Posts by Luise

    Liebe Blaumeise,


    dass sind ja viele Komplimente! Fühle mich wohl dabei, aber auch zu sehr gelobt.


    Am schönsten war, dass du dich wieder aus dem Khaus melden konntest.


    DU BIST EINE STARKE KÄMPFERIN.


    Ich bin zwar behindert und mit Krankheiten belastet, aber du mehr mit den Lebensbedrohenden.


    Ich bin oft in Gedanken bei dir und bin froh, dass ich dir beistehen kann... durch meine Schreiberei einen Teil dazu beitrage dir etwas digital zu helfen.


    Eine ganz, ganz dicke Umarmung.


    <3lich deine Luise

    Lieber Matthias,


    gut, dass du etwas entspannen konntest.


    Wann kommt denn dein Vater ins Heim? Hattest du nicht geschrieben ab Juni?

    Kannst du dann in dem Haus wohnen bleiben? Und wie sieht es mit deinen Anträgen aus wegen deiner finanziellen Situation.


    Wenn diese Belastung wegfällt wird es dir besser gehen und Dorit kann dir vielleicht mehr Zeichen geben....das wäre doch schön.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    der Tag gestern war anstrengend, weil ich kaum Besuch bekomme.... bin es nicht mehr gewöhnt. Sind um 8:30 Uhr gekommen... habe Frühstück hergerichtet... war vorher mit Amy Gassi... danach wegen Schmerzen noch etwas hingelegt. Es ist für mich eben nicht so leicht.


    Hat alles gut funktioniert... war dann aber froh, als sie gegen 14 Uhr wieder gefahren sind.


    Allerdings später fiel ich in tiefe Trauer und war sehr depressiv. Es war wohl die Ruhe danach und das Gefühl der Einsamkeit... dauerte bis spät an... weinen und hadern.


    Heute habe ich mich bis jetzt beschäftigt mit Hausarbeit und Wäsche. Nun kann ich aber körperlich nicht mehr... hoffe aber, dass ich den Tag besser "rumkriege"... ohne zu weinen und mich zu bedauern.


    LG Luise

    Liebe Ange,

    liebe Flora,


    ich liege hier mit Schmerzen und weine.


    Werde aber auf euren Rat hören und es so machen. Ich danke euch.


    Genau... was soll schon geschehen?

    Kann mich hinterher hinlegen und erholen.


    Brauchte wohl eure Worte um klar zu sehen und mich zu beruhigen.


    LG Luise

    Meine Lieben,


    heute brauche ich dringend Ratschläge von euch. Bin total unentschlossen... ja hilflos in meiner Gedankenwelt.


    Durch mein ständiges Alleinsein bin ich wohl sowas wie menschenscheu geworden. Bekomme selten Besuch und komme auch kaum aus dem Haus. Darunter leide ich sehr und sehne mich nach Mitmenschen, die an meinem Leben teilnehmen.

    Nun mein "Problem" : Mein Neffe mit Familie will morgen zum Frühstück zu mir kommen... sie wohnen weiter weg. Auf einer Art freue ich mich aber schon alleine der Gedanke an die Unruhe und auf meine Gastgeber"pflichten" versetzen mich in Panik. Ich bin stark durcheinander und will es eigentlich nicht.

    Es sind meine einzigen noch lebenden Verwandten und ich bin auf ihre Bereitschaft und eventuellen Hilfe bei Krankheit und Tod angewiesen ( Durchsetzung meiner Patientenverfügung... Vorsorgevollmacht... Nachlass usw.).

    Es ist alles besprochen und schriftlich festgelegt. Das gibt mir auch Sicherheit.


    Und trotzdem fühle ich mich heute nicht in der Lage sie morgen zu empfangen... es belastet mich stark... ich will alleine sein und mich nicht zusammenreißen und mich unterhalten und mit dem Kind spielen. Dazu wirbelt mein Hund dazwischen und ich muss aufpassen.


