Nein Christine, ihre Grunderkrankung wäre nicht tödlich gewesen, aber sie war sehr lange - 7 Monate - im Krankenhaus. Dort hat sie alle Krankenhauskeime, die es so gibt, aufgeschnappt und ist an einer Sepsis gestorben. Das passiert an deutschen Krankenhäusern leider immer öfter. Die Antibiotika helfen nicht mehr, weil viele Keime mittlerweile resistent sind.
Meine Ursel ist gegangen
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Das ist sehr traurig. Ich war mit meiner Hüftgelenkprothese gleich nach der OP 4 Wochen in der Geriatrie in Berlin, weil ich zu Hause alleine noch nicht sein konnte. Ich habe aber sehr gute Erfahrung gemacht. Super Essen ,täglich Visite ,viel Therapie, tägliche Körperpflege....Ich konnte mich ja bewegen, brauchte nicht im Bett zu liegen. Ich konnte also viel alleine machen. So unterschiedlich ist das in den Krankenhäusern.
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Ja Christine, in Ursels Fall von allem das Gegenteil. Das gibt sogar einer der Direktoren des städtischen Klinikums zu, den ich durch meine Arbeitsstelle kenne. Er begründet alles mit Personalmangel. Ursel bekam ja relativ schnell ein Krankenhaus-Delir, das machte ihren Aufenthalt nicht leichter.
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Ich weiß. Bei mir war jeder 2.Pfleger und fast jeder Arzt ein Ausländer. In Berlin gibt es davon ja genug. Die fangen das auf.In der Reha war das noch krasser. Da waren von 5 Ärzten 4Ausländer. Manchmal hapert es dann an der Sprache. Aber irgendwie hat man sich doch verstanden. In der chirurgischen Klinik hat man vor allem zum Nachtdienst diese Pfleger eingesetzt.
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Ich habe ins Krankenhaus immer ganz persönliche Dinge mitgebracht,wenn ich länger lag.. Einen Kopfkissenbezug,ein Kuscheltier, eine kleine Lichterkette, ein Foto auf dem Nachtschränkchen,einen Wecker....Mein Handy habe ich ganz leise mit Entspannungsmusik angemacht. Das haben die Ärzte und Pfleger immer gut gefunden. Ich habe das gemacht, um die Verbindung zu meinen Leben außerhalb des Krankenhauses aufrechtzuerhalten .Das ist für mich ganz wichtig.Ich war schon sehr oft im Krankenhaus .4Herzablationen, Herzkatheder,OP Halschlagader,Brustkrebs ....Du denkst vielleicht, warum schreibe ich das .Vielleicht ist es ein kleiner Tipp für andere, die das lesen. Ich habe im Forum schon einiges gelernt auf allen möglichen Gebieten,nicht nur was die Trauerarbeit angeht.
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Nein Christine, ihre Grunderkrankung wäre nicht tödlich gewesen, aber sie war sehr lange - 7 Monate - im Krankenhaus. Dort hat sie alle Krankenhauskeime, die es so gibt, aufgeschnappt und ist an einer Sepsis gestorben. Das passiert an deutschen Krankenhäusern leider immer öfter. Die Antibiotika helfen nicht mehr, weil viele Keime mittlerweile resistent sind.
Das ist traurig.
Keime können tödlich sein.
Gerade wenn ein Mensch gesundheitlich stark geschwächt ist infolge anderer Grunderkrankungen usw.
Tut mir so leid.
Meine Mutter starb auch an einer Sepsis.
Sie war zuhause. Einige Wochen vorher wurden mehrere Bakterien in einer Urologie festgestellt.
Da mehrere wurde noch keine Antibiotikum gegeben wenn sonst keine "Beschwerden".
Wegen Besorgnis wegen Resistenzen.
Wochen später Nierenbeckenentzündung (leider schwer erkennbar), Sanität wollte sie nicht abholen, sah keine Notwendigkeit und sandte Hausarzt. Penicillingabe was wohl kaum mehr nutzte.
Schlussendlich Sepsis (auch das leider schwer erkennbar, kein wirkliches Fieber etc.), Sanität, Organversagen.
Ihre Grunderkrankung selber wäre auch nicht tödlich gewesen.
Aber sie schwächte über die vielen Jahren.
Am Schluss keine Kraft mehr.
Das einzig Tröstliche: eine Sepsis ist für den Betreffenden meistens schmerzlos.
Man gleitet so "rüber".
Hoffe bei deiner geliebten Ursel auch.
Sie hat genug mitgemacht.Und ich hoffe du warst um 6.15 Uhr bei ihr.
Gute Besserung,
LG
Simon -
Lieber Simon,
genauso war es, sie glitt rüber. Sie wurde Heiligabend "stabil" entlassen und dämmerte 10 Tage bis sie am 3.Januar ging. Die letzten 5 Tage tropfte ich ihr alle 4 Stunden Morphin in den Mund, so dass sie ohne Angst hinüber gehen konnte. Ich war die ganze Zeit bei ihr.
Liebe Grüße von Dieter
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Die letzten 14 Tage würde ich überschreiben mit: "Tage der Sehnsucht und Tränen."
Dazu der ständig graue Himmel, wird Zeit dass der Frühling kommt.
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Ach, lieber Dieter,
diese Zeit ist auch die Zeit des sich einkuschelns zu Hause und wenn man das ungewollt alleine statt zu Zweit machen muss dann macht es einem den Verlust besonders deutlich!
Lg Cathrin🫂😘