Posts by Tigerlily

    Ihr Lieben,

    lange habe ich mich nicht mehr gemeldet, jetzt hat mich Renates Eintrag in ihrem Thread zu einer Antwort inspiriert, die so lang geworden ist, dass ich sie lieber in meinen eigenen Thread verschieben möchte:


    Liebe Renate,

    ich weiß genau was du meinst.

    Auch wenn es nach vier Jahren bei mir innerlich etwas ruhiger wird, weil ich verstanden habe, dass dieses "den Schmerz nach außen zeigen" und zu hoffen, dass andere Menschen mit ihrem Verständnis zumindest Linderung bringen, keine Lösung in sich birgt.

    Ich bemühe mich immer möglichst authentisch zu sein und seit einiger Zeit habe ich gar nicht mehr das Bedürfnis meinen Schmerz nach außen zu tragen, dennoch ist er immerlich immer da.

    Das was mir geblieben ist, ist die Panik vor dem Alleine sein.

    So schaue ich immer genug zu tun zu haben, mir Termine zu machen, mich nützlich zu machen in irgendeiner Weise, um nur ja keine einsamen Tage Zuhause verbringen zu müssen.

    Und wenn es einmal so ist, fahre ich mit dem Auto herum, gehe stundenlang spazieren oder ins Kino, nur um nicht den ganzen Tag daheim sein zu müssen.

    Und genau das ist mein wundester Punkt momentan:

    Manchmal bin ich richtig erschöpft und bräuchte eine Pause, die ich mir aber nicht gönnen kann, weil ich diese Geborgenheit im eigenen Heim, die mir mein Leben lang Kraft und Erholung gegeben hat nicht mehr finde.

    Gegen diesen Umstand habe ich bisher noch keine Strategie gefunden und es ist für mich auch deshalb so unfassbar, weil ich nie im Leben damit gerechnet hätte, dass ich mit dem Alleine sein jemals in meinem Leben Probleme haben könnte.

    Im Gegenteil habe ich mich immer über Menschen gewundert, die dauernd andere Menschen um sich herum gebraucht haben, um sich wohl zu fühlen.

    Jetzt habe ich doppelt Probleme, weil ich mein ganzes Leben gewohnt war, Erholung beim Entspannen zu Hause zu finden und mich das Zusammensein mit anderen Menschen auf Dauer eher angestrengt hat und jetzt alles auf den Kopf gestellt ist, bis auf den Umstand, dass mir die Ruhepausen mit mir selbst daheim so fehlen, seit mir nicht nur mein Mann und meine Eltern fehlen, sondern ich überhaupt keine Bezugsperson mehr habe.

    Als ich neulich über diesen Umstand nachgedacht habe, fielen mir meine Pferde ein und dass Pferde in Gruppen leben und die Einzelhaltung von diesen wunderbaren Tieren ohne Sicht und Hörkontakt sogar gesetzlich verboten ist.

    Pferde haben Tiefschlafphasen wie alle Säugetiere, aber in der Gruppe ist immer einer wach und passt auf während die anderen schlafen. Wird ein Pferd alleine gehalten, kann es sich nicht mehr entspannen, weil der Aufpasser fehlt und genauso fühle ich mich momentan auch.

    Es ist bei mir ein bisschen anders als bei dir, liebe Renate, denn du bist übervoll mit Arbeit und hast auch die Familie und Angestellte immer um dich herum, dazu deinen treuen Hund, der dich begleitet.

    Aber ist es nicht so, dass du am Ende des Tages dennoch alleine bist?

    All die Menschen um dich herum können diese eine, die wichtigste, die geliebte Bezugsperson nicht ersetzen, stimmts?

    Ich bin ja, ich glaube anders als du, der Meinung, wenn es soweit ist, dass wir mit uns soweit im Reinen sind, dass wir es gelernt haben mit der Trauer zu leben, ist es auch wieder möglich eine neue geliebte Bezugsperson kennen zu lernen.

    Und wenn das passiert, dann wird auch diese unerträgliche Sehnsucht milder werden, die drängenden Wünsche werden in den Hintergrund treten und auch wenn sie immer noch da sind, werden sie uns nicht mehr von einem erfüllten Leben abhalten, das zwar anders sein wird, aber dennoch gut.

    Hier im Forum habe ich es an Hedi gesehen, die ja leider ein zweites Mal diesen schweren Schicksalsschlag erleiden musste, die aber weiß, dass ein Leben trotz Trauer wieder gut sein kann, ich habe es auch an Sverja beobachtet und es gibt ein weiteres Paar, das sich im Forum gefunden hat, aber nicht mehr schreibt, man kann vermuten, dass es ihnen gut geht.

    Bei mir sind nun vier Jahre vorbei und sehr vieles ist geschehen, ich habe neue Menschen kennen gelernt, mache die Dinge, die ich gerne tue und fange langsam an, in dieses neue Leben hinein zu finden.

