Liebe Bille,
es ist zwei Monate her. Da vergisst man ja sogar nocht zu atmen. Jetzt an für immer zu denken macht keinen Sinn. Die erste Trauer (die durchaus auch Jahre dauern kann, meistens aber eher Monate) ist keine Zeit um über irgendetwas hinwegzukommen. Alles, was du jetzt fühlst ist leider völlig normal und alle hier kennen es. Und wenn du ältere Threads liest wirst du feststellen, dass sich anfangs die meisten so gefühlt haben, wie du jetzt.
Es ist schön, dass du deine Eltern hast und dich um dich kümmerst, indem du zu Trauergruppen gehst oder auch hier schreibst. Vieles findet sich! Aber ganz praktische Situationen, die man plötzlich allein meistern muss sind sicherlich sehr herausfordernd. Ich bin keine Witwe. Ich habe meine Tochter verloren. Darum sind unsere Themen nicht die gleichen. Aber Trauer ist Trauer, auch wenn sie unterschiedlich aussehen kann. Die Verzweiflung wenn man ein Kind, einen Elternteil oder einen Ehepartner verliert ist grausam, schmerzahft und alles umfassend. Das haben hier alle gemeinsam.
Hab Geduld mit dir.
Liebe Grüße,
Elster
Beiträge von Elster
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Liebe Ashelia,
um die "schwierigen" Tage herum, wie Geburtstage und Feiertage, wird eine Trauer, egal ob frisch oder schon älter, verarbeitet (was immer das heißt) oder noch roh, immer schwerer. Es braucht lange um sich daran einigermaßen zu gewöhnen. Aber du machst das ja richtig so gut es eben geht. Die Krankschreibung war eine sehr gute Idee und hat dich hoffentlich gut entlastet. Denn die Leistungsfähigkeit leidet enorm. Das gibt sich meistens wieder von selbst nach einiger Zeit.
Zeit wirkt nun anders auf dich. Auch das kennen viele. Ja, er war gerade noch da. Und gleichzeitig ist er schon ewig fort. Die Welt steht Kopf.
Nimm dir weiterhin viel Zeit.
Was man den "Anfang" der Trauer nennt kann Wochen, Monate oder Jahre dauern. Nicht erschrecken! Während dieser Zeit lernt man sukzessive damit umzugehen. Nur die Gesellschaft als ganzes findet, das muss flotter gehen. Menschen, die es erlebt haben wissen: es geht so schnell oder so langsam wie es eben geht. -
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"Die haben mich in Öl gebadet!". Was sie damit sagen wollte, kann ich mir bis heute nicht erklären.
Vielleicht hat sie es wörtlich gemeint. Vielleicht gibt es keinen tieferen Sinn darin.
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Toll! Das WAR Realität! Superschönes Szenario. Dass du während des "Traums" an die momentane Situation in der manifesten Welt dachtest und diese auch bewertet hast, beweist es für mich. Wir gehen nachts im Körperschlaf spazieren. Und manchmal dürfen wir uns erinnern.
Muss keiner sonst so sehen. Ich bin auch gern für mich auf einer einsamen Insel. Aber wer möchte ist willkommen! -
Das war kein unerheblicher Eingriff. Und für ihn kostete es unglaublich viel Kraft, sich überhaupt dafür zu entscheiden, geschweige denn es durchzuziehen. Es kann schon sein, dass das jetzt einfach alles zu viel ist. Am besten früh schlafen gehen und da ganze verarbeiten. Für einen Angstpatienten ist das eine völlig andere Hausnummer als für andere.
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weil unten noch 4 stehen aber die sind gut
Die sind super zum Halten der Prothese. Jeder Zahn zählt! Gute Besserung.
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Danke Simon, dass du immer dran denkst.
Ist denn in der Schweiz auch am Donnerstag Vatertag? -
Liebe Ashelia,
mein ganz tief empfundenes Beileid. Hier in diesem Forum ist das keine Floskel. Hier wird Trauer gesehen, verstanden und mitgefühlt.
Dass du noch trauerst.... du hast ja kaum damit begonnen. Du bist noch im ersten Schock. Das dauert, so lange es eben dauert. Die anderen, die das nicht verstehen können, die sind erstmal kein Maßstab für dich. Komme erst mal in deiner Trauer an. Hier kannst du dich austauschen und ausweinen. Auch alles zehn mal erzählen. Wir alle haben unterschiedliche Verluste erlitten. Ich betrauere meine Tochter. Aber dennoch verstehen wir einander (meistens).
Ganz liebe Grüße
Elster -
Liebe Bettinalein,
meiner Meinung nach musst du das auch nicht ertragen. Auch du kannst nichts dafür, dass sie so krank wurde und sich sich so sehr verändert hat. Ihr böse zu sein macht keinen Sinn, das weißt du ja selber. Aber wenn du ihr schon nicht helfen kannst, dann hilf dir wenigstens selbst. Auch du hast Frieden verdient. Würde sie dich konkret brauchen, dann wärst du ja sicher für sie da. Aber das musst du dir nicht wöchentlich gefallen lassen, finde ich.
