Posts by Hedi

    Liebe Carmen, ich hoffe, dein Liebling trägt dich „von drüben“ durch diesen Tag.
    Von mir Herzensgrüße an dich!

    Liebe Anja!

    Ich wünsche dir Ruhe und Kraft für diesen Tag!

    Zu der Frage der Frau: Ich finde sie gar nicht „verwerflich“, war sicher nicht böse gemeint. Eigentlich ist es ja positiv, wenn Menschen erfahren wollen, wie Trauer wirklich ist und wie lange sie uns beherrscht.

    Das ist es nämlich, so empfinde ich zumindest, sie beherrscht einen vorerst.

    Ich kann jetzt nach so vielen Jahren meines Verlustes sagen, sie ist absolut milder und erträglicher. Sie beherrscht und steuert nicht mehr alles.

    Du kennst ja meine Geschichte, liebe Anja. Nach dem zweiten Verlust bin ich schneller wieder von der Trauer nicht so beherrscht worden. Es ist anders… Aber mein Mann fehlt nach wie vor, aber ich lebe „gut“ damit, hadere nicht mehr.

    Liebe Anja, nur nicht verzweifeln, ich bleibe bei meiner Aussage: die Zeit arbeitet für uns. Sie macht nichts ungeschehen, aber alles wird milder.

    Ich glaube die Frage der Frau hat dich so aufgewühlt, da man es selber nicht fassen kann, wie lange die Trauer das Leben beherrscht.
    Ich für mich sah mich immer stärker als ich dann letztendlich war und diese Erkenntnis war schwer.
    Einen friedvollen Tag, ich denke an dich!

    Liebe Grüße Hedi

    Oh, liebe Pia, welch Überraschung, dass du an mich denkst.

    Ich lese nur ganz selten und vereinzelt hier im Forum. Dafür denke ich öfter an viele liebe Menschen hier.

    Mir geht es soweit gut. Im Moment etwas emotionaler, am Faschingssdienstag ist „doppelter Sterbetag“. Der Sterbetag meines Mannes (7 unglaubliche Jahre!!!), und mein Freund ist vor zwei Jahren an einem Faschingsdienstag gestorben (war damals aber ein anderes Datum). Irgendwie eigenartig, doppelter Sterbetag….

    Ich grüße alle die mich noch kennen ganz, ganz lieb! Ich werde aber weiterhin kaum im Forum sein, so hilfreich es ist, für mich ist Abstand jetzt „richtiger“.

    Liebe Anja, ich lese in letzter Zeit nur mehr und schreib nicht, nun aber will ich das tun.

    Ich kann nachempfinden wie du dich fühlst, denn auch ich verlor ja meine Freundin die mich durch die Trauer um meinen Ehemann begleitete und stützte.

    Es tut mir so leid, liebe Anja! Ich sende dir eine ganz dicke Herzensumarmung!
    Wieder ein Mensch mehr den man vermisst, unvorstellbar.

    Hedi

    Mir hilft sie- wenn ich ein wenig herumgeschimpft habe, dann ist der Dampf abgelassen und es geht mir besser. Auch das von einigen von uns praktizierte Schreien ist für mich in diese Kategorie einzuordnen.

    Wut hilft nicht, da gebe ich dir Recht. Aber ist sie nun mal da, muss man sie in geordneten Bahnen „ablassen“.

    Wut kommt bei Trauer schon oft vor, das ist nicht Quatsch. Meist zwar nicht auf den Verstorbenen- ich allerdings kenne es schon.

    Meinem Mann war ich nie böse, auf Kurt hab ich hin und wieder echt Wut. Das gibt es also. 🤷‍♀️

    Liebe Anja!

    Ich hatte genug solche Phasen mit Angst und Hoffnungslosigkeit, so wie du es beschreibst.

    Meine Erkenntnis dazu: Ich darf nicht zu weit in die Zukunft denken, das macht mir eher diese Angst.

    Bleibe ich im hier und jetzt geht es mir besser. Gestern zum Beispiel- ein „sorgloser“ Tag durfte genossen werden. Meine Tochter hatte mir eine Hundesitterin besorgt und wir ließen uns in den Tag treiben, besuchten meine Mutter, waren brunchen, besuchten eine Ausstellung, genossen die Sonne…

    Ich ließ die Gedanken an Zukunft, an alle Arbeiten die ich im Haus nicht schaffe zur Zeit….. nicht zu. „Mein Tag“ war schön.