    Langsam merke ich eine Veränderung tief in mir, eine Art inneres Loslassen von diesem übermächtigen Schmerz und auch wenn die Trauer, die Sehnsucht und der Wunsch, es wäre nie geschehen, oder wir hätten gemeinsam gehen dürfen immer noch Priorität hat, habe ich eingesehen, dass es diese Gabi in mir gibt, die leben und die Aufgaben, die für dieses Leben noch anstehen annehmen möchte (etwas, was vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre).


    Liebe Renate, bei dir sind es ein wenig mehr als zwei Jahre, das ist immer noch die Zeit der Trauerwellen, aber immerhin schon die Zeit in der man erstmals versucht innerlich wieder aufzustehen und vorwärts zu gehen, bis einem die nächste Trauerwelle wieder zu Boden drückt und die Verzweiflung wieder überhand nimmt. Bei mir sind es vier Jahre, doppelt soviel und deshalb kann ich dir sagen, etwas verändert sich und das geht ganz von selber, wenn du innerlich dafür bereit bist.

    Leider ist unser Weg sehr lang und steinig und nicht alle empfinden ihn als gleichartig, aber schwer ist er dennoch für uns alle und wir alle können stolz auf uns sein, weil wir nie aufgeben und immer weiter machen.

    Hallo Gabi,


    hast Du schon mal an Nachbarschaftshilfe gedacht ?


    ich mache das schon einige Jahre und das tut mir und der Person die ich besuche sehr gut !

    Ja, ich besuche und unterstütze meine Nachbarin, die ihren Mann pflegt ein bis zweimal in der Woche und es tut mir auch gut auf eine gewisse Weise, wie es mir auch hilft für Bekannte da zu sein wenn es ihnen nicht gut geht und wie mir auch alle anderen Aktivitäten auf gewisse Weise helfen, die mich ablenken und mich vor all zu viel Nachdenken müssen bewahren.

    Aber das was ich so vermisse ist etwas, das es nicht mehr geben kann, wenn alle vertrauten Menschen gestorben sind.

    Ich muss die Liebe und das Vertrauen und die Geborgenheit jetzt in mir selber finden, nicht mehr im Außen und das ist sehr sehr schwer.

    Danke Mel!

    Das war gestern Nachmittag.

    Heute Mittag sieht die Sache schon wieder anders aus.

    Nicht, dass ich aufgebe!

    Ich habe sogar schon mit meinem inneren Kind gesprochen, aber da kam nicht viel Antwort, außer, dass ich auf einmal wieder von einer heißen Welle an Trauer überrollt wurde.

    Und immer wenn das passiert, wird mir so extrem bewusst, dass ich WIRKLICH ganz alleine bin.

    Es ist niemand mehr da, der mich tröstet, der mir sagt, das wird schon wieder, wir schaffen das gemeinsam. Es ist nicht einmal mehr jemand da, der mich braucht, der meine Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, sodass ich gar nicht mehr dazu komme mich so hinein zu steigern.

    Ich bin tatsächlich vollkommen alleine mit mir selber und muss auch mein Leben, in dem es keinerlei Verpflichtungen mehr gibt selber organisieren.

    Es gibt keine andere Möglichkeit und das tut immer noch unglaublich weh.

    Ich habe heute Nachmittag Friseur Termin und am Abend das zweite Treffen mit dieser Brettspielgruppe.

    Morgen früh fahre ich dann übers Wochenende nach Oberösterreich zu einem Treffen.

    Ich habe also gut gesorgt für mich.

    Und ich treffe dadurch auch Menschen und werde nicht zum Einsiedler. Trotzdem bin ich todunglücklich über diese ungewollte Freiheit und ich habe keinen Plan wie ich das ändern soll, sodass ich einfach nur zufrieden und ein bisschen stolz auf mich bin, wie gut ich das alles schaffe und nicht am Boden zerstört, weil mich diese Einsamkeit so fertig macht.

    Versteht ihr mein Dilemma?

    Ich will weiterleben, nach vier Jahren Kampf habe ich mich dazu entschlossen, aber verdammt noch mal, ich vermisse meinen Mann und meine Eltern so sehr!

    Wenn wenigstens mein Cousin noch am Leben und gesund wäre, ihm war es egal, dass ich vom Schmerz noch so versteinert war, er hat das verstanden und war nur glücklich, dass er in meiner Nähe leben konnte. Ich wäre wenigstens nicht ganz alleine gewesen.

    Aber so wie es aussieht, muss ich mit diesem Schmerz und mit der Einsamkeit weiterleben und es einfach annehmen, dass das nun mein neues Leben ist.

    Ihr Lieben,

    Zauberstab hin oder her, momentan bin ich in einem Kapitulationsmodus, denn wie bisher mag ich es nicht mehr haben und mir ist durchaus bewusst, dass es allein an mir liegt, was ich aus meinem Leben mache, wie ich mit meinen Gefühlen umgehe und welche Schritte ich setze.


