Posts by Luise

    Liebe Waltraud,


    danke, dass du nach mir fragst. Ich schreibe nicht mehr im Forum, lese aber täglich.



    Mir geht es immer noch sehr unterschiedlich. Kann mich nicht mehr zurecht finden in meinem Leben.



    Ich lebe im Ruhrgebiet... du hast danach gefragt. Hilfe könnte ich zwar gebrauchen, aber eigentlich mehr im seelischen und persönlichem Bereich.



    Mit dem Einkaufen komme ich noch zurecht... lasse mir vieles liefern. Aber mir fehlt Hilfe durch soziale Kontakte, die mir natürlich damit auch im Alltag praktisch unter die Arme greifen könnten.


    Und Gespräche und Anregungen... einfach etwas " normales" Leben. Vor allen Dingen Verständnis für meine Stimmungen, die durch Alleinsein... Krankheit... Behinderung mich ständig belasten.


    Lg Luise


    PS : Momentan weiss ich nicht mehr, wie ich eine Konversation mir dir starten kann.... ha be ich wohl verlernt.

    Liebe Verbündete,

    Liebe Tigerlily,


    ja, wie geht es mir? Das kann ich eigentlich nicht beantworten.

    Ich lebe so vor mich hin. Ohne Plan.. . ohne Ziel... Tag für Tag... allein mit Hund.


    Mittlerweile ist mir alles egal... und dann wieder nicht.


    Meine gesundheitlichen Probleme nehmen die meiste Zeit überhand. Ich weiss nicht was mir helfen könnte...ich beneide jeden, der noch fit ist...der gut gehen kann und Freude an der Natur hat... ich liege nur noch auf dem Sofa... alles fällt mir schwer.


    Heute stand ich Schlange vor dem Bäcker...brach in Schweiß aus... zitterte und musste ohne Einkäufe schnellstmöglich zu meinem Auto... mich hinsetzen und zu Atem kommen. Erst nach einiger Zeit fuhr ich nach Hause. Bin gut angekommen, aber mit letzter Kraft und ohne Brot.


    Der Alltag fällt mir immer schwerer, aber ich kann und will nicht in ein Heim... bin doch noch keine 70...und möchte noch selbstbestimmt leben.


    Mein neuer Physiotherapeut sagt auch, dass ich mental und geistig fit bin.


    Meine Trauer ist anders geworden...irgendwie egoistischer... bin meinem Mann böse, dass er mich alleingelassen hat. Träume jede Nacht von unserer gemeinsamen Zeit... es ist dann so real, dass ich nicht mehr schlafen will...das Aufwachen ist fürchterlich! Manchmal stehe ich ganz leise auf, um meinen Mann nicht zu wecken... verrückt !!!


    An "guten" Tagen schmiede ich

    gedanklich Pläne um mein Leben zu ändern... zu verbessern. Aber dann holt mich die Wirklichkeit wieder ein und ich muss feststellen, dass ich körperlich und auch seelisch nicht alleine dazu fähig bin ... auch finanziell nicht.


    So vergeht Tag für Tag meines Lebens... sinnlos... ohne Hoffnung auf Besserung... Liebe... Anteilnahme.


    Was habe nur verbrochen? Warum muss ich so leben?


    Es tut mir leid, dass ich euch keine Stütze mehr sein kann... aber ich bekomme mein eigenes Tun nicht in den Griff und bin hilflos.


    Lg Luise

    Danke liebe Andrea,


    ich lese hier fast täglich, aber es fällt mir immer noch schwer... das Alleinsein... die Einsamkeit... das Ungewisse... diese Angst vor Allem... vor Krankheit... das Gefühl des Ungeliebtseins... von niemanden vermisst.

    Und das noch jahrelang? Ich glaube das wird nicht gehen... obwohl ich schon 2 1/2 Jahre allein bin.
    Es geht mir immer schlechter.


