Beiträge von Sonnenente

    Liebe Bille,


    es freut mich total, dass du einiges des hier Gesagten für dich mitnehmen kannst, wenn auch noch im absoluten Rohzustand, nicht portioniert und nicht wirklich gut verdaulich.
    Vielleicht hilft es dir auch ein wenig, in anderen "Wohnzimmern" zu lesen. Elster hat gestern etwas geschrieben, wo ich mich zum Beispiel zu 110% drin erkenne und sie hat es ganz wunderbar beschrieben. Eigentlich bringt sie in wenigen Worten auf den Punkt, wofür ich - ich kenne mich - wahrscheinlich gleich einen halben Roman brauche, um es zu erklären. Ich kann dir wirklich nur empfehlen, in ihrem Wohnzimmer vorbei zu schauen. Das was sie beschreibt, ist für dich vielleicht noch nicht nachvollziehbar und sehr früh, aber ...

    Denn all das kann für dich aktuell nur ein "so kann es eines Tages sein" abbilden. Noch ist es unvorstellbar, nicht greifbar. Aber ich glaube, gerade dieser kleine Silberstreif ist es, der dir wichtig ist, oder? Nicht mal so sehr die Frage, wie er aussehen wird, der Silberstreif, aber die Gewissheit, dass es ihn gibt.

    Es freut mich auch, dass du dich bei einigem, was ich geschrieben habe, wiederfindest. Auch hier noch rudimentär, vermutlich bei manchen Dingen eher eine Ahnung, als eine Gewissheit.
    Von daher lass mich genau daran anknüpfen. Also an Ahnung und Gewissheit.

    Du hast mich etwas gefragt:

    Wie hast du die Macht über deine Gefühle? Meine haben die Macht über mich. Sie überrollen mich. Ich kann sie nicht weg drücken. Sie kommen angeflogen bei der kleinsten Kleinigkeit. Es kommt eine Erinnerung hoch und zack - sind diese Gefühle der Ohnmacht sofort da.

    Zuerst möchte ich noch mal betonen, dass Macht über die Gefühle absolut nicht gleichbedeutend ist mit Kontrolle darüber.
    Der Unterschied ist, dass ich nicht (mehr) versuche, sie wegzudrücken. Bzw. gelernt habe, sie zuzulassen. Dadurch kommen sie immer noch über mich, überrollen mich, aber ich gehe nicht unter.

    Wenn man sich ihnen ergibt, ziehen sie einen runter. Wenn man sich gegen sie wehrt, brechen sie einen.
    Stelle dir das ruhig wirklich wie eine Welle vor. Brachial und unvermittelt. Wenn diese Welle auf ein Etwas zurollt, das sich resigniert ergibt, oder gar versucht, davon zuschwimmen, erwischt sie das Etwas und und der Sog ist unbarmherzig.
    Wenn das Etwas versucht, sich dagegen zu stemmen, wie ein Holzschild zum Beispiel, dann wird dieser bersten, wenn die Welle darauf prallt.
    Wenn man sich aber einfach der Welle stellt, sie zulässt, aber dennoch nicht resignierend den Boden unter den Füßen aufgibt, dann ist die Welle für einen Moment furchterregend, nimmt einem den Atem, man ist mitten im Strudel - aber sie kann einem nichts anhaben, denn man wiegt sich in ihr. Wie Bambus.
    Es ist entsetzlich schwer zu erklären.

    In meinem Wohnzimmer haben wir vor einiger Zeit, die mir vorkommt, wie eine Ewigkeit, inspiriert durch eine sehr liebe Userin, die leider nicht mehr hier schreibt, ein ähnliches Bild gewoben. Eigentlich war es "ihr" Bild, aber wir haben mit ein paar anderen zusammen, dieses Bild ein wenig ausgeschmückt. Das Bild ist das eines Surfers. Der mal von der Welle vom Brett geworfen wird und es manchmal schafft, die Welle zu reiten, so dass sie ihn nicht unterkriegt. Okay, es war insgesamt komplexer, aber ich glaube, du ahnst, was ich meine.
    Der Moment, an dem dies das erste Mal gelingt, oder gar wie man diesen Moment erreicht - da kann vielleicht niemand den Finger drauflegen.
    Ich kann es zumindest nicht. Ich kann nur im Nachhinein sagen, dass da irgendwann dieser Moment gewesen sein muss und es seither so ist.

    So wie es viele Momente gab und noch geben wird, an denen "etwas geschieht". Mit einem, mit der Trauer, mit dem Umfeld - mit unseren Liebsten. Und selten kann man vorher den Finger drauflegen. Im Nachhinein aber sehr wohl und ich denke, das ist sehr wichtig, denn je öfter einem das gelingt, desto besser, kann man mit zukünftigen Momenten umgehen, sie tatsächlich sogar irgendwie herbeiführen.
    Aber wie, wann und was ist sowas von hochindividuell ...

    Ich schreibe nun etwas, das vielleicht sehr unpopulär rüberkommt und bei dem vielleicht einige hier die Luft anhalten. Vor Schreck oder vor Entrüstung vielleicht sogar.
    Du bist hier bestimmt schon sehr oft über Sätze wie "unsere Liebsten sind immer bei uns" gestolpert.
    Tröstende Worte.
    Wirklich? Okay, ich bin ehrlich - als die Trauer bei mir sehr frisch war, fand ich das alles andere als tröstlich! Ich fand es schrecklich, dass das alle immer wieder sagten. Wie ein gebetsmühlenartig skandiertes Mantra, das man nur oft genug sagen muss, um es zu glauben. Hohl und substanzlos.
    Denn jedes Mal, wenn ich das las, schoss mir quer durch die Gedanken, durch jede Ader und die komplette Seele die brennende Frage: "Ach ja?!? Und wo soll er sein? Wo verdammt noch mal bist du, wenn du doch angeblich als mein Liebstes immer bei mir bist? Zeig dich, verdammt noch mal!"
    Natürlich tat er das nicht.

