Posts by Sabiene

    Liebe Niobe,


    deine Antwort "Überall-und-immer" gefällt mir gut. Nur dass wir, gefangen in Raum und Zeit, leider nicht die für die Wahrnehmung dessen notwendigen Antennen besitzen...


    Und nochmal kurz zu den "Seelenanteilen": Bei mir war es ja so, dass mich die Frage "was kommt nach dem Tod?" schon früher und ganz unabhängig von einem konkreten Verlust beschäftigt hat. Und die Tatsache, dass die asiatischen Religionen (mit je unterschiedlichen Konzepten, aber doch im Ergebnis übereinstimmend) von Wiedergeburt ausgehen, während das Christentum (jetzt mal stellvertretend für die monotheistischen Religionen) dies ganz überwiegend ablehnt, fand ich schon immer höchst interessant. Die Auflösung eines solchen Widerspruchs darin zu sehen, die eine Auffassung sei eben falsch und die andere richtig, ist für mich nicht befriedigend. Umso faszinierender finde ich daher die Erklärung von P. Voggenhuber mit der Inkarnation von Seelenaspekten oder -anteilen, weil sie - für mich - in gewisser Weise diesen Gegensatz überbrückt. Zudem beantwortet sie die hier auch im Forum schon mitunter aufgeworfene Frage, ob denn ein Jenseitskontakt noch möglich ist, wenn die Seele bereits weiter inkarniert ist. Ebenso auch die Frage, wie das mit einem Wiedersehen in der geistigen Welt nach unserem eigenen Tod sein kann, wenn die Seele des vorher Verstorbenen dann wieder inkarniert ist. Es ist mir schon klar, dass P. Voggenhuber diese Ansicht, die ich im übrigen auch von anderen medial begabten Menschen schon gehört habe, nicht logisch "beweisen" kann. Für mich handelt es sich hier um ein interessantes Denkmodell, das einige Fragen beantwortet, andere aber ganz sicher offen lässt bzw. erst neu aufwirft.


    Ganz herzlich

    Sabiene

    Ihr Lieben,


    ich hatte ein paar Tage weitgehende Forumspause eingelegt, lese mich jetzt quer durch alle Neuigkeiten und bin sehr begeistert von diesem tollen neuen Thread und euren ganzen persönlichen und berührenden Beiträgen! Für mich hatte ich hier im Forum ja schon einige Male über meine langsam wachsende Überzeugung geschrieben, dass wir nach diesem Erdenleben in die geistige Welt, die unser eigentliches Zuhause darstellt, zurückkehren und dort unsere vorher verstorbenen Lieben treffen werden. Das Buch "Nachrichten aus dem Jenseits 2.0" von Pascal Voggenhuber habe ich auch gelesen und auch für mich erklärt er gut nachvollziehbar, wie man das mit der Reinkarnation verstehen kann: Die Person, die wir hier auf der Erde sind, ist nur ein Aspekt unserer Seele unter ganz vielen. Nach unserem Tod kehrt dieser Aspekt mit all seinen Erfahrungen zur Gesamtseele zurück, bleibt aber trotzdem in seiner Individualität erhalten (wie auch immer man sich das im Detail vorstellen soll). Dieser Seelenaspekt inkarniert auch nicht noch einmal, es inkarnieren aber weitere Aspekte derselben Seele. Das erklärt dann auch, weshalb man in einem Jenseitskontakt auf den - dann jenseitigen - Menschen mit all seinen aus dem Erdenleben bekannten Eigenheiten trifft, und zwar auch dann, wenn die Seele in der Zwischenzeit weitere Inkarnationen "auf die Erde geschickt hat".


    Das Faszinierende an dieser Auffassung ist ja auch, dass sie sowohl mit den asiatischen Religionen, die ja von Reinkarnation, Seelenwanderung ausgehen, als auch mit der im Christentum vorherrschenden Überzeugung, dass jedes Leben einzig ist und mit der Rückkehr zu Gott (in die Seelenheimat, eine Welt voller Licht und Liebe) endet, vereinbar ist.


    Ich liebe es ja schon seit langem, mich mit Religionen und insbesondere dem interreligiösen Dialog zu beschäftigen und finde dabei immer die Herangehensweise am lohnendsten, die vordergründig vorhandene Widersprüche nicht als unüberbrückbare Gegensätze begreift, sondern eher als unterschiedliche Seiten ein- und derselben Sache, die wir nur noch nicht vollständig erfassen können.


    Sehr spannend jedenfalls das Ganze, danke, liebe Renate, dass es jetzt einen Platz für dieses Thema gibt!

