Beiträge von Elster

    So ein herziges Mäuschen! Ein sehr hübsches Kleidchen hat sie an. Aber der Gesichtsausdruck ist das allerbeste an dem Foto. Da ist ja alles drin, was man sich vorstellen kann. Go get 'em! Hol dir die Welt!

    Ein ähnliches Gespräch gab es auch bei mir. Es ging nicht um Stunden, sondern um Umstände, die man hätte regeln können. Als dann auch das Wort Erpressung fiel, bin ich aus dem Büro gegangen und habe direkt meine Kündigung verfasst. Das war ein halbes Jahr nach dem Vorausgehen meiner Fee. Ich konnte mir die Arbeit nervlich nicht leisten. Es war die richtige Entscheidung. Ein AG, der/die mich nicht als Mensch sehen kann oder will, muss sich woanders umsehen.
    Viellecht gibt es eine andere Lösung für dich. Personalrat? Kollegen? Jemand in deinem Lager?

    Auch ich denke nun immer, wenn ich Eichhörnchen sehe, an Dich und Ursel, lieber Dieter. Mein Feechen hatte eines auf dem kleinen Balkon in ihrer letzten Wohnung und wollte es im Herbst füttern. Sie nannte Eichhörnchen scherzhaft "Nusskatzen". Das hatte sie von ihrem Bruder. Sie hat mir eine Nusskatze gehäkelt, als Geburtstagsgeschenk. Die sitzt jetzt mit den anderen Häkeltieren im Regal und bewacht Feechens Haarsträhne.

    Es ist so besonders und so spürbar, wie wir irgendwie immer etwas finden, was uns mit anderen verbindet.


    Oh, das ist ja wirklich traurig.
    Du musst es niemandem recht machen. Du hast dir selbst gegenüber Verantwortung. Vielleicht könnt ihr euch auf etwas einigen. Vielleicht aber verschiebt ihr es auch. Niemand sollte sich mit Menschen umgeben, die einem gerade nicht gut tun können.

    Niemand bringt uns bei, wie schwere Trauer geht. Es gibt so viele Wege. Wir tun, was wir können. Richtig...falsch... wen kümmert es? Die nächste Minute überleben ist ein Kraftakt. Und doch - es gibt diese Kraft. Sie lässt uns machen, regeln, organisieren, gestalten. Bis zum nächsten Zusammenbruch. Und dann wieder von vorn.
    Man muss es lernen. Üben. Irgendwann geht es besser. Leichter.
    Du machst was du kannst. Mehr geht nie. Keiner hier denkt, dass du alles locker auf die Reihe kriegst. Wahrscheinlich ist es der berühmte Autopilot. Die meisten kennen das. Er kann der beste Freund sein. Solange er nicht übertreibt.

    Hoffentlich wird das Treffen mit der Dame aus dem Nachbarort schön und ihr harmoniert gut. Das wünsche ich euch beiden.

    Ohhh.... das hatte ich auch mal! Google mal weiter, bzw durchwühle Youtube. Da hatte ich einen Physiotherapeuten gefunden, der Übungen dafür zeigt. Die haben mir dann wirklich geholfen. Ich konnte fast nicht mehr laufen. Natürlich mit ganz viel Augenmaß!!!! Nicht, dass mein toller Rat alles schlimmer macht.
    Gute Besserung!!

    Oh, liebe Carmen! Da fehlt natürlich dein Schatz ganz real zum anlehnen und mitbangen.
    Ich drücke die Daumen, dass da nichts schlimmes bei raus kommt.

    Ich verstehe das Angstgefühl. Sehr gut. Ich habe keinen Partner verloren sondern ein Kind. Daher kann ich nicht sagen, ob Unbeschwertheit sich für dich nie wieder so anfühlen kann wie zuvor. Es ist viel viel zu früh um so weit zu gucken ("ich muss noch so lange leben"). Dass fröhliche Momente, oder auch Minuten, Stunden oder Tage wieder möglich sein werden, das schreiben hier halt auch die meisten. Es wird sich aber anders anfühlen (aus meiner Sicht!). An dieses anders muss man sich gewöhnen. Und noch kennst du es nicht und fürchtest dich verständlicherweise.
    Gib dir, deinem Leben, Zeit zum annähern an das anders. Es kommt nicht über Nacht und fühlt sich auch nicht für alle gleich an.

    Wir sind quasi mitten über dem Urwald aus dem Flugzeug geschupst worden. Ohne Werkzeug, ohne Strategie, ohne Kompass. Und jetzt müssen wir zurück finden zu einem Ort, an dem wir leben können. Du hast dort bereits uns getroffen. Bist also schon nicht mehr allein. Und reale Kontakte hast du auch. Selbst wenn es nur zum anfeuern ist. Alles kann helfen, dieses Leben leben zu lernen.