    Irgendwie schaffe ich es nicht, die Tatsache zu akzeptieren. dass Hannes tot ist, dass er zwar bei mir ist, aber eben nicht materiell und wir uns erst wiedersehen, wenn meine Zeit gekommen ist.

    Ich schaffe es nicht, genügend Zuversicht zu entwickeln, dass alles kommt wie es kommen muss und darauf zu vertrauen, dass das Leben auch für mich wieder schön wird.

    Ich schaffe es nicht mir selbst genug zu sein, bei der gleichzeitigen Überzeugung, dass die Veränderung aus mir selber kommen muss und nicht von außen.

    Die Mauern, die mein Herz umgeben können nur von mir selber entfernt werden und solange ich das nicht schaffe wird die Einsamkeit, die ich erst nach Hannes Tod kennen gelernt habe, meine ständige Begleitung bleiben.


    ICH WILL LEBEN und nicht nur existieren und ich hatte bisher keine Ahnung wie ich das anstellen soll.

    Das soll sich nun ändern.

    Die Aktivitäten, die ich immer mache haben mir ja viele Erkenntnisse beschert, nur an der Umsetzung hat es gemangelt.

    Immerhin habe ich trotzdem kleine Erfolge zu verzeichnen, wenn auch der große Wandel bisher ausgeblieben ist:

    1. Das Sterben wollen habe ich auf später verschoben.

    2. Ich bin gerade dabei das Kriegsbeil zu begraben und nicht mehr gegen mein "Leben müssen" zu kämpfen.


    ICH WILL LEBEN


    Das ist ganz neu für mich und dieses leise ... weil mir nichts anderes übrig bleibt ... ist immer noch leise in mir drinnen zu hören.

    Auf jeden Fall möchte ich wieder ein schönes Leben haben, auch wenn es anders sein wird und dafür muss ich noch viel tun.


    Meine neue Strategie ist es mich mit meinem Inneren Kind zu befassen.

    Ich hab ja nie an so etwas geglaubt und es deswegen auch nicht richtig versucht.

    Das werde ich ab sofort ändern.

    Ich glaube es zwar noch immer nicht, aber auf Anraten einer Bekannten, die damit Erfolg hatte und die mir gesagt hat, du musst es nicht glauben, sondern tun, werde ich es jetzt einfach einmal ein paar Wochen tun und schauen, was dabei heraus kommt (Ich halte euch auf dem Laufenden).

    Mein "Danke Buch", werde ich wieder aktivieren und am Abend immer aufschreiben was am Tag schön war, und auch wieder regelmäßig meditieren.

    Erst Mal für ein Monat und dann die Lage neu bewerten.

    Zeit habe ich ja genug, schaden kann es nicht und wenn nichts dabei heraus kommt, habe ich es wenigstens versucht


    Außerdem möchte ich wieder normale Aktivitäten starten:

    Ich habe mich in einem örtlichen Brettspielverein angemeldet, um ein bis zweimal die Woche ein bisschen Spaß mit vorwiegend jungen Leuten beim Spielen zu haben.

    Und ich habe heute beschlossen, dass ich mich nach meiner Seminarwoche im Bayrischen Wald, die nächste Woche stattfindet, wieder beim Tierschutzverein zur Aushilfe melden werde. (Vorzugsweise mit den Hunden Gassi gehen, aber auch gern was anderes).


    Ich habe auch ein paar Entschlüsse privater Natur getroffen und schön langsam fange ich an mich damit anzufreunden, dass ich mich jetzt um mich selbst kümmere und nur mehr mache was MIR gut tut, solange es anderen Menschen nicht schadet.

    Mir darf es gut gehen, auch mit meiner Trauer, das soll mein neues Motto sein und ich bin sicher Hannes gefällt das auch.

    Alles Liebe eure Gabi

    Letzten Dienstag ist erneut ein guter, gemeinsamer Freund von uns gestorben und so werden es nach und nach immer weniger...

    Gleichzeitig kämpft mein Schwager um sein Leben, Lungenkrebs im Endstadium.

    Er ist nicht viel älter als ich, aber seltsam gelassen, wenn ich in mich hineinspüre empfinde ich es so, dass er keine Angst vor dem ´Tod hat, sondern es begrüßt endlich wieder mit seiner Rosi, der Schwester meines Mannes vereint zu sein, die 2006 ebenfalls an Krebs gestorben ist. Für seine Tochter ist es sehr, sehr schwer, sie hat schon die Mutter gepflegt, jetzt steht ihr das alles noch einmal bevor und sie ist ganz alleine damit.

    Wir telefonieren häufig, aber wirklich helfen kann ich nicht denn die beiden wohnen weit weg von mir. Ich werde die beiden auf jeden Fall im Juli besuchen und eine Weile bleiben.