    Lg Luise

    Meine Lieben,


    nach über 2 Jahren hier im Forum will ich mein " Wohnzimmer" zuschließen.


    Es ist Zeit für mich zu gehen. Meine Trauer konnte ich - dank euch - mitteilen. Dadurch fühlte ich mich aufgehoben.


    Viele User sind mir ans Herz gewachsen und ich werde sie vermissen. Doch einige von ihnen haben das Forum schon länger verlassen.


    Es gab Zeiten von Trauer und Leid, die wir gemeinsam teilten. Dafür sage ich danke. Oft war morgens das Erste nachzuschauen und dadurch war es möglich, den Tag zu beginnen.


    Nun könnte ich mich nur noch wiederholen... beim Leiden ... beim Warumfragen... beim Trauern... beim Träumen von Erinnerungen.


    Ich melde mich noch nicht ganz ab, werde bestimmt mitlesen...mitempfinden...an viele Vertraute denken, aber selber nicht mehr schreiben.


    Ich wünsche euch allen ein weiteres Leben mit möglichst wenig Tränen... mit guten Erinnerungen... mit Trost und Hilfe... aber auch mit etwas Zuversicht und Liebe.


    Eure dankbare, aber noch traurige Luise


    Tschüß!

    Liebe RalfsHeidemarie,


    nein, ich habe in meinem 2.Wohnzimmer geschrieben. Dort habe ich dir auch in der Konversation geantwortet.

    Schau mal nach in " Abschied von meiner Sonne 2".


    Melde dich bitte, wenn du den Thread gefunden hast.


    Lg Luise

    Liebe Blaumeise,


    schön dich zwitschern zu hören... das tut mir gut, weil ich dann Zuversicht habe, dass wir doch noch etwas an Freude empfinden können.


    Manchmal fühle ich... evtl du auch?... nur noch Schmerzen - physisch & psychisch.


    Gerade gestern hatte ich einen solchen Tag... ich war verzweifelt und stundenlang am Weinen und Hadern... nach Arztbesuch und anderen schlechten Ereignissen.


    Ich wollte nicht mehr... nicht fühlen... nicht essen... nicht allein sein...nicht mehr kämpfen... alles so hoffnungs- und sinnlos.


    Ich habe geschrien... nach meinem Mann, Mutter und nach allen, die mich verlassen haben. Habe sie beschimpft und beneidet. Sie sind schwerelos...leicht...unbelastet von allem irdischen.


    Das will ich auch, aber doch noch leben. Ich bin zwiegespalten.



    Dir wünsche ich, dass zwitschern und piepen Dir die Freude bringt, die ich dadurch habe.


    Lg Luise

    Liebe Tery,


    Wir waren allein... Heinz war nur in Gedanken und in meinen Erinnerungsgefühlen anwesend. Er meldet sich nicht... er glaubte mit dem Tod ist alles vorbei. Langsam muss ich das akzeptieren... er hatte wohl recht.


    Und trotzdem rufe ich nach ihm... träume ständig heftig von ihm. Es ist schrecklich, weil ich meistens erwache und mich dann an meinem Traum real erinnere.


    Ich habe immer meine Träume stark erinnert... kann sie genau erzählen. Ich will nicht so intensive Träume haben... ich leide darunter... sie beeinflussen den folgenden Tag... sowohl positiv bei einem guten Traum als auch negativ beim Gegenteil.


    Ich will das Alles nicht mehr... keine Ängste vor meiner Zukunft... keine Träume... keine Wünsche nach noch etwas Lebensglück.


    ICH will nur innerliche RUHE....

    und die erreiche ich nicht.


    Sie wird nur der Tod bringen.... :?::?::?:


    Lg Luise

    Liebes Engelslicht,


    sei behutsam mit dir... du hast schon viel verkraften müssen. Wir sind bei dir.

    Lg Luise

    Liebe Sturm,


    ich bin ja hier schon länger im Forum und hatte mit drei anderen Betroffenen einen regen Whatsup Austausch.... mit zweien sogar ein pers. Treffen. Aber nach fast einem Jahr zerbrach das aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen.