    Aber irgendwann verloren diese Worte ihren Schrecken. Ich begriff, dass damit "in unserem Herzen" oder "in unserer Erinnerung" gemeint war.
    Wirklich? Okay, ich bin wieder ehrlich - das war schon etwas besser, als zuvor, aber immer noch mäh. Und ob das wirklich damit gemeint war? Da musste doch noch mehr sein?
    Nun, keine Ahnung. Also keine Ahnung, wie das für andere ist. Was sie wirklich damit meinen, wenn sie sagen, dass unsere Liebsten bei uns sind. Für wie viele das nur eine Floskel ist. Oder eine Beschwörungsformel. Oder ob es bei "in unserem Herzen" aufhört.

    Aber ich kann für mich sprechen und ich weiß, dass es für gar nicht mal so wenige genauso ist: Ja, da IST mehr. Ist so.
    Du wirst in diesem Zusammenhang oft von "Zeichen" hören oder lesen. Ich mag das Wort gar nicht, weil es das Ganze mal so gar nicht trifft, aber that`s me. Again. Das muss ich einfach betonen, weil es vollkommen wertfrei ist, wenn ich hier von etwas mögen oder nicht mögen spreche.
    Aber diese Zeichen sind es, die diesem "sie sind bei uns" Substanz geben. Und je nach, äh, "Zeichen" und deren Art und Intensität ist auch das "bei uns sein".
    Mein Schatz hat sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt schon darauf besonnen, dass er sich ziemlich Mühe geben muss, um mir zu zeigen, dass "er ist bei mir" kein Wunschdenken, sondern real ist. Denn ich bin jemand, der alles und jeden hinterfragt (einschließlich mich selbst). Hinterfragt, nicht in Frage stellt.
    Er hat sich auf jeden Fall ziemlich ins Zeug gelegt und dafür liebe ich ihn nochmal so doll.

    Ich habe nun bewusst nicht dazu gesagt, wie lange dieser Prozess gedauert hat (und dauert), denn das ist ebenfalls so sehr individuell. Und manche haben leider gar nicht dieses Glück. Bzw. sie "sehen" es vielleicht nicht. In den meisten Fällen eher letzteres.

    Aber eines möchte ich nun, nachdem ich das so ausführlich erklärt habe, sagen. Es stimmt nicht ganz, dass ich keine Zutat kenne, die es braucht, um diese Momente zu erreichen. Ich wollte die Zutat nur nicht vorher nennen. Und auch hier: Bitte, es muss nicht für alle so sein.
    Aber bei mir ist diese Zutat eben das Akzeptieren. Was ja wie schon erwähnt nichts, aber auch gar nichts, mit nicht hadern zu tun hat.

    Und eines ist noch wichtig: "Sie sind bei uns" wechselt also ständig seine Bedeutung und auch die Intensität, und Substanz. Entwickelt sich. Wächst und gedeiht. Dennoch: Es gibt so oft Tage, an denen ich trotz aller Gewissheit, dass er bei mir ist, und ich das auch deutlichst spüre, nicht sage "Magst du nicht bitte einfach wieder da sein?"

    Liebe Bettinalein,


    Es geht auf die Sommerferien zu und ich möchte dir eigentlich nur den ganz festen Wunsch zusammen mit ebenso fest gedrückten Daumen rüberschicken, dass du dieses Jahr mal nicht so in der Luft hängen gelassen wirst, wie in den letzten Jahren, sondern dass du diesmal vom ersten Tag an super entspannt in die Ferien gehen kannst, weil du genau weißt, dass am ersten Schultag alles normal weitergeht und deine Kids ihre "Frau SCHtöckel-beste Lehrerin!" behalten dürfen. 😘🍀

    Liebe Bille,


    Wie alle anderen möchte auch ich sagen, wie leid es mir tut zu lesen, dass noch eine Seele, du, einen so tiefen Schmerz erleiden muss.
    Und wie alle anderen möchte ich bestätigen, dass wir das alle kennen und noch viel wichtiger: Dass du immer und jederzeit schreiben kannst (darfst, sollst und musst), was du empfindest.
    Denn ja, man fühlt sich manchmal wie ein Alien. Und dann tut es gut, wenn man merkt, dass dem gar nicht so ist.
    Aber auch in Punkten, wo man vielleicht wirklich anders fühlt, ist das egal - denn es gibt in der Trauer kein richtig oder falsch. Vielleicht ist man in dem ein oder anderen Punkt ein Alien - aber hier werden Aliens akzeptiert und respektiert. Denn irgendwie sind wie alle, jeder für sich, ein ganz besonderes Alien.
    Individuen, so individuell wie die Trauer individuell ist, denn es ist "unsere" Trauer. Sie gehört uns. Uns ganz allein. Da hat niemand ein Recht, uns reinzureden. Und das ist gut so.

    Du fragst als Überschrift "Was ist, wenn man niemals darüber hinweg kommt?"
    Gibt es darauf eine Antwort? Muss man darauf überhaupt eine Antwort haben? Ja, ich weiß, du sehnst dich so bitterlich danach, eine Antwort zu haben. Eine, die nicht nur deinen Verstand erreicht, denn der ist hellwach und kapiert das alles, sondern deine Seele. Denn die muss erst diese neue Sprache lernen. Ein ultimatives Übersetzungstool "Davor < - > Danach" mit dem Dialekt "gebrochenes Herz" gibt es nicht.

