Posts by Niobe

    Liebe Elster

    Danke für deinen berührenden bewegenden Text. Ich schwieg zu dem Thema, da mir die persönliche Erfahrung fehlt und meine Gedanken dazu insgesamt nicht zu Ende gedacht sind.


    Doch glaube ich, gerade hier in diesem Forum spüren viele von uns, dass es Gründe geben kann, warum Menschen nicht mehr leben wollen, dass das Gehen weniger schmerzvoll als das Bleiben scheint. Dort möchte ich in Mitgefühl und Verbundenheit anknüpfen.


    Niobe

    Auch meine Gedanken sind bei euch, liebe Mel. Eure Fotoaktion berührt und beeindruckt mich sehr. Welch kraftvoll und eiserne Trauer! Wie offen und ungeschönt dem Unfassbaren ins Gesicht blickend. Wie mutig!


    An eurer Seite *** Niobe

    Liebe/r Xpofgalish,


    Trost habe ich nicht, doch Mitgefühl zutiefst für deinen grausamen Verlust.

    Sei leise willkommen hier an diesem Ort an dem niemand von uns sein wollte und sollte.


    Überfordere dich nicht: Atmen, trinken, schlafen. Mehr ist jetzt nicht leistbar. Körper und Seele geben ihr bestes, um zu überleben, was eigentlich nicht zu überleben ist und um auszuhalten, was eigentlich nicht auszuhalten ist.


    In Verbundenheit

    Niobe

    https://m.facebook.com/story.p…64322666453&sfnsn=scwspmo




    Wie gehe ich mit Menschen um, die erwarten, dass ich schon „darüber hinweg“ bin?


    One of the questions I hear most often is "How do I deal with people who expect me to be “over this” already?" Have you experienced this?⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    The important thing to remember is that your grief, like your love, belongs to you. No one has the right to dictate, judge, or dismiss what's yours to live. That they don’t have the right to judge doesn’t stop them from doing it, however.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    What that means is that if you want to stop hearing judgment, you need to clarify your boundaries. These are steps you can take to remove yourself from the debate:⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    1️⃣Clearly and calmly address their concern.⁣⁣⁣⁣

    2️⃣Clarify your boundaries.⁣⁣⁣⁣

    3️⃣Redirect the conversation.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Come up with a stock phrase to repeat whenever someone lectures you. Steps 1 & 2 often get combined, which might sound like this: “I appreciate your interest in my life. I am going to live in the way that feels right to me, and I’m not interested in discussing it.” ⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣

    This can be especially effective when you follow your statement with step 3, redirecting the conversation: “I’m happy to talk about something else, but this is not open for discussion.”⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    It sounds wooden and strange, I know. But the message here – including the formal wording – is that you have a clear boundary, and you won't allow it to be breached in any way.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    For people who persist on pressing you, stick to your standard phrase: “That isn’t a topic I’ll discuss.” Then change the subject again. If they can’t do that, you can end the conversation completely – walk away, say goodbye & hang-up. The important thing is to not allow yourself to be drawn into battle.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    It’s awkward at first, but will become a lot easier the more you practice. Eventually, people in your life will either get the message – not that you don’t have to be over it, but that you aren’t willing to discuss it – or they will leave.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Grief WILL re-arrange your relationships. Some people will make it through, some will fall away. If they can handle you staying true to your own heart, then they'll make it through with you.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Notdürftige Google-Übersetzung:


    Eine der Fragen, die ich am häufigsten höre, lautet: „Wie gehe ich mit Menschen um, die erwarten, dass ich schon „darüber hinweg“ bin?“ Hast du das erlebt?⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Das Wichtigste, woran Sie sich erinnern sollten, ist, dass Ihre Trauer, wie Ihre Liebe, Ihnen gehört. Niemand hat das Recht zu diktieren, zu urteilen oder abzulehnen, was Ihnen zu leben gilt. Dass sie kein Urteilsrecht haben, hindert sie jedoch nicht daran.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Das bedeutet, dass Sie Ihre Grenzen klären müssen, wenn Sie aufhören wollen, Urteile zu hören. Dies sind Schritte, die Sie unternehmen können, um sich aus der Debatte zurückzuziehen:⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    1️⃣Sprechen Sie ihre Bedenken klar und ruhig an.⁣⁣⁣⁣

    2️⃣ Kläre deine Grenzen.⁣⁣⁣⁣

    3️⃣Leiten Sie das Gespräch um.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Denken Sie sich einen Standardsatz aus, den Sie wiederholen können, wenn Sie jemand belehrt. Schritt 1 & 2 werden oft kombiniert, was so klingen könnte: „Ich weiß Ihr Interesse an meinem Leben zu schätzen. Ich werde so leben, wie es sich für mich richtig anfühlt, und ich bin nicht daran interessiert, darüber zu diskutieren.“ ⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣

