Ich zünde eine Kerze an

  • Am zweiten Sonntag im Dezember, im Jahr 2025 also am 14. Dezember, findet das Weltweite Kerzenleuchten beziehungsweise das Worldwide Candle Lighting statt. An diesem Tag gedenken weltweit Angehörige und Freunde ihrer verstorbenen Kinder, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen. Initiiert wurde diese Initiative 1996 vom amerikanischen Verein verwaister Eltern, den "Compassionate Friends". Dieser Verein entstand ursprünglich in England aus einer Selbsthilfegruppe von Eltern, die ihre Kinder verloren hatten.



    Zum Worldwide Candle Lighting wird abends um 19 Uhr Ortszeit eine Kerze für jedes verstorbene Kind angezündet. Diese Kerzen werden von außen gut sichtbar an ein Fenster gestellt. Durch die Zeitverschiebung von jeweils einer Stunde erlöschen die Kerzen in einer Zeitzone und werden in der nächsten entzündet. Dadurch entsteht der Eindruck einer Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die gesamte Erde wandert. "That their light may always shine" oder auf Deutsch "Möge ihr Licht für immer scheinen", ist die Grundidee hinter dieser Lichterwelle zum Worldwide Candle Lighting. Der Text "Worldwide Candle Lighting" wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

    💚

  • Für Frau Möschke eine so liebe Bewohnerin...Sie brauchen nun keine Angst mehr haben das ihnen der Fuß abgenommen wird...er war noch dran als sie ihre letzte Reise antraten 🖤😢🦋🎈🙏🕯

  • Für Ludwig van Beethoven (+ 26. März 1827)


    Warum das denn?

    Aus Dankbarkeit.


    Vor einigen Wochen habe ich ja einen Beitrag über das hochgradige Risiko geschrieben, das mich daran hindert mich zu erinnern, wie weit das Glück einmal gehen konnte. Ich nahm einen absurden Umweg:


    "Heute habe ich es zum ersten Mal geschafft, wieder Musik zu hören. Richtige Musik (bislang endeten alle Versuche in dieser Richtung in einem Desaster). In einem Film über Ludwig van Beethoven. Ich habe lange gezögert, ob ich mich DAS traue – diese Welt zu betreten, die so vollkommen SEINE war – und meine, und unsere. Nicht einen Fuß kann ich "normalerweise" dort mehr hineinsetzen, breche allein beim Gedanken daran innerlich zusammen.

    Mittelmäßiger Film zwar, der von den Anfangsjahren in Bonn und den letzten Monaten in Wien erzählt. Und doch: ich finde (fand immer schon, auch DAVOR) beunruhigend viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Künstlerpersönlichkeiten, dass ich es also wagte, diese Brücke zu begehen.

    Nach einer so langen Zeit der Klanglosigkeit haben mich die wenigen vertrauten und geliebten Akkorde bis ins Allerinnerste berührt.

    Die Brücke trug. Der Abstand wurde kleiner, die Verbindung enger."


    Seither gelingt es mir allmählich, unter sehr vorsichtigen kleinen Atemzügen emotional tiefer in mein glückliches DAVOR hinabzutauchen und die kostbaren Scherben zu bergen.


    Musik und Persönlichkeit des geliebten Tonkünstlers helfen mir dabei - warum auch immer.


    Zum Dank habe ich eine kitschige Collage (Musikologen und Videologen wären entsetzt) gebastelt, zusammengesetzt aus Eindrücken vom Persönlichsten, was mir von Mensch und Musiker zugänglich ist:

    * eine seiner zahllosen Wohnungen

    * sein Instrument, transparent und kraftvoll im Klang, vom besten Klavierbauer des Landes

    * seine Töne, gespielt auf einem zumindest baugleichen Exemplar

    * seine Notenschrift, filigran wie Sternenstaub

    * sein Portrait als fotorealistische Rekonstruktion nach seiner zu Lebzeiten abgenommenen Gipsmaske.


    Da das Video nur für private Zwecke taugt, habe ich es auf meiner Website "versteckt". Wer mag, findet den link dazu in meinem Thread.


    *** Niobe