Posts by Tigerlily

    Liebe Melanie,


    mein tiefes Mitgefühl zu deinem schrecklichen Verlust!

    Er war doch noch so jung!

    Das mit der Verlustangst hatte ich auch, besonders, nachdem 2017 mein Vater gestorben war.

    Aber die Realität ist noch viel schlimmer, als die Angst es je hätte sein können.


    Alles Liebe und viel Kraft Gabi

    Ihr Lieben,


    zwei Wochen sind verstrichen, 14 Tage mit vielen Auf und Abs aber ohne wesentiche, neue Aspekte, deswegen habe ich auch nichts Neues in meinen Thread geschrieben, sondern nur hie und da in anderen Threads eine Antwort geschrieben.

    Sverjas Thread hat mich zu einer ausführlichen Antwort angeregt und Schatzales Antwort wollte ich aus Rücksicht auf Sverja nicht an Ort und Stelle beantworten, deshalb die Antwort an Petra hier in meinem Thread:


    Liebe Petra,

    es ist tatsächlich so, dass mich diese verordnete Ruhe sehr zum Nachdenken gebracht hat über das was ich in meinem Leben noch so machen will.

    Es ist so wie Bine geschrieben hat:

    Quote

    von Mausebär


    inzwischen frage ich mich, wie denn all die guten ratschläge aus trauerratgebern umgesetzt werden sollen? " fangen sie an wieder am leben teilzunehmen.... gehen sie in die aussenwelt... usw. usw."


    im moment haben wir, die trauernden, garkeine möglichkeit einen schritt in dieses neue, unbekannte leben namens "alleine leben" zu tun....

    Mir ist aufgefallen, dass ich eigentlich gar nichts machen möchte, dass ich mir nur selber Druck gemacht habe, möglichst schnell mit meiner Trauer fertig zu werden, um wieder ein wertvolles Mitglied in der Gesellschaft zu werden, so wie ich es von klein auf gelernt und praktiziert hatte.


    Zwei Jahre später inmitten einer fragwürdigen Krise stelle ich fest, dass all die Maßnahmen, die ich gesetzt hatte, nicht gefruchtet haben.

    Ich will nicht sagen, dass sie unnütz waren, ich habe sehr viel daraus gelernt, sie haben mir nur das nicht gebracht, was ich mir von ihnen erwartet hätte, nämlich Zufriedenheit und Lebensfreude.

    Vor allem, weil dieses krampfhafte Nach vorne schauen müssen, das Loslassen, das Suchen nach Alternativen, um die Löcher zu stopfen, die der Tod meines Mannes in mein Leben gerissen hat, einen derartigen Widerstand in mir erzeugt haben, dass sie meinen Versuch meine Trauer zu überwinden geradezu konterkariert haben.


    Aus diesem Grunde habe ich losgelassen.

    Und zwar das Nach vorne schauen, mein Bemühen, meine Schuldgefühle.


    Alles andere habe ich behalten.


    Und jetzt ist es mir egal, wie wann, wohin und ob es überhaupt weitergeht.

    Mir ist nicht egal, was meine geliebte verstorbene Familie von dem halten würde, was ich tue, deshalb versuche ich so zu leben, dass sie zufrieden mit mir wären.

    Aber alles andere ist mir herzlich egal und ich kann euch sagen, das ist eine Erleichterung.

    Ich mach ab jetzt alles, was ich machen möchte nur mehr für mich, falls es für andere auch nützlich ist, soll es mir recht sein, aber ich ziele nicht darauf ab.

    Ein Beispiel: Jetzt wo man wieder reisen und sich mit anderen treffen darf, habe ich letzte Woche ein Krafttierseminar besucht und heute einen Tag "Spirituelle Heilerausbildung".

