Beiträge von Trommlerin

    Liebe Elster, liebe Cathrin,


    ich sehe das genauso. Das Bewusstsein lockert sich im Schlaf und manchmal geht es dann spazieren. Vor einigen Wochen war es bei Ursel und sie sagte laut und deutlich: "Die haben mich in Öl gebadet!". Was sie damit sagen wollte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Diese HD-Träume sind viel klarer als die normalen Träume, bei denen das Gehirn aufräumt und die man schnell wieder vergisst.

    Hallo Ihr Lieben,


    heute Nacht hatte ich einen wunderschönen Traum. Aspetos hatte ein Sommerfest veranstaltet, an dem auch unsere lieben Vorausgegangenen in ihrer physischen Form teilnehmen durften. Wir sind mit kleinen Booten auf einen See hinaus gerudert, es gab Essen und zu trinken, es war alles wunderbar.

    Das Aufwachen in der Realität war ernüchternd. Trotzdem musste ich hinterher lachen, weil ich während des Traums gedacht hatte, das macht Aspetos als Wiedergutmachung für die mangelhafte Betreuung des Forums.


    Liebe Grüße von Dieter

    Das "gesund und jung in Erinnerung behalten wollen" find ich so daneben. Vor allem bei engsten Verwandten, dann hätte er sich am besten gleich mit Ende zwanzig von ihr verabschieden sollen. Als meine Mutter starb kam ich eine halbe Stunde zu spät ins Krankenhaus. Ich hab' mir ganz lange Zeit Vorwürfe gemacht, aber es war zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht abzusehen dass sie so schnell gehen würde.

    Liebe Ashelia,


    mein herzliches Beileid zum Verlust Deines Stiefvaters. Schön, dass Du hier her gefunden hast. Hier versteht Dich jeder, jeder hat hier einen geliebten Menschen verloren. Du kannst Dir hier alles von der Seele schreiben.


    Liebe Grüße von Dieter

    Liebe Sonnenente,


    Du hast ja so recht. Ganz am Anfang, noch völlig unter Schock, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen eine Verbindung zu Ursel zu haben. Ich konnte nicht mal ein Bild von ihr aufstellen, war kurz davor alle Fotos zu löschen. Jetzt bin ich heilfroh das nicht getan zu haben. Ich hätte nie gedacht ein Jahr später ein Andenken-Video zu machen, war emotional auch nicht einfach. Unsere abendlichen Gespräche sind mir ganz wichtig, und ich glaube Ursel auch.

    Die Biene ist weiterhin fleißig, kommt jeden Tag wieder. Hörnchen Angela stört das überhaupt nicht, da muss schon ein anderes Kaliber kommen, wie vor ein paar Monaten ein Bussard, da ist die Minimini damals gerade noch rein gesprungen.


    Einen angenehmen Sonntag und liebe Grüße von Dieter

    Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben wenn Du eine Zeit lang den Kontakt zu ihr nicht zulässt. Wichtig ist jetzt dass Du zur Ruhe kommst.

    Deine Schwester hat ihren Sohn wenn sie Hilfe braucht. Du kannst absolut nichts für ihre Krankheit.

    Hallo Beate Stocker,

    Liebe Bettinalein,


    dieses auf und ab ist schrecklich. Trauer ist leider kein linearer Prozess, wir müssen immer damit rechnen dass es plötzlich steil bergab geht in die tiefe Verzweiflung. Und dann kommen wieder Stunden, Tage an denen man fröhlich sein und lachen kann, wie zum Beispiel als Du kürzlich so einen tollen Tag mit Deinen Schülern hattest. Von solchen Momenten zehren, das ist schwierig. Früher war doch alles unbeschwert und gut, danach sehnen wir uns, aber wir wissen auch dass es NIE wieder so sein wird.

    Ich weiß nicht ob Du einen Balkon hast, bei diesem Wetter bietet es sich ja an Kaffee oder Tee zu kochen und draußen ein Buch zu lesen, was heiteres, was nicht triggert.


    Liebe Bettinalein, ich wünsch' Dir dass Du bald wieder leichtere Gedanken hast.:24:

    Liebe Christine, ich wünsch' Dir auch einen wundervollen Tag. "Meine" Biene ist sowas von fleissig, ständig raus und rein. So ein Regal hat ja auch viele Löcher, da hat sie noch eine Weile zu tun.

    Liebe Grüße von Dieter

    Hallo Ihr Lieben,


    jetzt hab' ich mich doch entschlossen Euch von einer Begebenheit zu erzählen die mir widerfahren ist. Anfang April bemerkte ich an meinem Küchenfenster außen eine Biene, die wahrscheinlich wegen der Kälte etwas lahm war und länger dort blieb. Dabei fiel mir ein dass ich Ursel am Anfang unserer Beziehung öfter Honigbiene nannte. Bei unserem nächsten abendlichen Gespräch bat ich sie mir als Zeichen eine Biene zu schicken.