    Letztendlich fühle ich mich so hilflos, egal wie es kommt, ich kann zwar zuhören und eine helfende Hand reichen für den Moment, aber mehr geht nicht.

    Manchmal wünsche ich mir einen Zauberstab, der einfach alles wieder heile macht.

    Ihr Lieben,

    nun ist er wieder gekommen, DER TAG.

    Vier Jahre, unglaubliche vier Jahre sind vergangen, aber mein Herz sieht das nicht so.

    Hannes ist immer bei mir und die Sehnsucht ist allgegenwärtig, weil er eben nicht mehr hier auf Erden bei mir sein darf.

    Ich gönne es ihm, dass er nach Hause gehen durfte, nachdem er alles hier auf Erden erledigt hat und dass er ein wirklich schönes Leben ohne große Sorgen haben durfte und sich seine Befürchtungen, das Alter und Krankheit betreffend nocht bewahrheitet haben für ihn.

    Er hat sich mit seiner ruhigen, liebevollen Art in die Herzen der Menschen, die ihn kannten eingefühlt, alle mochten ihn und er hat sich immer für sie eingesetzt und ihnen zugehört, er geht uns allen ab, nicht nur mir, aber mir am allermeisten, denn er war meine zweite Hälfte.

    Das hier ist mein Facebook Beitrag:

    Danke für eure Vorschläge, die ich alle auf die ein oder andere Art schon durchdacht habe.

    Leider ist es wie bei den meisten Ratschlägen die man von besorgten Mitmenschen bekommt so, dass sie nicht auf die Art funktionieren, wie es sich der Ratgeber vorstellt und wünschen würde.

    Wenn es so einfach wäre, glaubt ihr nicht, dass ich es nicht schon versucht hätte?

    Ich habe es ja sogar schon versucht mit Wolfram, der auf seine Art auch ziemlich einsam war und möglicherweise immer noch ist.

    Eins und eins ist eben nicht immer automatisch zwei.

    Genauso wie es nicht automatisch funktioniert einem einsamen Menschen eine Hundeleine in die Hand zu drücken in der Hoffnung, dass der daran hängende Hund für die nötige seelische Stabilität sorgen kann.

    Das Gleiche beim Thema WG. Die Seite, die du mir da präsentert hast, liebe Sverja ist sehr interessant und es lohnt sich, sich näher mit dem Thema zu befassen. Dennoch ist auch das etwas, das man nicht mal eben so übers Knie brechen kann, es bedarf reiflicher Überlegung und das Abwarten des richtigen Zeitpunkts.

    Ansonsten ist die Gefahr, viel zu verlieren und am Ende schlechter dazustehen wie vorher, riesengroß.


    Die Trauer mit all den dazugehörigen Prozessen und daraus entstehenden Gefühlen ist eine INNERE Angelegenheit, die jeder Mensch in seinem Tempo und in seiner eigenen, ganz speziellen Art verarbeitet.

    Es gibt Gemeinsamkeiten, vor allem wenn es den Tod lebensbestimmender Menschen (und in gewissen Fällen auch Tiere) betrifft.

    Das machte mich von einer krassen Außenseiterin zu einem Mitglied einer Gruppe Leidender, die sich mit mir identifizieren können.

    Auch wenn das ein Außenstehender nicht begreifen kann, liegt darin sehr viel Trost!

    Es gibt Menschen, vor allem die grundsätzlich lebensbejahenden mit einer guten familiären Basis, die ihre Trauer anders verarbeiten. Nicht unbedingt schneller, aber produktiver in dem Sinne, dass sie trotz ihres großen seelischen Schmerzes uneingeschränkt JA zum Leben sagen. Deren Trauer wirkt kürzer (auch wenn sie es tatsächlich vielleicht gar nicht ist), weil sie automatisch im Leben einen Sinn erkennen können und dadurch auch im Außen schneller vorankommen. Unterstützung von nahestehenden Menschen spielt dabei auch eine große Rolle meiner Meinung nach.

    Leider kann ich - und ich rede jetzt bewusst nur von mir, weil wie sich andere Trauernde fühlen, kann ich zwar aus ihren Äußerungen annähernd abschätzen, genau wissen kann ich es nicht - leider kann ich persönlich dem Leben nicht grundsätzlich positiv gegenüberstehen und ich kann mir auch keine nahestehenden Personen herbeizaubern, nachdem diese alle gestorben sind.

    Also stehe ich vor der großen Aufgabe mich intensiv meinem Inneren zuzuwenden, um mich in meinem Inneren vollkommen umzuwandeln, um im Äußeren das entstehen zu lassen, was es mir ermöglicht ein erfülltes Leben leben zu können.

    Es scheint eine schier unmögliche Aufgabe zu sein, denn es betrifft den Kern meiner Existenz.

    Meine Einsamkeit ist eine Innere. und in meinem Inneren muss ich sie auflösen, dann wird sich im Außen das zeigen, was für mein Leben richtig und wichtig ist.

