Liebe Bettinalein,
Ich freue mich sehr, dass die Kids angenehm sind und auch toll mitarbeiten. Das ist schon mal die halbe Miete, denn wenn du nun noch stressige und "ungezogene" (hihi, mit einem Zwinkern zu lesen) Kinder unterrichten müsstest, würde sich dann auch alles drumherum noch viel stressiger anfühlen und kaum zu bewältigen sein. 💖
Ja, dass alle und jeder eigene Tools benutzen, die auch alle unterschiedliche funktionieren, ist sicherlich sehr anstrengend. Ich bin ja kein Freund davon, wirklich alles zu reglementieren, aber grad bei solchen Dingen wünscht man sich manchmal eine Art DIN Norm 😅
Du schreibst, du fährst mit dem Taxi - ich kann das verstehen. Öffentliche sind wirklich nicht immer und für jeden was. Nervig, wenn Umsteigen ein Thema ist und man dann entweder ewig warten oder sich unmenschlich beeilen muss. Körperlich oft Stress, wenn man es nicht so mit Stehen hat, aber keinen Platz findet. Und vom Kopf her natürlich auch. Laut, fremde Menschen und oft auch übergriffige Menschen, die meinen es stünde ihnen zu, anderer Leute Aussehen, Figur, Kleidung oder auch solche Dinge wie Sprachfehler oder Dialekte und noch so viel mehr lustig zu machen.
Aber Taxi-Fahren ist doch sehr teuer, grad wenn man das mehrmals in der Woche machen muss. Dafür sollte dein sauer verdientes Geld nicht drauf gehen. Schau doch mal, ob Uber nicht günstiger wäre. Eigentlich müsste das wirklich um einiges günstiger sein; zumindest immer, wenn ich das mal verglichen habe.
Was du mit der Teilrente schreibst, hört sich vernünftig an. Ich drücke die Daumen, dass du das hinbekommst.
Was die Arbeit von zu Hause angeht - alleine dass du darüber nachdenkst, zeigt, dass du ja willig bist, zu arbeiten. Vielleicht versuchst du mit diesem Argument beim Arbeitsamt (oder einer anderen Stelle - früher gab es ja diese Berufsinformationszentren; bin grad nicht aktuell, ob es sowas immer noch gibt) eine richtig, richtig gute Beratung zu bekommen, wo man mit dir zusammen versucht rauszufinden, was denn was für dich wäre.
Ich würde spontan auf die Idee kommen, dass du z.B. Webinare halten könntest, wäre mir aber nicht sicher, ob das wirklich was für dich wäre, weil es ja auch mit entsprechender Technik und Tools zu tun hat. Und auch die Themen kann ich nicht genau vermuten. Von daher wäre es toll, wenn du eine Beratung bekommen könntest, wo man mit dir zusammen in die Tiefe geht, was zu dir passen könnte. 😘
Beiträge von Sonnenente
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Liebe Christine,
ich mache es sehr kurz:
Es geht nicht um Forenregeln, es geht nicht darum, Namen zu nennen, es geht nicht um unterschiedliche Meinungen.
Es geht darum, sich über andere zu stellen. Herablassend auf andere zu reagieren. Darum übergriffig zu sein. Es geht darum, anderen vorzuwerfen, dass man doch bitte genau überlegen soll, was man in einem (Trauer)Forum sagt, ohne sich selbst einen Deut darum zu scheren, ob man anderen weh tun könnte.
Und jetzt etwas länger:
Du schreibst:Das Forum hat mich immer zur Reflexion meiner selbst geführt. Ich habe gelernt ,durch die vielen Beiträge der anderen mich besser zu verstehen, was ich möchte und was nicht.Und ich finde, dann hat so ein Forum auch einen tiefen Sinn. Es soll einem ja helfen herauszufinden ,wohin der Weg geht.
Und genau an diesem Zitat kann ich wunderbar erklären, was ich meine. Du schreibst, dass "dich das Forum zur Relfexion deiner selbst geführt hat". Aber alles, was danach kommt, ist alles andere, als Selbstreflektion. Du hinterfragst dich kein Stück. DU hast gelernt, DICH besser zu versehen, was DU möchtest und was nicht. Ich, ich, ich.
Und daraufhin schreibst du, dass DANN so ein Forum einen tiefen Sinn hat. Es soll EINEM (du meinst DICH, siehst das aber allgemeingültig für alle), herauszufinden, wohin der Weg geht.
Falsch.
Schön, wenn es für dich so ist. Dann ist das Forum für dich dazu da. Das ist wunderbar, das sei dir unbenommen.