    Zwei Tage später bemerkte ich beim Zeitung lesen ein Brummen, und tatsächlich flog eine Biene ins Wohnzimmer und machte sich gleich am Ikea-Regal zu schaffen. Diese Regale haben hunderte Löcher für die Metallstifte die die Bretter halten. Sie inspizierte viele davon, flog dann ständig raus und kam eine Minute später wieder um jedesmal in eines dieser Löcher zu kriechen. Natürlich hab' ich dieses Verhalten gegoogelt und erfahren dass es sich um eine sogenannte Solitärbiene handelt. Das sind allein lebende Bienen die in diese Löcher ihre Brut zusammen mit Blütenstaub legen und dann versiegeln. Die Brut verpuppt sich in den kleinen Höhlen bis sie sich im Frühjahr durchnagen und ausfliegen. Seit einer Woche macht sie das jetzt jeden Tag stundenlang, ihr Brummen beim Anflug ist mir mittlerweile richtig vertraut. Diese Bienen sind völlig unaggressiv, wenn ich mal im Weg stehe fliegt sie einfach um mich rum.

    Ich hab' mich am Abend dann bei Ursel bedankt und freue mich unendlich über dieses Geschenk.


    Liebe Grüße von Dieter


    PS: ein Screenshot bei einem ihrer unzähligen Anflüge

    Liebe Luise,


    ich kann sehr gut nachvollziehen wie Du Dich fühlst. Gerade an Feiertagen an denen man mit dem verstorbenen Partner schöne Dinge unternahm ist der Schmerz besonders groß. Dass Dich das fröhliche Treiben der Nachbarn neidisch und traurig macht ist nur menschlich. Auch ich habe eine Art Krankenhausphobie entwickelt, allerdings durch den siebenmonatigen Klinikaufenthalt meiner Frau Ursel, die letztendlich an Krankenhauskeimen verstarb.

    Dass es hier still geworden ist liegt hauptsächlich am Betreiber der Seite. Es ist niemand mehr da der sich um die Freischaltung von neuen Mitgliedern kümmert, so habe ich das verstanden.

    Ich bin mit Deinem Schicksal nicht so vertraut, hast Du keine Verwandten oder Freunde die Dich in dieser Zeit etwas auffangen könnten? Nach Deinem Avatar zu schließen ist Amy ein Hund. Tiere spüren oft wie es ihren Menschen geht, kann Amy Dich ein bisschen trösten?

    Ich nehm' Dich in Gedanken in den Arm und drück' Dich sanft.


    Liebe Grüße von Dieter

    Liebe Sonnenente,


    ich finde das auch schrecklich, dass so wenig Menschen stehen bleiben und was tun wenn es um verletzte oder von der Mutter getrennte Tiere geht. Vielleicht liegt es bei vielen auch am Alltagsstress, irgendeiner wird sich schon kümmern. Bei Jungtieren geht es oft um Minuten. Was ist schon dabei so ein kleines Würmchen - egal ob Vogel, Igel oder was auch immer - zu sichern und erstmal Wärme zu geben, das geht da ganz schnell mit der Auskühlung. Dann ins Smartphone schauen, wo ist die nächste Auffangstation, die sagen was zu tun ist. Angst vor Tollwut braucht in Deutschland auch keiner haben, die gibt es hier nicht mehr. Gerade kleine Eichhörnchen laufen Menschen nach und auch die Beine hoch, wenn sie in allerhöchster Not sind. Meistens ist die Mama überfahren worden und die Kleinen schon tagelang alleine unterwegs. Das sind die einzigen Wildtiere die sich dann an den Menschen wenden, eigentlich sind das Fluchttiere. In dem Alter können sie noch nicht mal alleine pinkeln, da stimuliert die Mama die Blase. Genauso schlimm sind aber auch die, die meinen sie könnten selber ein Eichhörnchen aufziehen, ohne jegliche Sachkunde. Da sind schon so viele Tiere totgepflegt worden. Als anerkannte Aufzuchtstation benötigt man eine bestandene Sachkundeprüfung durch das Veterinäramt.


    Liebe Sonnenente, schön dass Du einem hilflosen Tier helfen würdest, ganz liebe Grüße von Dieter

    Das ist allerdings ein Teddybär. Aus der Wolle kannst Du wahrscheinlich Pullover stricken. Scheint ein netter Kerl zu sein.

    Ich habe gerade etwas sehr schönes gelesen:


    Aus meinen Augen


    Ich stehe am Meeresufer. Neben mir spreizt eine Jolle ihre weißen Segel im Wind und macht sich auf in den blauen Ozean.

    Sie ist schön und stark. Ich stehe da und schaue ihr nach, bis sie schließlich wie eine kleine weiße Wolke dort hängt, wo Meer und Himmel sich mischen.

    Dann sagt jemand neben mir: " Sie ist verschwunden." Wohin verschwunden? Aus meinen Augen. Das ist alles. Sie ist mit Mast und Rumpf und Takelage

    genauso groß wie damals, als sie von meiner Seite wich. Und sie ist genauso in der Lage, ihre lebende Fracht zum Zielhafen zu bringen.

    Dass sie kleiner wird, liegt an mir - nicht an ihr.

    Und genau in dem Moment, in dem jemand sagt: " Sie ist verschwunden ", sehen andere Augen, wie sie ankommt, und andere Stimmen machen sich bereit

    für den freudigen Ruf: " Da kommt sie! "

    Das ist Sterben.


    Henry von Dyke