Verlust meiner Tante die viel mehr war und dann kams schlimmer.

  • Als es mir so schlecht ging und die im Krankenhaus gemeint haben, dass es auch anders ausgehen kann wenn nicht endlich die Medikamente anschlagen, habe ich meine Tante im Traum gehabt, sie meinte wehe du tauchst hier schon auf. Von meiner verstorbenen Katze habe ich nichts gespürt.

  • Irgendwie komme ich mir wie in einem Film vor, als wäre ich ferngesteuert.

    Ich schreibe seit meiner Schulzeit Tagebuch, aber jetzt ist alles wichtiger als da und ich will es aber nachschreiben und ich weiß nicht wie ich das alles verarbeiten soll dass mit meiner Tante, meinem Onkel, meinen Bein, irgendwie habe ich meine Gefühle abgeschaltet oder die 10 Tage Krankenhaus, ich kann mich nicht mal richtig dran erinnern, obwohl es noch gar nicht lange her ist.


    Ich habe aber angefangen so genannte Freunde jetzt auszusortieren, die nicht mal fragen, wie es mir geht und von meiner Cousine bin ich auch enttäuscht, ja sie hat ihre Eltern verloren, aber sie weiß das ich in Krankenhaus war und da kann man ja mal nachfragen?

  • Heute haben mich die Erinnerungen wieder überrannt. Ich habe heute einen Dekoigel in der Hand gehabt und dann kam es wieder, ich habe mal einen Dekoigel von meiner Tante bekommen. Es ist wieder da und ich merke jeden Tag wie kalt die Welt geworden ist.


    Ich frage mich, wer wird bei mir stehen? Wenn ich gehe? Wer kommt aus Pflichtbewusstsein? Wer kommt weil er mich auf meinen letzten Weg begleiten will?


    Für was kämpfe ich überhaupt?

  • Mir geht es wieder schlechter, körperlich und ich bin gerade am heulen.


    Die Ärzte meinen, ich soll mich dringend ruhig halten und wenn ich sage, dass mir teilweise alles scheiß egal ist versteht es keiner,


    Ich überlege hin und wieder aufzuhören zu kämpfen, weil dann wäre der Schmerz weg und ich wäre bei denen um die ich weine.


    Ich weiß, dass die wo voraus gegangen sind, möchten das ich kämpfe und das es es mir gut geht.


    Aber wie soll es mir geht gehen ohne sie???????????


    ;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(

  • liebe Pull <3

    nein, weder deine geliebten körperlich Verstorbenen wollen das du kämpfst , noch die Ärzte und auch "wir hier" nicht.

    Es gilt einfach zu leben...


    Ja, am Anfang einer Trauer ist es ein heftiges ueberleben. Das meintest du wohl mit Kampf oder kämpfen.


    Du kannst und darfst dir gestatten zu weinen, Groll auf das Leben wie du es erlebst zu haben , auch Wut, auch resignativ sein.

    und wieder weinen und weinen...

    Das ist gerade dein Leben.


    Irgendwann kannst du dich wieder mehr an einzelne schöne Erlebnisse mit deiner Tante erinnern und sie vielleicht auch hier niederschreiben. AUCH wenn dabei die Tränen wieder fliessen.

    Dann sind es Tränen der innigen Verbundenheit.


    Man muss nicht selber sterben um sich verbunden zu fuehlen...

    Die VERBINDUNG ist wie die LIEBE nicht greifbar.

    Man sieht sie nicht ... Man fuehlt sie<3

    herzlichst <3 Sverja

  • Danke für deine lieben Worte.


    Ich hinterfrage zur Zeit einfach viel.


    Bald werden es 4 Jahre, dass ich erfahren habe, dass meine damalige Katze Krebs hat und ich doofe Kuh habe es nicht gemerkt. Ich hatte ihr versprochen, dass ich immer für sie da bin, aber da habe ich es nicht gemerkt und ich weine noch immer fast jeden Tag um sie.

  • liebe Pull<3

    ja, wir Menschen die trauern brauchen liebe Worte. Deswegen danke ich auch Dir jetzt gerade weil wir hier alle unterschiedlich trauern...


    Ich hinterfrage zur Zeit einfach viel.

    "Hinter" eine Frage zu "schauen " ist ebenfalls Trauer und Liebe zugleich. Wir als Mensch werden uns Zeit unseres Lebens mit der Ursprungsfrage unseres Daseins auf dieser Erde auseinandersetzen .

    Dadurch wird die liebende Trauer auch zu Tieren , ich schreibe manchmal auch Seelentieren , nie enden.