    Alles was ich bis jetzt versucht habe und weiter versuchen werde, ist derProzess der Trauerbewältigung auf meine Art und Weise.

    Weder für mich noch für meine Umwelt angenehm, hat trotzdem jeder einzelne Versuch, den ich unternommen habe in der Rückschau eine kleine Veränderung in mir bewirkt. Und wenn ich Rückschau halte sehe ich, wenn ich nicht gerade im Sog meiner Trauer untergehe, meine Fortschritte, zwar klein aber dennoch sichtbar.

    Also gehe ich meinen Weg einfach weiter, lass mich führen, gerate auf Abwege, die mir ebenfalls nützen, bleibe aber niemals stehen.

    Irgendwann wird es mir wieder gut gehen und irgendwann werde ich sterben, wenn ich hier alles erledigt habe.

    Welch ein beruhigendes Gefühl.

    Danke für euren Zuspruch!



    Steffi ,

    meine Einsamkeit ist am stärksten am Morgen nach dem Aufwachen bis zum frühen Nachmittag, ab 16h gehts dann meistens besser, falls es nicht ein zusätzliches Problem gibt.


    Bei dir ist es nun bald ein Jahr her seit dein Mann gestorben ist, bei mir sind es bald 4 Jahre. Allerdings hatte ich danach noch die Unterstützung von meinem Cousin, von daher ist es auch für mich erst ein Jahr seit ich komplett alleine bin. Und das komplett Alleine sein ist definitiv ein Unterschied!


    Die Frage "Wie lange noch" habe ich erst mal nach hinten gestellt, wir haben sowieso keine Wahl. England hat mir definitiv gut getan, mir allerdings auch die Grenzen aufgezeigt, was geht und was nicht, ich mache definitv weiter und vielleicht ändert sich ja doch irgendwann einmal wieder etwas zum Positiven, ich werde es nicht erfahren, wenn ich nicht alles ausprobiere.

    Und jetzt nach ein paar Tagen ist es auch nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang.


    Sverja ,

    es gibt keinen Grund ängstlich zu schreiben, ich schätze deine Meinung zu jedem Zeitpunkt, aber ich glaube, das habe ich dir sowieso schon mal geschrieben.


    Ob du es glaubst oder nicht, über eine Veränderung habe ich schon intensiv nachgedacht.

    Allerdings hat es für mich keinen Sinn ohne konkretes Ziel einfach die Wohnung zu wechseln oder gar in eine andere Gegend zu ziehen, wo ich noch einsamer wäre als hier, weil ich dann überhaupt niemand mehr kennen würde.

    Auch die Sache mit der WG beschäftigt mich innerlich. Das würde mir nämlich sehr gut gefallen, der wunde Punkt ist halt wieder Mal, dass ich bisher noch keinen Anhaltspunkt gefunden habe, wie das gehen könnte und wo es konkret Menschen gibt, mit denen ich kompatibel bin und die jemanden wie mich brauchen könnten.

    Die Grundidee ist also schon in meinem Kopf, an der Umsetzung scheitert es momentan noch.

    Alles dreht sich immer nur um den Punkt Alleine sein. Mit jemandem zusammen würde ich gerne, aber alleine trau ich mich nicht.

    Meine Wohnung ist derzeit für mich gut so wie sie ist, darin etwas zu verändern ist ein wunder Punkt an den ich momentan nicht zu rühren wage.

    Eine Entscheidung habe ich allerdings schon getroffen: Die Wohnung, in der mein Cousin gelebt hat und die auch mir gehört, werde ich verkaufen.

    Diese Wohnung haben mein Mann und ich nach dem Verkauf unseres Hauses als Geldanlage gekauft, den Rohbau miterlebt, sie liebevoll gemeinsam eingerichtet und jedes Detail davon ist schmerzhafte Erinnerung, dazu noch die Erinnerung an den Umzug meines Cousins und die dramatische Geschichte seiner Erkrankung, das ist mehr als ich ertragen kann und ich möchte einfach damit abschließen.

    Deswegen ist auch eine Vermietung, wie ich es vorhatte zu schmerzhaft für mich. und immer wieder in die leerstehende Wohnung zu gehen und nachzusehen, ob alles passt ist unerträglich.

    In diese Wohnung umzuziehen wäre die Hölle für mich, mein Mann hat immer gemeint, wenn er mal nicht mehr ist, wäre das eine Option für mich in diese kleinere und neue Wohnung zu ziehen und darin den Rest meines Lebens gut zu verbringen, aber er wusste ja nicht, dass er so bald sterben würde.

    Es gibt also schon Veränderungen die ich in Angriff nehme und mehr geht im Moment einfach nicht.

    Immer schön eines nach dem anderen.


    Mir ist vollkommen klar, dass mich die Trauer ein Leben lang begleiten wird und das ist für mich vollkommen in Ordnung.

