Posts by Isabel L.K.

    Seit Monaten kann und will ich nur noch mit geführten Meditationen einschlafen, weil ich ehrlich gesagt mittlerweile fast bisschen Angst hab, worüber ich alles nachdenken könnt, würd ich diese Meditation jetzt nicht hören


    Liebe Corny,

    Toll, dass du Meditationen für dich als Hilfe entdeckt hast. Ich verstehe deine Angst vor den Gedanken die kommen könnten.

    Vielleicht kannst du dich mit einer Vertrauensperson, oder einer Begleitung diesen Gedanken hingeben. Ich denke, es ist wichtig hinzuschauen, um Heilung zu erfahren. Aber alleine könnte es dich überfordern.


    Dich einem Dauerstress auszusetzen geht kurzfristig, aber langfristig ist es bestimmt nicht gesund.

    Gibt es jemanden in deinem Umfeld dem du dich anvertrauen kannst?


    Liebe Grüße <3

    Lieber Daniel,

    Vielleicht wär es gut mal zusammen zu einer Trauerbegleitung zu gehen, denn ich denke Außenstehende haben nicht wirklich eine Vorstellung wie es in Trauernden aussieht. Einfach zu ihrem Verständnis. Ich denke wenn ihr den richtigen Berater findet, kann es durchaus viel bringen.


    Auf ein Visionboard kommen Dinge die man gemeinsam erreichen möchte, oder eben Wünsche. Es sieht aus wie eine Collage. Wenn du auf Google Visionboard eingibst kommen einige Beispiele. Man kann es mit Bildern aus dem Internet gestalten, oder aus Zeitschriften zusammenschneiden. Hier geb ich dir ein Beispiel rein: https://www.einzigartig-selbst…t/vision-board-erstellen/

    Ich mach für mich selbst immer am Anfang des Jahres eins. Und das kann man super mit dem Partner verbinden. Oft geht man schon in ganz unterschiedliche Richtungen, ohne es bemerkt zu haben.


    Aber du hast natürlich Recht, es sind viele "Baustellen", priorisiere für dich mal die einzelnen Feuerstellen, wie du sie nennst- und geh nicht alles auf einmal an.


    Das mit den Träumen kenn ich auch. Kann dir allerdings nicht genau sagen warum das passiert. Umgekehrt kam mir die Person im Traum immer ohne Rollstuhl entgegen, aber anstatt das als positiv zu sehen, war das Gefühl dazu immer Angst, und irgendwie gruselig. Diesen Traum habe ich noch manchmal und bin beim aufwachen immer wieder irritiert.


    Liebe Grüße <3

    Isabel

    Außerdem wenn ich Traurig bin und weine oder gar verzweifelt bin ist ohnehin keiner da .

    Liebe Birgit,

    Dein einsam-sein, berührt mich wirklich sehr. Wenn man es gewohnt ist einen Menschen um sich zu haben, und dann gezwungen ist alleine zu sein, das ist wirklich schwer. Hast du schon mal über eine Wohngemeinschaft nachgedacht?

    Hier gibt es welche, wo jeder seinen eigenen privaten Bereich hat, aber auch gemeinsame Räume.


    Ich schick dir eine liebe Umarmung <3:24:

    Lieber Kitesurfer,

    Ich freu mich, von dir zu lesen. Auch das deine Trauer ein wenig leichter geworden ist.

    Es ist gut das du eine Begleitung hast bei dem Thema mit deiner Mutter. Wenn du magst, schreib hier gerne was dich beschäftigt. Das hilft oft auch schon.


    Ich hoffe dass ihr bald einen guten Weg findet miteinander umzugehen <3

    Wie habt ihr das mit dem Schlafen hin bekommen?

    Liebe Undine,

    Trauer betrifft auch immer die Gehirnbereiche die für Essen und Trinken zuständig sind, es ist ganz verständlich und normal das beides schwer fällt.

    Aber Trauer kostet sehr viel Kraft, deshalb ist es ganz wichtig den Körper zu stärken.

    Sverja hat schon einige Beispiele genannt.