    Ich weiss, ich bin undankbar und ihr könnt mich bestimmt nicht verstehen... verstehe mich selber nicht.


    Aber es belastet mich und ich bin unsicher... muss eine Entscheidung treffen... aber welche?


    Es ist mir zuviel Unruhe, gleichzeitig bin ich froh, dass ich sie noch habe.


    Es ist nicht nachzuvollziehen. Was soll ich tun? Bin durcheinander und unzufrieden.


    LG Luise

    Liebe Blaumeise,


    ich bin soooo froh, dich wieder zwitschern zu lesen. Ruhe dich ordentlich aus und putze dein zerzaustes Gefieder!


    Melde dich wenn du kannst. Wir denken alle an dich und hoffen, dass du viele "Würmer" nascht, damit du wieder fliegen wirst um die Natur zu genießen.


    Alles, alles Gute

    wünscht dir Luise

    Meine Lieben,


    eine neue Woche und ich will versuchen an Heinz zu denken ohne zu viel zu weinen und zu hadern.


    Er will das ich gerne lebe. Das hat er mir oft gesagt, wenn ich verzweifelt war. Aber mir fällt es schwer... ohne ihn... allein...


    Mein Mann war meine Sonne.. ging immer wieder auf... gab mir Wärme... Licht... Kraft.


    Er fehlt mir so sehr... ohne ihn schaffe ich es kaum. Seine Liebe hat mich gestärkt.

    Deshalb konnte ich seinen Tod annehmen... seinetwegen. Trotzdem bin ich wie gelähmt vor Schmerz und bekomme mein Leben nicht mehr

    in den Griff... schwanke haltlos... lasse mich treiben... bin empfindlich... ohne Mut zum Weitermachen...


    Lechze nach Zuneigung... Anteilnahme... Hilfe in jeglicher Form. Dadurch sehr verwundbar... enttäuscht und getäuscht von den Menschen, denen ich mich zuwandte in meiner Not.


    Hatte einen Menschen, dem ich vertrauen und auf den ich zählen konnte.

    Heinz gab mir das alles... 46 Jahre.

    Und nun? Bin unfähig... komme nicht zurecht...


    Wird es je besser werden?


    LG Luise

    Meine Lieben,


    immer wieder dieses tiefe Loch!

    Ich falle und falle!


    Sonntag... diese Stille in und um mich herum. Ich halte es nicht mehr aus... wie lange noch?


    ICH HABE ANGST!


    Es ist komisch... diese Angst... eigentlich sollte mir doch alles egal sein! Aber ich versinke in dieser Lebensangst. Kennt das einer von euch?


    Das ist mein grosses Problem... Heinz hat es erkannt... nur er konnte mir helfen... die Angst nehmen.


    Ich möchte nicht mehr denken müssen... nur in den Tag hinein leben... solange wie es mir bestimmt ist. Aber mein Kopfkino läuft in einer Endlosschleife. Immer derselbe Film... schmerzhaft in seiner Realität.


    Dazu das Hämmern im Kopf : Heinz ist tot... kommt nicht wieder... bin allein.

    Ich glaube, ich versinke in Selbstmitleid.. so tief, dass es wohl krankhaft ist.


    Will es nicht wahrhaben, aber mein Verstand sagt es mir: es ist der pure Egoismus.


    Ich komme nicht mehr daraus... tue mir selber leid. Das Alleinsein macht mich fertig, gleichzeitig kann ich die wenigen Menschen, die mir noch helfen wollen, nicht um mich herum ertragen. Ich setze eine Maske auf und lasse mir nichts anmerken.


    Dabei schreit meine Seele nach Liebe... Zuwendung... Zärtlichkeit.


    Ich weiss nicht mehr weiter... verstehe mich selber nicht.


    Mein schmerzender Körper verschlimmert diesen Zustand noch mehr. Ich möchte laufen bis zur totalen Erschöpfung und dann liegen bleiben oder wieder aufstehen mit neuer Kraft...


    WEITERLEBEN?