    Es braucht Mut. Da sind wir uns sicher einig. Den wünsche ich dir! Den Mut einen Fuß vor den anderen zu setzen. Auch wenn du manchmal stehen bleiben musst.

    Lieber Dieter

    ich verstehe dich so gut. Auch ich habe Szenen, die immer wiederkehren und so schrecklich für mich sind, dass ich sie nicht mal schreiben möchte. Auch nach Jahren gibt es noch immer die Zeiten, wo die Bilder im Kopf plastisch werden und man zurückgeworfen wird. Es wird seltener (bei mir) aber ganz weg geht es wohl nicht. Manchmal getriggert, manchmal aus dem scheinbaren Nichts heraus.

    So wie ich die Welt auf ihren verschiedenen Ebenen verstehe, sind unsere lieben, geliebten Seelen aber nicht traurig - noch nicht mal ein bisschen - über diese Situationen, die uns hier so zu schaffen machen. Und nachtragend schon gleich gar nicht. Mach dir klar, was Ursel längst weiß: hättest du alles "richtig" machen können, dann hättest du es getan! Manches wissen wir erst zu spät und niemand dreht uns die Zeit zurück, damit wir "besser" handeln können. Manches liegt/lag einfach außerhalb unseres Einflussbereichs. Und Ursel weiß das. Die Minuten oder Stunden, die sie einsam oder ängstlich war sind längst nur ein kurzer, flüchtiger Moment geworden dort, wo es keine Zeit gibt. Sie ist sehr viel versöhnter mit allem, als du, als wir hier alle sind. Das ist meine feste Überzeugung.
    ..... und trotzdem geht es mir immer mal wie dir.

    Gerade dachte ich noch "na toll, jetzt bin ich wieder getriggert".... war ich auch kurz und dann durfte ich dir diese Antwort schreiben und nun sind meine Gedanken wieder gerade gerichtet. Ich habe mir selbst diese Antwort gegeben. Ich bin mit der Überzeugung beschenkt worden, dass es genau so ist, wie ich schrieb.

    Liebe Grüße
    Elster

    Vorhin so gegen sechs Uhr, hab ich deiner Ursel gewunken (die Venus blitzte zwischen den Wolken durch). Mit einem leichten Gefühl im Herzen. Einfach so. Spontan. Wir sind ja alle miteinander verbunden. Und hier, in diesem Forum wissen wir eben auch voneinander. Und da kann mal ein plötzliches Gefühl der Verbundenheit anlasslos aufploppen.
    Man muss das nicht glauben. Ich finde es schön.


    Liebe Greteline

    kauf dir ein paar Rosen im Topf und schneide die schönste ab. Oder andere Blumen. Binde ein Haar von dir darum. Das sieht keiner, aber du bist dann immer dort.

    Liebe Grüße, Elster

    Der heutige Tag ist der Suizidpräventionstag. Nun denken vielleicht viele "Geht mich nix an. Bei mir gibt's das nicht". Aber es gibt diese Sicherheit nicht. Für eine erschreckend hohe Zahl Betroffener kam der Suizid eines Angehörigen, Freundes, Nachbarn, Kollegen, etc. völlig wie aus dem Nichts. Nur sehr selten ist das auch für die Suizidenten der Fall. Niemand kann einen Menschen, der sich urplötzlich das Leben nimmt, aufhalten. Und niemand ist schuld, wenn man es nicht schafft, sie trotz aller Liebe und Fürsorge davon abzubringen.

    Doch es gibt sie tatsächlich - diejenigen, die einfach nicht wissen, wohin. Und manchmal teilen sie es mit. Nicht immer mit deutlichen Worten. Und da ist die die Gesellschaft gefragt einfach achtsam mit diesem Thema umzugehen. Aufmerksam werden, wenn sich jemand im Umfeld verändert und/oder zurückzieht zum Beispiel. Und mit den eigenen Möglichkeiten dazu beitragen, dass Betroffene nicht noch zusätzlich bestraft werden z.B. durch Schuldzuweisung.

    Ein Suizid eines geliebten Menschen ist eine Katastrophe, die wahrlich ihresgleichen sucht. Nahezu jeder Trauernde hat irgendwelche Schuldgefühle. Das gehört dazu. Die Schuldgefühle von Suizidhinterbliebenen sind ein Schmerz, der unbeschreiblich ist. Zusätzlich zum Trauerschmerz.

    Seid achtsam. Seid aufmerksam. Seid freundlich. Manchmal reicht ein einziges ehrliches Lächeln, damit es noch mal einen Tag länger geht.

