Partner verstirbt und weiß nicht warum

  • Hallo, hab leider den schlimmsten Alptraum, meine Frau ist am 24.12.2022 mit 48 Jahren verstorben, sie war weder Krank noch hatte sei Vorerkrankungen. Sie ging am Vortag ins Bett, am nächsten Morgen lag sie leblos neben mir, jede Hilfe kam zu spät. Man weiß bis jetzt nicht was die Todesursache war, sie wurde Obduziert, mein Arzt hätte bereits den Befund angefordert, nach einigen eMail und Telefonate bekam er die Antwort es würde mindestens bis 20 Februar dauern da sie viel Arbeit hätten, unglaublich was man alles mitmachen muss, es verstirbt der Partner und wird dann fast 2 Monate hingehalten bis man überhaupt weiß was die Todesursache war. LG Engelbert

  • Lieber Engelbert,


    mein aufrichtiges Beileid zu deinem schmerzlichen Verlust :30: und ein stilles Willkommen

    hier bei uns. Es ist schrecklich, deine Frau war noch so jung und dann auch noch an Heilig Abend.

    Es tut mir so leid. Das du noch immer nicht weißt woran sie gestorben ist und dass du nun auch noch

    so ewig warten musst, bis du einen Befund bekommst ..., das ist unmenschlich.

    Konntest du deine Liebste wenigstens schon zur letzten Ruhe betten ?


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft und liebe Menschen an deiner Seite die dir helfen,

    dieses schwere Los zu tragen.

    Hier kannst du alles schreiben was dich bewegt oder bedrückt, wir hören dir zu und versuchen,

    zumindest eine kleine Stütze für dich zu sein.

    Ich fürchte nicht die Dunkelheit dort draußen, es ist die Dunkelheit in meinem Herzen, die mir Angst macht.

  • Danke Dolore, ja am 05.01.2023 wurde sie begraben. Meine Tochter wollte sich noch gerne von der Mama verabschieden, um 4:00 Uhr morgens hab ich den Notruf gewählt, 15 Minuten später kam die Rettung und um 9:30 Uhr hätten wir die Möglichkeit gehab sich noch zu verabschieden, es wurde mir aber gleich gesagt das bereits die Totenflecken eingetreten sind, wusste nicht wie ich reagieren sollte, sie ist 16 Jahre, hab sie dann doch soweit gebracht das sie nicht mehr ins Zimmer ist, wollte ihr den Anblick ersparen, war das Falsch?

  • Lieber Engelbert,

    mein herzliches Beileid zu deinem furchtbaren Verlust,und ein leises Willkommen hier im Forum wo eigentlich niemand von uns sein wollte.

    Mein Mann ist im November plötzlich verstorben.Ich kann mir vorstellen wie es in dir aussieht,es ist einfach schrecklich und tut furchtbar weh.

    Mir hat das Schreiben hier schon gut geholfen.Hier ist immer jemand ,der dir antwortet.

    Ich wünsche dir erstmal viel Kraft für die nächste Zeit.

    Glg🌻🌼Elke

  • Danke Elke, genau das ist mir jetzt wichtig, aber es tut verdammt weh. Das Leben dreht sich komplett. Für mich ist das eine Situation wo man nicht weiß wie und was man denken sollte, man hat daneben geschlafen und bekommt nichts mit, das einzige was ich weiß, um 2:15 Uhr hat das Herz zum schlagen aufgehört.

  • Lieber Engelbert,

    ich finde,du hast alles richtig gemacht was deine Tochter betrifft.So kann sie ihre Mama in Erinnerung behalten wie sie war.

    Ich musste mich als 13jährige von meiner geliebten toten Oma verabschieden obwohl ich das nicht wollte.

    Ich fand das ganz schrecklich,da sie nicht mehr so aussah wie zuvor,bin lange nicht darüber hinweggekommen.

    Wünsche dir und deiner Tochter alles Gute und liebevolle Unterstützung von der Familie und Freunden.🌻Elke

  • Hallo Engelbert,

    mein herzliches Beileid zu Deinem schweren Verlust. Ich kann nachempfinden wie es Dir geht. Am 02.12.22 ist mein Lebensgefährte mit 52 zu Hause tödlich verunglückt. Von jetzt auf gleich ohne Vorwarnung und ohne die Möglichkeit sich zu verabschieden. Er war kerngesund, sportlich, stand mitten im Leben. Er war und ist die Liebe meines Lebens und es bleiben soviel Fragen offen...

