Todestag von Mutti - fühlt Ihr auch so?

  • liebe claudia,


    irgendwie muss ich die tage oft an dich denken.
    ich hoffe, dass es ein gutes zeichen ist, dass du nichts mehr geschrieben hat.


    vielleicht erreichen dich meine zeilen, es würde mich sehr freuen, wieder von dir zu lesen.


    ich bin im gedanken bei dir!
    deine petra

    Und alles was bleibt ist Liebe, diese Liebe lässt euch niemals sterben.
    Mama & Papa - ich liebe euch!

  • Hallo ihr Lieben!


    Es freut mich sehr, daß ihr an mich denkt, auch wenn ich mich die letzten Tage nicht gemeldet habe, aber es hat mich wieder mal arg erwischt - so ein Mist. Ich war zwar immer arbeiten, aber dann froh, wieder zu Hause zu sein und dann
    habe ich mich ziemlich schnell hingelegt. Ich hatte zwar kein Fieber, aber eine starke Verkühlung mit allem was so
    dazugehört.
    Ich nehme mal an, daß die ganzen Umstände, die die letzten Wochen zusammengekommen sind, dazu beigetragen haben, daß ich "schlapp" machte. Ich habe zwar sonst Gott sei Dank eine
    relativ robuste Natur aber wenn mehrere Sachen zusammenkommen (Jahrtag, Arbeitslosigkeit meiner Schwester,
    finanzielle Probleme,Andi usw), dann kann irgendwann ich auch nicht mehr.
    Ja wie geht es mir: ich muß sagen eigentlich so halbwegs.
    Den Jahrtag habe ich so lala überstanden und letzte Woche mußte ich zwar auch manchmal weinen und war sehr traurig, aber es war nicht mehr ganz so schlimm, wie die Tage und Wochen vorher. Es ging ein ganz kleines bißchen besser. Letzten Sonntag (also am Jahrtag) hatte ich so gegen Abends
    wieder das Gefühl, daß mich ab und zu überkommt, nämlich
    daß ich nicht alleine in der Wohnung bin. Ich hatte das Gefühl Mutti kommt mich "besuchen". Ich ging dann ins Schlafzimmer und dort haben wir noch einige Kleidungsstücke
    von Mutti aufbewahrt. Ich ging zum Kasten, roch an einer
    ihrer Lieblingspullover und es roch ganz stark nach Mutti.
    Ich hatte einfach das Gefühl sie ist da. Ich bekomme aber
    in solchen Situationen keine Angst, sondern im Gegenteil, ich fühle mich wohl dabei.


    Ja mit Andi ist das "Meer" zur Zeit ruhig. Wir haben gesprochen und er bezeichnete mich als liebe Freundin.
    Froh darüber, daß er sich nicht über mich oder den Brief lustig gemacht hat, belasse ich es jetzt vorerst dabei und
    wir werden sehen, ob doch noch mehr daraus wird. Ganz aufgeben werde ich jedenfalls nicht.



    Ich hoffe, bei euch allen ist das "Wellenmeer" einigermaßen
    im Gleichgewicht und es geht euch halbwegs.
    Alles Liebe und Danke für eure lieben Gedanken an mich
    Claudia

  • Liebe Claudia!


    Auf diesem Weg möcht' ich Dir erstmal gute Besserung
    wünschen.
    Wenn wir psychisch belastet sind, dann streikt halt manchmal auch unser Immunsystem...


    Ich freue mich aber zu lesen, dass Du trotz der traurigen
    Zeit, die Du zur Zeit durchlebst, auch ein angenehmes Gefühl von Nähe zu Deiner Mama verspürst.


    Ganz liebe Grüsse schickt Dir,


    Kate

    Jan *03.08.2002 +13.03.2007
    Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!

  • Liebe Claudia!


    Heute musste ich oft an Dich denken...


    Erzähl' uns doch wie es Dir heute gegangen ist
    und wie Du den Jahrestag erlebt hast!


    Eine dicke Umarmung schickt Dir


    Kate

    Jan *03.08.2002 +13.03.2007
    Ich darf sein der ich bin, und werden der ich sein kann!

  • Guten Abend an Alle!



