Wie kann ich meiner Mutter helfen?

  • Hallo ihr Lieben,


    Ich freue mich hier zu sein.

    Aber ich verzweifle fast.

    Meine Mutter hat vor 2 Jahren ihren Mann also meinen Stiefvater ganz plötzlich verloren.

    Ich hatte hier auch im Forum darüber geschrieben.

    Mittlerweile ist Sie in eine Neue Wohnung gezogen und versuchte einen Neustart.

    Leider hat dies nicht viel gebracht.

    Meiner Mutter geht es immer schlechter.

    Sie kann nicht alleine sein und vermisst ihn sehr.

    Hilfe von Fremden möchte Sie nicht anehmen und Freunde findet Sie keine.

    Sie belastet natürlich auch die derzeitige Corona Situation.

    Meine Schwester tut das ab mit nach 2 Jahren sollte mann langsam drüber wegkommen.

    Ich denke das wird bei meiner Mutter leider nie passieren.

    Für Sie war es ein Schock, sie waren sehr glücklich und er war kerngesund.

    Ich telefoniere (wohne 200km entfernt über die Grenze) sehr oft und versuche alles aber nichts hilft.

    Es gibt natürlich auch gute Tage aber die schlechten überwiegen und Sie qeint sehr viel. Ich mache mir sehr viel Sorgen über Ihre Gesundheit.

    Habt ihr vielleicht einen Rat für mich?

  • Liebe Aniva,

    ich finde es sehr zugewandt von Dir Deiner Mutter helfen zu wollen.

    Wäre es für Deine Mutter vielleicht eine Möglichkeit sich im Forum anzumelden?

    Denn hier gibt es viele Menschen, die ihre Partner und Partnerinnen verloren haben

    und irgendjemand ist immer da mit dem man sich austauschen kann.


    Der Austausch mit Menschen, die auch trauern erleichtert für Deine Mutter vielleicht ihre Trauer

    zumindest aber ihre Einsamkeit.

    Das Unverständnis von anderen Menschen weil man "noch" ! trauert macht ihr sicherlich noch zusätzlich zu schaffen.

    Falls es keine Option für Deine Mutter ist sich hier anzumelden ist der einzige Rat, der mir an Dich einfällt:

    Verständnis, Zuhören.

    Herzliche Grüße,

    Tereschkowa

  • Hallo Tereschkowa,


    Vielen Dank für dein Antwort.

    Ich habe ihr das schon mal vorheschlagen.

    Aber Sie meinte es sei nichts für Sie da Sie dann noch mehr trauriger ist wenn sie schreibt.

    Ja ich hoffe das es irgendwann besser wird und meine Mama nicht kaputt daran geht.


    Aber viel Hoffnung habe ich nicht mehr.

  • Liebe Aniva,

    deine Mama soll sich doch mal die Zeit nehmen, hier ein bisschen zu lesen. Das kann sie auch erstmal nur als Gast,

    ohne sich anmelden zu müssen.


    Viele von uns hier haben auch erst gedacht, dass es einen doch noch trauriger macht wenn man so viel Leid liest.

    Aber das Gegenteil ist der Fall. Nur wer selbst so einen Verlust erlebt hat, kann nachfühlen, mitfühlen und trösten,

    verstehen ..... glaub mir, dass können Menschen die das gleiche oder ein ähnliches Schicksal teilen, am besten !

    Und hier ist zu jeder Tages- und Nachtzeit jemand online, sie hat immer jemanden der ihr zuhört und auch antwortet.


    Versuche sie doch noch mal zu ermutigen, ein Versuch ist es wert.


    Herzlichst, Kerstin

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Liebe Aniva,


    ich würde das einfach mal mit ihr zusammen machen mal lesen sie muss sich dazu nicht anmelden.


    Ich habe das auch erst gedacht und mittlerweile es tut mir gut, hier wird man verstanden.

    Anders als in der Außenwelt da draußen.

    Es geht auch nach 2 Jahren nicht auch nach 5 nicht aber es kann anders werden.

    Vielleicht ist das wirklich nicht das richtige aber ein Versuch wäre es wert.

    Ich kann Deine Mama gut verstehen es ist schwer sehr sehr schwer und das Gleichgewicht ist völlig durcheinander wenn nicht sogar völlig abhanden gekommen.

    Ansonsten gibt es auch Trauertherapie ect. einfach mal versuchen was geht.

    Ist natürlich schwierig wenn man so weit weg wohnt 200km sind natürlich nicht mal eben so gefahren.


    Vlg. Linchen

  • Vielen Dank Kerstin und Linchen,

    Ja etwas schwierig ist es schon wenn ich nicht in der selben Stadt oder Land wohne.

    Aber ich werde es auf jeden Fall weitee versuchen sie zu ermutigen hier mal rein zuschauen.

    Mir tut es ja auch gut hier zu schreiben, ich bin auch alleine und kann mit fast niemanden darüber reden außer meinem Partner der aber momentan mehrere Trauerfälle in der Familie hat und somit selber genug zu tun hat.

    Heute war wieder ein guter Tag aber wenn Sie wieder einen schlechten hat werde ich es versuchen.

    Wir sind uns sehr ähnlich und ich fühle mich ja auch nicht ganz so alleine wenn ich hier schreibe.

  • Liebe Aniva,


    schreib wann immer Du möchtest....unsere Mamas und Papas sind so unglaublich wichtig und ich habe nur noch meinen Papa:13:Auch sowas gehört dazu....


    Ich drück Dich einfach mal....und wünsche Dir das es klappt wenn nicht das dann vielleicht was anderes.


    Vlg. Linchen :24:

  • Liebe Aniva,

    Es ist lieb, dass du deiner Mama helfen willst. Als Außenstehender ist das natürlich nicht ganz einfach. Wir können leider niemandem die Trauer abnehmen. Du tust bereits alles was du kannst. Da sein!! Das ist das wichtigste. Die Herausforderung Menschen in ihrer Trauer zu begleiten, ist ihre Trauer aus-halten. Den Menschen so wie er ist halten und seinen Schmerz anzuerkennen.


    Liest sie den gern? Es gibt ein paar gute Bücher zum Thema Trauer, die helfen könnten. Hier gibts auch einen Thread mit Buchtipps.


    Vielleicht überlegt sie es sich nochmal mit dem Forum. Oder du erzählst ihr ein wenig davon <3

    Liebe Grüße,

    Isabel