Beiträge von Elster
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So schön, so anrührend, die Tränen kullern.
"...a man whose voice sounds like tears..."
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z.B. den Cortisolspiegel
Das ist schon mal super.
Ich empfehle dazu noch B12, D3 und Ferritin. Leider sind Hausärzte oft nicht in der Lage, solche Zusammenhänge zu bewerten. Die Empathielosigkeit deiner Ärztin kann einfach Hilflosigkeit sein, aber das nützt dir nix. Ich rate wirklich zu einer Heilpraktikerbehandlung. Nicht unbedingt einfach irgendeinen, denn da kann man sehr schief auflaufen. Vielleicht hast du Freunde oder Bekannte, die einen empfehlen. Hausärzte machen manchmal Zusatzausbildungen, aber die zu finden ist kein lustiger Zeitvertreib.
Viel Glück! -
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Lieber Dieter,
bei mir wird es nach dreieinhalb Jahren geringfügig besser. Allerdings habe ich bereits so abgebaut, dass ich sehr viel aufzuholen habe. Aber immerhin stimmt die Richtung. Ich empfehle dir, ein Blutbild machen zu lassen und dabei auch Werte mit reinzunehmen, die du selber zahlen musst, sofern du dir das leisten kannst. Am allerallerbesten gehst du dann damit zu einem guten Heilpraktiker. Mit gezielten Ergänzungsmitteln kann man viel erreichen. Ich mache jetzt eine "Kur" mit verschiedenen Sachen wegen meiner Schilddrüsenerkrankung. Ich mache das auf eigene Verantwortung selbst und ohne ärztlichen Rat, aber das bin ich! Dazu raten, es so zu machen kann ich auf keinen Fall.
Nach nun vier Wochen bemerke ich etwas wie ein "Aufwachen" meines Körpers. Nur zaghaft, aber spürbar. Ob das ein Plazeboeffekt ist, ist mir dabei völlig egal. Also irgendwas bringt es. Sollte mein Fersensporn endlich mal abheilen, möchte ich ernsthaft versuchen, endlich spazieren zu gehen. Immerhin spüre ich jetzt einen Drang dazu. Das erste Mal seit.....
Ich war anfangs noch regelmäßig im Fitnesstudio zum Krafttraining. Meine Leistung nahm stetig ab und irgendwann konnte ich nicht mehr. Es wurde ein paar Jahre schlimmer statt besser. Ich lese häufig, dass ich damit nicht allein bin. Das hilft auch ein bisschen. Setz dich nicht unter Druck aber probiere immer mal was aus. Das wäre jetzt so mein Rat, falls du ihn möchtest.
Liebe Grüße
Elster -
Es ist nicht genug zu wissen, dass sie noch um uns sind. Nicht, so lange wie wir noch körpergebunden sind. Es reicht einfach nicht. Das ist Trauer.
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Aus Repekt der anderen Userin gegenüber möchte ich dir hier schreiben, dass ich wahrscheinlich deiner Meinung bin. Erläuternd dazu: ich glaube an keinen "Gott". Nicht an einen, der eine eigene hochherrschaftliche Identität hat und ein allem übergeordnetes Ego besitzt. Da sitzt keiner auf einem goldenen Thron und teilt aus.
Sollte ich mich irren, dann kann der mich mal.
Ich irre mich nicht. Ich habe schon zu viel gesehen.
Eine Mutter erträgt es nicht, dass ihr Kind stirbt. Sie stirbt mit und eine andere atmet und "lebt" an ihrer Stelle. Möglich, dass es Mütter gibt, die das anders wahrnehmen und für die freue ich mich, wenn es ihnen damit gut geht. -
Liebe Carmen,
etwas spät aber darum nicht weniger von Herzen kommend, wünsche ich dir, dass du keine schlimme Lungenkrankheit hast und sich alles beruhigt.
Und Gratulation zum dreiwöchigen! Die Sucht ist quasi besiegt. Der weitaus schwerere und langwierigere Teil ist das Abgewöhnen. Also die reine Gewohnheit loswerden. Das fand ich früher am schwersten. Ich hab mehrmals aufgehört. Leicht fiel es mir nur, als der erste Schwangerschaftstest positiv war. Ab da hab ich nie mehr geraucht. Das ist jetzt 33 Jahre her (fast genau). Ich hab es ab da nie vermisst. Aber ich erinnere mich gut an die vorherigen Male. Es ist schwer, aber zu schaffen.
Jedenfalls Daumen hoch für den Etappensieg! -
Es fühlt sich auch ein bisschen falsch an, aber ich vermisse nicht nur meine Supermaus, sondern auch das ich mit ihr vergessen konnte, dass das Leben eigentlich einfach nur eine undankbare Pflichtübung ist.