    Liebe Steffi,

    Ich finde das hört sich gut an! Ich kann vieles gut nachvollziehen was du beschreibst. Es hat uns keiner versprochen, dass es ein leichter Weg wird, aber es gibt einen und wir finden ihn beim Gehen, Schritt für Schritt.

    Alles Liebe für dich

    Sabiene

    Liebe Jennifer,


    jetzt hab ich auch deine Geschichte hier gelesen und es tut mir so leid! Den Liebsten so plötzlich zu verlieren ist grausam, und dass dich die ungeklärten Umstände zusätzlich belasten, ist absolut verständlich. Jeder von uns macht sich ja diese Gedanken, ob man es irgendwie hätte verhindern können, und dabei findet man mitunter auch Szenarien, die die Katastrophe tatsächlich verhindert hätten. Das hat aber noch gar nichts mit irgendeiner Schuld zu tun. Auch bei dir sehe ich überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür, dir eine Schuld zu geben an dem, was passiert ist. Es war ja in keiner Weise vorhersehbar, was an dem Tag passieren würde, und du hast dich ja auch nach Kräften bemüht, ihn zu finden, die Polizei einzuschalten usw... Ja, vielleicht hat er sich unvorsichtig verhalten, keiner kann das mit Gewissheit sagen, aber das tun wir doch alle mitunter und meistens geschieht nichts Schlimmes dabei.


    Vielleicht findest du ein bisschen Frieden, wenn du dir vorzustellen versuchst, dass es ihm da, wo er jetzt ist, gut geht, und dass er dich und deinen Schmerz sieht und nicht möchte, dass du es dir noch schwerer machst. Schlimm genug, dass du jetzt in der Folge noch weitere Menschen verlierst wie seine Kinder und den Rest seiner Familie. Ich wünsche dir von Herzen, dass du einfühlsame Gesprächspartner findest, und du weißt ja, hier im Forum bist du immer willkommen mit deinen Gedanken und Gefühlen. Es hört dir immer jemand zu und du wirst auch immer Antworten bekommen.


    Ganz liebe mitfühlende Grüße

    Sabiene

    Liebe Mincey,

    Ich finde das so traurig wie sich deine Mutter und deine Schwiegerfamilie gerade verhalten, dass sie dich so unter Druck setzen. Aber toll, wie du für dich einstehst, du wirst es sicher schaffen, alles nach deinen Vorstellungen zu regeln, in deinem Tempo und mit Unterstützung von deinem Thomas.

    Ganz liebe Grüße

    Sabiene

    Liebe Mincey,

    ich bin erschüttert über das, was du schreibst, und es tut mir so unendlich leid! Gerade erst ist es geschehen, das Unbegreifliche, und ihr seid doch noch so jung...

    Alles, was du an Gedanken und Gefühlen beschreibst, ist völlig verständlich und sollte dich nicht noch zusätzlich beunruhigen. So oder ähnlich haben es wohl die meisten von uns empfunden. Quäl dich jetzt bitte nicht mit Fragen, wie dein Leben weitergehen soll. Du wirst Antworten finden, aber gib dir Zeit. Nimm jede Unterstützung an, die dir gut tut; nicht alleine zu sein ist im Moment sicher das Beste. Und schreib hier wann immer dir danach ist. Es werden dir viele zuhören, und es wird immer jemand antworten und versuchen dir zu helfen.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und denke sehr an dich,

    Sabiene

    Hallo Klunthack1,

    Hab jetzt erst gesehen, in wessen Wohnzimmer ich gerade geschrieben habe. Mein ganz herzliches Beileid! So schlimm, den Liebsten so plötzlich zu verlieren! Ich wünsche dir von Herzen Kraft und die Zuversicht, dass du deinen Weg durch die Trauer hindurch finden wirst. Dabei kann dieses Forum eine große Unterstützung sein

    Liebe Grüße

    Sabiene

    Jetzt ist er da, der Silvesterabend, und ich bin einfach nur erschöpft. Müde, kaputt, migränegeplagt, aber auch erleichtert und dankbar, dass wir die Weihnachtstage für uns so gut gestalten und verleben konnten. Erschöpft von insgesamt 8 Tagen in Familie, dem so ungewohnt lebhaften Zuhause, den vielen Gesprächen, auch am Telefon und per Videochat mit den weiter weg Wohnenden. Vielleicht aber auch erschöpft von diesem so anstrengenden und aufwühlenden Jahr...