    Vielleicht gelingt auch dir, liebe Anja, immer mehr Phasen im hier zu bleiben und nicht an die Zukunft zu denken, für mich echt der Schlüssel zu angstfreiem Leben.

    Ich habe trotz meiner vielen Belastungen zur Zeit eigentlich keine Angst mehr vor dem Leben, ja vor einzelnen Katastrophen (und die kommen sicher wieder) hab ich schon Angst, aber ich weiß, ich stehe so viel durch, ich brauche keine Angst haben, ich darf nur die glücklichen Momente durch Blick in die Zukunft (die ohnehin niemand kennt) versäumen.

    Jetzt hab ich sehr viel von mir erzählt- hätte ich wohl lieber in meinem Wohnzimmer schreiben sollen.
    Dicke Umarmung, Anja! :24:

    Lieber Rudi, das mit dem schlechten Gewissen, da die eine Trauer die andere überlagert kenne ich. Auch ich habe mehrere einschneidende Verluste.

    Ich halte mir dann aber immer wieder vor Augen, es ist ja keine Verpflichtung von uns, dass man den Menschen betrauert, das ist nur in unserem Kopf so. Die Gefühle sind in der Trauer ohnehin ziemlich durcheinander. Ich glaube man kann nur „annehmen“ was sich in uns gerade tut und sollte kein schlechtes Gewissen entwickeln.

    Viel Ruhe und Kraft für dich!

    Also ich hatte meinen Freund bei einer Plattform kennengelernt. Meine Schwester ihren Mann auch…

    Natürlich kann man jemanden finden, was man jedoch daneben alles so erlebt, ich könnte auch viel erzählen.
    Eines der interessantesten Dates war einmal mit einem Mann der mich dann fragte, ob es mich stören würde, er schliefe mit Schnuller.
    Ich denke, ich hab so blöd geschaut, hatte meine Mimik nicht mehr ganz unter Kontrolle….

    Man erlebt Dinge, die glaubt man gar nicht. Ich hab dann zu Hause googeln müssen, ob es mehr erwachsene Schnullerliebhaber gibt. Und siehe da, er ist nicht allein.

    Daten kann auch was für die Bildung tun.

    Man darf auch nicht vergessen, viele (die meisten) die wieder in ein möglichst schmerzfreies Leben gefunden haben, Schreiben dann ja hier nicht mehr, lesen nur mehr ab und zu oder sind gar nicht mehr.

    Ich war ja auch schon weg, bevor das Schicksal mich wieder herführte….

    So gewinnt man vielleicht einen falschen Eindruck, dass es ganz so schwer bleiben muss.
    Wir sollten trotz aller Schwere nie die Zuversicht verlieren. Irgendwann lässt uns das Leben wieder Platz auch das Schöne zu erkennen und zu erleben, und zwar nicht nur von außen.

    Liebe Danne!

    Hab bitte keine Angst. Es wird natürlich mit der Zeit erträglicher und leichter. Man kann gut damit leben, du darfst nicht vergessen, wir alle hier schreiben meist genau dann, wenn es einem gerade sehr schwer fällt…


    Tag für Tag leben und überleben genügt anfangs. Vielleicht schaffst du es, nicht zu weit nach vor zu denken. Eben- nicht daran denken, wie lange könnte dieser Zustand so schwer bleiben usw , das macht nur Angst. Und in die Zukunft sehen kann niemand von uns.


    Zum Thema essen kann ich wenig raten- bei mir war immer genug dran, da war es kein Problem Anfangs abzunehmen.
    Verschiedenste Suppen gingen bei mir am besten.


    Dieses auf und ab der Trauerwellen ist normal. „Genieße“, wenn dir die Trauer mehr Luft lässt und es leichter ist, und in den schlechten Phasen, denk dran, dass die immer auch wieder gehen.


    Ich wünsche dir Ruhe und Kraft! Und ein Lieblingsmotto von mir: Die Zeit arbeitet für uns!

    Alles Liebe für dich!

    Hedi