• Liebe Carmen. Ich liege faul im Bett und kann nicht schlafen. Wie gerne wĂŒrdest du dich bestimmt lieber ins Bettchen kuscheln und nochmal umdrehen. Ich bewundere dich ,dass du das immer schaffst, so frĂŒh aufzustehen. Aber ich kenne das ja auch aus der Arbeit im Kinderheim. Das ist nun schon ĂŒber 20 Jahre her. Ich nehme an,bei dir ist auch bald das Ende in Sicht. FĂŒr heute wĂŒnsche ich dir einen angenehmen Arbeitstag .Liebe GrĂŒĂŸe von Christine.

  • Liebe Christine ich stehe schon immer zeitig auf...vor ein paar Jahren habe ich vor der Arbeit noch Zeitungen ausgetragen...noch 2 und 9 Monate möchte ich gehen

    Am Ende des Regenbogen sehen wir uns wieder :*

    meine beiden tollen MĂ€nnerđŸ–€đŸ«¶đŸ–€

  • Liebe Carmen. Das ist schon was Besonderes, daß du so zeitig aufstehen kannst. Ich kenne aber sonst niemanden, von dem ich weiß, wann er frĂŒh aufsteht.Nur durch das Forum und deinen tĂ€glichen Eintrag weiß ich das nun. Meine Mutti stand auch immer ganz frĂŒh auf.Sie hat genĂ€ht fĂŒr uns drei MĂ€dchen. Wir waren ja durch den Krieg sehr arm geworden. .Ich höre immer noch die NĂ€hmaschine rattern.Im Winter hat sie dann den Ofen geheizt.Hast du schon einen Plan ,wenn du in Rente gehst? Das ist schon eine große Umstellung. TschĂŒss. Ich stehe jetzt auch auf.

  • Liebe Dieter.Das kommt wieder. Deine Ursel möchte das doch auch. Wir mĂŒssen Geduld haben. Meine Mutti starb mit 60 Jahren an Krebs. Mein Vater hat danach noch 14 Jahre alleine gelebt. Wir haben immer gesagt ,der Vati wurschtelt sich so durch.Er konnte zwar nicht kochen und mit dem Staubwedel stand er auch auf Kriegsfuß. Was ihn am Leben gehalten hatte und womit er seine Zeit ausgefĂŒllt hat, waren seine Hobbys. Er war ein großer Sportfan.Er hat alle Sendungen bis tief in die Nacht verfolgt. Und er hat gezeichnet. Er hat immer FrauenportrĂ€ts gemalt. Dann hatte er noch seinen Garten. Leider musste er sich mit seinem Asthma ein Leben lang quĂ€len. In der DDR gab es keine vernĂŒnftigen Medikamente. Und doch ist er 78 Jahre geworden. Ich schreibe das deshalb, weil so das Leben ist. Liebe GrĂŒĂŸe von Christine.

  • Liebe Carmen. Das sehe ich genauso. Die Gesundheit muss mitspielen. Ich hatte vor allem Probleme mit der Psyche.Plötzlich fiel etwas weg ,was mich Jahrzehnte geprĂ€gt hatte, nĂ€mlich der Beruf.Ich war in erster Linie immer Lehrerin und dann Mutter. Das klingt hart, aber es ging gar nicht anders. Nun war ich auf einmal alleine mit mir.Die Kinder waren aus dem Haus. Ich habe lernen mĂŒssen, meine Zeit neu zu gestalten. Denn davon hatte ich ja nun genug. Einen Plan hatte ich auch nicht. Das ist nun ĂŒber 20 Jahre her. Manchmal frage ich mich ,was ich denn in den 20 Jahren gemacht habe. Da könnte ich viel jetzt aufzĂ€hlen. Eins aber habe ich nie gemacht : Ich habe es nie bereut. Ich bekomme eine gute Rente,das ist wichtig.