Meine Mama fehlt mir so unendlich

  • Liebe Polatstern,


    na klar sind solche Gedanken normal wer sagt denn das es unnormal ist.


    Genauso wie das Kopfkino normal ist unser Kopf geht das immer und immer und immer wieder durch.


    Ihr Lieben, das mit dem falsch laufen ist ne ganz schwierige Kiste.


    Meine Freundin ist Ärztin ich sehe nach dem was 2017 passiert ist das Problem woanders nämlich in der Kommunikation der Ärzte zu den Angehörigen da liegt das eigentliche Dilemma.


    Ich möchte es einmal so ausdrücken hätte es diese Ärzte auf der Intensiv nicht gegeben hätte Mama das 2017 nicht überlebt.

    Ja eine Ärztin war sehr sehr schlecht und soweit ich weiss arbeitet die jenige nicht mehr auf einer Intensiv Station was auch völlig richtig ist.

    Mit dementsprechender Abmahnung und das zusammen kommen des Ethikrates des Krankenhauses.


    Die meisten Ärzte sind toll und wollen helfen mit allem was Sie haben und können.

    Mama hat sogar richtig gutes Antibiothika bekommen da das normale nicht funktioniert hat.


    All das was Sie für Mama getan haben habe ich erst erfahren als meine Freundin sich eingeschaltet hatte.

    Danach sind sie mir fast in den Hintern gekrochen was ja nie meine Absicht war, sondern eine Kommunikation eine Aufklärung was ist eigentlich los wo liegt das Problem....COPD Stadium 4 dazu eine Lungenentzündung+ hohes Fieber das Sie trotz dem besseren Antibiothika nicht in den Griff bekommen haben.


    Sie haben gekämpft alle bis auf diese 1 Ärztin.

    Ich schreibe das weil ich so oft höre und lese was alles für Fehler gemacht werden und wie schlecht die sind.

    Ich finde es manchmal bisschen unfäir sie sind keine Götter und Sie können nun leider nicht alles sehen.


    Fakt ist wenn jemand auf eine Intensiv kommt egal warum und wieso dann ist das was ernstes und dann geht es ob man es warhaben will oder nicht immer ums überleben.


    Selbst wenn es stabil sein sollte und man auf normale Station kommt bleibt ein Restrisiko.

    Wir hatten Glück ich weiss viele haben dieses Glück nicht.


    Vlg. Linchen

  • Liebe Linchen. Ich schließe mich dem an, was du über Ärzte und Krankenhäuser schreibst. Ich kann das auch etwas beurteilen. 4 mal wegen eines Eingriffs am Herzen ,einmal wegen Brustkrebs, dann die Hüftgelenkprothese. Mehrmals wegen Elektrocardioversion und einmal 3 Wochen in der Geriatrie. Es wäre unfair, durch individuelles Erleben auf die Gesamtheit zu schließen. Ich habe zahlreiche sehr gute Erfahrungen gemacht ,sodass ich nochmal später ins Krankenhaus gefahren bin ,um mich zu bedanken , auch mit einem kleinen Geschenk. In der Geriatrie wurde ich vorzüglich behandelt. Das war nach meiner Hüftgelenkprothese. Ein hervorragendes Essen ,immer Ansprechpartner ,freundliche Ärzte,gute Therapie. Ich habe festgestellt, daß es auch Patienten gab, die annahmen, sie wären der einzige. Das Ärzte Schuld am Tod eines Patienten waren ,ist ein gewagtes Wort. Bestimmt gibt es Beispiele, wo man sich eine andere Behandlung gewünscht hätte, das zu fordern ist nicht möglich. Ein vertrauensvoll es Gespräch wäre immer die bessere Lösung.

  • Lieber Polarstern,


    ich bin ja auch noch nicht so lange hier im Forum. Und ich dachte auch bei den meisten Dingen, ich sei verrückt, bis mir all die lieben Mitglieder dann bestätigt haben, dass dieses Denken bei jedem so ist. Das tut wirklich gut zu wissen!


    Trotz allem weiß ich selber nicht, wie ich klar kommen soll. Ich sehe kein Ende des Schmerzes, der Sehnsucht, des Leidens. Ich mache einfach weiter jeden Tag und tue die Dinge, die getan werden müssen. Einen Sinn sehe ich in nichts. Meinen Sinn gibt es nicht mehr.

  • Liebe Linchen,


    auch solche Leute sind mir begegnet, die behauptet haben, dass es nicht normal ist und das mit dem Kopfkino habe ich ständig. Jetzt kommt noch dazu, dass der Tod meiner Mutter eine schwere Depression bei mir ausgelöst hat. Da kommen noch ein paar negative Gedanken hinzu, ob man will oder nicht.


    Jetzt zum Thema Krankenhaus.

    Es kann sein, dass ich etwas wirr geschrieben habe, weil mir so vieles durch den Kopf geht.