    Bei mir war es sogar so, dass ich zu Beginn gar nicht darüber hinweg kommen WOLLTE. Der Gedanke "darüber hinweg zu kommen" hat mich erschreckt. Ich wollte das nicht. Das hat nichts damit zu tun, dass ich bewusst in ein tiefes Loch fallen wollte oder dass ich bildlich gesprochen die Vorhänge in einem eigentlich lichtdurchfluteten Raum nicht nur zuziehen, sondern gleich auch noch diese Stangen zum wieder-öffnen abmontieren wollte.

    Im Gegenteil. Ich bin nie in ein Loch gefallen und ich konnte von der ersten Sekunde an bei den Gedanken und Erinnerungen an meinen Schatz warm lächeln, obwohl der Schmerz bodenlos tief war (und ist). Aber das bin ich. Andere können das nicht. Andere wollen das erzwingen, aber es stellt sich nicht ein. Bis eines Tages vielleicht, ganz unverhofft, eine Träne zu einem Lächeln wird. Wieder andere müssen generell erst wieder lernen zu lächeln.
    Aber bei so ziemlich allen (zumindest den Seelen, die empfinden, wie wir hier - es gibt sicherlich auch da genügend andere), verändert sich das Lächeln selbst. Bei mir auch. Die Unbeschwertheit geht verloren. Wehmut überlagert alles. Eine nicht erfüllbare Sehnsucht nistet sich ein und geht (vielleicht) nie mehr (ganz) weg.
    Und diese Gefühle, diese Gewichtung der Emotionen in einem Lächeln oder einer Träne, die sind es, die sich ändern. Die milder - anders - werden. Milder trifft es dabei noch nicht mal ganz. Es kann durchaus sein, dass es sogar intensiver wird. Viel intensiver. Aber gleichzeitig erträglicher.
    Wie gesagt: Ich meine das ganz und gar nicht allgemeingültig. Das ist alles lediglich so beschrieben, wie ich ganz persönlich das empfunden habe und empfinde.

    Und das bringt mich wieder zurück zu "der Gedanke darüber hinweg zu kommen hat mich erschreckt" und "ich wollte gar nicht darüber hinwegkommen".
    Denn irgendwie war das für mich gleichbedeutend mit diesem unsäglichen "loslassen" oder gar "abschließen" oder, für mich eines der gruseligsten Worte überhaupt, nicht nur in der Trauer, aber da ganz besonders: "verarbeiten".
    Ist es aber nicht. Also gleichbedeutend. Und niemand sagt, dass man das muss. Und die, die es doch sagen, können getrost dahin gehen wo der Pfeffer wächst. Oder um es noch deutlicher zu sagen: Dorthin wo die Sonne niemals scheint, denn dieser Ort ist gleichzeitig der Ausdruck für das, wofür ich diese Menschen halte, die das erwarten oder fordern.

    Nein, man muss nichts davon. Man muss damit irgendwie "klar kommen", damit "leben", seinen "Weg damit finden". Aber das sind alles fließende Prozesse.
    Nicht so wie "abschließen", "verarbeiten", "darüber hinwegkommen" - das bezeichnet zwar auch alles Prozesse, die aber einen sehr endgültigen Schlusspunkt haben. Und ist der erstrebenswert? Nö.

    Meine Antwort auf deine Frage ist also ganz einfach: "Lass die Frage so lange stehen, wie sie sich dir stellt. Und irgendwann wirst du feststellen, dass sie sich gar nicht mehr stellt."

    Für mich war eine sehr wichtige Weiche der Punkt, an dem ich festgestellt habe, dass ich "es" akzeptieren kann. Dass ich akzeptieren kann, dass mein geliebter Mann gestorben ist. Dass er nie wieder physisch bei mir sein wird. Und so viele, viele andere "nie wieder". Ich weiß nicht genau, wann dieser Punkt war. Aber ich habe irgendwann gemerkt, dass ich es akzeptiere. Was nichts, aber auch gar nichts damit zu tun hat, dass ich nicht dennoch damit hadere.
    Es gibt Momente, da hadere ich ganz gewaltig damit. Aber ich habe mich dem Gedanken gestellt. Diesen doofen, beschissenen, unfairen, unsäglichen Nie-Wieders. Der Sehnsucht. Der Wehmut. Dadurch gehen diese Gefühle nicht weg. Aber ich habe Macht über sie und nicht sie über mich. Nicht zu verwechseln mit Kontrolle haben. Ich habe keine Kontrolle über diese Gefühle. Aber sie auch nicht über mich. Was immerhin etwas ist.

    Ich weiß nicht, ob ich deine Frage beantworten konnte, denn die ehrlichste Antwort, die ich darauf kenne ist, dass es keine Antwort gibt.
    Und ich weiß erst Recht nicht, ob diese Zeilen dir als fühlendes Wesen irgendwas bringen. Vielleicht ja auch nur dem denkenden Wesen in dir. Und vielleicht sagt schon das denkende Wesen "was für ein gequirlter Schwachsinn!".
    Das wäre genauso berechtigt, wie jede andere Reaktion. Aber dann wüsstest du zumindest gleichzeitig auch schon mal, wie du es NICHT haben willst.

    Denn abschließend nochmals: Die Trauer und alles was damit zusammenhängt, ist hochindividuell. Die Dauer. Die Art des Schmerzes. Die Trigger. Wie man mit Erinnerungen umgeht. Und all die anderen Facetten.
    Wichtig ist, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem denkendes und fühlendes Wesen eins werden. Wann das ist ... du wirst es wissen.
    Heute mit Sicherheit noch nicht, aber das muss auch nicht.

