,daß ich hier alles genau beschreiben kann,was in mir vorgeht. Dazu brauche ich einen Menschen, der mir gegenüber steht. Seine Mimik, sein Wesen, sein Vertrauen ,mit dem ich weinen und lachen kann. Ich lebe zwar alleine, aber ich habe diese Möglichkeit durch meine Kinder und Enkelkinder .Daraus entsteht dann auch der gemeinsame Wunsch eines Lebens in Geborgenheit und Liebe. Mein Sohn fehlt nun .Und doch ist er immer irgendwie unter uns. Es gibt Menschen, die haben niemanden. Das habe ich nie erlebt. Und so ist die Trauer etwas ganz individuelles .Oft hört man:" Ich verstehe dich......"IEinen anderen Menschen zu verstehen ist fast unmöglich. Das kann man doch nur in engster Vertrautheit. Da hat ein Forum seine Grenzen. Das ist meine Meinung.
-
Einen Gedanken noch zur Gleichberechtigung. So lange man noch über Gleichberechtigung spricht ,gibt es eben keine Gleichberechtigung. Frauen sind anders als Männer und umgekehrt. Sonst gebe es ja nur ein Geschlecht. Die Fortpflanzung ist der biologische Grund für 2 Geschlechter. Alles Andere, was uns unterscheidet , ist von den Menschen durch deren Verstand entstanden. Und in den einzelnen Kulturen auf der Welt sehr unterschiedlich. So wurden zum Beispiel früher Mädchen getötet, weil sie eben keine Jungen waren. Wie das angefangen hat ,ist ein langes Kapitel in der Geschichte der Menschheit. In der Gegenwart ist es aber immer noch ein Thema. Da könnte man sehr viel schreiben , wie sich das heute entwickelt hat in der ganzen Welt. Ich persönlich habe auch erlebt, daß zum Beispiel Männer für diegleiche Arbeit wie die Frauen mehr verdient haben. Ich empfand das als eine große Ungerechtigkeit.
-
Liebe Sverja. Ich neige auch dazu zu sagen, daß der Verstorbene frei ist. So zu denken finde ich tröstlich. Wenn ein Mensch unheilbar krank ist und das Leben zur Qual wird ,dann ist der Tod eine Erlösung. Die Trauer und der Schmerz bleiben vor allem bei den Hinterbliebenen. Trotzdem hängt jeder Mensch am Leben, das eine schließt das andere aber nicht aus. Im Forum erkenne ich, wie unterschiedlich der Mensch mit dem Thema umgeht. Mein Sohn und ich haben uns manchmal darüber unterhalten, daß es doch ganz viel Angst macht, wenn man daran denkt,daß man nur eine ganz geringe Zeit auf der Erde weilt und nie wiederkommt. Da bekommt man Beklemmungen.Ich glaube , daß daraus auch der Wunsch nach Wiedergeburt oder nach dem Sein im Jenseits entstanden ist. Wir wissen es nicht und somit ist der Weg frei für Vorstellungen jeglicher Art.Ich werde nun bald 82. Wenn ich ehrlich bin ,habe ich doch etwas Angst, daß ich ja nun auch bald am Ende angelangt bin.Wiederum bringt das etwas gutes zum Vorschein.Ich lebe viel bewusster als früher. Ich sag das mal so:" Alles an Belastungen versuche ich zu entfernen, die man mehr oder weniger täglich mit sich rumschleppt. Nicht allem kann man aus dem Wege gehen , aber vieles ist doch hausgemacht. Ich habe eine schöne Wohnung ,eine gute Rente, bin gesundheitlich altersgemäß zufrieden, habe meine Kinder und Enkelkinder. Mein Sohn fehlt mir sehr, aber sein Schicksal konnte ich nicht beeinflussen. Die Erinnerungen an ihn sind sehr schön und reichen noch für den Rest meines Lebens. Liebe Sverja.Ich wollte eigentlich nicht soviel schreiben. Ich verabschiede mich mit vielen guten Wünschen für dich und deine Lieben. Christine.