Habe meinen über alles geliebten Mann am 22.10.18 für immer verloren. Ich kann es immer noch nicht glauben . Bin so einsam und verzweifelt

  • Liebe Pewie, auch ich habe heute einen schlimmen Tag. Habe den ganzen Tag geweint. Meine Tochter hat mich schon geschimpft. Ich komme nicht dagegen an. Versuche es ja, Geht nicht. Mich tröstet dass ich nicht alleine damit bin. Auch bei mir wird es mit jedem Tag schlimmer, statt besser. Vermisse ihn jeden Tag mehr. Mein Mann starb ja 2 Tage später als dein Mann

    Ich wünsche Dir auch ganz viel Stärke.

    Fühl Dich gedrückt

    Lg Ingrid

  • Auch Dir mein herzliches Beileid. Ich danke Dir für Deine netten Worte und wünsche auch Dir eine ruhige Nacht


    Mein Mann ist am 22.10.18 verstorben und ich komme damit einfach nicht klar. Bin so verzweifelt und habe kein den Mut mehr. Muss mich zwingen morgens überhaupt noch aufzustehen ?

    Lg Ingrid20

    HALLO liebe Ingrid! Ich kann dich mehr als verstehen. Ich habe auch schon daran gedacht mein Leben ein Ende zu setzen.

    Die Einsamkeit ist nicht auszuhalten. Mir fällt es schwer überhaupt zu schreiben. Ich zittere. Es macht mich wahnsinnig.

    Ohne mein Andy bin ich Nichts. Wie soll man damit umgehen ohne verrückt zu werden. Ich habe wie gesagt auch keine

    Familie bzw. Freunde die mich auffangen könnten. Jetzt sitze ich hier und ja..... kann nicht mehr

  • Liebe Ingrid, liebe Malta, die unendlichen Schmerzen verspühre ich auch von Tag zu Tag mehr. Auch ich habe darüber nachgedacht, meinem Werni nachzugehen. Aber nein, mein Eddie ist da und braucht mich mehr denn je. Nein, unsere geliebten Männer, würden es nich für gut heißen, wenn wir jetzt auch aus dem Leben gehen. Noch nicht!


    Versucht irgendwie unter Mensch zu gehen - nur raus aus den traurigen 4 Wänden. Mein Werni ist nun seit 6 Wochen nicht mehr bei mir - immer noch grausam und unvorstellbar.


    Liebe Grüße Uta

  • Liebe Ingrid,

    bin neu hier,

    mir geht es genau so wie Du schreibst,es ist alles so sinnlos geworden durch den Verlust unserer geliebten Partner.

    Meine Frau ist am 18.07.2018 nach 12 Monaten und 8 Tagen in Alter von 55 Jahren an Darmkrebs in meinen Armen verstorben.

    Ich habe mit allen Mitteln gegen diese Krankheit mit Ihr gekämpft und habe verloren.

    Es kommt mir vor wie in einem Albtraum,aus dem man nicht aufwachen kann,

    es zerreißt einem das Herz und man kann nichts dagegen tun.

    Wir brauchen jetzt unendlich viel Kraft diesen schweren Verlust unserer Partner zu verarbeiten,

    ganz liebe Grüße

    Karlheinz

  • Liebe Malta, tu dass bitte nicht. Ess muss weitergehen. Ich weiss auch noch nicht wie und habe vor der Zukunft Angst. Aber unsere Männer wollten dass nicht. Meiner hat gesagt, Du musst weitermachen. Das versuche ich mir immer einzureden. Gelingt noch nicht immer. Heute habe ich den ganzen Tag geweint. Meine Familie bekommt jetzt schon Angst um mich. Ich habe Depressionen durch den Tod meines Mannes

    Wünsche Dir ganz viel Kraft. Du schaffst dass

    Lg Ingrid

  • Lieber Karlheinz, auch Ich habe mit meinem Mann gekämpft. 8 ganze Jahre und zum Schluss doch verloren. Ist für mich auch so Unreal. Wenn ich morgens aufwache, denke ich dass war ein Albtraum, bis ich merke es ist real und er kommt nicht mehr. Es ist einfach nur furchtbar, diese Endgültigkeit

    Wünsche Dir einen nicht so tränenreichen Abend

    Lg Ingrid

  • Liebes Hummelchen, ich drücke Dich auch und Danke dass Du Deine Kraft mit mir teilst. Ja, es ist so unfassbar und ich begreife es auch nicht. Sitze eben auf seinem Platz des Sofas und Kämpfe schon wieder mit den Tränen. Meine Kinder sind aus dem Haus und somit muss ich mich jetzt mit der Einsamkeit in unserem gemeinsamen Zuhause auseindersetzen. Alles erinnert an ihn. Habe seine Kleidung noch komplett im Schrank. Ich kann ihn nicht ausräumen. Alles so, als wenn er gleich kommt Deo und Parfüm im Bad. Sein Bier steht auch noch. Geldbeutel mit Führerschein alles noch da. Ich schaffe einfach nicht? Vielleicht irgendwann