    Es gibt auch pflanzliche Nerventropfen, die sehr gut wirken. Erkundige dich mal in der Apotheke. Oder mit Atemübungen vor dem schlafen gehen. Es gibt auch kleine Mahlzeitergänzungen die trinkbar, und mit Eiweiß angereichert sind.

    Hast du noch eine Trauerbegleitung an deiner Seite?


    Alles Liebe

    Isabel

    Liebe Nessie,

    Ich sehe deinen unsagbar großen Schmerz, für den es keinen Trost gibt. Dein Kind wird dein Leben lang fehlen, aber er hat einen festen Platz in eurem Leben und in euren Herzen. Du sagst, dass die schönen Momente immer mehr verblassen- vielleicht kannst du dir ein schönes Buch zulegen in dem du diese Momente festhalten kannst, und sie ganz bewusst niederschreibst.


    Es gibt auch Trauertagebücher, in dem man Fotos, Collagen und Niederschriften sammeln kann. Das find ich eine schöne Idee.

    Vielleicht hilft es dir ein wenig <3

    Liebe Wanderin,

    Der Verlust deines geliebten Mannes tut mir sehr leid.

    Dein Verlust ist erst so kurze Zeit her, und dein Empfinden ist völlig normal. Ihr hattet eine lange gemeinsame Zeit, ward aufeinander eingespielt- nun sortiert sich alles neu und auch wir als Mensch verändern uns durch einen Verlust. Man muss erst alles begreifen, sich selbst wieder neu kennenlernen.


    Ich hoffe das Schreiben hier unterstützt dich ein wenig in deiner Trauer.

    Fühl dich willkommen <3

    Isabel

    Lieber Kreuzkönig,

    Mein Mitgefühl zu deinem Verlust. Nicht nur die Seele trauert, auch der Körper drückt aus, dass etwas nicht stimmt und verarbeitet wird.

    Körperliche Symptome sind in der Trauer ganz häufig, und sind Psychosomatisch. Körperlich ist nichts festzustellen, da es der Ausdruck der Trauer ist.

    Wenn du mit Familie und Freunden nicht sprechen willst, hilft es dir hoffentlich dich hier mit Gleichgesinnten auszutauschen und alles niederzuschreiben. In der Trauer gibts immer auf und abs. Lass dich nicht davon irritieren, wenn es mal schlechter, mal besser geht- jeder verarbeitet und empfindet Trauer anders.


    Gibt es etwas dass dir hilft, wenn es besonders schlimm ist? Musik, Schreiben, Bewegen? Irgendein Ventil?


    Liebe Grüße <3

    Isabel

    Liebe Tamara,

    Bei diesen Textzeilen hatte ich Gänsehaut <3


    Eine liebe Freundin hat vor ihrem Tod ein Lied geschrieben, und danach dachte ich, sie hat sich im Lied schon unbewusst verabschiedet.

    Musik war auch mir in der Trauer immer ganz wichtig.

    wie könnte so ein Ritual aussehen? Bzw. Die Traumabegleitung..

    Ich mache gern Rituale bei einer Einzel Trauerwanderung, oder mit systemischer Aufstellungsarbeit. Wenn man das alleine macht, eignen sich kleine Feuerrituale. Zb. einen Abschiedsbrief schreiben und dann verbrennen, oder auch in einen Fluss legen. Manche wollen auch eine kleine Schatzkiste vergraben, und oft reicht auch schon eine visuelle Imaginationsreise. Das bedeutet, man geht gedanklich zu diesen Szenen zurück, (zb. die Unfallstelle) und gestaltet den Abschied visuell nochmal. Wichtig sind hierbei die Emotionen, somit werden sie auch im Körper abgespeichert. Hier könnte dir zb eine Traumabegleitung unterstützen, falls etwas hochkommen sollte.


    In der Traumabegleitung od. Therapie arbeitet man mit unterschiedlichen Methoden das Trauma auf. Auch hier gibts ganz unterschiedliche Ansätze. Für dich könnte sich etwas kreatives eignen, wo der Schwerpunkt weniger auf das Gespräch gelagert ist.