    Ich mache das, weil mir diese Energie der geistigen Welt, die sich in einer gleichgesinnten Gruppe aufbaut sehr gut tut ohne Anspruch daraus etwas zu lernen, was ich anderen früher oder später mal zugute kommen lassen kann (was bisher immer mein Anspruch gewesen ist, denn so etwas nur so aus Spaß zu machen hätte ich mir nicht zugestanden).


    MIr kommt mein Text jetzt selber etwas kompliziert vor und ich hoffe ich konnte rüberbringen, warum ich aufgehört habe stark sein zu wollen und nach Vorne zu sehen.

    Ich weiß nicht, ob man es abbiegen nennen kann, mir kommt es eher wie abbremsen vor.




    Liebe Bine,

    es tut mir wirklich leid, dass du mit deinem großen Garten solche Probleme hast.

    Leider ist die Pflege eines großen Grundstücks viel Arbeit und einen Gärtner anstellen kostet viel Geld und ist dazu, wie man an deinem Beispiel sieht auch noch schwierig zu bewerkstelligen.

    Ich kann gut verstehen, wie traurig dich das macht, ein wuchernder Garten ist tatsächlich ein Problem, auch wenn manche das nicht so sehen.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du jemanden findest, der die notwendigen Arbeiten zuverlässig macht und der aber auch nicht nur eine Eintagsfliege ist.

    Nachdem dein Gründstück so groß ist, gäbe es da vielleicht auch die Möglichkeit einen Großteil davon zu verpachten und nur einen kleinen Blumengarten zu behalten? Nur mal so als Idee, weil mir ehrlich gesagt sonst auch nichts einfällt.

    Ich bin froh, dass deine Mutter zu Besuch bei dir ist und dir ein wenig zur Seite stehen kann.

    Liebe Sverja,


    auf der Erde passieren Umwälzungen, von denen wir bisher noch kaum etwas wahrgenommen haben, die aber immer schneller voranschreiten und meiner Meinung nach das Leben an sich völlig unberechenbar machen.


    COVID 19 ist nur ein erster Vorgeschmack davon.

    Ein irrational in die Höhe gepushtes Grippevirus, welches unser Sozialleben und die komplette Gesellschaft zu destabilisieren droht, wobei die eigentliche Gefahr nicht die relativ harmlose Infektion darstellt, sondern das was daraus in politischer Hinsicht gemacht wird.


    Ich bin froh und dankbar, dass meine Familie das nicht mehr erleben muss und ich bin so egoistisch geworden, dass ich mich jetzt nur mehr darum kümmere, irgendwie meine restliche Lebenszeit zu überstehen und mir um die Befindlichkeiten anderer Menschen keine allzu großen Gedanken mehr mache,

    Meiner Meinung nach sind diese ganzen sogenannten "Schutzmaßnahmen" völlig hirnrissig, um nicht zu sagen gesundheitsschädlich und der reine Spaltpilz zwischen den Vertretern gegensätzlicher Meinungen.

    Ich mache, was gesetzlich vorgeschrieben ist, aber ich mache mir keine Sorgen.

    Ich habe nichts mehr zu verlieren, muss nirgends mehr unbedingt hinfahren und kann von daheim aus das Theater mit einem leichten Kopfschütteln verfolgen.


    Was dieser Virenhype mit mir gemacht hat?


    Ich hatte Zeit zur Besinnung zu kommen und mir selber einzugestehen, dass ich nichts mehr machen MUSS, als auf einmal alles abgesagt wurde wofür ich mich angemeldet habe, um irgendwie einen neuen Sinn in meinem von Trauer zerfressenen Leben zu finden.


    Es hieß doch immer, man kann die Trauer verarbeiten und in eine neues, anderes, aber dennoch schönes Leben hineinfinden.

    Oh wie verzweifelt habe ich mich bemüht dieses neue Leben zu finden!

    Jetzt mache ich gar nichts mehr und stelle für mich fest, dass es kein neues Leben mehr geben wird, sondern nur eine Aneinanderreihung an Tagen, die zu Wochen, Monaten, möglicherweise Jahren werden, bis ich irgendwann einmal von diesem mir aufgezwungenen Leben erlöst werde.

