Posts by Sabiene

    Liebe Sofie,

    mein aufrichtiges Beileid zu deinem großen Verlust. Auch ich habe es erlebt, dieses Entsetzen, wenn der bis dahin völlig gesunde Liebste von einem Augenblick zum nächsten nicht mehr da ist. Hinterher macht man sich immer Gedanken, wie man es vielleicht hätte verhindern können, das ist absolut verständlich, das geht vielen von uns so. Ich habe mal irgendwo den Satz gelesen "Niemand stirbt aus Versehen" und daran halte ich mich dann fest. Wenn es so sein sollte, warum auch immer, dann ist es nicht zu verhindern gewesen.

    Auch das mit dem Mut, den man aufbringen muss, seine Geschichte hier so öffentlich zu erzählen, kann ich so gut verstehen, das ging mir ganz genauso. Aber was soll ich sagen, es war eine meiner besten Entscheidungen in diesem schrecklichen Jahr, mich hier anzumelden und auch selber anzufangen zu schreiben. Es tut einfach gut, die Anteilnahme und das Verständnis zu spüren und von den Erfahrungen anderer zu lesen, gerade wenn der Umgang mit Nichttrauernden so schwierig wird.

    Mitfühlende Grüße

    Sabiene

    Liebe Devani,

    ganz lieben Dank für dein Mitgefühl und deine Vorschläge. Glaub mir, ich habe ganz vieles schon ausprobiert und unternommen, sowohl im Bereich der Schul- als auch der Alternativmedizin. Und ein paar Ideen hab ich auch noch, was ich noch darüberhinaus tun könnte, im Moment fehlt mir allerdings die Kraft dazu. Nach allem was ich über diese Krankheit weiß wäre es absolut unrealistisch anzunehmen dass sie sich unter den Bedingungen der Trauer nicht verschlechtert. Intensive Gefühle, Veränderungen überhaupt, neue Anforderungen, viele Termine, alles Migräne-Trigger! Deshalb habe ich die Hoffnung, dass es noch einmal besser wird, wenn der ganze Trauer-Stress mal wieder abflaut bzw. ich mich etwas besser an die neue Situation gewöhnt habe. Im Moment mache ich mir keinen Druck mit neuen Therapien und zusätzlichen Terminen. Aber trotzdem vielen Dank!

    Liebe Grüße zurück

    Sabiene

    Liebe Martina,

    ja, ja, ja, ganz vieles von dem was du schreibst kann ich so gut nachempfinden! Auch mir geht es so, dass es mir schwer fällt, zur Ruhe zu kommen. Kein Wunder dass ich dauernd Migräne habe... Das Forum als ständiger Begleiter, ja, immer noch sehr verhaftet in der Welt der Verstorbenen und der Trauernden, immer noch Gedanken- und Gefühlswirrwarr im Kopf, Schwierigkeiten damit, an der normalen Alltagswelt teilzunehmen. Nur allein, das bin ich - schon migränebedingt - häufig, Verabredungen traue ich mich ja kaum einzugehen und wenn dann muss ich sie häufig wieder absagen. Aber das Alleinsein ist keine Wohltat mehr, so wie ich das früher oft empfunden habe, sondern meistens nur die schmerzliche Erinnerung daran, dass das Leben jetzt weitgehend ohne mich stattfindet. Ja, und auch bei mir meldet sich kaum noch jemand. Einige warten darauf, dass ich mich melde, das schon, aber dafür müsste es mir erst besser gehen.

    Ob ich das Leid genug zulasse, das frage ich mich auch mitunter. Meistens schiebe ich solche Gedanken aber schnell wieder weg, im Grunde vertraue ich doch meiner Psyche, dass sie es für mich auf das erträgliche Maß dosiert. Meiner Intuition mehr zu vertrauen, was für mich gut ist und was nicht, das immerhin habe ich in den letzten Jahren gelernt.

    Dass es den einen Tiefpunkt im Leben gibt, von dem aus es nur wieder besser werden kann, glaube ich eher nicht. Das ganze Leben ebenso wie die Trauer ist ja eine ständige Wellenbewegung, geprägt von Höhen und Tiefen, die aber nicht regelmäßig und schon gar nicht vorhersagbar sind. Dass unser Glücklich- oder Unglücklichsein zu einem großen Teil nicht von unseren Lebensumständen, sondern von unserer Einstellung dazu abhängt, davon bin ich eigentlich immer noch überzeugt, aber mitunter kostet es schon sehr viel Kraft, sich von den Umständen nicht überwältigen zu lassen!