    Vielleicht ist ja etwas dabei, was du ausprobieren magst <3

    Am Donnerstag kommt der Psychologe zu mir, mal sehen wie der so ist und ob der mir helfen kann.

    Was meinen Mann angeht. Er trauert auch sehr, aber anders. Leider redet er nicht viel und oft darüber und meint auch, er braucht keinen Psychologen.

    Liebe Vanessa,

    Das ist oft so, dass Männer einfach anders trauern. Versucht trotzdem so gut es geht miteinander zu reden, und euch nicht aus den Augen zu verlieren. Leider passiert das häufig nach dem Verlust eines Kindes. Es gibt auch immer wieder Trauergruppen für verwaiste Eltern, aktuell kenn ich eine die auch online etwas anbietet "Von grau zu bunt" hieß die Gruppe.


    Vielleicht überlegt es sich dein Mann noch- es wäre bestimmt sehr hilfreich für euch beide, wenn er beim Gespräch mit dem Psychologen dabei wäre.

    Alles Liebe <3

    Total doofe Frage, aber wie kann man die Trauer irgendwie verarbeiten? So wirklich Gefüle zugelassen, die von diesem Thema handeln, hab ich in den letzten fast 6 Jahren kaum nur ganz selten.

    Liebe Corny, Das ist überhaupt keine doofe Frage, sondern eine ganz wichtige. Die in den letzten Jahren verdrängten Gefühle lässt du ja jetzt zu. Du stellst dich deiner Trauer, und nur so können wir auch verarbeiten. Es gibt leider kein "Rezept", das bei jedem gleich wirkt.

    Es gibt ganz viele Arten Trauer zu verarbeiten, und das ist immer abhängig vom Typ, wie man als Kind gelernt hat mit Emotionen umzugehen, usw.


    Die einen werden kreativ, die anderen brauchen eine professionelle Begleitung, andere verarbeiten durch Bewegung und Sport, wieder anderen hilft der Glaube sehr. So auch mir. Und bei mir war auch das Schreiben sehr wichtig. Ich verarbeite gerne schriftlich und durch reden. Ich habe immer und ständig alles wiederholt und anderen haargenau erzählt.


    Wenn du das Gefühl hast, das dir ein Abschied fehlt, kannst du einen Abschied symbolisch nachholen. Das mach ich mit Klienten auch ganz gern, und es war immer hilfreich. Abschied ist der Grundstein für unsere Trauer. Vielleicht magst du für dich ein kleines Ritual machen...

    In deinem Fall könnte auch eine Traumabegleitung in Frage kommen.


    Wenn du Fragen hast, schreib hier jederzeit.

    Alles Liebe <3

    Isabel

    Liebe Walderdbeere,

    Mein Mitgefühl zum frühen Verlust deines Bruders. Auch nach Jahren kann eine ungelebte Trauer wieder hervorkommen.

    Deine Eltern waren bestimmt so sehr mit dem eigenen Schmerz beschäftigt, dass du übersehen wurdest. Das passiert leider häufig.

    Hattest du jemals eine Trauerbegleitung? Das könnte wirklich hilfreich sein.


    Ich hoffe dass auch das Schreiben hier, und der Austausch dir ein wenig hilft.

    Fühl dich willkommen <3

    Isabel

    Liebe Vanessa,

    Der Verlust deines Kleinen tut mir unsagbar leid.

    Du hast ganz bestimmt nichts falsch gemacht. Jede Mutter möchte das Beste für ihr Kind, und nichts unversucht lassen, wenn es noch Hoffnung gibt.

    Du schreibst wann der Schock wohl nachlässt. Das ist bei jedem unterschiedlich. Bei manchen dauert es Tage, Wochen, bei anderem wieder Monate. Es ist ganz individuell, wie die Trauer selbst.


    Wie geht dein Mann mit der Situation um? Könnt ihr darüber reden?

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft, und wann immer dich aktuell etwas beschäftigt, schreibe hier gern <3

    Isabel