    Es hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Die ersten Wochen waren so schlimm für mich, dass ich am liebsten mitgestorben wäre. Ich bin auch heute nicht in der Lage an seinem Grab zu stehen. Das halte ich kaum aus zu wissen, dass dort sein Körper liegt. Ich habe leider auch ein Kindheitstrauma, denn ich musste mir als 5-jährige - wie Elke ungewollt - meinen verstorbenen Opa anschauen, was zu jahrelangen Alpträumen geführt hat. Das habe ich bis heute nicht überwunden. Daher denke ich, dass Du Dir keine Vorwürfe wegen Deiner Tochter machen solltest.

    Mich fangen meine Freunde gut auf und die erste Zeit habe ich bei meinen Eltern verbracht, die im Ausland leben. Bin 1 Monat nicht arbeiten gegangen, da gar nichts ging. Im Januar habe ich wieder begonnen, da ich Angst hatte gar nicht mehr aus dem Loch herauszukommen. Wollte keine Depression, sondern ein Stück meines alten Lebens zurück. Ich bin auch erst kürzlich auf dieses Forum gestossen und habe in dem ganzen Elend Menschen gefunden, denen es ähnlich geht. Auch das spendet mir etwas Trost, da mein Umfeld nicht alles auffangen kann und eine solche Situation kaum jemand versteht, der sie nicht selbst erlebt hat.

    Alles Liebe,

    Jussi

  • Hallo Jussi, ebenfalls herzlichstes Beileid. Es kann keiner mitreden der es nicht selbst erlebt hat, hab 28 Jahre mit ihr zusammen gelebt, haben uns ein Eigenheim gekauft, haben jahrelang jeden Euro umgedreht, Ende 2021 hat sich die Situation einiges geändert, da haben wir uns gesagt ab jetzt werden wir auch wieder Urlaub machen und das Leben genießen, leider hat das nur ein Jahr angehalten, schlimmer geht es nicht mehr, wie ein Alptraum mit endlosschleife.

    Du sagst es wortwörtlich, es zieht einen den Boden unter den Füssen weg…ich bin jetzt auch bereits seit 24.12.2022 zuhause möchte aber ab Montag wieder in die Arbeit zurück, es muss weitergehen sonst sinkt man in ein Loch wo man nicht mehr rauskommt. Wobei es wäre vorher zu arbeiten gar nicht möglich gewesen, ich war teilweise bei Gespräche dabei hab aber nichts was besprochen wurde aufnehmen können als gäbe es kein Gehirn mehr.

    War letzte Woche bei „Trauer und Trost“ ist bei uns ein Ambulantes Hospiz, hier gibt es offene Trauergruppen ohne Voranmeldung, das werde ich nützen, da treffen sich Personen die ähnliche Vorfälle erlebt haben.

    Liebe Grüße Bertl

  • ich finde,du hast alles richtig gemacht was deine Tochter betrifft.So kann sie ihre Mama in Erinnerung behalten wie sie war.

    Ich musste mich als 13jährige von meiner geliebten toten Oma verabschieden obwohl ich das nicht wollte.

    Ich fand das ganz schrecklich,da sie nicht mehr so aussah wie zuvor,bin lange nicht darüber hinweggekommen.

    Wünsche dir und deiner Tochter alles Gute und liebevolle Unterstützung von der Familie und Freunden.🌻Elke

    Glaube auch dass es so besser gewesen ist bevor sie den Anblick nicht vergessen kann oder sogar noch Alpträume bekommt.

  • Lieber Engelber01,


    mein herzliches Beileid zu Deinem Euren schweren Verlust das ist einfach nur ein Alptraum auch für Deine Tochter.

    Ich kann dazu nur sagen ich hab mich von meiner Oma verabschieden können mit 12 Jahren und ich hab es bis heute nicht bereut das selbe hab ich auch mit Mama gemacht und es war gut und richtig ich hätte es niemals anders haben wollen.

    Weder Alpträume noch das es mich verfolgt. Für mich war es richtig und wichtig.

    Ich weiß aber auch das ich damit ziemlich allein bin viele können das nicht von dem her sicher die richtige Entscheidung für Dich.


    Vlg. Linchen

  • mein herzliches Beileid zu Deinem Euren schweren Verlust das ist einfach nur ein Alptraum auch für Deine Tochter.

    Ich kann dazu nur sagen ich hab mich von meiner Oma verabschieden können mit 12 Jahren und ich hab es bis heute nicht bereut das selbe hab ich auch mit Mama gemacht und es war gut und richtig ich hätte es niemals anders haben wollen.

    Weder Alpträume noch das es mich verfolgt. Für mich war es richtig und wichtig.