    Ich war ja glücklicherweise schon ziemlich schnell an einem Punkt, an dem ich den zu frühen Tod meines Mannes und mein Übrigbleiben in dieser Welt akzeptieren und als Herausforderung, als Lernaufgabe für mich ansehen konnte. Aber dass ich seitdem irgendwie weitergekommen wäre, das sehe ich im Moment auch noch nicht. Es braucht wohl Geduld, auch so eine Lernaufgabe, die meisten Menschen haben ja ein Problem damit.

    Ich grüße dich ganz herzlich

    Sabiene

    Liebe Elke,

    Ich sehe deinen großen Schmerz und es tut mir so leid! Klingt so als sei die Katastrophe auch bei dir ganz plötzlich passiert?

    Fühl dich willkommen hier im Forum, wo keiner von uns je sein wollte und wo wir doch täglich erleben, wie gut es tut, Anteilnahme zu spüren und von Erfahrungen anderer zu lesen. Jede Trauer ist individuell und so kann dir - leider oder zum Glück- keiner sagen, wie lange es dauert, bis es erträglicher wird. Aber dass es irgendwann erträglicher wird, dass man lernen kann, mit dem Schmerz zu leben und auch wieder Schönes wahrzunehmen, dafür wirst du hier sicher Beispiele entdecken.

    Fühl dich begleitet auf deinem schweren Weg der Trauer, ich grüße dich von Herzen,

    Sabiene

    Liebe Mausi,

    es tut mir so leid, dass auch du deinen lieben Mann verloren hast. Und das in so jungen Jahren schon, ich bin ja fast 20 Jahre älter als du und finde das schon viel zu früh! Ich wünsche dir sehr, dass du dich hier im Forum gut aufgehoben fühlst und Anteilnahme und Unterstützung erfährst. Es ist ein Alptraum, ja, und auf die meisten Fragen gibt es keine Antwort, leider. Wie es weitergehen soll mit dir, mit eurer Tochter, du wirst Antworten finden, aber verlang nicht zu viel von dir. Du stehst ja noch ganz am Anfang und da geht es erstmal darum, jeden einzelnen Tag irgendwie zu überstehen. Trauer kostet viel Kraft, und dann kommen noch die ganzen Formalitäten und Erledigungen dazu. Und vermutlich brauchst du noch zusätzlich Kraft für deine Tochter. Wie alt ist sie denn, wenn ich fragen darf, und wie geht es ihr?

    Mitfühlende Grüße

    Sabiene

    Liebe Evi,

    Immerhin gut, dass du die Fahrt jetzt geschafft und hinter dir hast. Vielleicht hat dein lieber Mann ja auf dich aufgepasst? Ich bitte in solchen Situationen auch schon mal um Schutz und Unterstützung und das gibt mir dann ein etwas besseres Gefühl. Ja, und das alleine Zurückkommen tut natürlich weh, ich fühle sehr mit dir und wünsche dir jetzt wenigstens eine erholsame Nacht.

    Alles Liebe

    Sabiene

    Danke für eure Antworten, liebe Steffi, Martina und RalfsHeidemarie. Vieles von dem, was ihr schreibt, kann ich gut nachvollziehen. Ich fasse mal zusammen:

    Den Blick aufs Positive lenken, wenn und solange man das schafft, und dann auch immer wieder von der Trauer sich überrollen lassen.

    Den Schmerz akzeptieren, aber nicht in ihm versinken, den Tag strukturieren, sich Gutes tun, nicht grübeln.

    Sich intensiv mit der Trauer befassen, kognitiv und emotional, lesend, schreibend, meditierend. Und offen sein für Veränderung, die kommt, wenn die Zeit dafür reif ist, nicht wenn ich es will.

    Klingt alles einleuchtend, wenn auch nicht gerade einfach...

    Über den Zusammenhang bzw. die Vergleichbarkeit von körperlichem und seelischem Schmerz denke ich weiter nach, ich sehe da nämlich nach wie vor Parallelen. Auch Hirnforscher konnten ja schon zeigen, dass in beiden Fällen offenbar die gleichen Gehirnareale beteiligt sind.

