Posts by Linchen1

    Liebe Cildie,


    das ist ganz normal, es bricht was weg natürlich....das lässt sich nicht vermeiden.

    Ich bin bockig wie ein kleines Kind, schreie weine nach Mama will und kann diese Wirklichkeit nicht akzeptieren und doch sagt mir mein Erwachsens ich bin ja auch etwas über 40....Du musst das ist der Lauf der Dinge egal wie schwer und das bockige Kind brüllt lass mich in Ruhe nein nein nein....und alles gerät aus den Fugen.


    Nichts ist mehr so wie es war und das wird auch nie wieder so sein....Papa ist der letzte der noch da ist und die Angstzustände sind massiv, viele Alpträume und teilweise versucht Mama mir zu helfen in diesen Träumen sie taucht plötzlich auf...für kurze Momente und ich wache auf.


    Mein Leben mein Weg alles liegt in Trümmern und ich weiß nicht weiter....ich funktioniere aber das wars auch und das seit 17 Monaten.

    Ich kann diese Freude diese pure Lebensfreude einfach nicht mehr empfinden und das ist etwas wogegen ich massiv ankämpfen weil ich diese Dunkelheit nicht gewinnen lassen will.

    Weil ich weiß das Mama das nicht will.

    Ich denke das auch Dein Papa das niemals wollen würde...weder für Dich noch Deine Schwester noch Deiner Mutter.


    Ich wünsche Euch ganz ganz viel Kraft um irgendwie zu einem Punkt zu gelangen gemeinsam zu entscheiden was getan werden muss um für Euch als Familie eine Erleichterung zu haben und vielleicht in Ruhe und Würde Abschied nehmen zu können.


    Vlg. Linchen :24:

    Lieber Cildie,


    ich kann Dich so gut verstehen ähnlich hab ich das als junge Erwachsene mit meiner Oma erlebt, es tut unglaublich weh einen Menschen so zu sehen das ist ganz schlimm und dann zu wissen das nicht mehr viel Zeit ist bis zum endgültigen Abschied das ist einfach unglaublich schmerzhaft und gleichzeitig wünscht man sich diese Erlösung für diesen geliebten Menschen und das ist einfach grausam....dieses zerreißen zwischen dem einen und dem anderen.


    Auch bei meiner Mama sah ich diese Veränderung nach der Katastrophe 2017 nach diesen Beatmungsgeräten deswegen weiß ich auch was daraus entstehen kann und ich wünsche das niemanden diese Angst und diese Angst was wird.

    Sie hat sich super erholt aber nur bis zu einem gewissen Grad, Hilfe brauchte sie trotzdem sich waschen, Haushalt Einkaufen alles das normale ging ohne Hilfe nicht mehr, und auch ihr Gehirn vieles musste man ihr aufschreiben oder mehrmals sagen, Arzt Gespräche musste ich immer nach telefonieren da sie sich das nicht merken konnte.

    Medikamente musste Papa machen.


    Es waren nur Kleinigkeiten aber sie war einfach vergesslicher der Kopf wollte nicht immer so richtig und je nach dem wie der Sauerstoff im Blut war gab es bessere Tage und schlechte, aber im Grunde war es in Ordnung, man konnte so alles normal mit Ihr besprechen es gab eben einfach mal Ausetzer.


    Aber es war eben eine Störung da duch diese Zeit an dem Beatmungsgerät und wir wissen wussten auch nicht wie lang ihr Gehirn kein Sauerstoff mehr erhalten hatte 2017. Das sie sich so gut erholt hatte war eigentlich ein Wunder selbst die Ärzte waren überrascht.

    Hätte also noch ein bisschen haben können ein bisschen ein paar Jahre mehr aber nein es sollte nicht so sein und so leide ich vor mich hin...und suche Wege damit zu recht zu kommen irgendwie irgendwann.


    Vlg. Linchen

    Lieber Cildie,


    es scheint so als wäre Dir ganz klar was ist und was sein muss.