    Das hat mich tief verletzt... ich habe mich noch nie Fremden im Internet so geöffnet...habe nie gechattet und so. Ich bin immer noch fertig und bin dadurch vorsichtig mit meinem Vertrauen gegenüber neuen Bekannschaften geworden.


    In meiner Trauerzeit war es das zweite Mal... das erste mal wurde ich gestalkt.


    Diese Erfahrungen muss ich erst verarbeiten, bevor ich mich wieder anvertrauen kann.

    .


    Lg Luise

    Liebe Ange,


    du bist ein wertvoller Mensch und hast geliebt und liebst immer noch.


    Das konnte und kann wohl niemand aus deiner Vergangenheit von sich selbst behaupten.


    Diese deine Stärke der Liebe zu Tier oder Mensch bist du und bleibt immer unverwundbar... egal was dir andere antaten.


    DU BIST RICHTIG!


    Lg Luise

    Liebe Tigerlily-Gabi,


    ja, Weihnachten ist vorbei. Drei Tage habe ich keinen Menschen gesehen... nur telefoniert... 4 Gespräche.


    Das geht wohl noch so die letzten Tage des Jahres....und 2021 wird genau so einsam beginnen.


    Wie lange ich das noch geistig durchstehen werde, weiß ich nicht. Eigentlich bin ich gerne unter und mit Menschen. Aber langsam werde ich ungesellig und schrullig.

    Wie gerne würde ich das ändern, aber mein körperlicher Zustand lässt nur noch die absolut notwendigen Wege und Erledigungen zu.


    Ausser meiner Freundin, die mich besucht und ein älteres Ehepaar ( 80 und 76) hier im Hause habe ich keine persönliche Kontakte... hin und wieder mein Neffe und Familie.

    Da sie mich nur in meiner Wohnung besuchen, ist es mir auch nicht immer recht...ist mir oft mit zuviel Aufwand... Arbeit... Unruhe verbunden.


    Ich erlebe nichts... kann nichts Neues erzählen... und das Zuhören der Probleme... Sorgen... oder auch Freuden und Erlebnisse der anderen macht mir zunehmend zu schaffen. Ich will mich auch mitteilen...auch lachen... am Leben teilnehmen... und geliebt und als Mensch geschätzt und wichtig genommen werden.


    Dies alles habe ich verloren und dazu meinen Mann... meine Mutter... meine Schwägerin... meinen Bruder innerhalb von 8 Jahren. Mein Vater ist schon über 40 Jahre tot...von ihm habe ich wohl meine Herz- und Gefäßschäden geerbt... er starb mit 55 durch Herzinfarkt.


    Ich habe leider einen Herzinfarkt und drei Schlaganfälle sowie andere schwere Erkrankungen überlebt... wozu?


    Geblieben ist mir Behinderung, Krankheiten und Lebensangst vor weiteren Beeinträchtigungen jeglicher Art (auch finanziell). Aber das alles könnte ich wegstecken, wenn ich mich nicht so einsam und ungeliebt ( ausser von Amy, meiner Hündin) fühlen würde.


    Ich weiß, dass alles klingt so negativ, Aber zur Zeit empfinde ich so... bin unzufrieden.


    Lg Luise

    Meine Lieben,


    es ist immer noch Heiligabend 22:45 Uhr und ich weine und weine. Heinz ist nun 2 Jahre tot und es ist mein 3. Hl. Abend ohne ihn und bisher der gefühlt schlimmste.


    Der 1. war nur 4 Wochen nach DEM Tag, aber da war ich wohl noch unter Schock. Letztes Jahr hatte ich schon die Anzeichen meines 3. Schlaganfalls und bestand nur aus Angst vor den nächsten Tagen und dann Neujahr ins KH.


    Ich habe überlebt, aber es geht mir seitdem körperlich noch schlechter... die Angst vor noch mehr Beeinträchtigungen wird Tag für Tag größer.