    Liebe Evi,

    es tut mir sehr leid dass auch du deinen lieben Mann hast gehen lassen müssen. Ob nach langer Krankheit oder ganz plötzlich, es ist immer schrecklich und es tut so weh. Gut dass du dieses Forum schon so schnell gefunden hast. Ich wünsche dir sehr, dass das Lesen und Schreiben hier dir gut tut und dich auf deinem Trauerweg unterstützt.

    Mitfühlende Grüße

    Sabiene

    Liebe RalfsHeidemarie,

    zunächst einmal: ich freue mich so sehr mit dir über die ganzen positiven Entwicklungen bei dir. Dass du irritiert bist über den doch ziemlich plötzlichen Wechsel finde ich absolut verständlich. Das würde uns sicher allen so gehen. Ich würde dem Gefühl aber nicht allzuviel Raum geben. Du kennst doch sicher auch den Spruch: "Grübeln ist glücksfeindlich. Glück ist ganz leicht kaputtzugrübeln." Es ist jetzt so und es ist gut so. Punkt.
    Besonders schön finde ich das, was du über die Verbindung zu deinem Ralf schreibst. Dass es das wirklich gibt: Die Liebe bleibt, aber das Leiden nicht. Das macht mir (und sicher vielen anderen hier) Mut.

    Ich denke bei dir kommen zwei wichtige Faktoren zusammen: du hast Ideen, Wünsche, Vorstellungen für dein neues Leben, und du hast auch den Mut und die Kraft, sie umzusetzen. Ja, und vielleicht wirklich als Drittes, du bist den Trauerweg wirklich gegangen und nicht ausgewichen.

    Alles Liebe

    Sabiene

    Ihr Lieben,

    ich habe hier schon manchmal darüber geschrieben dass mir meine Erfahrungen in bezug auf körperliche Schmerzen und Krankheit auch jetzt in meiner Trauer hilfreich sind. Unter anderem hatte ich gelernt, das Bewusstsein nicht immer nur auf den Schmerz zu fokussieren, weil dieser sich durch die auf ihn gerichtete Aufmerksamkeit nur verstärkt. Statt dessen sollte man versuchen, auch positive Aspekte der Situation, kleine Freuden, angenehme Empfindungen etc. bewusst wahrzunehmen und Dankbarkeit dafür zu kultivieren. Soweit sicher richtig und sinnvoll, und in gewisser Hinsicht wohl auch übertragbar auf die Trauersituation, aber vielleicht doch nur die eine Seite der Wahrheit? Jetzt in der Trauer höre ich nämlich eher den Rat, den aufkommenden Schmerz auch zu fühlen, sich ihm hinzugeben, weil der Weg nur durch den Schmerz hindurch führt und nicht an ihm vorbei. Auch das klingt für mich einleuchtend.

    Wie also mit diesem Widerspruch umgehen? Wenn ich heute versuche, Phasen intensiver Traurigkeit zuzulassen, dann sehe ich häufig, wie die Gründe dafür zusammenspielen, sich nicht wirklich trennen lassen. Ich bin traurig, weil mein Leben um so vieles ärmer geworden ist, weil ich mittlerweile auf so vieles verzichten muss, weil mein Leben sich immer mehr reduziert, weil mir die Leichtigkeit und Unbeschwertheit verloren gegangen sind. Ich versuche also, dieser Traurigkeit mehr Raum zu geben, anstatt mich sofort auf positive Aspekte meines Lebens zu konzentrieren. Andererseits kenne ich durchaus die Gefahr, sich dem Schmerz zu sehr hinzugeben und dann in Selbstmitleid wie in einem Strudel zu versinken, und ich weiß âus eigener leidvoller Erfahrung, dass das eigentlich nur alles schlimmer macht. Wie findet man da den richtigen Weg? So, wie man auch sonst im Leben "die Spur hält", durch Suchen, Ausprobieren und immer wieder Gegensteuern und Korrigieren?

    Eure Gedanken hierzu würden mich interessieren.

    Liebe Pia, liebe Steffi,

    danke für euer Verständnis.

    Heute war ich im Erntedank-Gottesdienst. Ich dachte, ich muss mal wieder unter Menschen. Hab aber leider gemerkt, wie wenig ich im Moment aushalten kann. Die vielen KiTa-Kinder, die Unruhe, die laute Orgelmusik, alles war mir zuviel. Zum Glück hat sich hinterher noch ein schönes Gespräch mit einer langjährigen lieben Bekannten ergeben. Unser Weg zurück ins Leben ist so schwierig ... immer nur alleine ist nicht gut und unter Menschen hält man es auch nicht lange aus...