    Wünsche Dir eine einigermaßen ruhige Nacht, ohne viel Tränen

    Lg Ingrid

  • Liebe Ingrid,


    Dein Mann ist erst vor wenigen Wochen gestorben. Du musst nichts wegräumen. Habe ich auch nach bald 11 Monaten noch nicht getan. Und ich habe eine Bekannte, die dafür mehrere Jahre gebraucht hat. Setz Dich nicht selbst unter Druck. Und noch etwas Deine Kinder können Deinen Mann nicht ersetzen, aber sei froh, dass Du sie hast und dass sie sich um Dich kümmern.


    Liebe Malta,


    ich bin auch allein und habe odt solche Gedanken, wie Du sie äußerst. Das ist völlig normal, weiß ich von einer Trauerbegleiterin mit viel Erfahrung. Lass uns bitte trotz allem durchhalten. Wir wissen zwar nicht, was das Leben uns noch bringt. Aber wenn wir es beenden, werden wir es nie erfahren. Schreib's aus Dir raus, was Dich bedrückt, schrei es heraus. Alle hier können das verstehen.


    Liebe Grüße


    Frank

  • Bei mir ist auch noch alles so da. Sein Rasierer im Bad, sein Fach im Badschrank, seine komplette Kleiderschrankseite, sogar das Fach im Wohnzimmerschrank, wo sich die Pflegehilfsmittel befinden (Waschlappen, Handtücher, Inkontinenzunterlagen, Reinigungsschaum, Handschuhe, Einmalwaschhandschuhe etc. )

    Ich kann nichts ausräumen. Das wäre so, als wenn ich Lutz rausschmeißen würde. Ich kann das in nächster Zeit nicht. Vielleicht im Frühjahr ein wenig. Ich weiß es nicht.

    Ich wünsche Dir auch eine Nacht ohne viele Tränen, liebe Ingrid!

    Liebe Grüße, hummelchen

  • Lieber Frank, ich weiß. Meine Kinder stehen total hilflos damit da. Sie wissen einfach nicht, wie sie mir helfen sollen. Sie haben ihren Vater und Opa verloren und müssen jetzt noch Angst um ihre Mutter haben. Das tut mir auch weh.

    Ich bin dankbar dass ich sie habe. Nur sitze ich derzeit in einem solchen Loch und komme einfach nicht raus.

    Lg Ingrid

  • Liebe Ingrid, liebes Hummelchen,

    Mein Mann starb am 20.10. auch an Lungenkrebs und Copd.

    Es sind noch keine 8 Wochen, was verlangen wir denn. Zu begreifen, dass er nicht mehr kommt, ist doch schon ein Kraftakt für sich. Auch bei mir ist alles so, wie er es verlassen hat. Seinen Kleiderschrank rühre ich nicht an, im Badezimmer bleibt alles so.

    Das bedeutet doch auch, dass wir unsere Männer noch garnicht loslassen können.

    Müssen wir doch auch nicht. Es wird noch sehr lange dauern und das ist auch gut so.

    Ich weine mit euch

    LG Pewie

  • Liebe Ingrid,

    vielleicht hilft es wenn man seinen Schmerz mit jemandem teilen kann der weis wie es sich anfühlt welchen Verlust man erlitten hat.

    Manchmal habe ich das Gefühl ich bin auch mit meiner Frau gestorben, obwohl sich liebe Menschen um mich kümmern

    fühle ich mich unsagbar alleine und einsam.

    Ich bin in unserem Haus in Kroatien wo meine Frau und ich miteinander alt werden wollten,wir haben es jahrelang renoviert

    und waren bis zum 08.07.2017 glücklich bis die Diagnose Darmkrebs unser Leben zerstörte.

    Wenn es einen Gott gibt,dann frage ich mich wo war er vor 5 Jahren um meine Frau zur Vorsorgeuntersuchung zu schicken.

    Ich mache mir furchtbare Vorwürfe das ich sie nicht mehr dazu getränkt habe hinzugehen,dann könnte sie vielleicht heute

    noch leben.

    Sorry,ich weis Du hast es auch unsagbar schwer und ich schreibe nur über mich.

    Es ist wie jeden Tag vor 2 Uhr Nachts kann ich nicht schlafen !

    ganz liebe Grüße

    herzlichst Karlheinz