Posts by Luise

    Meine Lieben,


    nach über 2 Jahren hier im Forum will ich mein " Wohnzimmer" zuschließen.


    Es ist Zeit für mich zu gehen. Meine Trauer konnte ich - dank euch - mitteilen. Dadurch fühlte ich mich aufgehoben.


    Viele User sind mir ans Herz gewachsen und ich werde sie vermissen. Doch einige von ihnen haben das Forum schon länger verlassen.


    Es gab Zeiten von Trauer und Leid, die wir gemeinsam teilten. Dafür sage ich danke. Oft war morgens das Erste nachzuschauen und dadurch war es möglich, den Tag zu beginnen.


    Nun könnte ich mich nur noch wiederholen... beim Leiden ... beim Warumfragen... beim Trauern... beim Träumen von Erinnerungen.


    Ich melde mich noch nicht ganz ab, werde bestimmt mitlesen...mitempfinden...an viele Vertraute denken, aber selber nicht mehr schreiben.


    Ich wünsche euch allen ein weiteres Leben mit möglichst wenig Tränen... mit guten Erinnerungen... mit Trost und Hilfe... aber auch mit etwas Zuversicht und Liebe.


    Eure dankbare, aber noch traurige Luise


    Tschüß!

    Liebe RalfsHeidemarie,


    nein, ich habe in meinem 2.Wohnzimmer geschrieben. Dort habe ich dir auch in der Konversation geantwortet.

    Schau mal nach in " Abschied von meiner Sonne 2".


    Melde dich bitte, wenn du den Thread gefunden hast.


    Lg Luise

    Liebe Blaumeise,


    schön dich zwitschern zu hören... das tut mir gut, weil ich dann Zuversicht habe, dass wir doch noch etwas an Freude empfinden können.


    Manchmal fühle ich... evtl du auch?... nur noch Schmerzen - physisch & psychisch.


    Gerade gestern hatte ich einen solchen Tag... ich war verzweifelt und stundenlang am Weinen und Hadern... nach Arztbesuch und anderen schlechten Ereignissen.


    Ich wollte nicht mehr... nicht fühlen... nicht essen... nicht allein sein...nicht mehr kämpfen... alles so hoffnungs- und sinnlos.


    Ich habe geschrien... nach meinem Mann, Mutter und nach allen, die mich verlassen haben. Habe sie beschimpft und beneidet. Sie sind schwerelos...leicht...unbelastet von allem irdischen.


    Das will ich auch, aber doch noch leben. Ich bin zwiegespalten.



    Dir wünsche ich, dass zwitschern und piepen Dir die Freude bringt, die ich dadurch habe.


    Lg Luise

    Liebe Tery,


    Wir waren allein... Heinz war nur in Gedanken und in meinen Erinnerungsgefühlen anwesend. Er meldet sich nicht... er glaubte mit dem Tod ist alles vorbei. Langsam muss ich das akzeptieren... er hatte wohl recht.


    Und trotzdem rufe ich nach ihm... träume ständig heftig von ihm. Es ist schrecklich, weil ich meistens erwache und mich dann an meinem Traum real erinnere.


    Ich habe immer meine Träume stark erinnert... kann sie genau erzählen. Ich will nicht so intensive Träume haben... ich leide darunter... sie beeinflussen den folgenden Tag... sowohl positiv bei einem guten Traum als auch negativ beim Gegenteil.


    Ich will das Alles nicht mehr... keine Ängste vor meiner Zukunft... keine Träume... keine Wünsche nach noch etwas Lebensglück.


    ICH will nur innerliche RUHE....

    und die erreiche ich nicht.


    Sie wird nur der Tod bringen.... :?::?::?:


    Lg Luise

    Liebes Engelslicht,


    sei behutsam mit dir... du hast schon viel verkraften müssen. Wir sind bei dir.

    Lg Luise

    Liebe Sturm,


    ich bin ja hier schon länger im Forum und hatte mit drei anderen Betroffenen einen regen Whatsup Austausch.... mit zweien sogar ein pers. Treffen. Aber nach fast einem Jahr zerbrach das aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen.


    Das hat mich tief verletzt... ich habe mich noch nie Fremden im Internet so geöffnet...habe nie gechattet und so. Ich bin immer noch fertig und bin dadurch vorsichtig mit meinem Vertrauen gegenüber neuen Bekannschaften geworden.


    In meiner Trauerzeit war es das zweite Mal... das erste mal wurde ich gestalkt.


    Diese Erfahrungen muss ich erst verarbeiten, bevor ich mich wieder anvertrauen kann.

    .


    Lg Luise

    Liebe Ange,


    du bist ein wertvoller Mensch und hast geliebt und liebst immer noch.


    Das konnte und kann wohl niemand aus deiner Vergangenheit von sich selbst behaupten.


    Diese deine Stärke der Liebe zu Tier oder Mensch bist du und bleibt immer unverwundbar... egal was dir andere antaten.


    DU BIST RICHTIG!


    Lg Luise

    Liebe Tigerlily-Gabi,


    ja, Weihnachten ist vorbei. Drei Tage habe ich keinen Menschen gesehen... nur telefoniert... 4 Gespräche.