    Liebe Steffi, tolle Geschichte, das mit deiner Heizung. Glückwunsch! Mein Problem sind gerade bei einem Depotübertrag mysteriöserweise verschwundene Wertpapiere. Ob es da auch youtube Videos gibt? Und das wo ich gerade erst angefangen hatte, mich mit Banken und Finanzen überhaupt zu beschäftigen. Das hatte ich früher - leider - alles meinem Mann überlassen. Naja, so wie mit deiner Heizung!

    Liebe Grüße

    Sabiene

    Gedanken von heute Abend


    Immer wieder diese Kraftanstrengung.

    Tage und Nächte bewältigen, möglichst ohne Schmerzmittel, ohne Beruhigungsmedikamente.

    Der Verzweiflung widerstehen, die einen wie ein Sog in die Tiefe ziehen will.

    Die Ängste wahlweise akzeptieren oder mit klugen Gedanken zu entkräften versuchen, sie bleiben doch.

    Die kleine Flamme der Hoffnung auf ein besseres Leben bewahren, dass sie nicht erlischt.

    Und wofür das alles?

    Für die Familie, die Kinder, den verstorbenen Liebsten, dass sie sich keine Sorgen um einen machen?

    Damit am Ende irgendjemand, man selber womöglich, sagt, ja, du hast es okay gemacht, hast dich nicht unterkriegen lassen, hast deine Aufgabe bewältigt, jetzt kann die nächste kommen...

    Ist es das? Und will ich das? Und wenn nicht, gibt es eine Alternative?

    Liebe Flora,

    Vielen Dank für den Tipp mit der Nachtcafe Sendung! So berührend und beeindruckend! Vor allem dieser verwitwete Psychotherapeut, ein wunderbares Beispiel dafür dass sich tiefe Trauer und Lebensfreude nicht ausschließen müssen... anschauen lohnt sich!

    Ganz liebe Grüße

    Sabiene

    Liebe Pia,

    ich bin sehr berührt von deinem gestrigen Beitrag und fühle mich dir in vieler Hinsicht nahe. Wir sind ja ungefähr gleich alt, auch ich bin seit vielen Jahren schon Schmerzpatientin und weiß daher, wieviel Kraft das kosten kann. Und ja, auch ich gehöre nicht zu denjenigen, die dauernd Zeichen ihrer Verstorbenen erhalten. Ich bin da auch eher skeptisch und sehe nicht in jeder Feder am Wegrand und jedem Wolkenbild gleich ein Zeichen (Ich achte euch alle, die ihr das anders seht, aber für mich ist das nicht möglich). Davon unberührt ist aber meine durch jahrelange Auseinandersetzung mit dem Thema "Tod" entstandene Zuversicht, dass es diese geistige Welt gibt, dass wir alle nach unserem Tod dorthin zurückkehren werden, und dass es gut sein wird, wieder dort zu sein. Ich kann diese Welt leider nicht selbst wahrnehmen, offenbar braucht es dafür eine spezielle Begabung, die ich nicht habe. Ich habe aber gelernt, auch für mein Ahnen dieser Welt, für die langsam gewachsene Zuversicht schon dankbar zu sein. Und die Frage nach Gott? Da geht es mir im Grunde genauso. Ich bin ein spiritueller Mensch, eine "Gottsucherin", schon seit langem und mit ganz weitem Horizont mittlerweile und offen für viele unterschiedliche Traditionen. Der Bibelspruch "Suchet mich, so werdet ihr leben" aus dem Prophetenbuch Amos (5,4) wurde von mir vor 35 Jahren als vielleicht etwas ungewöhnlicher Trauspruch für unsere Ehe und unser gemeinsames Leben entdeckt (meinem Mann gefiel er zum Glück auch) und diesen Spruch hatten wir jetzt auch für die Trauerfeier meines Mannes ausgewählt. Es gibt so viele unterschiedliche Wege, Gott zu suchen und zu erfahren, wie es Menschen gibt, denke ich. Linchen hat dazu ja auch schon ihre Erfahrungen und ihre Sichtweise geschildert. Mein bisheriger Weg ist offensichtlich der einer nicht endenden Suche, einer kritisch hinterfragenden Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen, der Versuch des Nachspürens von Erfahrungen anderer, und ja, eine langsam wachsende Zuversicht, für die ich dankbar bin.