    Liebe Mayatocher,


    Es tut mir unendlich leid, dass du diese Erfahrung am eigenen Leib machen musstest. Dass du es selbst erleben musstest, wie deine Eltern - und du - von deinen Geschwistern allein gelassen wurden und das, so wie sich das anhört, rein und ausschließlich aus deren eigenem höchst persönlichem Befinden heraus, ohne empathisch auf deinen (euren!!, denn das macht es so unverständlich) Vater oder dich zu achten.

    Ja, ich kann das sehr gut verstehen, dass dir aus deinem eigenen Erlebtem heraus es dann sehr nahe geht, einen ähnlichen Fall zu lesen, grad wenn du dich als "Bruderschwester" sogar verbunden gefühlt hast, oder fühlst. :24:

    (Hatte das erst alles zusammen in einem Beitrag, aber ich denke, ich trenne die Antworten, da du, liebe Mayatochter, sie ja auch thematisch getrennt hast.)

    Was die durch Bestattungsunternehmen erstellten Onlinegedenkseiten angeht ... das dürfte schlicht und ergreifend dem Datenschutz geschuldet sein.

    Wenn ein Unternehmen keine Erlaubnis oder Vollmacht hat, solche Daten zu veröffentlichen, dann dürfen sie das einfach nicht. Und damit hat eine ebenfalls abgedruckte Anzeige gar nichts zu tun.

    Denn eine solche Anzeige ist von jemandem in Auftrag gegeben worden, in dem Wissen, dass diese öffentlich sichtbar sein wird. Sei es online, oder in klassischen Print-Medien oder beides. Sprich die Infos sind für jeden erhältlich, der diese Anzeige sieht.

    Aber das bedeutet nicht, dass man sie auch selber als Text-Info online in eine Seite eingeben darf, wenn das nicht explizit erlaubt worden ist.

    Ich sehe das also eher als kleines, ganz bewusstes Schlupfloch, wenn diese Anzeigen mit abgedruckt werden, denn dadurch sehen diejenigen, die die Seite besuchen, eben doch alle persönlichen Infos.

    Und wenn man das richtig anstellt, z.B. mit einem korrekten Benennen der Bild-Datei, wird die Onlineseite über den Umweg über die Anzeige in Bildform genauso gefunden, als würde diese Daten direkt in dem Text der Online-Seite stehen. Ja, natürlich, meist nur über Suchmaschinen und nicht über das Durchforsten des Onlineseitenportals, aber jemand entferntes, der nach jemandem sucht, würde das eh über eine Suchmaschine machen und nicht direkt über ein Portal, denn woher sollte man bei der Masse an Onlineportalen für Trauerseiten wissen, auf welcher man gezielt suchen sollte.

    Also nein. Kein Werbezweck. Sondern rechtlichen Vorschriften geschuldet. Und ja, es kann durchaus sein, dass die Angehörigen gefragt wurden, was an Infos und Daten auf die Onlineseite kommen darf.

    Hinter diesem Busch steckt also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Bandit.

    Ihr Lieben,

    Ich bin einmal so, hm, dreist, eine etwas andere Sichtweise anzubieten. Ich hoffe, das ist okay und ich hoffe, es ist klar, dass ich niemandem dazu seine / ihre Sichtweise nehmen oder auch gar nur in Frage stellen oder kritisieren will.
    Weit davon entfernt.
    Denn eigentlich geht es sogar genau darum:

    Grad hier wird so unglaublich oft - und unglaublich wahr - gesagt, dass Trauer und somit auch der Umgang mit dem Tod und dem Sterben - höchst individuell sind.
    Manches erscheint dem einen oder der anderen von uns, manchmal vielleicht auch den meisten, vielen oder gar allen unverständlich, aber das lässt eigentlich kein Urteil zu.

    Wie oft ist es doch so, dass der sterbende Mensch sogar derjenige ist, der nicht möchte, dass bestimmte Personen aus seinem Umfeld und oft sogar alle, ihn / sie "so" sehen. Wie oft wird gesagt: Nein, bitte behalte mich so in Erinnerung, wie ich einst war.
    Und nein, das ist keine Hollywood Erfindung.
    Wissen wir, wo in diesem Fall Huhn oder Ei sind? Ob die Schwester das nicht vielleicht schon mal vorab, vielleicht noch in der Blüte der Jahre und der Gesundheit so als Thema mit ihrem Bruder besprochen hat? Und wenn nicht, wieso können Außenstehende beurteilen, ob der Bruder eine Art Absolution wollte und ob die Schwester diese nicht aus tiefstem Herzen ehrlich erteilt hat.?
    Vielleicht hätte er, wenn die Schwester signalisiert hätte, dass sie eben kein Verständnis dafür hat und ihn braucht, ohne zu zögern ihren Wunsch respektiert?
    Und ist es so verwerflich, dass er damit hadert, dass sie keine weiteren Maßnahmen wünscht? Würde es nicht jedem trauernden Menschen so gehen, egal wie viel Verständnis man für den Sterbenden hat?
    Ich sage bewusst "damit hadern" und nicht "es ablehnen" oder gar "verurteilen". "Damit hadern" heißt doch genau das, was man hier so oft liest. Dieses nagende "Warum?" und / oder das nicht minder nagende "musste es so kommen?" das so viele so gut kennen - sind diese Fragen nicht vermutlich genau das, was der Bruder zum Ausdruck bringt?

    Ich gebe zu, ich wäre auch nicht so. Ich würde den Menschen so in Erinnerung behalten, wie er war. Egal, wie er am Ende aussah. Meinen Papi habe ich schon zu Lebzeiten im sehr fortgeschrittenen Alter immer noch mit den Augen des kleinen Mädchens gesehen. Also IHN, nicht sein Erscheinungsbild.
    Für mich wäre ein körperlicher Verfall kein Argument.
    Aber ich würde mir nie anmaßen über Menschen zu urteilen, für die das so ist. Denn es fehlen die Hintergründe.