    Es gibt kein "neues" Leben mehr, das ist mir durch die zwangsweise EInschränkung meiner Bemühungen auf Grund von Corona klargeworden.

    Soll ich dankbar für diese Einsichten sein? Ich weiß es nicht.

    Ich weiß nur, wie maßlos es mich erschreckt hat, wie schnell die Bevölkerung sich jeder noch so unlogischen Maßnahme auf Grund des Drohwortes CORONA unterworfen hat, wie bereitwillig sich Menschen in sozialen Medien dem Denunziantentum hingegeben haben und kritisch Hinterfragende pauschal als Verschwörungstheoretiker verunglimpft wurden!


    Ich fühle mich in dieser schönen neuen Welt nicht mehr Zuhause.

    Ich hatte damit schon Schwierigkeiten seit Hannes Tod, seit aus diesem unbesiegbaren WIR ein jämmerliches kleines ICH geworden ist.

    Seit Corona bin ich aus diesem Irrenhaus mental komplett ausgestiegen.

    Das ist nicht mehr meine Welt und das ist nicht mehr mein Leben.

    vielen Dank euch allen für euren Zuspruch und Trost.

    Diese Nähe, Vertrautheit, Wärme und bedingungslose Liebe die fehlen so sehr und im Beisein anderer Paare wird einem das immer wieder schmerzhaft unter die Nase gehalten,dass man das für immer verloren hat.

    Mir graut vor so vielen Jahren ohne meinen Schatz und ich wäre so gerne bald bei ihm - er fehlt mir so - jeder Tag ist ein Warten - ja , worauf?

    Genauso geht es mir auch, noch immer!

    Aber ich bin schön langsam dabei mir diesen einzigen Wunsch, den ich noch habe, abzugewöhnen, ich rede mir halt immer wieder ein, es wird schon seine Gründe haben, dass ich noch weiterleben muss.


    Und das was Luse schreibt, nochmal einen Herzenspartner finden, möglichst einen, der auch seine andere Hälfte sucht, das ist mein insgeheimer zweiter Wunsch, für den Fall dass ich unbedingt noch länger hierbleiben muss.

    Nur leider sehe ich diesen Wunsch in meinem Alter als vollkommen utopisch an und bemühe mich, ihn so gut es geht zu verdrängen, um nicht noch unglücklicher zu werden, als ich sowieso schon bin.

    Liebe Luise,


    ich schicke mal ein gut gefülltes Kraftpaket zu dir in deine ekelhaft sonnigen Sonntagnachmittag!

    Mir kam auch schon mal der Gedanke, wie kann die Sonne scheinen, wenn in mir doch alles grau und trüb ist.

    Ich kann verstehen, dass du nicht gerne anrufen magst, obwohl sprechen so wichtig für dich wäre.

    Liest du gerne? Dann könntest du dir ja selber vorlesen, oder ein Kapitel eines schönen Buchs lesen und dann laut in eigenen Worten wiederholen, vielleicht sogar als Sprachnachricht aufzeichnen und danach auf Fehler kontrollieren?

    Ich habe das früher mal zum Englisch lernen so gemacht, weil ich damals auch niemanden zum Üben für mich gab (allerdings auch noch kein Handy, war vor dem Computerzeitalter).

    Hauptsache du sprichst kontrolliert und aufmerksam.

    Gedichte funktionieren auch gut, wenn man Gedichte mag.

    Ich wünsche dir alles Gute und dass dieser ganz schlimme Moment bald wieder vorbei ist.

    Liebe Grüße Gabi

    Liebe Bine,


    ja diese Unerträglichkeit, wie gut kenne ich sie!

    Ich bin an Monaten in der Zeitrechnung weiter wie du, aber deine Beschreibung trifft für mich auch noch zu.