Aber die Menschen hier sind nicht "das Forum". Sie sind nicht dazu da, für DICH zu erfüllen, was DU von dem Forum erwartest. Sie haben ihre eigenen Ziele, Nöte, Ängste, Beweggründe.
Manche suchen Trost. Einfach Trost. Und keine Anleitung für irgendeinen Weg, schon gar nicht eine, die jemand für die einzig richtige hält.
Manche suche Rat. Rat, nicht Anweisungen. Impulse, Anregungen, Denkanstöße und keine wertenden Gebrauchsanleitungen.
Und wieder anderen tut es gut, wenn sie einfach mal rauslassen können, wie sie sich fühlen. Damit verletzen sie niemanden. Und ich sage das jetzt sehr, sehr direkt und man kann mich gerne dafür steinigen, aber wenn jemand einen Hilfeschrei loslässt, indem er oder sie sagt "ich hasse mein Leben" darauf dann in der Form zu reagieren, dass man anregt, dass manche sich besser mal Gedanken machen, was man schreibt - das ist sehr hart gesagt einfach nur frech!
Erst Recht, wenn es von jemandem kommt, der sich Null Gedanken macht, wie seine / ihre eigenen Worte wohl ankommen. Oder möchtest du sagen, dass du je darüber nachgedacht hast, wie das für die vielen Menschen hier, die ihre Lebensliebe verloren haben, wohl kommt, wenn jemand dauernd direkt oder indirekt Kund tut, dass man gut ohne Mann auskommt? Oder wie es kommt, wenn man von der Angst auf einer Krankenhausstation oder vor / in einer bestimmten Situation erzählt und dann kommt jemand daher und berichtet wahre Horrorstories von der Station oder der beschriebenen Situation oder was auch immer, um dann im Anschluss daran als einzig Positives hervorzuhaben, was MAN (als Synonym für den Schreiber des Beitrages) denn alles tolles gemacht hat, damit das alles für alle kein Horror mehr war, weil MAN (gleiches Synonym - ich habe ja verstanden, dass keine Namen zu nennen offenbar schon ausreicht, dass niemand weiß, von wem man redet *ironie aus*) ja so toll ist.
Schon mal drüber nachgedacht, dass DAS Dinge sind, die anderen, schon gar nicht demjenigen, der die Angst kund getan hat, mal so gar nicht hilft? Ganz im Gegensatz dazu, wenn jemand einen emotionalen Ist-Zustand beschreibt.
"Ich hasse mein Leben" ist so ein emotionaler Ist-Zustand. Und sowas darf und MUSS in einem Trauerforum seinen Platz haben.
Und um wieder auf den Absatz zurück zukommen, den ich von dir zitiert habe:
Im Anschluss an diesem Absatz sagst du:Stillstand bedeutet Rückschritt.
Mit welcher Berechtigung sagst du das? Genau das meine ich und untermauert alles, was ich grad versuche, dir zu erklären, worum es hier geht. Das ist kein emotionaler Ist-Zustand. Das ist auch keine Meinungsäußerung. Zumindest nicht so, wie du es geschrieben hast. Du schreibst es als Fakt.
Aber das ist es nicht. Es ist eine Aussage, die, wenn sie so faktisch da steht, für Menschen, die grad orientierungslos sind, sehr schmerzhaft sein kann. Denn vielleicht ist Stillstand für manche ein Innehalten. Oder es ist gar - und in einem Trauerforum ganz bestimmt keine Seltenheit - ein absolut unfreiwilliger Zustand.
Da dann lesen zu müssen, dass das ein Rückschritt ist, DAS kann dem ein oder anderen weh tun und ihn oder sie tief runterziehen.
Und sowas machst du dauernd. Du schreibst wie Dinge für dich sind, aber auf eine Weise, dass sie allgemeingültig sind und damit nicht genug: du versiehst es mit Wertungen. Manchmal sind es geradezu regelrechte "Pamphlete", die du da verfasst. (Bewusst in Anführungszeichen, um zu signalisieren, dass es absichtlich überspitzt ausgedrückt ist).
Und genau darum geht es. Sich das Recht rauszunehmen, von sich ausgehend, anderen Vorschriften machen zu wollen was sie wie und ob überhaupt schreiben sollten, ohne selbst auch nur im geringsten die eigenen Worte zu hinterfragen, weil man, wie es scheint, offensichtlich das Maß aller Dinge ist (auch wenn man wiederholt damit kokettiert, dass man selbst ja gar nicht so wichtig ist.)