    Liebe Ashelia,


    Es tut mir so leid von deinem Verlust zu lesen.

    Zwei mal den Vater verlieren, einmal als so junges Mädchen und dann nach über 30 Jahren herzlicher Liebe und Verbundenheit (vollkommen egal, ob da ein "Stief" vor dem "Vater" steht), ist grausam.

    Dass der Schmerz nur noch verstärkt wird, dadurch, dass du reden möchtest, aber niemand erkennt, dass du das möchtest und nicht nur möchtest, sondern dringend brauchst, ist hart und fühlt sich schreiend unfair an.

    Du wirst hier von vielen lesen, dass das Umfeld Reaktionen gezeigt hat, die für die "Betroffenen" unverständlich und oft zutiefst verletzend sind. Oftmals ist es so, dass die wenigsten selbst diese grässliche Erfahrung schon selbst machen mussten. Und selbst wenn ... es macht sich meist eine wirklich nicht zu unterschätzende Hilflosigkeit breit. Die Mitmenschen wissen nicht, wie sie mit den Hinterbliebenen umgehen sollen. Meinen es oft nur gut (wirklich, nicht als Floskel gemeint), aber schießen teils ungebremst am Ziel vorbei.
    Oder gehen von sich aus; was sie empfinden oder empfunden haben (wenn sie selbst einen nahestehenden Menschen verloren haben) oder meinen empfinden zu würden und handeln dementsprechend, ohne empathisch auf die Menschen einzugehen, die es tatsächlich grad betrifft und um die es geht. Denn Trauer ist hochindividuell und dementsprechend auch der eigene Umgang damit und die eigenen Emotionen, Gedanken, Bedürfnisse.
    Vielleicht kannst du versuchen, das sehr deutlich zu machen, wenn es wieder zu einem solchen Gespräch kommt? Dass du deutlich machst, dass du reden möchtest, dass du einen tiefen Schmerz empfindest und dass das natürlich in keinster Weise den Schmerz deiner Mutter schmälern soll, es bei dir aber auch einfach raus muss.
    Ich kann mir vorstellen, dass es nicht nur Menschen in deinem Umfeld gibt, die darauf mit fortgesetztem Unverständnis oder gar Ignorieren reagieren.

    Dass du das Gefühl hast, dich nicht richtig verabschieden zu können ...
    Ich glaube, das geht wirklich vielen so. Das hat nichts damit zu tun, wie plötzlich der Tod in das Leben getreten ist. Ob unerwartet, oder ob nach kurzer oder langer Krankheit. Es ist nie genug Zeit.
    Immer dieses Gefühl, irgendetwas nicht gesagt oder getan zu haben. Etwas, das man den anderen doch noch unbedingt hat wissen lassen wollen.
    Wenn ich dir jetzt sage: Er weiß es. Dein Vater weiß es. All das, was du ihm sagen wolltest. Denn du hast es vielleicht nicht laut ausgesprochen. Der Kloß in deinem Hals hat es nicht zugelassen. Aber in deinem Herzen hast du es getragen. Und deshalb weiß er es. Wenn er es nicht wusste, dann weiß er es jetzt. Wenn ich dir das jetzt sage, dann bin ich mir sicher, dass dir das mal so gar nichts nützt. Es den Schmerz und diese bohrende Unruhe nicht im mindesten lindert. Dass es dir gar wie eine hohle Floskel vorkommt, von der Ahnungslose meinen, dass sie Trost spendet. Es wird dich nicht trösten. Aber ich sage es dennoch, denn irgendwas in dir drin wird es vielleicht als kleines Samenkorn zulassen, in dem noch unbewussten Wissen, dass der Tag kommt, an dem du weißt, dass das keine Floskel, sondern wirklich so ist. Und dass es dann ein sehr, sehr warmer und schöner Trost ist.
    Was du jetzt tun könntest: Sprich all das, von dem du denkst, dass du es aussprechen wolltest und nicht getan hast, weil da dieser Kloß im Hals war, laut aus. So richtig, richtig laut. Vielleicht irgendwo an einem Ort, wo dein Vater und du gemeinsame Erinnerungen habt. Wo euch etwas verbindet. Und wenn das nicht geht, dann irgendwo allein im Wald. Im Auto. Auf einer weiten Wiese. Ein Ort, wo du dich wohl und sicher fühlst.
    Und dann schrei alles raus. Oder flüstere. Je nachdem, wonach dir ist.
    Und wenn dabei Worte wie "unfair" und "ich will das nicht" fallen - das ist uns allen so so sehr bekannt. Und das kann und darf raus, denn es hat seine absolute Berechtigung.

    Denn dieses Surreale, dieses wirklich Unwirkliche, dieses "das kann nicht sein" ... das ist verdammt real.

    Fühl dich in allem, was du geschrieben hast, tief verstanden. Und wie alle anderen schon geschrieben haben: Schreib hier wann immer und was immer du möchtest. Hier wird einander auffangen wirklich groß geschrieben.

    Liebe Luise,


    ohje, dieses Erlebnis, dass du kollabiert bist, hört sich sehr, sehr erschreckend an. Der erste Gedanke ist natürlich: Warum hast du keinen Notarzt gerufen, oder rufen lassen, aber wenn du eine solche Phobie entwickelt hast, dann ist das für Außenstehende so viel leichter gesagt, als für dich getan.
    Es ist irgendwie beruhigend zu lesen, dass deine Nachbarin aufmerksam wurde und dir geholfen hast. Immerhin hast du Menschen um dich herum, die aufmerksam sind und sich kümmern.

