Beiträge von Pewie

    Ihr Lieben,


    Kindergarten, wie Karlheinz bei Luise schreibt, habe ich gestern auch gedacht.


    Wie wäre es, wenn wir jetzt alles dazu mal vergessen, es wurde ja auch alles gesagt,

    und so tun, als wenn nichts gewesen ist? Nur so ein Vorschlag von mir, mehr nicht.


    Euch allen ein angenehmes Wochenende

    Liebe Grüße

    Petra

    Liebe StillCrazy, lieber Josh,


    ich wäre froh, wenn ich schon soweit wäre wie ihr. Liegt es am Alter, ihr seid sehr viel jünger, oder an meiner Lebenseinstellung an sich. Ich tue mich schwer mit allem neuen. Auch mit neuen Bekanntschaften, ich freue mich, wenn ich diese Möglichkeiten habe, aber ich nehme sie nicht wahr, oder will es nicht. Für mich unvorstellbar, eine neue partnerbeziehung.


    Ich gönne es euch und freue mich mit euch.


    Ganz liebe Grüße

    Petra

    Liebe Gabi,

    diese Studie kenne ich und ich muss sagen, dass die Erkenntnisse daraus nicht neu sind,

    aber sie verdeutlichen eben auch wieder, dass wir Geduld haben müssen und dass unser Trauerzustand normal ist und wir ihn akzeptieren müssen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass wir unwiederbringlich allein sind. Das war auch für mich sehr ernüchternd, als ich das endlich realisiert hatte. Man wird alt und ist allein, zumindest im hiesigen Leben. Aber wie du schreibst, haben wir eine Lebensaufgabe zu erfüllen. Dabei werden wir unterstützt von unseren Lieben und das gibt uns Trost und Kraft zum Weitermachen.

    Ich wünsche dir einen erträglichen Tag und ein möglichst angenehmes Wochenende.

    LG Petra

    Liebe Gabi,


    wie schön, dass du einen Weg gefunden hast, mit deinem Hannes in Kontakt zu treten. Bei mir verlief der Weg dahin zwar anders, aber auch ich habe diese jenseitskontakte und spüre meinen Mann oft sehr intensiv und das tröstet mich jedesmal sehr und hilft mir auch in der Trauerbewältigung.


    Dass unsere Lieben so schnell bei einigen in Vergessenheit geraten sind, hat mich auch erschreckt. Aber ich will mich darüber nicht ärgern, es ändert nichts. Ich habe sie auch von meiner Liste gestrichen.


    Ich freue mich für dich, dass du ebenfalls auf einem guten Weg bist, den Sinn in deinem jetzigen Leben und deine Aufgaben zu erkennen und anzunehmen. Vielleicht nimmst du ja auch Ehrenämter an wie ich und machst sogar eine Ausbildung zur trauerbegleitung.


    Trotz allem werden uns unsere Männer immer fehlen, wir werden immer um sie trauern.

    Und wenn die Trauer nicht mehr so weh tut, haben wir wieder einen großen Schritt in unserem neuen Leben geschafft.


    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, du bist eine starke Frau und ich glaube du bist auf dem richtigen Weg. Jede Erfahrung bringt uns weiter in der Frage nach dem Sinn unseres nicht gewollten, aber zu akzeptierenden weiteren Lebens.


    Liebe Grüße

    Petra

    Lieber Nelson,

    Ich habe gerade vor ein paar Minuten auf unsere gesammelten Muscheln geschaut und musste wieder weinen, weil ich auch an unbekümmerte Ferien mit stundenlangen

    Spaziergängen an seichten Stränden im warmen Wasser denken musste. Nie wieder ....


    Dazu passt jetzt genau deine Geschichte, welch ein Zufall. Vielen Dank dafür.


    Die Fotos und Erinnerungen tun unendlich weh, aber es ist alles was uns geblieben ist.

    Nie wieder diese unendlich glücklichen Tage...


    Liebe Grüße

    Petra

    Lieber Gego, liebe Astrid,


    ich habe etliche sogenannte Freunde aus unserem Telefonverzeichnis gestrichen, die sich seit der Beerdigung nicht mehr gemeldet haben.

    Auch von einigen Nachbarn kommt nichts, außer ein hallo oder moin aus sicherer Entfernung. Über ein ‚Wie geht es dir‘ würde ich mich schon sehr freuen, denn es bedeutet für mich die Aufforderung zu erzählen wie es mir geht. Wenn die Frage keine Floskel sondern ehrlich gemeint ist.

    Die Frage nicht zu stellen, bedeutet für mich Desinteresse und oder Unsicherheit.


    Ich bin ihnen nicht böse, denn ich war vor dem Tod meines Mannes auch sehr oberflächlich in dieser Hinsicht. Das macht mir jetzt ein schlechtes Gewissen. Denn erst jetzt weiß ich, wie man sich wirklich fühlt als tief trauernder Mensch.