    Das was mich so blockiert ist diese zusätzliche Aufgabe des komplett auf sich selbst gestellt seins und diese quälende Einsamkeit, die es nicht gäbe, wenn ich wenigstens eine einzige zuverlässige Bezugsperson in meinem Leben hätte. Dass damit nicht alles gut und geregelt ist, das ist mir klar, aber ich weiß eben aus der Erfahrung mit Wolfram, dass mir ein Mensch, der zu mir gehört, gut tut.

    Dass das nicht geklappt hat ist eine andere Geschichte, aber ich habe Wertvolles daraus gelernt:

    1. Dass eine Bezugsperson tatsächlich für mich einen gravierenden Unterschied macht.

    2. dass es nicht zwingend klappt, wenn sich zwei einzelne Menschen zusammentun.

    Es sollte schon eine Art Seelenverbindung sein, so wie bei dir und deiner Partnerin, liebe Sverja.

    Und dann wird alles leichter, nicht gut aber erträglich, mehr wünsche ich mir ja gar nicht.


    Mein nächster englischer Workshop im Mai 2023 ist schon geplant ...


    evi ,

    es ist schön, dass du die Möglichkeit hast eine Veränderung herbeizuführen, die dich in die Nähe deiner Familie bringt.

    Es wird sicherlich sehr schmerzhaft werden, aber auf lange Sicht wird es dir gut tun, da bin ich mir sicher.


    Renate ,

    ja genauso ist es.

    Was ich mitgenommen habe ist die bittere Wahrheit, dass es theoretisch möglich wäre mich gut zu fühlen, falls ich eine Aufgabe hätte die mich erfüllt.

    Eine Auszeit und mag sie noch so schön sein reicht dafür nicht.

    Ich bin dankbar dafür, dass Ablenkung seit einiger Zeit wieder möglich ist und ich schöne Momente durchaus wertschätzen kann.

    Ich bin allerdings auch so unbescheiden zu sagen, dass mir das nicht genügt, wenn ich schon hier bleiben muss, möchte ich mich wenigstens wieder annähernd normal fühlen und das nicht nur in diesen seltenen besonderen Momenten.

    Und nicht nur eine Ablenkung nach der anderen aneinanderreihen, damit ich mein Leben überhaupt aushalte.

    Da es im Moment keine anderen Optionen gibt, mache ich es trotzdem so, denn es ist immerhin besser als gar nichts.


    Anita ,

    wie schon gesagt, habe ich bereits über eine WG nachgedacht, aber es funktioniert leider nicht so, dass man einfach nur ein paar einsame Menschen zusammenbringt und dann wird das schon.

    Dein Beitrag ist sehr berührend und es ist schön, dass die alte Dame in ihrer letzten Lebensphase nicht vollkommen alleine vor sich hinvegetieren muss. Allerdings ist so eine Beziehung etwas Einzigartiges und deswegen auch im Fernsehen gelandet.

    Und wie lange war sie alleine und auf sich gestellt?

    Ihr Mann ist vor 30 Jahren gestorben und diese besondere WG besteht erst seit kurzem.

    Für mich ein Beweis, dass man nicht einfach an Einsamkeit stirbt, dass diese aber sehr, sehr lange dauern kann ...

    Ihr Lieben,

    ich bin wieder zurück aus meiner Auszeit und es war wunderschön in England.

    ich habe mich dort gefühlt, als wäre ich nach einer langen Reise wieder nach Hause gekommen, ein ganz seltsam vertrautes Gefühl.

    Der Workshop war sehr gut, ich bin mit meinem Englisch gut durchgekommen, es waren 42 sehr nette Teilnehmer und ich habe mich in der positiven Energie mit den anderen zusammen seh wohl gefühlt.

    Auch die Reise hat gut funktioniert und es war schön, dass ich eine erfahrene Begleiterin dabei hatte.


    Und jetzt komme ich zu dem Punkt, der mich im Moment sehr beschäftigt.

    Alles war wunderbar, hat toll funktioniert, ich konnte schöne Eindrücke gewinnen und ich hatte gefofft, dass mich diese Reise nun auch in meinem Alltagsleben beflügelt.

    Dass das nicht so ist, sondern sogar eher das Gegenteil eingetreten ist, verunsichert mich sehr.

    Am Sonntag war Reisetag: Um 5h früh aufstehen mit dem Taxi zum Flughafen, Flug mit einmal umsteigen, dann Bahnfahrt und am Abend noch Fahrt mit dem Auto nach Hause.

    Es war anstrengend, aber gut schaffbar und als ich daheim aufgesperrt habe, sogar schon als ich mit dem Auto heimgefahren bin, befand ich mich in so einer Wolke der Unwirklichkeit. Das Gefühl, dass ich nun heimkomme und niemand ist da, der sich darauf freut und der mich willkommen heißt nach der langen Reise, wie es gewesen wäre, wenn wenigstens mein Cousin noch am Leben wäre, oder wie es sonst in meinem alten Leben üblich war, dass WIR nach einer langen Reise heimgekommen sind und WIR gemeinsam aufgesperrt, die Koffer in die Ecke gestellt und uns GEMEINSAM mit etwas zu Trinken hingesetzt und die Reise Revue passieren haben lassen, dieses Gefühl hat mich wie ein in Watte gepackter Zombie reagieren lassen.