    Das geht wohl noch so die letzten Tage des Jahres....und 2021 wird genau so einsam beginnen.


    Wie lange ich das noch geistig durchstehen werde, weiß ich nicht. Eigentlich bin ich gerne unter und mit Menschen. Aber langsam werde ich ungesellig und schrullig.

    Wie gerne würde ich das ändern, aber mein körperlicher Zustand lässt nur noch die absolut notwendigen Wege und Erledigungen zu.


    Ausser meiner Freundin, die mich besucht und ein älteres Ehepaar ( 80 und 76) hier im Hause habe ich keine persönliche Kontakte... hin und wieder mein Neffe und Familie.

    Da sie mich nur in meiner Wohnung besuchen, ist es mir auch nicht immer recht...ist mir oft mit zuviel Aufwand... Arbeit... Unruhe verbunden.


    Ich erlebe nichts... kann nichts Neues erzählen... und das Zuhören der Probleme... Sorgen... oder auch Freuden und Erlebnisse der anderen macht mir zunehmend zu schaffen. Ich will mich auch mitteilen...auch lachen... am Leben teilnehmen... und geliebt und als Mensch geschätzt und wichtig genommen werden.


    Dies alles habe ich verloren und dazu meinen Mann... meine Mutter... meine Schwägerin... meinen Bruder innerhalb von 8 Jahren. Mein Vater ist schon über 40 Jahre tot...von ihm habe ich wohl meine Herz- und Gefäßschäden geerbt... er starb mit 55 durch Herzinfarkt.


    Ich habe leider einen Herzinfarkt und drei Schlaganfälle sowie andere schwere Erkrankungen überlebt... wozu?


    Geblieben ist mir Behinderung, Krankheiten und Lebensangst vor weiteren Beeinträchtigungen jeglicher Art (auch finanziell). Aber das alles könnte ich wegstecken, wenn ich mich nicht so einsam und ungeliebt ( ausser von Amy, meiner Hündin) fühlen würde.


    Ich weiß, dass alles klingt so negativ, Aber zur Zeit empfinde ich so... bin unzufrieden.


    Lg Luise

    Meine Lieben,


    es ist immer noch Heiligabend 22:45 Uhr und ich weine und weine. Heinz ist nun 2 Jahre tot und es ist mein 3. Hl. Abend ohne ihn und bisher der gefühlt schlimmste.


    Der 1. war nur 4 Wochen nach DEM Tag, aber da war ich wohl noch unter Schock. Letztes Jahr hatte ich schon die Anzeichen meines 3. Schlaganfalls und bestand nur aus Angst vor den nächsten Tagen und dann Neujahr ins KH.


    Ich habe überlebt, aber es geht mir seitdem körperlich noch schlechter... die Angst vor noch mehr Beeinträchtigungen wird Tag für Tag größer.


    Ich sehne mich nach Liebe... Beschütztwerden... nach Zweisamkeit und trotzdem Selbstbestimmung. Zum Alleinsein bin ich unfähig, dass wird mir immer klarer.


    Aber ich bin allein und werde es bleiben. Das macht mir Angst. Heinz war überzeugt davon, dass ich einen "neuen Mann" finden würde... er glaubte es, weil er mich so liebenswert fand. Er sah mich mit "liebesblinden" Augen... 46 Jahre lang.


    Er war mein Alles... mein Leben.

    Was soll ich noch hier... ohne ihn.


    Ich bin so traurig um uns beide.


    Lg Luise

    Liebe Blaumeise,


    gut, dass ich gerade in mein WZ geschaut habe. Den Kuchen lasse ich mir schmecken... brauche Kalorien nach meiner Krankengymnastik heute Morgen... und deine Worte bringen gerade buchstäblich ein paar Sonnenstrahlen durch mein Fenster.


    Jetzt werde ich erstmals diese Woche für mich kochen... zum Einfrieren für die Feiertage, die ich leider wieder ganz alleine verbringen werde.


    Eigentlich schmeckt mir mein Gekochtes nicht mehr... aber ich muss essen, weil ich leicht unterzuckere. Vom Gewicht her würde ich mit Fastendiät auskommen.


    Für dich und deinen fleißigen Sohn alles Gute.


    Lg Luise

    Liebe Blaumeise,


    du hast alles Recht der Welt zum Klagen und Jammern. Deine Federn sind ganz zerzaust... deine Äuglein müssen zuviel sehen... dein kleines Körperchen ist mittlerweile nur noch eine Last... aber du willst noch fliegen.


    Fliege in Gedanken hoch in die Luft... schwerelos und frei von jedem Schmerz.


    Es wird dir schwer fallen, aber deine Flügel tragen dich noch...das ist deine Stärke, die ich bewundere... immer wieder hebst du ab und nimmst mich oft mit... mit deinen Worten. Dafür danke ich dir.


    Liebe Blaumeise, es ist für dich besonders schwer. Du piepst sehr leise, kaum zu verstehen... aber dein Gesang wird hier von uns gehört.


    Ich wünschte, ich könnte dich aus deinem Käfig der Krankheit befreien.