    Dies kann besonders effektiv sein, wenn Sie Ihrer Aussage mit Schritt 3 folgen und das Gespräch umlenken: „Ich rede gerne über etwas anderes, aber das steht nicht zur Diskussion.“⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Es klingt hölzern und seltsam, ich weiß. Aber die Botschaft hier – einschließlich der formalen Formulierung – ist, dass Sie eine klare Grenze haben, und Sie werden nicht zulassen, dass sie in irgendeiner Weise überschritten wird.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Für Leute, die darauf bestehen, Sie zu bedrängen, halten Sie sich an Ihren Standardsatz: „Das ist kein Thema, über das ich sprechen werde.“ Wechseln Sie dann erneut das Thema. Wenn sie das nicht können, können Sie das Gespräch komplett beenden – weggehen, auf Wiedersehen sagen und auflegen. Das Wichtigste ist, sich nicht in den Kampf hineinziehen zu lassen.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Es ist am Anfang umständlich, wird aber viel einfacher, je mehr Sie üben. Irgendwann werden die Menschen in Ihrem Leben entweder die Nachricht verstehen – nicht, dass Sie nicht darüber hinwegkommen müssen, aber dass Sie nicht bereit sind, darüber zu diskutieren – oder sie werden gehen.⁣⁣⁣⁣

    ⁣⁣⁣⁣

    Trauer WIRD Ihre Beziehungen neu ordnen. Einige Leute werden es schaffen, andere werden abfallen. Wenn sie es schaffen, dass du deinem eigenen Herzen treu bleibst, werden sie es mit dir schaffen.⁣⁣⁣⁣

    ABER — TROTZDEM möchte ich nicht den Glauben daran verlieren , dass es einmal FRIEDVOLLER wird.🙏

    Jedoch bin ich auch Realistin.
    Familien sind zerstritten , wie soll es denn dann erst zwischen Völkern klappen.

    ... wird es nicht eigentlich friedvoller? Vielleicht nicht in den Familien, sondern unter den Völkern? Zumindest ansatzweise hier und da?


    Immerhin gilt Krieg politisch global nicht mehr als legitimes politisches Instrument: das ist nicht wenig, historisch gesehen.

    Was hätte ein Überfall wie der auf die Ukraine noch vor 100 Jahren für einen militärischen Flächenbrand ausgelöst! Wir alle wären wahrscheinlich inzwischen mindestens auf der Flucht. Dass ein solcher Krieg gesellschaftlich und politisch nicht mehr zu rechtfertigen ist, macht ihn dabei natürlich kein Deut weniger grausam.


    Dass aber Gewalt allgemein heute gesellschaftlich und politisch geächtet und gesetzlich verboten ist, halte ich für eine gute Entwicklung, was allerdings nicht heißt, dass sie nicht unvermindert stattfindet.


    Danke fürs Lesen *** Niobe

    Liebe Sverja ,


    meine kritischen Fragen zum Thema "posttraumatisches Wachstum", welches nicht nur in der in deinem Beitrag zitieren Sendung diskutiert wird, sind nicht mehr als kritische Fragen.


    Um Gespräch und Austausch geht es mir, keinesfalls um Angriff und Verteidigung.

    Verzeih, wenn ich dir mit meiner Kritik an der Sache (!) zu nahe getreten sein sollte.


    Herzlich *** Niobe

    Aus einem Trauma was ja durchaus viele Trauernde haben kann es aus der posttraumatischen Belastung

    ein posttraumatisches WACHSTUM geben.

    Dieses Wachstum endet dann sehr .sehr häufig in einer ganz persönlichen Spiritualität...

    Die Sendung habe ich nicht gesehen., doch kenne ich die Idee posttraumatischer Entwicklungen, Transformationen und Wachstum aus anderem Zusammenhang und halte sie, ehrlich gesagt, für eher problematisch.


    Wird hier nicht ein Ideal geschaffen, dem sich anzunähern als wünschenswert kommuniziert wird und welches überdies hervorragend in unser Leistungs- und Fortschrittsdenken passt?

    Ist dies die moderne Version frei nach Nietzsche: Was uns nicht umbringt, macht uns stärker, größer, edler? Gilt das auch für Opfer von Krieg und Gewalt oder Naturkatastrophen etc.?


    Und wen das Trauma nicht stark macht ... ? Läuft bei dem etwas schief?


    Ich sehe die Gefahr einer Pathologisierung derer, die nicht an ihrem Trauma wachsen und reifen (können oder wollen), sondern damit ausgelastet sind, mit dem, was ihnen passiert ist, Tag für Tag zu überleben und die all ihre Kräfte dafür aufbringen müssen, ihr Schicksal zu tragen, um sich ein irgendwie bewohnbares Leben darin aufzubauen, nachdem das Leben, das sie hatten und wollten, keine Option mehr ist.


    Mich persönlich jedenfalls setzen derlei Wachstums- und Fortschrittsgedanken eher unter Druck.


    Danke fürs Lesen

    *** Niobe