    Meine Mutter ist aufgrund eines Beckenbruchs im Krankenhaus gekommen. Es ist mir bewusst das Brüche, egal welcher Art, gerade in diesem Alter nicht gerade unkompliziert ist. Im Krankenhaus wurde dann festgestellt, dass es nicht operiert werden muss. Die OP hätte eh nicht durchgeführt werden können, durch die vielen Vorerkrankungen, die meine Mutter hatte. Man hat sie zur "Erholung" auf die Geriatrie verlegt. Da gab es eine Ärztin, die völlig inkompetent, arrogant und zickig war. Dann wollte sie noch sämtliche Untersuchungen durchführen bei meiner Mutter. Die Darmspiegelung hat meine Mutter noch mitgemacht. Dann sollte noch eine Magenspiegelung gemacht werden. Meine Mutter meinte zu mir, soll ich das machen. Daraufhin habe ich zu ihr gesagt, dass sie das selber entscheiden soll, ich würde sie zu nichts zwingen. Da meine Mutter eh schon genug Schmerzen hatte, wollte sie es nicht. Also haben wir das gelassen. Da kam dann die Ärztin zu mir und hat mir die Schuld gegeben, dass meine Mutter keine Magenspiegelung machen will. Daraufhin habe ich nur zu ihr gesagt, dass meine Mutter klar im Kopf ist und sie das selber entscheiden kann und wenn sie das nicht möchte, wird es auch nicht gemacht. Da ist sie schon beleidigt abgerauscht, was ich schon ein Unding fand. Meine Mutter hat regelmäßig ein Fentnyl-Pflaster bekommen. Sie meinte zu mir, sie wechseln hier das Fentanyl-Pflaster nicht. Daraufhin habe ich geschaut und gesehen, dass das Pflaster schon älter war. Meine Mutter litt da auch unter Entzugserscheinungen, weil es nicht gewechselt wurde. Da habe ich dann Theater gemacht, man hat noch versucht mir einzureden, dass es gewechselt wurde. Daraufhin habe ich die Ärztin mit ins Zimmer genommen und gesagt, jetzt erzählen Sie mir mal, dass das ein neues Pflaster ist. Dann hat sie ganz kleine Brötchen gebacken und auf der Station Theater gemacht, warum das Pflaster nicht gewechselt wurde. Meine Mutter hat ein neues Pflaster bekommen und es ging ihr bis zum folgenden Tag gut. Sie war auch wieder etwas lebhafter, gutgelaunt und es schien aufwärts zu gehen. Dann hat diese inkompetente Ärztin ihr abends Medikamente verabreicht, die nicht zusammen passten. Ich konnte meine Mutter am anderen Morgen nicht erreichen. Da habe ich im Schwesternzimmer angerufen und gefragt, ob alles in Ordnung ist. Daraufhin bekomme ich gesagt, sie haben meine Mutter nicht wachbekommen und sie auf die Intensivstation gebracht. Mich hat fast der Schlag getroffen. Dann rief noch eine Ärztin an mit mangelnden Deutschkenntnissen und fragte, ob sie meine reanimieren sollen. Ich konnte überhaupt nicht glauben was ich da höre. Ich sofort zum Krankenhaus und weinend zusammengebrochen und da kam eine Schwester hat mich getröstet und alles erklärt. Ich war mir sicher, meine Mutter stirbt in diesem Krankenhaus. Dann hat mir die Krankenschwester erklärt, dass die Medikamention falsch war. Auf der Intensivstation wurde mir dasselbe gesagt und da gab es dann auch einen sehr netten und empathischen Arzt, der mir alles erklärt hat. Meine Mutter lag an einem Beatmungsgerät und war nicht wach. Ich glaube, ich muss nicht sagen, was es mit mir als Tochter gemacht hat. Die Assistenzärztin war seit diesem Tag nicht mehr auf dieser Station. Die haben sie wahrscheinlich versetzt, wo sie andere Patienten das Leben zur Hölle machte. Es kam die Oberärztin zu mir und hat sich bei mir entschuldigt. Sie hat zugegeben, dass vieles falsch gelaufen ist und sie könnte verstehen, wenn das Vertrauen weg ist und ich sie auf eine andere Station verlegen lassen möchte. Aber wir könnten es auch so machen, dass sie auf der Station bleibt und sie sich nur noch um meine Mutter kümmert. Sie war super nett und wirkte auch sehr kompetent, dass wir dann so verblieben sind, meine Mutter mochte auch die Pfleger und Schwestern so gerne auf diese Station. Ich habe aber gleich gesagt, dass ich diese Assistenzärztin nicht mehr in der Nähe meiner Mutter sehen möchte und so war es dann auch. Die Oberärztin hat sich super gekümmert und hat getan was sie konnte. Meine Mutter war immer eine Kämpferin und sie hatte sich recht schnell erholt, was auch die Ärzte und Pflegekräfte erstaunt hat. Nur muss man auch sagen, meine Mutter hat viele Vorerkrankung gehabt und die Assistenzärztin hat ihr wohl den Rest gegeben, dass sie letztendlich doch verstorben ist. Selbst 2 Krankenschwestern haben mir hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass sie der Ärztin gesagt haben, sie solle meiner Mutter nicht die Medikamente in dieser Kombi geben. Aber sie wusste es natürlich besser.