    Allerdings ist die Verbindung zu den wenigen verbliebenen Freunden sehr viel intensiver geworden. Und das ist mir jetzt viel wichtiger und nützlicher.


    Mit Tod und Sterben möchte man eben nicht konfrontiert werden.


    LG Petra




    Liebe Movi,

    ich kann an manchen Tagen nicht mal Fotos von ihm ansehen. Es tut so weh. Jeden Tag überlege ich, wer etwas davon haben könnte, dass wir so trauern müssen und so leiden?

    Man versteht den Sinn nicht.

    Ich bin auch immer noch nicht verreist ohne ihn. Meine Freunde sind ohne mich nach Mallorca

    Zum wandern, ich habe mich nicht getraut mitzufliegen. Schön, dass es bei dir geht. Das macht mir Hoffnung.

    Bin gespannt, wie Dir die Reise nach Frankreich gefallen wird.

    Das Gefühl, er kommt gleich rein, habe ich auch manchmal und dann kommt es mir wie eine Ewigkeit vor .....

    LG Petra

    Liebe Luise,

    wenn du einen Termin vor Augen hast, wird es nicht so schlimm werden mit der Trauer. So ist es bei mir jedenfalls. Und Trauerlöcher wird es - wie du schon schreibst - leider immer wieder geben. Die versuche ich ja nun in den Griff zu bekommen.

    Unsere Lieben wollten leben, das sollte auch unser Wille sein.

    Ganz liebe Grüße

    Petra

    Liebe Luise,

    wie schön, dass du diese Erfahrung machen konntest und so viel Mut und Kraft daraus geschöpft hast.

    Dein Mann ist sicher sehr stolz auf dich.

    Wir kämpfen weiter liebe Luise.

    Herzlichst

    Petra

    Gestern habe ich einen langen Spaziergang im Wald gemacht, in dem wir unseren Baum haben.

    Die Luft und die Bewegung haben mir sehr gut getan und Kraft gegeben.


    Kraft für meine weitere Suche nach meinem Rezept zur Trauerbewältigung. Dafür lese ich weiterhin Bücher, Erlebnisberichte und Forschungsergebnisse im Bereich Tod und Sterben (vieles in englischer Sprache, da das Interesse in Deutschland scheinbar fehlt, tot ist tot, basta). Bisher hat es mir schon sehr geholfen, mich mit dem äußerst umfangreichen Thema auseinander zusetzen. Und interessant finde ich es auch.


    Mein Mann und die Trauer um ihn und unser gemeinsames Leben wird immer allgegenwärtig bleiben, aber ich möchte in Zukunft bestimmen, in welcher Form die Trauer mich auf Dauer vereinnahmt. Das ist mein Ziel. Ob das überhaupt funktionieren kann und mir das gelingen wird, steht in den Sternen. Aber ich arbeite daran und merke, dass mir schon die Auseinandersetzung damit gut tut.


    Wenn es nicht gelingt, habe ich es wenigstens versucht.


    Liebe Grüße

    Petra



    Lieber Uwe,


    zur Zeit ist unsere Trauer unendlich schwer zu ertragen, aber ich hoffe immer noch darauf, dass sie eines Tages erträglicher wird in dem Maße, dass wir mit ihr leben können.


    Bis dahin unterstützen uns unsere Liebsten mit ihrem Trost, und wenn jemand tröstet, bedeutet es doch er will Mut machen zum weiterleben, oder ?


    Das sind meine Gedanken dazu. Ob richtig oder nicht, wer weiß es schon.


    LG Petra

    Nein, bitte nicht löschen, Uwe. Deine Denkanstöße sind für mich jedenfalls nicht negativ.


    Carpe diem... dazu gehört auch das nachdenken, tun wir sowieso den ganzen Tag, oder ?

    Texte sollen doch zum nachdenken anregen, dafür sind sie da. Meine versteht nur immer keiner😟.


    Sollte ich zu einem Ergebnis, in welcher Form auch immer kommen, werde ich es Dir mitteilen.


    Aber deine Leseleichtgeschichten sind natürlich auch jederzeit willkommen😉


    Herzlichst

    Petra

    Lieber Uwe,


    ich verstehe deine Gedanken und .... Gedanken sind frei ....


    Trauer ist körperliche Schwerstarbeit, auch für die Psyche. Deshalb denken wir manchmal

    alle möglichen Gedanken. Auch dass wir Versagen oder im Selbstmitleid versinken. Aber das stimmt nicht, lieber Uwe. Du bist ein liebender und schwer trauernder Mensch und hast schon soviel des Trauerweges geschafft. Glaube mir bitte, es geht bestimmt vielen genauso wie Dir. Mich eingeschlossen.


    Ob unsere Lieben wollen, dass wir ihnen folgen? Freiwillig aus dem Leben scheiden, in welchem sie mit uns glücklich waren? Ich kann es mir nicht vorstellen. Hätten sie es an unserer Stelle gewollt?


    Darüber muss ich erstmal tief nachdenken. Das wird meine Aufgabe für heute sein.


    Liebe Grüße

    Petra