    Vielen Dank!


    https://www.facebook.com/story…FNe&rdid=2aXiQW26AfWMMm5E

    Du kannst nicht (und solltest es nicht wollen oder versuchen) kontrollieren, was andere tun, sagen oder denken.
    Du weißt, was in deinem Herzen und in deinem Kopf war, als du getan hast, was auch immer man dir zum Vorwurf macht. Andere definieren dich nicht.
    Dass du möglicherweise vom Begräbnis ausgeschlossen wirst ist ein sehr trauriger Gedanke und ich hoffe, dass es anders kommt.

    Ich finde nicht, dass du dich verteidigen musst oder solltest. Auch hier nicht. Besonders hier nicht.

    Man muss nich an Depressionen leiden um in einer Situation wie der euren irgendwann überfordert und fertig zu sein. Verzeihe DU dir.

    Mein aufrichtiges Beileid!

    Erst vorgestern. Da ist oft noch nicht mal das Verstehen möglich.
    Bist du zwischenmenschlich irgendwie versorgt? Therapeut oder Freunde, Familie etc...

    Ich erhebe keinen Anspruch darauf, irgendwas beweisen zu können, aber so, wie ich den Übertritt verstehe, war sie weder allein, noch dir böse oder enttäuscht von dir. Ich möchte dich (zutiefst überzeugt davon) dahingehend beruhigen. Du hast viel für sie getan, bist auch über dich hinaus gewachsen (ich kenne mich mit Depressionen aus) und das weiß und wusste sie. Das soll nicht dein Schmerz sein. Schuldgefühle gehören für fast alle leider dazu. Sie haben wohl eine Funktion. aber sie fühlen sich einfach nur mies an.
    So wie du es beschreibst, war dein Weggehen am Freitag ein liebevoller Akt. Nimm das in dein Herz und versuche dich so zu sehen. Als jemand, der getan hat, was er konnte.

    Jaaa, die Venus kann ich sehen und ich "kenne" sogar den kleinen Stern. Die Venus betrachte ich schon sehr lange! Sie ist der Morgen- und der Abendstern. Je nach Jahreszeit. Wie schön! Ich begrüße sie regelmäßig, wenn ich sie sehe.

    Ich hab gestern mal geschaut. Ich sehe von uns aus ungefähr die Hälfte des südlichen Himmels. Die Seite, die sich an den Osten anfügt. Leider konnte ich aber gar keine Sterne sehen. Der Mond war so hell und vielleicht war es leicht diesig. Ich versuche es heute abend wieder. Wenn sie aber eher westlich stehen, deine Sterne, dann kann ich sie nicht sehen.

    Hab einen aushaltbaren Sonntag.

    Heute morgen, um kurz nach sechs. Die Sonne ist gerade so am aufgehen. Ich stehe unter unseren drei Douglasien. Eine davon ist uns zugeordnet. Wir sind ja in Deutschland. Da wird alles geordnet, was geht. Ich stehe auf meinem schon bezahlten Platz. Vor mir, nur einen Schritt entfernt die rosa Rosen und weiß/lila gestreiften Chrysanthemen. Es ist fast ganz still. Ein paar Wildtauben unterhalten sich. Vielleicht meckern sie, weil ich ihre Ruhe störe. Verzeiht!

    Ich mache meine Musik an. Die Melodie der Offseer, die die Stimmen der Gegangenen begleiten. Wie immer. Und dann fliegen viele bunte kleine Boten... Liebesbriefe... davon. Es ist fast windstill und so fliegen sie langsam und bedächtig, als wären sie sich der feierlichen Stimmung bewusst.

    Christoph hat eigenen bekommen. Natürlich. Er bekommt oft welche. Und manchmal meine ich, er freut sich. Heute auch und deshalb schreibe ich das hier, bei dir, liebe Kathi. Er war sehr "da", dein Christoph. Ich hoffe, du findest das nicht anmaßend. Es war eben so.

    Ganz liebe Grüße

    Elster

    Da denke ich an das was Herzschmerz mir geschrieben hat. Dass die Seifenblasen die Tinte sind für die Liebesbriefe an unsere Liebsten in der Anderwelt. Lucie hat das vollkommen verstanden. Natürlich warst, bist, du traurig. aber auch das versteht sie auf Kinderart.
    Dann hoffe ich, dass du nicht zu lange auf das Foto warten musst.

    Ganz wunderschön. Gerade Kinder haben noch so einen unverfälschten Draht zum Großen Ganzen. Da kommt ganz viel an! Ein wirklich zu Herzen gehendes Foto!