    Ich weiß aber auch das ich damit ziemlich allein bin viele können das nicht von dem her sicher die richtige Entscheidung für Dich.

    Hallo Linchen, die Entscheidung war für mich schwer, der Bestatter hat ebenfalls gemeint besser wäre es wenn meine Tochter die Mama so in Erinnerung hat wie sie war und nicht einen Toten Körper der was bereits Totenflecken zeigt, ich wollte sie auch noch sehen, sie war mit einem Tuch zugedeckt, man sah nur die Hände links und rechts herausragen, ich konnte es nicht, ich wollte sie so in Erinnerung behalten wie sie war, als wir die Möglichkeit erhielten zu Verabschieden war mein Frau bereits über 7 Stunden tot, ich glaub hier fühlt jeder Mensch anders. Liebe Grüße Bertl

  • Auf jeden Fall deswegen sag ich ja für Dich sicher die richtige Entscheidung.


    Ich wollte nur aufzeigen das es auch andere gibt die das brauchen und für die es wichtig ist.

    Natürlich niemals unter Zwang das versteht sich von selbst.


    Vlg. Linchen

  • Lieber Engelbert,


    ich wünsche dir herzliches Beileid und ganz viel Kraft.

    Wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn ein geliebter Mensch von uns geht.

    Es sind dir schrecklichsten Tage unseres Lebens.

    Hier im Forum kannst du alles schreiben was dich dich bedrückt, wir

    verstehen dich.


    eine liebe Umarmung

    Maike

  • Ich gehöre auch zu denen, die "sehen" müssen und kenne andere, die vor Entsetzen aufschreien "niemals".

    Für jeden so, wie es sich richtig anfühlt.


    Lieber Engelbert,


    mein tiefes Mitgefühl. Das Schicksal hat unsagbar viele, schlimme Gesichter, nicht zu begreifen ❤️💔


    Alles Liebe Pia 🥀

  • Lieber Engelbert,


    ich habe gerade bei dir gelesen und ich kann es auch wie alle anderen hier sehr gut nachfühlen wie es dir geht.

    Unser Schicksal ist ähnlich, bei mir ist es jetzt 1 Jahr und 3 Monate her. Mein Mann war 55 und ich 48 als es passiert ist.

    Es fühlt sich so unfassbar und unbegreiflich an, man kann es einfach nicht verstehen.


    Herzlichst

    Anja

  • Post by Ameliea ().

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  • Liebe Anja,

    da gebe ich Dir recht, hattest du noch zusätzliche Unterstützung?

    Versuche ab morgen wieder ins Berufsleben zurück zu kehren, mal schauen wies mir geht.

    LG Bertl

  • Liebe Anja,

    da gebe ich Dir recht, hattest du noch zusätzliche Unterstützung?

    Versuche ab morgen wieder ins Berufsleben zurück zu kehren, mal schauen wies mir geht.

    LG Bertl

    Hallo Bertl,


    ja, ich habe noch zusätzliche Unterstützung, das hatte mir der Notarzt ans Herz gelegt bzw. empfohlen. Das tut mir sehr gut und ich bin froh das ich

    auch innerhalb kürzester Zeit einen Termin bekommen habe.

    Ich bin nach 5 Wochen wieder Vollzeit ins Berufsleben zurück. Am Anfang ist es mir sehr schwer gefallen mich aufzuraffen. Ich habe dann doch

    gemerkt, das es mir gut getan hat wieder eine Struktur zu haben. Klar, abends zu Hause, holt es einen wieder ein, man ist alleine.Die ersten Wochen brauchte ich auch einfach für mich und um die vielen vielen Dinge die auf einen einstürzen zu regeln. Das emotionale braucht seine Zeit, das kann man einfach nicht beeinflussen.

    Allerdings gibt es auch die Momente, wo ich nicht kann was die Arbeit angeht. Es ist dann mal ein Tag oder zwei wo es nicht geht und ich

    die Auszeit brauche.

    Bei mir sind es sehr nette Kolleginen die doch viel Verständnis und Mitgefühl haben die mir auch das arbeiten erleichtern und man ist nicht so alleine den ganzen Tag. Wie gesagt, es ist nicht immer gleich gut, aber ich bin froh das ich arbeiten gehen kann. Wenn das dann auch nicht geht, dann hat man noch mehr Probleme

    die keiner braucht.

    Ich wünsche dir, das du einen einigermaßen guten Start ins Arbeitsleben hattest, was man in so einer Situation als gut bezeichnen kann.

    Ich denke, du weißt was ich meine.


    Herzlichst

    Anja