Und abschließend, weil auch das so super passt:
Du schreibst:Ein Trauerforum ist kein Facebook oder irgendeine andere Show.
Kann man so sehen. Aber wenn du das so siehst, dann halte du dich aber auch dran. Und nutze nicht jeden Beitrag von anderen dazu, Antworten zu verfassen, die Facebook alle Ehren machen würden!
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Liebe Malin,
aus dir spricht so viel Hoffnungslosigkeit und ich gebe zu, ich habe nicht wirklich Worte und ganz bestimmt schon gar nicht die "richtigen". Gibt es die überhaupt?
Es ist schön, dass du wenigstens die Pflanzen lassen durftest und auch die Katze nicht stört. Es ist zwar trotzdem hart, den Garten herzugeben, aber wenigstens offensichtlich in liebevolle Hände. Das ist viel, viel wert.
Was das Zeichen deuten angeht - weißt du, ich glaube, da gibt es kein richtig und kein falsch. Lass einfach dein Herz ein Wörtchen mitreden. Dann kannst du beim Deuten gar nicht so falsch liegen.
Du hast geschrieben, dass offensichtlich in deinem Umfeld gilt "was man nicht sieht, gibt es nicht". Wie arm solche Menschen doch sind!
Ich hoffe, dass deine psychologische Hilfe das anders sieht. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich sende ein wenig Kraft, und, wenn du etwas damit anfangen magst, ein Fünkchen Hoffnung. ✨💚
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Liebe Bettinalein,
Wie geht es dir? Wie ist der neue Job? Deine neuen Kollegen und deinen neuen Schüler? Wie klappt das mit dem Pendeln?
Und ist es dir gelungen, noch ein paar Stunden anderweitig dazu zu bekommen? Vielleicht gar wirklich an deiner "alten" Schule?
Hehe, sorry - Fragen über Fragen. 😅
Ich hoffe einfach, dass alles für dich total okay oder besser noch: Besser als okay ist. 🌼❤️
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Lieber Dieter,
Was für ein wunderschönes Bild mit glücklichen Menschen; Liebe und Freundschaft so deutlich sichtbar.
Und mir fällt direkt auf, dass Ursels Blick zu dir geht. 🥰🥰🥰
Ach Mensch ... -
Oh, was für wunderbare Nachrichten! Danke, dass du uns das wissen lässt. 😘💖
Die Daumen bleiben gedrückt und die Gedanken fließen weiter, dass es jetzt genauso weitergeht 🌻💚
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Liebe Carmen,
Ich möchte einfach mal ganz, ganz warme und liebe und vor allem Mut-machende und heilende Gedanken und Wünsche an Petra und W. senden. 🌺💚
Die beiden kämpfen so sehr; Petra scheint sich richtiggehend aufzureiben und natürlich tut es allen so weh, W. und damit auch Petra so leiden zu sehen.
Fühl du dich bitte auch ganz lieb umarmt, wenn du magst, denn ja, ich kann mir vorstellen, dass bei dir vieles wieder hochkommt.
Ich setze mich in Gedanken einen Moment zu dir und denke mit dir zusammen positiv ... 🌼💖 -
Lieber Dieter,
Dieses Bild von der Minimini, die voller Vertrauen bei dir die Nüsse mümmelt ist einfach wunderbar!
Und das Video von der Trommlerin, wie sie den Kobel baut, ist nicht nur zum Schmelzen niedlich, sondern vor allem auch total beeindruckend.
Ich liebe es sehr, Tiere dabei zu beobachten, wie sie sich in der Welt zurechtfinden und dabei Dinge vollbringen, wo so mancher Mensch in einer vergleichbaren Situation wie der Ochs vor dem Berge stehen würde.
Was mir persönlich unglaublich gut gefällt, ist wie dieses neben- und miteinander zwischen den Hörnchen und dir deutlich wird. Es ist fühlt sich irgendwie "gleichberechtigt" an; ich weiß, hört sich merkwürdig an, aber was ich damit meine ist, dass du sie nicht vermenschlichst oder wie domestizierte Kuscheltierchen behandelst und sie dich eher als einen der ihren wahrnehmen, anstatt als "Herrchen".
Und so wie sich das anfühlt, allein schon vom Anschauen her, ist der Spirit von Ursel allgegenwärtig. Bin mir sicher, das spürt in dem Moment auch die Minimini und fühlt sich daher noch mal so sicher. -
Liebe Carmen,
wow, das sieht wunderschön aus. Richtig harmonisch und auch wirklich richtig gemütlich.