    Es wird tatsächlich leichter, obwohl diese Unerträglichkeit in jedem Moment des Lebens vorhanden ist.

    Nur halt nicht immer so unerträglich im Vordergrund, sondern auch mal etwas erträglicher im Hintergrund.

    Ich möchte dich mal ganz fest knuddeln und nur in der Gegenwart leben.

    Die Zukunft kommt eh von selber, am besten nicht zuviel an sie denken.

    Liebe Flora,


    schön dass dir der Urlaub gefallen hat und dass du wieder gesund und wohlbehalten heimgekehrt bist.

    Eine Internetpause ist manchmal wichtig und erholsam und du wirst sicherlich sehr bald wieder auf dem neuesten Stand sein.

    Liebe Grüße Gabi

    Liebe Luse,


    ich würde gern die ??? durch !!! ersetzten, die meinem persönlichen Empfinden eher entsprechen.

    Leider schützt mich all die innere Gewissheit um unser Weiterleben nach dem Tod, um die Liebe, die mich nach wie vor umgibt und auch die Vorfreude auf unser Wiedersehen nicht vor der zeitweiligen inneren Leere, der Sehnsucht und dem Vermissen all der physischen Liebesbeweise im Hier und Jetzt.


    Das Leben geht weiter, wie könnte ich das nicht begreifen, wo ich es tagtäglich erlebe seit zwei Jahren.

    Ich habe mittlerweile die Stärke und Zuversicht, dass ich alles schaffe, was mir das Leben noch so bringt, aber der schöne Teil des Lebens, die Freude, die Begeisterung, dieses Kribbeln im Bauch, wenn man an den Liebsten denkt (ja, sogar nach 32 Jahren Ehe gab es das noch für mich!), die scheinen unwiederbringlich verloren und das macht das Weiterleben so schwer,

    Wegen einem Unruhestifter sollten wir nicht aufhören uns zu stützen.


    ICH WILL EUCH NICHT VERLIEREN!


    LG Luise

    Recht hast du!

    ich bleibe auf jeden Fall!

    Wenn es mir schlecht geht bekomme ich Trost, wenn es mir gut geht kann ich Trost spenden.

    Und falls ich jemals soweit kommen werde, mein Leben wieder neu zu gestalten und die Trauer nicht mehr mein komplettes Alltagsleben bestimmt, bleibe ich erst recht, um den Neulingen den Mut machen zu können den sie so dringend brauchen.


    Und dass du jetzt wieder öfter da bist freut mich auch sehr, auch wenn ich traurig bin, wenn es dir nicht gut geht.

    Du und Amy ihr gehört einfach hierher, da fehlt echt etwas, wenn ihr nicht da seid.

    Alles Liebe Gabi

    Liebe Sommermond,


    bitte verlass uns nicht.

    Mach von mir aus eine Pause, bis sich alles wieder beruhigt hat, das wird sicher nicht lange dauern.

    Es wäre echt schade, dich hier zu verlieren.

    Ganz liebe Grüße


    Gabi

    Das mit dem "Leben neu erfinden" sind so gewaltige Worte, die auch mich in meiner Trauer umwerfen, wenn ich mich darauf einlasse.


    Ich habe solche und ähnliche Bemerkungen schon sehr oft von außerhalb gehört und auch dann und wann versucht mich selber dazu zu ermahnen, ein neues Leben anzufangen nach 32 Jahren Gemeinsamkeit mit meinem Mann.


    In mir entsteht dann immer so ein Druck und ein Gefühl einer Pflicht folgen zu müssen, einer Pflicht die ich nicht erfüllen kann.

    Um wie viel schwerer muss es sich für dich anfühlen, wo deine Beziehung zu deinem Sohn ja um vieles inniger und wie du selber schriebst symbiotisch war.


    Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich derlei Gedanken und Forderungen an mich selbst beiseite lege und einfach nur versuche die Tage in meinem Leben möglichst frei fließend geschehen zu lassen.

    Wenn mir das gelingt (es wird mit der Zeit immer besser, aber es ist immer noch schwierig), komme ich einigermaßen gut zurecht.

    Sowie ich versuche mir meine Zukunft ohne meinen Mann vorzustellen wirds schwierig, immer noch schwierig auch nach 2 Jahren noch.

    Nachdem du eine direkte Frage an mich gerichtet hast, antworte ich DIR darauf in UWEs Thread, obwohl ich derartiges im Prinzip immer vermeide.


    Ich habe keine Ahnung welchen Einblick du oder irgendein anderen Mensch in Uwes Möglichkeiten hat und das liegt auch nicht im Mittelpunkt meines Interesses, weil es in meinem Text nicht darum geht, ob und wie genau ich Uwe persönlich kenne, sondern einzig und allein um das, was Uwe hier im Forum, in seinem Thread und in den Antworten an andere Forenmitglieder geschrieben hat und was ich wertschätzend als bereichernd angesprochen habe.


    Und darum, dass kein Mensch die Verantwortung für die geistige Gesundheit eines anderen Menschen, vor allem nicht der einer Forenbekanntschaft übernehmen kann und wenn er es dennoch versucht, wie Uwe es beschrieben hat, dann folgerichtig das dabei rauskommt:


    Zitat Uwe: "Ich bin ausgelaugt und muss leider gestehen, dass ich das erste Mal in meinem Leben einen Menschen fallen lassen muss"


    Das sind die Möglichkeiten, die ich meinte und deren Vorhandensein Uwe offensichtlich überschätzt hat.


    Es ist schade, dass ich meinen obigen Text in umfangreichen Worten nochmals erklären muss, weil er offenbar zu unkonkret geschrieben war, um allgemein verständlich bei allen anzukommen.

    Ich bitte um Verständnis, dass dies meine einzige Bemühung zur Verständniserklärung meines Textes bleiben wird, weil derlei Versuche, Texte auseinanderzupflücken und in Einzelheiten zerlegt zu erklären letztendlich oft in fruchtlosen Diskussionen enden, die ich aus Respekt vor dem Threadeigentümer und allen anderen Mitgliedern des Forums zu vermeiden suche.

    Das hast du so schön ausgedrückt!

    Ich irre immer noch ganz unten am Boden des Trauerlochs herum.

    Die Leiter lehnt schon an der anderen Seite und ich habe auch schon des öfteren ein paar Meter erklommen, bevor mich der Schwindel wieder gepackt hat und ich erneut hinuntergesprungen bin ins tiefe Trauerloch.

    Liebe Wagi,


    ein sehr treffendes Bild, das du von dir beschreibst.

    Woran ich anknüpfen will, ist diese Unabänderlichkeit, die in deiner Aussage zu spüren ist.

    Ja, dir sind zu enge schwarze Schuhe an die Füße gewachsen, die sonst niemand sehen kann.

    Aber du siehst sie und kannst mit ihnen reden, denn es sind deine Füße und deine Schuhe, sie gehören zu dir.

    Verstehst du, was ich meine?

    Richte dich nicht nach den anderen, sondern freunde dich mit dem an, was deines ist.

    Das Deine ist auch das Meine - es ist die Trauer, die uns niederdrückt, die uns aber auch ihre Freundschaft anbietet, um an ihr zu wachsen und mit ihr zu leben und uns eine Tiefe zu schenken, die diesen ganzen Sandalenträgern und Barfußläufern solange fremd bleibt, bis sie Erfahrungen machen die den unseren ähneln.

    Liebe Wagi, ich weiß dass es sehr schwer ist, ich möchte dich sanft umarmen und dir ins Ohr flüstern: Gib nicht auf, es ist dein Weg und es sind deine Erfahrungen und unsere unsichtbaren Helfer sind immer bei uns.