    Ich sitze hier vor meinem PC und muß mir einfach meinen Kummer von der Seele schreiben. Mir geht es gar nicht gut die letzten Tage. Morgen ist es wieder soweit - es ist 4 Jahre her, seit Mami gegangen ist. Und sovieles hat sich mit einem Schlag verändert - eigentlich men ganzes Leben. Unc auch nach 4 Jahren ist dieser Tag ein Abltraum. Wieder und wieder laufen die Bilder vor mir ab - als ich das merkwürdige Geräusch hörte und Mami fragte ob alles ok sei und keine Antwort bekam, als ich so schnell ich konnte die Rettung verständeigte, als mir die Notärztein mitteilte: tut mir leid, ihre Mutter ist soeben verstorben. Manchmal habe ich das Gefühl dieser Albtraum hört nie auf - ich habe auch nicht das Gefühl, das es im geringesten leichter wird je mehr Zeit vergeht.



    Immer noch habe ich an manchen Tagen keinen größeren Wurnsch, als bei Mami und Vati zu sein und doch denke ich mir dann wieder, das würden sie bestimmt nicht wollen. Dann tröste ich mich damit, daß es ihnen dort, wo sie jetzt sind gut geht und sie weder Schmerzen noch Sorgen plagen. Und doch vermisse ich beide (aber vor allem Mami so schrecklich)



    Ich werde morgen arbeiten gehen, anschließend zum Friedhof und dann werde ich versuchen, mir irgendwie abzulenken. Ich hoffe, das ist im Sinne von


    Mami, denn das fürchterlichste ist für mich, an solchen Tagen wo es mir so dreckig geht, alleine zu Hause zu sitzen.



    Ich sitze da und weine nur - Mami ich hab dich so lieb und vermisse dich schrecklich!!!!!!!!



    Claudia

  • Liebe Claudia!


    Ich kann dich so gut verstehen. Diese Schmerzen sind kaum auszuhalten.
    Bei mir sind es erst neun Monate, als mein geliebter Wolfgang aus dem Leben ging. Manchmal denke ich mir, ich werde über den enormen Verlust nie hinwegkommen.
    Wäre da nicht mein über alles geliebter Sohn, würde ich keinen Sinn mehr im Leben sehen.


    Meine Mutter ist vor neun Jahren verstorben, da war ich gerade einmal 40 Jahre alt. Ich habe den Tod von mir bis heute nicht wirklich verkraftet und sie fehlt mir noch immer unendlich viel. Eine Mutter verliert man immer zu früh - so sehe ich das zumindest, deswegen liebe Claudia, kann ich dich so gut verstehen.


    Mein Leben hat sich von heute auf morgen auf brutalste Weise verändert. Ich führte ein so schönes, wunderbares und ausgefülltes Leben mit meinem Wolfgang. Und innerhalb von ein paar Stunden ist nichts mehr wie vorher. Mein Leben ist nicht mehr schön und wunderbar, sondern ein einziger Scherbenhaufen. Wie ich das wieder irgendwie schaffen soll - ja, das steht in den Sternen.


    Jetzt wollte ich dich etwas trösten und doch fällt mir mein eigenes Schicksal gleich wieder auf den Kopf.
    Fühle dich von mir umarmt und nimm bitte meinen Trost an!
    Ganz liebe Grüße von Andrea

  • Liebe Claudia,


    dieser schwierige Tag ist (für heuer) vorbei - wie ist es dir ergangen? Magst erzählen?
    Hast du etwas gefunden, mit dem du dich ein wenig ablenken konntest? Das ist ganz sicher im Sinne von deiner Mami wenn du etwas tust, was dich ablenkt und dir somit Erleichterung verschafft.


    Ich schicke dir eine liebe :24: und ein Kraftpackerl
    Jutta

    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
    die uns Gott geliehen hat.

  • Liebe Claudia. Wie geht es Dir?
    Deine Geschichte ist sooooo dicht mit meiner verwoben, dass wir Schwestern sein könnten.
    Ich hoffe, Du kannst Dich ein wenig ablenken :24:

    Eine Stimme die so vertraut war, schweigt.


    Ein Mensch, der immer da war, ist nicht mehr


    Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,


    die niemand nehmen kann.




    Susanne