    Ohne Heinz aber für ihn mit?


    Eure verwirrte Luise

    Meine Lieben,


    heute ist Christi Himmelfahrt und ich denke, dort im "Himmel" ist vielleicht auch mein Mann.


    Er ist da nicht allein und fühlt sich sicher wohl. Alle seine und meine Lieben sind zusammen.


    Aber ich fehle... fehle ich ihnen?


    Ich bin hier allein und das ist fürchterlich. Meine Gedanken... meine Träume... meine Sehnsucht bestimmen alle Tage.


    Es ist niemand bei mir... ich spüre Heinz nicht mehr... nur noch Verlustschmerzen.


    Manchmal möchte ich ihm was erzählen... denke er muss doch an meinem Leben teilnehmen... er gehört dazu.


    Doch dann kommt die Wirklichkeit in meinen Kopf und in mein Herz... es tut so weh!


    Heute wird wieder ein langer Tag... nur mein Hund ist bei mir. Bin schon seit 5 Uhr früh auf...alles ist still... nur Amy

    und ich waren draussen.


    Früher habe ich den Mai geliebt, wir waren dann oft in Urlaub an der See... waren zusammen... Tag und Nacht.


    Einige unserer Urlaubsfilme habe ich kürzlich digitalisieren lassen. Nun sind die Erinnerungen auf einem Stick...habe über 3 Stunden geschaut. Es war schön Heinz in Bildern zu sehen... ihn sprechen zu hören... sein lachendes Gesicht...

    Aber es hat mich auch im Inneren erschüttert... viele Gefühle... ein Auf und Ab...und die Gewissheit: es ist vorbei für immer.


    MEINE LIEBE... MEIN LEBEN...


    Luise... weinend

    Meine Lieben,


    manchmal hat man Glück im Leben. Habe sofort in der Nähe der Arztpraxis einen Parkplatz bekommen, es fuhr gerade jemand weg. War zwar sehr früh beim Arzt, aber was solls. Zeit habe ich ja genug.


    Als Heinz noch da war, ging die Zeit zum Schluss gefühlt zu schnell vorbei - für mich... wollte ihn nicht verlieren und habe doch gebetet, dass er nicht mehr leiden muss.


    Der Verstand hatte so entschieden, aber das Herz wollte es nicht wahrhaben... vorbei... für immer in dieser Welt.


    Es sind nun über 17 Monate und ich vermisse ihn täglich mehr. Immer wieder träume ich sehr intensiv von ihm und sehe ihn "lebendig". Wache auf... erinnere mich... bin unglücklich.


    46 Jahre kann man nicht einfach ausblenden... auch im Traum nicht.


    Mein Leben ist sinnlos geworden, trotzdem lebe ich noch... mache irgendwie weiter... warum?

    Habe Angst vor Krankheiten... will ich doch noch leben? Pflege mich... nehme meine Medikamente... esse... trinke. Nur Lebensfreude... Liebe... Zärtlichkeit... Anteilnahme... Zugehörigkeit...... und mehr fehlt... wird wohl bis zum Ende fehlen.


    ICH BIN ALLEIN UND EINSAM.


    Wohin geht mein Weg noch?

    Kommt noch ein Ziel?


    LG Luise

    Meine Lieben,


    gleich habe ich einen Termin beim HNO-Arzt. Das letzte Mal hat mich Heinz gefahren- vor ca. 4 Jahre-nun bin muss ich es alleine schaffen. Bin extra 1 1/2 Stunde früher gefahren, damit ich warten kann, bis in der Nähe ein Parkplatz frei wird.


    Dann noch laufen mit Rollator. Hoffentlich schaffe ich den Weg!


    Das sind die Probleme, die ich zusätzlich zur Trauer habe. Er fehlt einfach immer...


    LG Luise

    Liebe Bettyna,


    man kann nichts dagegen machen... nur aushalten. Die Zeitabstände werden größer aber dann manchmal - jedenfalls bei mir - um so heftiger.


    LG Luise