    Das dicke Ende kam am Montag nach dem Aufstehen.

    Die Englandreise ist Vergangenheit und es ist mir nicht möglich diese positiven Gefühle mit ins Leben zu nehmen, wie das sonst bei unseren Urlaubsreisen der Fall war.

    Es ist wie abgehackt - dort gings mir gut und jetzt lebe ich wieder in der Hölle.

    Und ich bin seither damit beschäftigt nicht in dieser enormen Trauerwelle unterzugehen, die mich zu verschlingen droht.

    Ich sitze da, handlungsunfähig und blockiert mit allem und sehne mich nach etwas, das ich nicht haben kann.

    Nach einem Menschen, der mich einfach nur lieb hat und bei mir ist, so wie das mein Leben lang normal für mich war.


    Ich weiß schon, dass das Ansichtsache ist und es an mir liegt es anders zu betrachten.

    Ich habe schon mit Bekannten telefoniert, sogar meine Nachbarin besucht und war gestern sogar auf einem Meditationsabend und mehr ist halt momentan nicht drin.

    Ich weiß das alles ...

    Und dennoch ...

    Ich fühle mich so verdammt einsam!!!

    Und das hält mich davon ab nützliche Dinge zu tun, wie meine Wäsche zu waschen, die Wohnung zu putzen, etwas für mich zu kochen, rauszugehen und den Frühling zu genießen.

    Am Friedhof war ich gestern, habe das Grab gesäubert, die Blumen neu arrangiert und Kerzen angezündet.

    Aber der Schmerz liegt schwer auf meinem Herzen, so schwer, dass ich Mühe habe zu atmen. Ich weiß, dass das auch wieder vergehen wird. ich habe mir viele Dinge vorgenommen, mit denen ich meine Tage füllen kann und die Tage an denen ich nur mit mir selber bin muss ich einfach lernen auszuhalten.

    Das ist mein Leben.

    Ist das mein Leben?

    Ich habe die ganzen letzten mühsamen Jahre daran geglaubt, dass es irgenwann wieder ein schönes Leben für mich geben kann, ein Leben das sich zu leben lohnt, trotz der Trauer, die für immer in meinem Herzen sein wird

    Ein Leben, das ich genießen kann, bis ich sterben darf und meinen Hannes und meine Eltern und all die lieben Menschen die ich verloren habe wiedersehen darf.

    Aber so wie es aussieht wird das niemals der Fall sein.

    Ich kann machen und tun was ich will, ich kann mir Ablenkung suchen in welcher Form auch immer, Ablenkung die mich für kurze Zeit beschäftigt und mir sogar Freude bereitet, am Ende des Tages bin ich wieder alleine und einsam, sehne mich nach meinem alten Leben und alle meine Bemühungen enden in einer Sackgasse.

    Danke für die lieben Kommentare!

    Wir waren wirklich glücklich miteinander, mehr noch, wir sind im Laufe der Jahre zu einer Einheit verschmolzen.

    Der Preis den ich dafür zahlen muss ist leider sehr hoch, aber ich würde nichts in meinem Leben anders machen.

    Ich kämpfe weiter, für ihn und für mich und gebe die Hoffnung nicht auf, dass auch ich wieder einmal Freude empfinden und mein Restleben genießen kann.

    Leider kann ich es weder beschleunigen noch bewusst herstellen und kann nur hoffen, dass sich der innerliche Knoten löst, wenn ich einfach weitermache und nicht aufgebe.

    Und irgendwann darf auch ich sterben, denn das ist das Gerechte in dieser Welt, dass jeder Mensch irgendwann stirbt.


    Ich fliege morgen für 8 Tage nach England zu einem medialen Workshop. Ich bin nicht alleine, es sind vier andere Bekannte von mir auch dabei und mit einer fliege ich gemeinsam, denn ganz alleine zu fliegen wäre mir schon sehr schwer gefallen.

    Es ist eine große Herausforderung für mich, denn nie zuvor bin ich ohne meinen Mann so weit verreist.

    Ich nehme die Herausforderung an, schiebe meine Ängste beiseite und versuche mein panisches Kopfkino zum Schweigen zu bringen.

    Ich bin sehr aufgeregt, die Freude hat leider keinen Platz zum Mitfliegen mehr gefunden, aber das macht nichts, es ist gut so wie es ist.