    Ich sehne mich nach Liebe... Beschütztwerden... nach Zweisamkeit und trotzdem Selbstbestimmung. Zum Alleinsein bin ich unfähig, dass wird mir immer klarer.


    Aber ich bin allein und werde es bleiben. Das macht mir Angst. Heinz war überzeugt davon, dass ich einen "neuen Mann" finden würde... er glaubte es, weil er mich so liebenswert fand. Er sah mich mit "liebesblinden" Augen... 46 Jahre lang.


    Er war mein Alles... mein Leben.

    Was soll ich noch hier... ohne ihn.


    Ich bin so traurig um uns beide.


    Lg Luise

    Liebe Blaumeise,


    gut, dass ich gerade in mein WZ geschaut habe. Den Kuchen lasse ich mir schmecken... brauche Kalorien nach meiner Krankengymnastik heute Morgen... und deine Worte bringen gerade buchstäblich ein paar Sonnenstrahlen durch mein Fenster.


    Jetzt werde ich erstmals diese Woche für mich kochen... zum Einfrieren für die Feiertage, die ich leider wieder ganz alleine verbringen werde.


    Eigentlich schmeckt mir mein Gekochtes nicht mehr... aber ich muss essen, weil ich leicht unterzuckere. Vom Gewicht her würde ich mit Fastendiät auskommen.


    Für dich und deinen fleißigen Sohn alles Gute.


    Lg Luise

    Liebe Blaumeise,


    du hast alles Recht der Welt zum Klagen und Jammern. Deine Federn sind ganz zerzaust... deine Äuglein müssen zuviel sehen... dein kleines Körperchen ist mittlerweile nur noch eine Last... aber du willst noch fliegen.


    Fliege in Gedanken hoch in die Luft... schwerelos und frei von jedem Schmerz.


    Es wird dir schwer fallen, aber deine Flügel tragen dich noch...das ist deine Stärke, die ich bewundere... immer wieder hebst du ab und nimmst mich oft mit... mit deinen Worten. Dafür danke ich dir.


    Liebe Blaumeise, es ist für dich besonders schwer. Du piepst sehr leise, kaum zu verstehen... aber dein Gesang wird hier von uns gehört.


    Ich wünschte, ich könnte dich aus deinem Käfig der Krankheit befreien.


    Alles, alles Liebe... ich streichel dich vorsichtig... vielleicht hilft es ein wenig.


    Lg Luise

    Liebe Andrea,

    meine Lieben,


    heute ist wieder Freitag... seit 108 Wochen bin ich ohne Heinz.


    Ich träume oft von ihm, sehr intensiv und ich kann mich morgens erinnern.


    Mein Alltag läuft wie ein Alptraum ohne Anfang oder Ende seitdem ab. Es gibt kleine Momente, an denen ich bemerke, wie die Zeit vergeht ohne ihn. Aber eigentlich warte ich auf irgendwas... warte auf seine Rückkehr... will ihm viel erzählen.


    Er fehlt mir Tag für Tag und trotzdem ist er immer präsent in meinen Gedanken. Ohne ihn zu leben ist so ungewohnt und schmerzlich.


    Leider besteht meine Familie nur noch aus Neffe und Nichte in anderen Städten. Sie sind zwar lieb und nett...stehen voll in ihrem Leben... kann und will ihnen nicht immer was vorweinen. Bin froh, wenn sie mir im Notfall helfen... aber mir fehlt das Vertrautsein und die Liebe, die mein Mann mir gab.


    Das ist die Einsamkeit des Herzens... diese Leere... dieses Totsein der Seele.


    Lg Luise

    Liebe Bine,


    mein Kampfgeist ist tief vergraben... aber noch gebe ich nicht ganz auf.

    Ich hoffe, dass es mit den Erinnerungen an Heinz Lebenseinstellung wieder erträglicher wird... er wollte es so.


    Lg Luise