    Krebs ist sowohl bei uns Menschen als auch bei einem Tier , also deiner lieben verstorbenen Katze, manchmal nur erst im sogenannten Endstadium zu erkennen. Es gibt auch Krebsarten die immer tödlich sind. Wo es keine medikamentöse Therapie zur Heilung gibt.

    Ausserdem , liebe Pull<3

    ist jegliches Leben auf Erden ja endlich..

    Ich bleibe dabei, du bist eine liebende Trauernde die ihr bisheriges Leben HINTER... FRAGT... und somit entweder einmal innehält und weint und dann gedanklich sich mit neuen Lebensfragen auseinandersetzt.

    Das ist kann man schreiben ... LEBEN...

    So empfinde ich es

    <3lichst Sverja

  • Liebe Pull,


    wir versprechen unseren Samtpfötchen oder unseren Fellnasen das sie geliebt und beschützt werden das Ihen nie etwas schlimmes passiert.

    Wir meinen das verdammt Ernst und sagen das aus tiefen Herzen.


    Leider sieht die Realität oft anders aus ich spreche aus Erfahrung und das ist das schlimmste weil man da steht und sagt ich habe es doch versprochen jeden Abend vor dem Schlafen gehen.

    Es ist ein furchtbarer furchtbarer Schmerz und es tut verdammt noch mal einfach irre weh.


    Ansonsten kann ich mich Sverja nur anschliessen.


    Vlg. Linchen

  • Danke ihr beiden.


    Für mich macht es keinen Unterschied ob man um einen Menschen oder ein Tier trauert, alles sind Lebewesen mit denen wir Seelenverwand sein können.


    Meine Katze hat jeden Tag bei mir im Bett geschlafen, wir waren fast wie Zwilling, wenn sie da war. Ich war die Ein zigste die sie streicheln durfte und trotzdem habe ich es nicht bemerkt.


    Das macht mir Angst, dass ich es wieder nicht merken werde.


    Wir hatten dann noch 4,5 Monate wo ich fast 24 Stunden für sie da war, wenn sie mich gebraucht hätte.


    Als sie nicht mehr in mein Bett kam und lieber im Wohnzimmer schlafen wollte, habe ich auch dort geschlafen, ohne sie zu bedrängen. Mein Kreuz leidet heute noch darunter. Ich wollte einfach da sein, falls sie in der Nacht geht.


    Ich wollte sie nicht zu früh über die Regenbogenbrücke schicken.


    Das Hinterfragen stimmt. Was macht das alles für einen Sinn.


    Im Moment kann ich das Leben nicht genießen, weil es ist ja eh alles irgendwann vorbei, Ich weiß das ist die falsche Einstellung, weil man denken sollte und jetzt erst recht, aber im Moment kann ich nicht.


    Für die Meisten geht das Leben einfach weiter, aber dieser Schmerz den wir durchmachen gibt es keine Frist.


    Trauer verändert.

  • Ja du schreibst es.


    Ich schaue so oft zum Telefon und würde mir nur wünschen, dass sie einmal anruft. Ich Doofi habe ihre Stimme nie aufgenommen.


    Bitte verzeiht mir, dass ich nicht so intensiv über meinen Onkel trauer, wie um meine Tante, aber meine Tante war wie ich oder ich wollte immer so sein wie sie.


    Ich vermisse sie so unendlich.

  • liebe Pull ,<3

    lass die Nummer gespeichert solange du sie brauchst...

    In gewisser Weise ist es auch ein Halt,

    Es ist einfach der grosse Wunsch , das die Verbindung einfach da sein will. Irgendwann verändert sich das. Dann beginnt die durchaus tägliche Erinnerung an ein Gespräch ,ein Erlebnis.

    ALLES ,alles gehört zur Trauer.


    Das du anders um deine Tante trauerst wie um deinen Onkel ist doch völlig natuerlich. Sie waren ja 2 verschiedene Menschen.

    Vielleicht magst du bald ueber Erlebnisse die du mit deiner Tante hattest , sie hier schreibend mit uns teilen ?

    Uns mitzuteilen warum du so gerne wie sie sein wolltest ?


    Dann

    kann das auch der Anfang sein , das DU innerlich fuer sie "MITLEBST "...


    Damit meine ich das du durchaus DEIN Leben lebst , doch in deinem Herzen sie einfach "mitnimmst"...

    Das geht...


    Jetzt wuensche und hoffe ich , das du dennoch einigermassen ruhig heute schlafen. kannst

    <3lichst Sverja