    Fühle dich jetzt bitte, bitte nicht angegriffen. Das ist das letzte was ich möchte. Aber ich bin gegen diese Ärztin nicht unfair. Ich bin der Meinung, dass sie meine Mutter auf dem Gewissen hat und da lasse ich mir auch nichts anderes sagen. Ich habe die ganze Situation, die mich auch mit traumatisiert hat, miterlebt. Und so eine Ärztin dürfte man gar nicht auf Menschen loslassen!

    Was die Kommunikation angeht, da gebe ich die völlig recht.


    LG

  • Liebe Bille,


    ja, mir geht es ganz genauso. Das ist ja das, was ich meine. Man funkioniert nur noch. Ich versuche durch den Tag zu kommen und das war es eigentlich.


    Fühle dich mal gedrückt von mir<3

    Lieber Polarstern,


    ich bin ja auch noch nicht so lange hier im Forum. Und ich dachte auch bei den meisten Dingen, ich sei verrückt, bis mir all die lieben Mitglieder dann bestätigt haben, dass dieses Denken bei jedem so ist. Das tut wirklich gut zu wissen!


    Trotz allem weiß ich selber nicht, wie ich klar kommen soll. Ich sehe kein Ende des Schmerzes, der Sehnsucht, des Leidens. Ich mache einfach weiter jeden Tag und tue die Dinge, die getan werden müssen. Einen Sinn sehe ich in nichts. Meinen Sinn gibt es nicht mehr.

  • Liebe Polarstern,


    oft glaube ich, dass dieses Funktionieren einfach nie aufhören wird. Was soll danach eigentlich kommen?, frage ich mich. Leben? Wie? Wann merkt man, dass man "wieder lebt"? Tut man es jemals überhaupt? Ich weiß es nicht. Ein "Leben" ohne Tom ist unvorstellbar. Deshalb sage ich ja auch immer, dass ich einfach nur existiere und eben funktioniere. Mehr ist da nicht. Auch wenn ich Dinge versuche wie z.B. Sozialkontakte aufzubauen. Im Hinterkopf ist immer diese Stimme, die sagt: "Aber du hattest genau das Leben, dass du wolltest. Und du willst auch kein anderes."


    Ich drück dich auch! :30:

  • Liebe Polarstern,


    ich fühle mich nicht angegriffen gar nicht, ich weiss und das hab ich ja geschrieben das es einzelne gibt die sehr sehr sehr schlecht sind, diese Erfahrung hab ich auch machen müssen.

    Ein Beckenbruch ist zwar ja schwierig vor allem in dem alter und mit Vorerkrankungen aber nichts was lebensgefährlich wäre und auf einer Intensiv Station endet.


    Das sind leider dann die Fälle wo vieles zusammen kommt.

    Viele Vorerkrankungen Dinge werden vergessen wie das Fentanyl Pflaster was nicht sein darf da geb ich Dir recht.

    Warum den diese Untersuchungen gab es denn einen Verdacht oder Anzeichen ausser dem Beckenbruch das da was nicht stimmt?


    Wenn es Ihr sonst gut ging und Sie keine Probleme hatte versteh ich das nicht so ganz.

    Ich nahm an das da mehr dahinter steckte.

    Letzten Endes ist es aber fast egal und hilft Dir leider überhaupt nicht.

    Offenbar hast Du aber dann eine sehr gute Ärztin gehabt samt Team und es ging Ihr besser.


    Das sie dann so schnell wieder abgebaut hat ist natürlich echt schlimm und ja man stellt sich unweigerlich die Frage wäre das unter anderen Umständen auch passiert aufgrund ihrer Vorerkrankungen und ihrem Alter.


    Es hilft Dir aber nicht weiter darüber zu grübeln auch wenn ich gut nachvollziehen kann das man das Kopfkino nicht einfach so abschalten kann.

    Ich weiss aus eigener Erfahrung das es nicht geht.


    Vlg. Linchen

  • Liebe Polarstern,


    wer hat Dir gesagt das Du eine Depression hast?

    An was wurde das festgemacht?


    6,5 Monate sind noch keine Zeit mit so einer Diagnose wäre ich extrem vorsichtig.

    Trauer ist sehr vielschichtig nicht nur seelisch auch körperlich Symptome ähneln oft einer Depression.


    Vlg. Linchen

  • Ich möchte dazu auch etwas sagen. Eine Depression ist eine ganz schwere Krankheit. Manchmal kann der Kranke nicht mehr aufstehen. Ich kenne einen Mann, der daran erkrankt war.Er brauchte eine halbe Stunde, um seine Strümpfe anzuziehen. Ich möchte nicht mehr dazu sagen. Das Thema ist zu ernst.