    Leider unterscheidet sich das oft von dem was sich der jenige und wir als Familie uns gewünscht hätten.

    Es ist leider so und das ist schwer, und nicht immer umsetzbar.

    Leider das braucht Zeit, das braucht Raum und auch Deine Trauer ist völlig berechtigt und noch ist Dein Vater da aber eben nicht mehr der der er war und das tut weh, auch das will verarbeitet werden.

    Das es für Deine Mama ganz ganz schwer ist verstehe ich da kommt vieles dazu.

    Du solltest aber mit Deiner Schwester ein klärendes Gespräch führen es kann nicht sein das Du gegen Windmühlen kämpfen musst.

    Auch was Deine Mama angeht notfalls wirklich Hilfe dazu holen einen Arzt der ihr klar sagt es gibt Grenzen....er muss ja richtig versorgt werden das ist für ein 80 jährige meiner Erfahrung nach nicht zu schaffen.

    Selbst wenn Du und Deine Schwester mitmachen ist das schwer, kleines Baby das wird nichts, berufstätig auch kaum möglich.

    24 Stunden Pflege wenn das noch möglich ist wäre eine Option.


    Es tut mir leid das Du dich so aufs kämpfen konzentrieren musst anstatt auf deine Trauer und der Verarbeitung dessen was kommt und was ist.


    Vlg. Linchen

    Liebe Genna,


    ja man schreit stopp, man brüllt man steht an diesem Abgrund und staart hinunter in dieses endlose Nichts und schreit und schreit und schreit aber niemand nimmt davon Notiz so ging es mir....und das ist das schlimmste was passieren kann.


    Hier im Forum wurde ich aufgefangen, und nach ganz viel Zeit konnte ich von diesem Abgrund zurück treten erst nur ein Schritt dann mehrere und jetzt sehe ich den Rand noch aber nicht mehr dieses endlose Nichts.....aber es braucht Zeit einfach nur viel Zeit.


    Ich wünsche Dir und Deiner Familie einfach nur ganz viel Kraft um das zusammen irgendwie irgendwann zu schaffen und eines Tages wieder lachen und Freude und Spaß zu empfinden.


    Vlg. Linchen

    Liebe Mel,


    ja die Veränderung ist deutlich.


    Warscheinlich auch völlig normal in so einer dramatischen Situation.

    Es ist schön das er trotzdem versucht ein fröhliches glückliches Leben zu führen ich glaube das würde sein Bruder so wollen und er ist mit Sicherheit sehr stolz auf ihn.


    Vlg. Linchen

    Ja anders ich denke anders....nach den vielen vielen Verlusten seit meiner frühstens Kindheit kann ich sagen anders....aber es prägt einen auch.

    Erst als Erwachsene hab ich verstanden warum ich anders war als alle anderen....und deswegen komme ich auch recht gut allein klar, mag es auch einfach allein zu sein.

    Wobei allein sein und allein sein zweierlei ist ich brauche keinen Trubel keine vielen Menschen ich brauchte ein Menschen der ist jetzt nicht mehr und das macht mir zu schaffen.


    Natürlich mein Partner mein Papa alles okay, Papa ist nicht derjenige der über Gefühle redet und mein Partner hat seine eigenen gesundheitlichen Probleme und kann das auch nicht nachvollziehen weil er das nicht kennt.


    Ja alles bissle schwierig ohne seinen Seelenmenschen.:13:


    Vlg. Linchen

    Liebe Babajaga912,


    schön das es Dir langsam besser geht, war ja doch hartnäckig....:24:


    Mein Urlaub geht langsam zu Ende mit schönem Wetter wenigstens etwas....ansonsten ja es ist gut wenn man wieder arbeiten kann, Ablenkung ect. nicht die Hälfte geschafft was ich mir vorgenommen hatte aber was solls....einfach keine Lust Kraft Motivation fehlt einfach komplett....irgendwann irgendwie wird es hoffentlich besser.


    Vlg. Linchen