Posts by Niobe


    Ihr Lieben,


    ich bekomme Blätter, glaube ich.


    Neulich lag ein trockenes Rosenblatt an meinem Schreibtisch. Ja, dicht vor dem Fenster ist ein Rosenbeet, aber die Fesnster waren geschlossen. Entweder also, das Blatt lag schon länger dort ohne dass es mir aufgefallen wäre, oder...


    Gestern dann fand ich zwei (!) Blättchen von "seinem" Blumenstrauß im Klagealbum. Ja, ich habe die Vase mit den verwelkten Blumen durch das Zimmer getragen, in dem auch das Album lag, aber es gab keinen Kontakt und Wind wehte auch nicht im Raum....


    Zudem beschlich mich ein "Gefühl", wohingegen man nichts fühlt, wenn abgefallene Blätter einfach nur neben der Vase liegen oder irgendwo hineingeweht werden.


    Der Gedanke, dass ich mich aber jetzt mit welken Blättern trösten soll, bringt mich schon wieder in die Todeszone der Verzweiflung!


    Warum dürfen unsere liebsten denn nicht einfach mehr bei uns sein ...


    Warum dürfen wir nicht wissen, ob sie noch sind und wo...


    warum dürfen wir nicht wenigstens ein, zwei Mal im Jahr "telefonieren"...

    ... zuerst wählst du unter FORUM einen Bereich aus der zu deiner Geschichte passt (z.B. VERLUST DES PARTNERS) und klickst den Bereich an. Dort erscheint dann oben (grau hinterlegt) +THEMA. Anklicken. Dann gibst du eine Überschrift ein. Fertig - und kannst so dein "Wohnzimmer" mit deinen Beiträgen und denen deiner Gäste einrichten und deine Verzweiflung herausschreien, wann immer es dich drängt.


    Wenn du deinen Thread (= dein Wohnzimmer = dein Thema) im GESCHLOSSENEN BEREICH eröffnest, dann können nur registrierte Nutzer die Texte in deinem Wohnzimmer lesen.


    Alles Liebe und viel Erfolg ***

    susanne65

    Liebe Susanne,

    mit Bestürzung und tiefem Mitgefühl heiße ich dich traurig willkommen in unserer Gemeinde der Leidtragenden.

    Schreib dir hier alles von der Seele, es wird immer jemand da sein, der dich hört.

    Vielleicht möchtest du einen eigenen "Thread" eröffnen. Dazu klickst du auf "Neues Thema" und gibst eine Überschrift ein. Dann hast du ein eigenes "Wohnzimmer" wie wir es nennen. ... Dort sehen wir sofort, wenn du einen Beitrag verfasst hast. Hier an der Pinnwand kommen die Mitglieder nicht so oft vorbei....

    Herzlich

    Niobe

    oh Genna,


    wie ich diese Frage kenne und auch das Wissenwollen statt Glaubenmüssen!


    Warum dürfen wir nicht wissen und warum gibt es keine eindeutigen Kontaktmöglichkeiten, wenn sie doch noch da sind und nah sind!


    Theorien über das Verhältnis von Gehirn und Bewusstsein sauge ich auf und ich meine, es gibt gute Gründe zu glauben ...

    Aber wissen...


    Herzlich

    Niobe

    Ich verstehe dich sehr gut, liebe Genna.


    Auch das klügste Buch kann uns unsere geliebten Menschen nicht zurückbringen. Am ehesten noch tragen mir die Bücher von Roland Kachler dazu bei, irgendwie ansatzweise zu verstehen, wenn das überhaupt möglich ist.

    Insbesonde dies:


    "Traumatische Verluste Hypnosystemische Beratung und Therapie von traumatisierten Trauernden"


    Kachler ist Betroffener und Psychotherapeut, du kennst ihn wahrscheinlich, drum verzeih meine "Belehrung"


    Eine mitfühlende Umarmung

    *** Niobe

    Bekam wieder den Rat machen Sie das Beste draus.

    Liebe Sonnenstrahl,


    mit wessen Tod müssen Sie leben, würden Sie dies auch einer querschnittsgelähmten Tänzerin raten?


    Menschen im Umfeld von Trauernden neigen offenbar dazu, Schmerz und Trauer durch Einwände relativieren und wegreden zu wollen. Mag dies auch noch so gut gemeint sein, so sind es oft gerade diese Worte, die von Unverständnis sprechen.

    Woher kommt dieses Unverständnis Außenstehender? Ist es deren eigene Angst vor dem Unaushaltbaren?

    Es scheint für Nichtbetroffene nicht vorstellbar, was es bedeutet, wenn der Tod des Anderen einen selbst mit auslöscht. Es wird einem manchmal sogar noch als Ich-Schwäche ausgelegt.


    Es gibt keine Redensart,
    die das beschreibt oder dem nahekommt,
    was ein Trauernder durchlebt.


    Keine Redensart und auch kein noch so triftiges Argument, kein noch so gewichtiges Aber.


    Der Tod des geliebten Menschen bestimmt jeden Wimpernschlag unserer Wirklichkeit. Allein die Vorstellung einer solchen Wirklichkeit ist unaushaltbar. Trauernde jedoch müssen dies nicht nur einen Gedanken sondern wirklich ein ganzes Leben lang aushalten.


    Verzeih meine ausufernde Antwort, aber dieses Thema belastet viele von uns hier noch zusätzlich. Ich lösche den Beitrag gern, wenn du ihn in deinem Wohnzimmer als deplatziert empfindest.


    Herzlich

    *** Niobe