    Alles, alles Liebe... ich streichel dich vorsichtig... vielleicht hilft es ein wenig.


    Lg Luise

    Liebe Andrea,

    meine Lieben,


    heute ist wieder Freitag... seit 108 Wochen bin ich ohne Heinz.


    Ich träume oft von ihm, sehr intensiv und ich kann mich morgens erinnern.


    Mein Alltag läuft wie ein Alptraum ohne Anfang oder Ende seitdem ab. Es gibt kleine Momente, an denen ich bemerke, wie die Zeit vergeht ohne ihn. Aber eigentlich warte ich auf irgendwas... warte auf seine Rückkehr... will ihm viel erzählen.


    Er fehlt mir Tag für Tag und trotzdem ist er immer präsent in meinen Gedanken. Ohne ihn zu leben ist so ungewohnt und schmerzlich.


    Leider besteht meine Familie nur noch aus Neffe und Nichte in anderen Städten. Sie sind zwar lieb und nett...stehen voll in ihrem Leben... kann und will ihnen nicht immer was vorweinen. Bin froh, wenn sie mir im Notfall helfen... aber mir fehlt das Vertrautsein und die Liebe, die mein Mann mir gab.


    Das ist die Einsamkeit des Herzens... diese Leere... dieses Totsein der Seele.


    Lg Luise

    Liebe Bine,


    mein Kampfgeist ist tief vergraben... aber noch gebe ich nicht ganz auf.

    Ich hoffe, dass es mit den Erinnerungen an Heinz Lebenseinstellung wieder erträglicher wird... er wollte es so.


    Lg Luise

    Alle meine Lieben,


    ihr seid meine Familie und bin so froh hier schreiben zu können.


    RalfsHeidemarie

    Ich habe sowas wie ein Tagebuch angelegt, schreibe Briefe an meinen Mann darin und

    klebe kleine handgeschriebene Notizen von meinem Mann hinein. Eine Kette mit unseren Namen ineinander geschlungen und unsere Eheringe ( zusammen zu einem gearbeiteten Ring) trage ich.

    Eine kleine silberne Urne steht bei seinem Bild und das kleine Stoffherz - aus der Palliativstation, dass er im Tode in der Hand gehalten hat. Ausserdem besitze ich noch eine Haarsträhne von Heinz, die möchte ich irgendwann in ein Medaillon oder in Gießharz aufbewahren.

    Amy ist meine Chihuahua-Hündin....mein Ein

    und Alles.


    Brija  

    Meditation und autogenes Training schaffe ich nicht... kann mich nicht entspannen.

    Jenseitskontakte sind mir suspekt.


    @Tery

    Immer wieder freuen mich deine an mich gerichteten Worte, wir "kennen" uns ja schon sehr lange... du bist mir lieb und vertraut.

    Meine Lieben,


    seit ich auf bin, weine ich nur. Mein Heinz fehlt mir immer mehr. Ich will mit ihm sprechen... fühlen... er soll bei mir sein.


    Mein Herz schmerzt, ich spüre es körperlich, da wo meine Stents sitzen... glaube ich.


    Ich will nicht mehr alleine sein. Selbst Amy ist heute angeschlagen, sie hat gebrochen.


    Alle meine Nachbarn sind noch zu zweit. Egal ob älter oder jünger... freuen sich auf Weihnachten trotz Corona.


    Meine Freundin lebt ja schon immer als Single und kann meine Gefühle nicht nachvollziehen. Sie braucht keine anderen... steht alles alleine durch... ich beneide sie um ihren ausgeglichenen Gemütszustand.


    Ich könnte schreien... aber es bringt ja nichts.

    Niemand hört es... keinen interessiert es.


    Ja, ich versinke in Selbstmitleid.


    Lg Luise

    Meine Lieben,


    ich bin berührt, dass ihr an mich denkt.


    Leider kann ich nur mitlesen, nichts schreiben, weder den neu Betroffenen noch euch.


    Mir fehlt die Konzentration... bin durcheinander... innerlich unruhig.

    Ich muss mich zwingen wenigstens das Nötigste zu erledigen. Irgendwie warte ich darauf, dass irgendwas Entscheidendes,

    Schreckliches mit mir passiert. Diese Ungewissheit mit meiner Zukunft ( habe ich sie?) bringt mich an den Rand der Verzweiflung.

    Was soll aus mir werden... wie geht es weiter... die letzten 2 Jahre ohne Heinz waren fürchterlich.


    ICH KANN NICHT ALLEINE LEBEN.


    Das habe ich immer befürchtet und oft mit meinem Mann besprochen... er glaubte es nicht. Er ruhte in sich selbst und kam gut mit sich alleine zurecht.


    UND ICH? BESTEHE NUR AUS ANGST!


    Ich weiß nicht mehr weiter... alles ist mir zu viel. Ich will behütet sein, obwohl ich immer sozusagen eine "Emanze" war. Aber im Hintergrund war Heinz mein Fels in der Brandung.

    Ohne ihn werfen mich die Wellen des Lebens hin und her.


    ICH BIN MÜDE.


    Lg Luise