Da kann ich mir richtig gut vorstellen, wie du und deine Schwester oder du und deine Freundin Kerstin bei dem ein oder anderen Kaffee-Kränzchen komplett die Zeit und alles um euch herum vergessen könnt.
Ich erinnere mich da an ein Wort, das man leider inzwischen sehr selten nur noch hört: Heimelig. 🥰
Wie war denn die Fahrt nach Berlin eigentlich mit den beiden Hübschen? Habt ihr ein paar schöne Sachen gefunden?
Wünsche dir jetzt noch eine schöne, angenehme Erholungswoche. Hehe, obwohl du dich doch bestimmt am Ende des Urlaubs schon wieder auf die Arbeit freuen wirst. 😄💖
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Ja, man spürt es bis hierher und das sind ein paar hundert Kilometer - und ich vermute, man spürt es noch viel, viel, weiter. 🥰
Ich freue mich total für dich, dass es nicht einfach nur vollbracht ist, sondern du auch selber die Gelegenheit bekommen hast, den Stein mitsamt ein paar sehr lauter und sehr passender Worte umzuwerfen. 💪❤️
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Das Durchatmen hast du dir absolut verdient! Genieße es total und du wirst genau wissen, wann die Zeit reif ist, dich nach weiteren Stunden umzuschauen. Und dann wirst du auch fündig.
Dass deine Chefin dir versprochen hat sich zu melden, sich zu melden, wenn doch Stunden für dich da sind und vor allem auch wieder die herzliche Verabschiedung deiner Kollegen sprechen ja auch Bände. Dort bist du offensichtlich sehr geschätzt.
Das wirst du auch ausstrahlen, wenn du auf der Jagd nach weiteren Stunden bist.
Du hast es bisher ja immer irgendwie geschafft, also kannst du dir echt auch mal erlauben, einfach komplett durch zu sein.
Und vor allem auch eine Weile Ruhe vor den Schülern, bevor sie einen noch größeren Koller bekommen, weil sie auch durch sind. 😅❤️ -
Finde ich total klasse! Wünsche dir viel Erfolg und vor allem auch viel Spaß beim Umsetzen. Dass Florian und Franzi mitziehen ist super, denn in Gesellschaft macht so etwas ja deutlich mehr Spaß.
Und wie stolz du erst sein kannst und wirst, wenn es getan ist! Es fühlt sich so gut an, wenn man ein Projekt angeht und das erfolgreich zu Ende bringt, grad wenn man einen Moment Schiss vor der eigenen Courage hatte 💪❤️ -
Die Minimini ist wieder da?
Ohhhh, wie wunderschön!
Und dann noch zu diesem Moment - erst euer Ritual, das Journal eurer Sehnsuchtsstadt. Und danach das Bedürfnis, das Andenkenvideo zu schauen.
Und dann kam sie, die Minimini - als ob die Tränen einen Fluss der Verbindung zwischen dir und Ursel gebildet haben, den Ursel nutzen konnte, um die Minimini wie auf einem Blatt der Liebe, das geformt ist wie ein Schiffchen, zu dir zu leiten.
Vielleicht ein sehr albernes Bild, aber so sehe ich das grad vor mir.
Mit einer so lieb lächelnden Ursel, die, wie Sandra richtig sagt, immer noch alles im Griff hat. ✨💖 -
Liebe/r Pull,
Ohja, es tut fürchterlich weh, einen so sehr geliebten Menschen zu verlieren.
Aber ja, jeder trauert anders. Die Trauer ist etwas sehr, sehr Individuelles, denn sie spiegelt nicht nur die eigene Persönlichkeit, sondern auch die Persönlichkeit der Beziehung zwischen dem Trauernden und dem, der gegangen ist wieder.
Von daher ist es auch nicht verwunderlich und schon gar nicht verwerflich, dass du um andere Menschen, die du verloren hast, nicht genauso getrauert hast.
Aber Sätze wie "Stell dich nicht an", solltet du am besten versuchen gar nicht an dich ran zu lassen. Das ist manchmal schlicht empathielos, aber in vielen Fällen auch einfach nur Hilflosigkeit, da viele Menschen kaum wissen, wie sie mit Trauer oder Trauernden umgehen sollen oder können.
Und man kann es ihnen kaum verübeln ...
Du sagst, du machst dir Vorwürfe. Ärgerst dich.
Ich weiß, es ist vermutlich zu früh für dich, um ein Trost sein zu können, aber du wirst es ihr nicht haben sagen müssen.