    Aber natürlich kann das den einen Menschen, den man gerade in solchen Situationen so sehr brauchen würde, oder den man gerade an solchen Tagen wie heute, schmerzlich vermisst, nicht ersetzen. Nicht mal ansatzweise.
    Und natürlich gibt es solche Tage, die früher immer mit Schönem angefüllt waren, wo man einfach in die Vergangenheit abtaucht, sich danach zurück sehnt.

    Wenn du magst, fühl dich in Gedanke gehalten und deine wunderbare, treue Seele Amy erhält in Gedanken ein paar ebenso liebe Streicheleinheiten.

    Lieber Dieter,


    Wow! Einfach wow auf so vielen Ebenen. Ich meine, es ist ja nicht "nur" mal eben eine Biene, die zufällig fix bei dir vorbei schaut und im Namen von Ursel ein "Hallo" dalässt.
    Ich wusste gar nicht, dass es so etwas wie diese Solitärbienen gibt - das hört sich sehr spannend an und macht diese Biene zu etwas sehr Besonderem.
    Und das Hörnchen (ist es eines mit Namen?) scheint sich auch absolut nicht stören zu lassen.

    Was ich aber auch noch ganz besonders schön finde ist, dass du diese abendlichen Gespräche mit Ursel beibehältst. Und es sind ja ganz, ganz offensichtlich keine Einbahnstraßen-Gespräche. Ursel antwortet dir immer wieder. Ganz zauberhaft. Oder traumhaft. Oder wunderbar. Oder alles davon. In all seinen Bedeutungen.

    Lieber Dieter,


    Ja, das ist leider nur zu wahr. Die einen schauen weg, bzw. nicht bewusst weg, sondern gar nicht erst hin, und andere meinen es gut, machen es aber leider aus Unkenntnis falsch.
    Ich lese viel in den erwähnten Gruppen mit und allein dadurch lernt man, wie viele Unterschiede es gibt, wenn es um die artgerechte Aufzucht oder auch nur Hege der Tiere geht. Das fängt schon ganz wichtig bei der Fütterung an. Ich hätte zum Beispiel nie geahnt, dass ungewürztes, schlonzig gebratenes Rührei auf dem gestatteten Speiseplan für Igel ganz oben steht oder dass es Vögel gibt, die unbedingt mit pflanzlicher Nahrung oder ausschließlich bestimmten Insekten, andere hingegen auf keinen Fall damit erstversorgt werden dürfen. Und dass in den allermeisten Fällen erstmal gar kein Futter und oft auch kein Wasser angeboten werden sollte / darf.
    Aber ein paar Dinge sagt wirklich schon der Instinkt und erst mal sichern und dann warm halten gehört grad bei Jungtieren unbedingt dazu.

    Und ja, dann einfach ins Phone schauen. Oder bei einem Tierarzt oder wenn es nicht zu Öffnungszeiten ist, bei einer Tierklinik anzurufen. Dort hat man oft Listen von Päppelstationen.
    Denn nein, ich schaue tatsächlich auch nicht weg. Ich kann mich an einen Fall erinnern, als mein Mann beim Spazierengehen einen Vogel bemerkte, der am Wegesrand hockte und bei Annäherung zwar ein wenig versuchte, fort zu hüpfen, aber offensichtlich nicht fliegen konnte. Meinem Mann fiel dann schnell auf, dass ein Flügel merkwürdig vom Körper abstand.
    Er rief mich an und dann haben wir quasi sowas wie eine Telefonkonferenz gemacht - ich rief, mit meinem Mann noch in der Leitung, die Tierarztpraxis unseres Vertrauens an (damals wusste ich noch nichts von diesen Hilfsgruppen z.B. auf Facebook, bzw. die waren auch noch nicht so präsent und verbreitet).
    Die Helferinnen vom Tierarzt suchten dann eine Päpplerin in der Nähe heraus, die ich dann ebenfalls anrief.
    Sie erklärte mir, wie man den Vogel am besten sichert und transportiert - ich glaube, mittlerweile haben wirklich schon viele Menschen das Wort "Handtuchnest" ggf. mit selbst gemachter Wärmflasche (eine PET Flasche mit handwarmem Wasser zu füllen ist nun wirklich kein Hexenwerk) gehört.
    Ich bereitete dann alles vor und holte meinen Mann samt Vogel ab und wir fuhren zur Päpplerin. Diese sah sofort, dass der Flügel gebrochen war. Sie würde sich drum kümmern.
    Als ich sie ein paar Tage später anrief, um mich zu erkundigen, erzählte sie mir, dass sie mit dem Kleinen beim Tierarzt war und der Flügel dort so gut wie möglich gerichtet wurde, er aber nie wieder würde richtig fliegen können und daher bei ihr in Dauerpflege bleiben würde.

    Und diese Geschichte ist nun wirklich nichts Besonderes. Man muss eben nur hinschauen und vielleicht ein klein wenig Zeit aufbringen, um sich dem Tier anzunehmen und dafür zu sorgen, dass es in fachkundige Hände kommt.

    Was die Päppler angeht, so habe ich höchsten Respekt vor dem, was sie tun. Sie gehen oft an ihre Grenzen und Kapazitäten, denn grad bei Jungtieren muss man ja z.B. manchmal stündlich füttern, die Temperatur im Inkubator regelmäßig kontrollieren, etc. und das rund um die Uhr.
    Und dann das Emotionale. Das Bangen, ob ein Schützling es schafft. Das Finanzielle, denn sie sind oft auf Spenden angewiesen und zahlen nicht selten viel aus eigener Tasche. Wobei es auch immer mehr Tierarztpraxen gibt, die für Findlinge oder Streuner in der Erstversorgung selbst aufkommen und einen Notfall kostenlos behandeln.