Vielleicht schreibst du ihr einen Brief. Weiß sie denn, dass sie krankheitsbedingt übermäßig aggressiv ist? Vielleicht macht ihr einmal im Monat aus, oder so ähnlich. Ich weiß natürlich nicht, ob solche Absprachen mit ihr möglich sind. Aber, Bettinalein: du DARFST auf dich selbst achten! -
Oh, jetzt bin aber erschrocken. Das klingt ja wie das Fell über die Ohren ziehen
Nach Carmens früheren Berichten ist das sehr ähnlich. Ist halt ein echt tolles Zottelmonster.
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Das war ja jetzt auch zu viel! Ganz klar: Stress macht viel mit dem Körper. Ich hoffe, du kommst bald wieder runter. Vielleicht beim Hundi entfellen. Wobei, das hört sich auch nicht so nach Entspannung an. Ich drücke DIR die Daumen, dass du eine Möglichkeit findest, die Stresshormone zu zügeln!
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Liebe Carmen,
bei mir lag starker Haarausfall an der Schilddrüse. Ich wurde mit Hashimoto diagnostiziert. Aber erst beim Radiologen. Der Wert, den die Hausärzte prüfen kann lang "normal" sein. Ich hatte das wahrscheinlich schon an die 15 Jahre bevor es entdeckt wurde. Ich verlor am Schluss fast büschelweise Haare.
Daumen gedrückt für die OP! -
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'Irgendwann lernt man, die Trauer in der einen Hand zu tragen
und das Leben in der anderen.'
Ein Satz aus einem Podcast für trauernde Mütter. Ein schöner Er-Satz für das generische 'es wird anders'. -
.das alles was wir bringen sofort entfernt wird ...furchtbar....
Das ist für mich an Lieblosigkeit kaum zu überbieten. Irgendwie sieht der Platz sowieso ein bisschen nullachtfuffzehn aus. Deiner ist mit Sicherheit schöner und wärmer. Man kann, darf und soll Trauer nicht vorschreiben. Aber diese Art Lars' Herkunftsfamilie und sein erstes Kind so deutlich auszuklammern ist schon heftig. Da ist mir auch herzlichst egal, ob man selbst lieblos aufgezogen wurde. Es braucht keinen spirituellen Empathen um zu begreifen, dass eine Mutter trauert. Man kann auch gern mal das Gehirn zuschalten, wenn man schon kein Herz hat.
Ich hab mich sehr über das Foto gefreut. So schöne bunte Seifenblasen! Zum Glück ist Lars nicht dort gebunden. Er kann mit dir sein, wo immer ihr es möchtet. Nach nun bald vier Jahren spielt Feechens Platz für mich nun eine andere Rolle. Bisher war es der Ort, wo sie "komplett" war. Das fühle ich nun nicht mehr.Es ist ein Ort der Stille. Der einzige Ort in der Natur, den ich gut tolerieren kann. Ich bin dort mehr bei mir, als bei ihr. Du kannst ja nicht oft an Lars' Platz sein. Das ist vielleicht sehr schwer für dich. Ich weiß es nicht. Jedenfalls wünsche ich dir immer den Mut und die Kraft dein Leben zu meistern. Du bist eine sehr tapfere Frau!
Ganz liebe Grüße
Elster (ohne Fräulein) -
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Ich glaub, es war Elster hier im Forum, die durch ihre liebe Tochter aus der Ewigkeit erfuhr, dass sie dort alles wie gehabt weitermachen können, aber dass dies immer mehr an Bedeutung verliert in allem Himmlischen.
Liebe mayatochter, ja das stimmt so. Die Erinnerung an diesen Ausflug ist glasklar. Da du es dir gemerkt hast, scheint es dir auch etwas zu bedeuten oder etwas in dir geriet ins Schwingen und nun weißt du es auch? So vieles läuft ganz im Hintergrund unseres Seins ab. Deshalb können wir manchmal etwas erkennen, was wir vermeintlich noch nie gesehen oder erlebt haben. Oder etwas wissen, was wir 'eigentlich' gar nicht wissen können. Der Mensch (sehr verallgemeinert) möchte immer Beweise und wiederholbare Messdaten, damit er etwas als wahr bezeichnen kann. Ich und viele viele andere brauchen das bereits nicht mehr. Beweise können wir nicht liefern. Wie beweist man einem von Geburt an Blinden, dass der Himmel blau ist? Es bleibt in diesem Dasein beim Glauben, wenn man nicht schon selber weiß. Aber das ist doch auch schön so.