    Ich wünsche dir alles Gute für deinen ganz persönlichen Weg und fühle sehr mit dir!

    Sabiene

    Ihr Lieben,

    geht es euch eigentlich auch so, dass ihr euch mit euren eigenen Beiträgen hier mitunter selbst Mut macht? Wenn es mir wirklich schlecht geht, schreibe ich hier nämlich nichts, dann ist mir die Anstrengung des Formulierens, des Findens der richtigen Worte schon zuviel (meistens ist dann bei mir ja auch eine Migräne mit im Spiel). Aber ich lese dann trotzdem weiter mit, fühle mich irgendwie gut aufgehoben in der Gemeinschaft all derer, die es auch gerade so schwer haben. Und manchmal lande ich bei meiner Suche nach etwas Mutmachendem dann bei meinen eigenen früheren Beiträgen und erinnere mich wieder daran, dass ich auch schon bessere Phasen hatte und vermutlich auch wieder haben werde. Die mutmachenden Beiträge von euch, die es ja auch gibt, finde ich dann meistens nicht wieder, dafür ist dieses Forum dann doch zu groß und unübersichtlich. Ich habe in meinem Leben nie Tagebuch geführt, in den letzten Jahren nur sporadisch mal Dinge festgehalten, die mir wichtig waren, meistens Erkenntnisse und Einsichten nach der Lektüre von manchen Büchern oder nach intensivem Durchdenken von irgendetwas. Ich ahne jetzt aber, dass die hier in diesem Forum aufbewahrte Dokumentation unseres Trauerwegs mit allen dazugehörenden Gefühlen und Gedanken und dem Austausch darüber uns später noch mal wichtig werden könnte.


    DANKE dass es dieses Forum gibt und ihr alle ein Teil davon seid!

    Danke, liebe Susanne. Dieses "nie wieder", das quält uns alle hier so sehr. Und auch dass man sich gar nicht verabschieden konnte, das fand und finde ich immer noch schlimm. Ich habe es trotzdem versucht, ihm nach seinem Tod noch manche Dinge zu sagen, in der Hoffnung dass er das irgendwie mitbekommt, aber eine Gewissheit habe ich natürlich nicht.

    Ich wünsche dir viel Kraft und gib bitte die Hoffnung nicht auf, dass die ganz dunklen Stunden auch irgendwann vorbeigehen werden. Die Trauer wird bleiben, aber sie wird sich verändern, wird milder werden und auch wieder Raum geben für Schönes, das sagen viele hier, die schon länger dabei sind. Und auch ich glaube fest daran. Alles Liebe!

    Liebe Gaby,

    bitte mach dir nicht so viel Druck wegen der ganzen Erledigungen und Formalitäten. Meine Erfahrung ist die, dass vieles nicht so eilig ist wie gedacht, dass die Behörden selbst unglaublich lange brauchen. Zum Beispiel musste ich alleine 5 Monate auf die Eröffnung des Testaments warten, in einem völlig unproblematischen Fall. Und ohne das Testament ging eben vieles noch gar nicht.

    Es stimmt, es wird unglaublich viel von uns verlangt, aber den Zeitdruck, den hab ich mir am Anfang selbst gemacht.

    Mitfühlende Grüße

    Sabiene

    Liebe Susanne,

    schön dass es jetzt geklappt hat! Mein ganz herzliches Beileid nochmal! Ja, die Welt bricht zusammen, von einem Augenblick auf den nächsten ist der Mensch weg, mit dem man am allermeisten vertraut war, es lässt mich immer noch erschaudern dass so etwas möglich ist. Dass auch unser Körper darauf reagiert, zum Beispiel mit Zittern, ist leider ganz normal. Bitte quäl dich im Moment nicht mit Fragen nach einem Sinn im Alleine-weiter-leben. Jetzt geht es erstmal darum jeden einzelnen Tag irgendwie zu überstehen, das reicht am Anfang völlig aus. Und du wirst sehen, die Anteilnahme und die vielen hier im Forum geteilten Erfahrungen werden sicherlich auch dir eine Hilfe sein.

    Alles Liebe

    Sabiene