    Liebe Bettyna,


    deine Situation ist so schwierig, dass sie aus der Ferne und in Unkenntnis der näheren Details schwer zu beurteilen ist.

    Was mir spontan in den Kopf kam:

    Du musst irgendwie versuchen Struktur in die ganze Angelegenheit zu bringen.

    Hast du Ansprechpartner in deiner Nähe?

    Verwandte, Freunde, Bekannte, psychologische Betreuung, kirchliche oder behördliche Ansprechpartner mit denen du reden kannst, um dir Optionen für den weiteren Umgang zu überlegen.

    Das Problem scheint mir ja zu sein, dass es eben nicht eine einmalige Angelegenheit ist, wo man mal die Zähne zusammenbeisst und nachher nie wieder damit konfontiert wird, sondern dass du gefordert bist, für deine Mutter eine mit deinen Möglichkeiten zusammenpassende, dauerhafte Betreuungs und Besuchslösung zu finden.

    Das Schwierige dabei ist, dass es sich um deine Mutter handelt und es nahezu unmöglich ist sich von einer Mutter zu distanzieren, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

    Es kommt jetzt darauf an so ruhig wie möglich zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass es eine Lösung gibt.

    Wenn du der Typ dafür bist, mach dir eine Liste und schreib alles auf, was dich bedrückt und dir zu dem Thema einfällt

    Du hast jetzt noch eine Woche, in der dir vielleicht noch etwas einfällt, deshalb oben auch meine Anregung dich mit anderen Menschen zu beraten.


    Ich wünsche dir viel Kraft für diese schwierige Situation und alles Gute Gabi

    Ach Uwe,

    du überschätzt dich, wenn du die Verantwortung für die Teilnehmer dieses Forums zu übernehmen suchst.

    Bleib bei dir und deinen Möglichkeiten, die dieses Forum nun schon so lange bereichert haben und hoffentlich noch bereichern werden.

    Matthias Posting in deinem Thread hat dir doch klar gezeigt in welchem seelischen Zustand er momentan ist.

    Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten und ohne ihn persönlich genau zu kennen unser Bestes getan, ihn zu unterstützen und am Ende auch versucht ihn wachzurütteln.

    Das ist leider nur möglich bei einem Menschen der noch zu einem gewissen Maß an Selbstreflektion fähig ist.

    Nun können wir nur noch hoffen und beten, dass er in fähige Hände kommt und die Therapie bekommt, die es ihm ermöglicht wieder zu sich selbst zu finden.

    Wenn für dich der Zeitpunkt gekommen ist, dieses Forum zu verlassen ist das in Ordnung, wenn du dich dann besser fühlst und ohne ständige Gedanken an die Trauer anderer deine Möglichkeiten besser nützen kannst.

    Falls es nur eine Reaktion auf dein Gefühl des Versagens und ein gewisser Zorn auf die Grenzen eines virtuellen Austauschs ist, schlage ich vor du überdenkst deinen momentanen Standpunkt gründlich, bevor du endgültige Schritte setzt, die du hinterher womöglich bereust.


    Wie dem auch sei, du hast sehr viel liebevollen Zuspruch bekommen und ohne dich würde sehr vielen Mitgliedern hier im Forum eine entscheidende Stimme fehlen, deine Aufmunterung, deine traurigen Geschichten, deine lustigen und liebevollen Anekdoten, deine Videos und Zitate und Gedichte.

    Du hast etwas bewegt und du kannst mit Stolz behaupten, für viele Trauernde eine Stütze zu sein.

    Mehr geht nicht.

    Und du hast meinen Respekt, egal wofür du dich entscheidest.

    Ich hoffe aber, du entscheidest dich dafür zu bleiben, um mir auch in Zukunft öfter Mal die Leviten lesen zu können, wer sollte es denn auch sonst tun?


    Alles Liebe Gabi