    Alles Liebe Gabi

    Alles Gute zu deinem vierten Geburtstag im Himmel, Hannes mein Liebling!
    Du warst so voller Energie, dass du damit alle Menschen in deiner Umgebung angesteckt hast.
    Du warst so lebendig und voller Pläne, du warst dein ganzes Leben lang jung und voller Liebe und das bist du auch jetzt noch, denn das Leben endet nie. Die Erde ist ein Ort der Vergänglichkeit und der Wandlung und wenn wir unsere Aufgaben hier erfüllt haben, dann dürfen wir heimkehren in unsere eigentliche ewige Heimat.
    Hannes, ich weiß du bist frei und glücklich, du erlebst nun die Freiheit, wie sie auf Erden mit all den physischen und geistigen Beschränkungen niemals möglich ist.
    Und dennoch hast du die Freiheit auf Erden gelebt und geliebt wie kaum ein anderer, ich war immer stolz auf dich und das wird sich niemals ändern, du bist meine große, meine einzige Liebe und ich freue mich auf unser Wiedersehen, das wird ein Fest im Himmel!
    Bis es soweit ist, lebt die Erinnerung in mir und in den vielen Menschen, deren Herz du berührt hast.
    Heute feiern wir dein Leben!
    In Liebe deine Gabi <3


    Ihr Lieben,

    ich bedaure nicht keine Kinder zu haben, es war kein Teil unseres Lebens und das ist in Ordnung so.

    Mir war immer klar, dass ich am Ende unseres gemeinsamen Weges wohl alleine übrigbleiben werde.

    Ich hatte Angst davor, denn dass mein Wunsch gemeinsam sterben zu dürfen wohl nicht in Erfüllung gehen würde, war mir auch bewusst.


    Was ich nicht wusste war der Umstand, dass der Tod meines Mannes auf so grausame Art und Weise mein komplettes bisheriges Leben beenden würde, auf eine Art und Weise, die ich nach fast vier Jahren immer noch nicht ganz verstehe.

    Und nur die Tatsache, das ich in diesem Forum hier und in diversen Facebook Gruppen von anderen Menschen lese, die GENAU dieselben Erfahrungen machen wie ich, beweist mir, dass meine Reaktion normal und gar nicht einmal so selten ist.

    Ich hätte se nicht für möglich gehalten, da bin ich ganz ehrlich.


    Gut, der Tod kam auch so plötzlich und in Anbetracht der Tatsache, dass mein Mann so fit war und mitten im Leben stand, viel zu früh und hat meine Zukunftspläne und Vorsichtsmaßnahmen die ich treffen wollte (in Anbetracht der Tatsache, dass er viel älter war als ich), völlig verhindert.

    Wäre ich Mitte Siebzig (das Alter bei dem ich damit gerechnet hätte ihn nicht mehr um mich zu haben) wäre vielleicht manches anders, denn ich hätte nicht mehr so viele Jahre Leben vor mir gehabt und wir hätten unser gemeinsames Leben fertig leben können.

    Aber vielleicht täusche ich mich auch damit.


    Tatsache ist, dass sich dieser Zwischenzustand, in dem ich mich immer noch befinde für mich nicht wie LEBEN anfühlt.

    Tatsache ist aber auch, dass ich im letzten Jahr, nach Ulis Tod vereinzelte Momente erlebt habe, die sich wie "richtiges Leben" anfühlten.

    Immer im Zusammenhang mit der Gesellschaft anderer Menschen.

    Ich weiß also erstens, dass ich prinzipiell immer noch in der Lage bin mich "normal" zu fühlen und zweitens, dass es dazu bestimmte Voraussetzungen braucht.

    Die Sache ist nur die, dass ich nicht in der Lage bin, diese Voraussetzungen aus mir heraus aktiv zu erschaffen.

    Der Verstand (von dem ich reichlich habe) ist es also nicht, der meine Lage ändern kann.

    Es ist eine Veränderung, die auf geheimnisvolle Weise in meinem Inneren stattfinden muss und mein Verstand und mein Ego haben da nur ganz wenig mitzureden.

    Das ist es was mich oft nervös macht, ja verzweifeln lässt.

    Denn es ist etwas was sich meiner Kontrolle entzieht.

    und das macht mir Angst.


    Und eines ist für mich völlig klar.

    So wie es im Moment ist ist es für mich unerträglich ...

    immer noch!

    All meine Versuche mich auf dieses Alleine sein einzustellen, mit meiner Trauer alleine zurechtzukommen und das Leben einfach so zu akzeptieren wie es eben ist, sind gnadenlos gescheitert. Egal ob ich mir den Kopf an meinen eigenen inneren MAauern eingerannt habe, oder ob ich aufgegeben und stillgehalten habe es tut einfach nur weh. und Ablenkungen helfen nur kurzfristig.

    Trotzdem gebe ich nicht auf und bin momentan dabei herauszufinden, welche Mischung an Aktivitäten, Ablenkungen und Ruhepausen am Besten für mcih funktioniert, damit es nicht so maßlos weh tut.

    Nicht weil ich es möchte, sondern weil mir nichts anderes übrigbleibt.