    Hehe, ja, ich weiß - du weißt das natürlich alles und gehörst ja selbst du denen, die sich annehmen, auch wenn du nicht direkt ein Päppler bist, aber fast.
    Aber hier lesen so viele mit und es haben ja auch schon einige der hier Schreibenden signalisiert, dass sie sich interessieren. Und da kann ein wenig Info nicht schaden, wenn es darum geht, was man machen kann, wenn man das nächste Mal mit offenen Augen unterwegs ist.

    Nun, es schreiben aktuell nicht viele der Mitglieder hier, aber es sind dennoch permanent viele online, die "nur" (still) mitlesen.
    Und hier im öffentlichen Bereich sind es noch viel mehr, die mitlesen.

    Dass neue Mitglieder manuell freigeschaltet werden, damit sie schreiben können, ist seinerzeit aus einem guten Grund eingerichtet worden. Dass es nun teilweise eine Weile dauert bis diese Freischaltung geschieht ist tatsächlich suboptimal.
    Dennoch könnten neue Mitglieder an ihrer eigenen Pinnwand schreiben, um die Zeit bis zur Freischaltung zu überbrücken, was ihnen nur leider nicht bewusst ist.

    Ich würde das Boot in dem Sinne nicht als führerlos beschreiben, denn es liegt durchaus auch in unserer Hand, diesen für viele so wichtigen Ort am Leben zu erhalten.

    Vor einiger Zeit hatte ich dazu im geschlossenen Bereich mal einen Thread aufgemacht; dort findest du ein paar mehr Details zu der Situation und was davon in unseren Händen liegt und wie wir das angehen könnten, Turicum. Vielleicht magst du dich ja dort beteiligen.



    Lieber Dieter, bitte entschuldige dieses Highjacking.

    Lieber Dieter,

    Ohhh, ich habe das Ende der leider nur so kurzen Geschichte des kleinen Ice gar nicht wirklich mitbekommen. Ich fürchte, ich wurde von den anderen Beiträgen nach seiner Rettung ein wenig abgelenkt.

    Es tut mir sooo leid, dass der kleine Kerl es nicht geschafft hat. Es war so herzallerliebst zu lesen, dass du dich seiner angenommen hast und er sogar einen Namen bekam (und warum er diesen Namen bekam ist nochmal so herzig).
    Dass er von dir nicht nur den Namen bekam, sondern auch mit Liebe bestattet wurde, bedeutet so viel in einer Welt, in der viele einfach nur wegschauen. Es tut gut, so etwas zu lesen.
    Beim Wegschauen unterstelle ich noch nicht mal Herzlosigkeit oder Gleichgültigkeit; ich denke oft ist es einfach auch "nur" Hilflosigkeit. Dabei gibt es dank Internet so viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen, wenn man nicht wegschaut. Allein auf Facebook die vielen Gruppen für Wildtiernotfälle oder die spezialisierten zum Beispiel für Vögel oder Igel.
    Muss denn ein Tier, ein Lebewesen, eine Seele, erst medienwirksam in Szene gesetzt werden, wie der wunderbare Timmy, dass plötzlich so viele ihr glühendes Herz für den Tierschutz entdecken? (Und fast so viele vermutlich leider, leider ebenso bald wieder vergessen ...)
    Was ist mit dem Streunerkätzchen im Rinnstein? Oder einem angefahrenen Wildtier am Wegesrand? Dem ausgesetzten Welpen an einem Zaun? Einem aus dem Nest gefallenen Vogelkind? Oder eben einem kleinen Eichhörnchen mit kalten Füßchen?

    Danke, dass es Menschen wie dich und deine Ursel und eure "Mitstreiter" gibt, lieber Dieter!

    Liebe Carmen,


    Ein schwerer Tag, der ganz, ganz anders laufen sollte. Dein Lars sollte bei dir, bei euch allen, die ihn lieben, sein.
    Und dann noch die Hochzeit seiner Tochter, deiner Enkelin am gleichen Tag. Für dich als Mama sicherlich über das Erträgliche hinaus.
    Es ist einfach nicht fair.


    Nein, ich vermute jemand aus dem Stift, wo Carmen arbeitet, denn Carmen spricht ja von "im Dienst" und "auf deiner Station" ...
    Niobe war ja nur die letzte, die vorher hier geschrieben hat.

    Liebe Bettinalein,


    Ein wunderschöner Tag, der zeigt, dass die Unbeschwertheit trotz all der Tränen, die wir manchmal (und manchmal auch viel und oft) weinen, Teil unseres Seins sein kann und darf. Und wie wohltuend das sein kann.
    Es freut mich sehr für dich, dass du diesen schönen Tag zusammen mit lieben Menschen, von denen dir ja mindestens eine etwas bedeutet (und du ihr) erleben durftest und es genießen konntest.

    Deine Eltern geben auf dich Acht, immer. Sorgen dafür, dass du heute an einem solchen Tag nicht nur nicht allein bist, sondern auch glücklich sein darfst.
    Aber stell dein eigenes Licht nicht unter den Scheffel: Deine Eltern mögen ein wenig die Fäden lenken, aber DU bist es, die es sich verdient hat, von der Freundin eingeladen zu werden. Sie macht das nicht, weil ihr deine Mama das gesagt hat. Sondern weil du es ihr offensichtlich wert bist. Und das ist allein dein eigener Verdienst. 💖

    Lieber Dieter,


    diese Eingebung genau zur richtigen Zeit ist einfach wunderbar. Das kleine Wesen, dieses zarte Eichhörnchen - ich frage mich manchmal, ob sie das wissen. Nein, eigentlich frage ich mich das nicht (mehr). Ich denke eher, ich weiß, dass sie es wissen, aber eben losgelöst von dem, was wir unter "etwas wissen" verstehen.
    Auf jeden Fall ist dein Plan und Ursels Plan auf eine wunderschöne Weise für dieses liebenswerte Wesen aufgegangen.
    Dank der Eingebung. Und das ist alles, was zählt.