    Meine Söhne feiern heute mit bzw. bei ihren jeweiligen Freundinnen, was ich ihnen von Herzen gönne, und ich bin heute Abend sehr froh, ganz alleine und endlich wieder in Ruhe und Stille sein zu können. Silvester war für mich schon immer ein Anlass zu Besinnung und Reflexion eher als zu fröhlicher Geselligkeit, aber selbst zum Nachdenken bin ich heute kaum in der Lage. Die Kraft reicht gerade noch zum Formulieren einiger mehr oder weniger bescheidener Wünsche:


    Ich wünsche mir und euch für 2022 das Verschontbleiben von weiteren Katastrophen, ich wünsche uns Frieden, im Herzen, im Miteinander und für die Welt, einen dankbaren Blick zurück und einen zuversichtlichen Blick nach vorne. Ich wünsche uns allen, dass der Schmerz erträglich ist, bleibt oder wird, und dass wir weitere gute Schritte auf unserem Lebens- und Trauerweg in Richtung Heilung gehen können, was auch immer das für jede und jeden von uns bedeuten mag.


    Alles Liebe! <3

    Ihr Lieben,

    Trotz dass ich gerade meine Söhne und die Freundin des einen um mich habe und ziemlich beschäftigt bin, was mir im Moment auch gut tut, wandern meine Gedanken immer wieder zu euch. Ganz besonders zu denjenigen, die heute ganz alleine sein oder zusätzlich zu ihrer Traurigkeit auch noch Angst und Sorge ertragen müssen.

    Ich wünsche euch allen wenigstens ein ganz kleines bisschen weihnachtliche Freude und weihnachtlichen Frieden!

    Alles Liebe

    Sabiene

    Liebe Bärbel,


    Jetzt hast du ja auch mein "Wohnzimmer" entdeckt, schön, dann kann ich dir ja auch gleich hier antworten. Ja, deine Nachricht hab ich gelesen, danke dafür! Ich fand es am Anfang auch etwas unübersichtlich hier im Forum, mit all den unterschiedlichen Wohnzimmern. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und man lernt auch die anderen hier kennen. Man muss auch nicht gleich antworten, jeder hier versteht es, wenn man sich eine Pause nimmt und dann wieder kommt. Manchmal mag man einfach nichts schreiben und liest vielleicht nur, und manchmal muss man ein bisschen auf Abstand gehen, weil man die ganzen traurigen Schicksale gerade nicht noch zusätzlich ertragen kann.


    Es freut mich, wenn meine Worte dir ein kleines bisschen gut getan haben. Darf ich noch eine Sache klarstellen? Ich meinte nicht, dass wir für unsere Kinder stark sein "müssen". Das würde uns wahrscheinlich nur unter Druck setzen. Ich habe versucht, meine Erfahrung zu beschreiben, dass allein schon mein Wille, es ihnen nicht noch schwerer zu machen, sie nicht mit der Sorge um mich zu belasten, mir Kraft gegeben hat. Ich "musste" nicht stark sein, ich war es einfach. Nicht immer natürlich, aber in entscheidenden Situationen schon, und ich denke, es ist mir gelungen dass sie sich nicht um mich sorgen.


    Alles Liebe für dich,

    Sabiene

    Ihr Lieben,

    irgendwo hier im Forum, ich glaube es war in Pias Wohnzimmer, ist gestern zum Thema Reizüberflutung geschrieben worden. Ihr kennt das also auch? Einige von euch jedenfalls? Ich habe ja schon lange ein Problem damit, hab mich auch mit dem Phänomen der Hochsensibilität beschäftigt, und auch meine Migräne hängt ja damit zusammen. In letzter Zeit habe ich den Eindruck, es wird schlimmer und schlimmer. Liegt es am vielen Alleinsein zu Hause, an der Trauer an sich, weil der Kopf schon so voll ist mit Gedanken und das Herz so voll mit Gefühlen, dass da nichts mehr dazu kommen darf? An Musik ertrage ich schon seit Monaten fast nur noch die Gesänge aus Taizé, gesungene Mantras oder ähnliches, TV geht nur in allerkleinsten Dosen und übliche Spielfilme eigentlich gar nicht mehr. Alles zu viel, zu laut, zu hektisch, zu ... Manchmal mache ich sogar eine Kerze wieder aus, weil mir das Geflacker schon zu viel ist. Ob das noch mal besser wird? Wie soll man so nur wieder in ein Alltagsleben zurückfinden? Oder soll ich das vielleicht gar nicht mehr? Eins nur weiß ich: meinem Ralf hätte das gar nicht gefallen, er hat ja früher schon manchmal traurig zu mir gesagt: Du hältst ja gar kein normales Leben mehr aus...