Das ist völlig okay! Man vermisst nie "nur" die Person selbst, sondern immer auch das, was sie/er für uns war, und wie wir uns mit ihr/ihm gefühlt haben.
Die großartige Einzigartigkeit deiner Mirja ist ja auch wirklich was zum scherzhaft vermissen! Ganz toll für dich (und in meinem Weltbild auch für sie) wäre natürlich, wenn das, was sie dir gegeben hat noch in dir wäre. Und irgendwie möchte ich glauben, dass es das auch ist. Schmerz kann vieles verzerren. Aber ihre Liebe hat definitiv in dir Spuren hinterlassen und dich verändert.
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Auch von mir gute Besserung!
Ja, es ist sehr kalt für November. Aber deine kleinen Freunde brauchen dich und so ...hältst du durch! -
Lieber Dieter,
es ist kurz nach sieben und am klaren Himmel leuchtet die Venus. Genau auf der Linie, wo das zarte rot und gelb des nahen Sonnenaufgangs ins blau übergeht.
Liebe Grüße an euch beide! Und eine ganz liebe Umarmung zum Durchhalten. -
Jetzt ... ich habe das Gefühl, sehr, sehr verletzlich zu sein. Aber für was? Also was kann mich wo und wie und wann verletzen? Es ist absolut nicht vorhersehbar. Trigger, mit denen ich nie gerechnet hätte. Latente Tränen, die ich längst versiegt glaubte.
Es gibt keine lineare Trauer. Höchstens vereinzelt. Die unerwarteten Trigger kamen bei mir auch erst später. Es hat sich ein wenig beruhigt. Bzw. reagiere ich nicht mehr sofort auf Trigger, die auf den ersten Blick nichts mit uns zu tun haben. Aber das Unterbewusstsein, die Seele, der innere Mensch, der wir alle eben auch sind, der nimmt alles wahr und verstaut es irgendwo. Und von dort arbeitet es sich irgendwann nach oben. Wir haben da nicht viel Kontrolle drüber. Wenn jemand weiß, wie man diese Vorgänge kontrolliert: bitte umgehend bei mir melden!
Aber ich möchte nicht, dass das Lächeln gefriert.
Für mich ist es zu spät. Für dich hoffe ich, dass du es umgehst.
....als sie nach mir suchte und rief. Ich konnte ja nicht da sein, und trotzdem habe ich Schuldgefühle. Das verbinde ich mit dem beginnenden Winter.
Es ist egal, wieviel wir für sie getan haben. Ich für Feechen, du für Ursel. Nach unserem Verständnis war es nicht genug, denn sie sind gestorben. Das werden wir nun tragen. Und inzwischen überwiegt an vielen Tagen für mich das Gefühl der unendlichen Liebe. Es verdrängt das Böse oft. Aber weg geht es vielleicht nie. Ich weiß es nicht....
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Es wird nicht besser. Dieser sichtbare, fühlbare, riechbare Wechsel in eine neue Jahreszeit tut noch immer weh.
Ich sehe draußen vor dem Fenster mit der wunderschönen Aussicht frostweiße Dächer, qualmende Heizungsschlote, einen rosa Lichtstreif am südlichen Horizont. Es wird Winter. Wieder ein Winter ohne mein Mädchen. Es ist jedes Mal ein Kraftakt, mich an die neue Jahreszeit zu gewöhnen. Es tut so weh.
Warum mich das so sehr mitnimmt weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht weil ich gerade diesen Wechsel früher sehr gemocht habe. Aber das allein kann es nicht sein. Es ist auch nicht die Zeit, die vergeht. Denn die spüre ich kaum. Und freue mich eher, wenn ich bemerke, dass sie fließt. Vielleicht weiß ich irgendwo in mir, dass man "dort" keine Jahreszeiten mehr hat. Der Gedanke macht mich nicht wirklich traurig. Das Gefühl schon. Keine Ahnung.
Kommt alle gut durch die frostigen Tage. -
Ganz wunderbar
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Was denn für Vorwürfe, lieber Dieter? Hättest du es gewusst, hättet ihr die Zeit bereits trauernd verbracht. So war die Zeit geprägt von liebevoller Zuwendung, Hoffnung und einer Art Selbstverständlichkeit, die Trauernde wie wir nie wieder erleben werden. Du warst bei ihr. Sie durfte sich innerlich verabschieden, ohne deine Verzeiflung dabei erleben zu müssen. Ich bin sicher, dass sie es wusste. Sie wollte eure Zeit nicht damit belasten. Alles war, was das betrifft, genau richtig!