    Wobei ich zu Eingebung gerne ein wenig weite sinnieren möchte: Wenn der eigene Sender nicht auf Empfang gestellt ist, kann so viel Eingebung gesendet werden, wie es will - es kommt nicht an. Oder nein, vermutlich kommt es an. Aber es bekommt keine Chance, sich zu "manifestieren". Oder so.

    Wirst du die Osternüsse suchenden Hörnchen eigentlich aufnehmen und das dann auf deinem YouTube Kanal teilen? Bitte, bitte mach das 💖

    Liebe Turicum,

    Es gibt meist Optionen - du kannst zum Beispiel Prozesskostenhilfe beantragen. Wenn du mit einem Anwalt sprichst, dann schildere ihm / ihr deine Situation. Er oder sie wird dir dann sagen, was für Unterlagen dazu von dir gebraucht werden und dann brauchst du das meist noch nicht mal selbst machen, sondern die Anwaltskanzlei reicht das für dich ein.
    Eines ist auf jeden Fall sicher: Fragen kostet nie was. Sprich nimmt Kontakt zu einer Anwaltskanzlei auf, schildere deine Situation und dann werden sie dir schon sagen, was alles möglich ist ohne dir das schon in Rechnung zu stellen, da hat Linchen absolut Recht.
    Denn dass da vermutlich ein Anwalt mir ran muss sieht man schon an den Beträgen. Die sind etwas, äh, sagen wir "ungewöhnlich" für Strom-Verbrauch Nachforderungen. Es sei denn, dir ist hier aus Versehen beim ersten und letzten Betrag eine Null zu viel aus der Tastatur gerutscht.


    Und ja, ich kann mir vorstellen, dass es besonders schwer ist, jetzt so allein zu sein, wo ihr gemeinsam so viel unternommen habt. Es ist eben wesentlich mehr, als einfach nur ein "Vermissen". Da ist ein Loch ins eigenen Leben gerissen worden, das sich nicht einfach mit einer Stopfnadel und Garn wieder flicken lässt.
    Wenn ihr so oft raus seid in die Natur - kannst du nicht mal schauen, ob du dich einer lockeren Wandergemeinschaft oder so anschließt? Es muss ja nicht schwarz oder weiß sein - also du musst ja nicht gleich Menschen suchen, mit denen eine wie auch immer geartete engere Freundschaft oder so angestrebt ist. Sondern einfach Menschen, mit denen du von ab und an unverbindlich was unternehmen kannst, wenn dir die Decke auf den Kopf fällt ...

    Liebe Karin,

    Dein Weg und deine Gedanken sind sehr, sehr tröstlich - danke, dass du es so hier teilst und darüber schreibst. Ich empfinde es als sehr hoffnungsfroh.

    Denn auch bei dir schwingt ja mit, dass Trauer existieren kann, ohne dass es immer mit dem Wort "traurig" verbunden ist.
    Nur weil man mal nicht traurig ist, nur weil sich die Prioritäten verschieben, man mit Dingen seinen Frieden macht und sich diesen Frieden für das weitere Leben wünscht, heißt das nicht, dass man nicht trauert und dass da nicht immer dieser Schmerz sein wird.
    Und bei dir ist es ja besonders schlimm - innerhalb so kurzer Zeit zwei so unglaublich wichtige und wertvolle Menschen. Dein Mann und dein Sohn. Natürlich wirst du sie immer lieben, immer vermissen und immer die Trauer empfinden. Aber eben nicht auf immer dunkel, düster, hoffnungslos.
    Es ist kein Verrat an unseren Liebsten, wenn wir einen solchen Weg einschlagen. Im Gegenteil. Ich denke, das ist wichtig zu sagen.
    Kein Lachen, kein warmes Gefühl, keine Hoffnung und keine Wärme sind ein Verrat - im Gegenteil. Sie sind ein Geschenk. An und von unseren Liebsten gleichermaßen.

    Was für ein tolles Bild! Irgendwie siehst du auf dem Bild aus wie ein glücklicher Teenager - und dein Fred ist das passende Gegenstück dazu. 🥰
    Ohja, das ist sehr deutlich, dass das gute Zeiten waren.
    Schmerzhaft, dass es jetzt Erinnerungen sind, aber wenigstens hast du diese Erinnerungen. Das ist ein so unfassbar großer Schatz. ✨💞

    Ich drücke die Daumen, dass es deiner Schwester sehr bald besser geht. Aber es ist schon mal wunderbar zu hören, dass es bei W. nun wirklich Entwarnung gab. Vielleicht hat Petra jetzt auch ein wenig Seelenruhe um wieder ganz auf den Damm zu kommen.
    Ich wünsche es den beiden und euch allen, denn Familie wird bei euch ja riesengroß geschrieben. 🥰

    Ja, mach das. Das ist wirklich ein guter Vorschlag, denn wenn man sowas mitbekommt, sollte man das irgendwie an die richtigen Stellen bringen, mindestens aber publik machen.

    Fürs Vorstellungsgespräch sind alle Daumen gedrückt! Und Antennen auf Empfang ist immer gut - wenn dann irgendwas in deine Richtung schwingen soll oder geschwungen wird, zum Beispiel von deiner Mama, dann bekommst du es garantiert mit. ✨💖