Wie hätte sie dir eine Schwester, Oma, beste Freundin, eine Art Mutter sein können, wenn sie nicht gewusst hast, dass du das in ihr siehst? Sie wird es gespürt haben und jetzt weiß sie es ganz sicher. -
Bettinalein, das ist ganz wunderbar und ich freue mich so für dich!
Und weißt du, was das Schönste ist? Dass du dir das selbst erarbeitet hast. Du hast die Flinte nicht ins Korn geworfen, hast den Kopf nicht in den Sand gesteckt - und offensichtlich hast du durch deinen ehemaligen Kollegen bei deiner neuen Chefin auch einen guten Leumund. Und den hat man ja nicht, wenn man bei eben jenem Kollegen durch seine Arbeit und auch durch seine Persönlichkeit einen nicht so dollen Eindruck hinterlassen hätte.
Du kannst absolut mit Fug und Recht stolz auf dich sein. -
Ach Carmen ...
Nein, fair ist was anderes. Und das Nie Wieder grad an solchen Tagen so besonders heftig.
Aber auch ich bin überzeugt, dass es eines Tages ein "jetzt wieder" gibt, auch wenn das im Hier und Jetzt nicht immer ein Trost ist.Fühl dich auch von mir lieb gehalten, wenn du magst.
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Liebe Turicum,
Es tut mir total leid vom Tod deiner Mutter zu lesen.
Und euer Verhältnis scheint sich ja auch gebessert zu haben; von daher kann ich doppelt gut verstehen, wenn du sie vermisst und einfach nur in Ruhe trauern möchtest.
Es ist grad in dieser Situation überhaupt nicht schön, dass dich alle so stressen und du keine Ruhe findest, um zu trauern. Aber du darfst dir auch erlauben, alles Stressige konsequent auszusortieren.
Die unbezahlten Rechnungen zum Beispiel: Wenn du das Erbe ablehnst, dann hast du auch mit unbezahlten Rechnungen nichts am Hut.
Nimm dir Zeit für dich, z:b. lange Spaziergänge mit dem Hund und schau, dass du genug Zeit und Raum hast für Dinge, die dir gut tun. -
Kinder sind ganz wunderbare Wesen - auf so vielerlei Art.
Sie haben noch nicht die Vorurteile, Vorbehalte und sonstigen Befindlichkeiten, die wir Erwachsenen so haben. Sie stellen viel weniger in Frage.
Sie können Wahrnehmungen ganz anders zulassen, weil sie sie annehmen. Sie spürt die Hand ihres Vaters, weil er ihr die Hand auf die Schultern legt. So einfach ist das. Für ein Kind. Und so sollte es für uns Erwachsene auch sein.
Aber viel zu viele haben irgendwann diese kindliche Begabung, einfach Dinge zuzulassen, verloren. Weil sie teilweise regelrecht abtrainiert wird.
Warum muss man Kindern irgendwann beibringen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt (gibt es ihn wirklich nicht?)? Warum muss man Kinder teilweise sogar zum Psychodoktor schleifen, weil sie einen imaginären Freund haben, den nur sie sehen? Warum werden Kinder nicht ernst genommen, gar belächelt, wenn sie von kleinen aber wahren Wundern erzählen?
Warum hat der erwachsene Peter Pan das Fliegen verlernt - und warum kann er es dann doch wieder?
Man sagt so oft: Kinder sehen die Welt mit anderen Augen. Ich habe keine Kinder, aber ich sage dennoch: Nein. Vollkommen falsch ausgedrückt. Kinder sehen die Welt, wie sie ist. Erwachsene, die ach so vernünftige und rationale Version des Menschen, sind es, die sich Filter, Brillen, ganze Augenklappen vor die Augen halten. Und zwar so lange, bis die Augen wirklich nur noch das sehen, was die "Vernunft" (darf ich mal laut lachen?) ihnen erlaubt.
Liebe Bettinalein,
Du bist selbst in so vielen Dingen Kind geblieben. Deshalb kannst du auch mit ihr weinen.
Natürlich wirkte sie ruhig. Sie weiß ja, dass das, was sie sagt, wahr ist. Egal, was Erwachsene draus machen.
Es wird so oft gesagt, dass es so schön ist, wie Kinder mit so vielem zurecht kommen. Und doch wird ihnen genau das aberzogen.
Es wird so oft gesagt, dass wir viel von Kindern lernen könnten. Warum tun wir es dann nicht?
Unsere Liebsten sind bei uns. Und wir können sie spüren, denn sie berühren uns. Wenn wir es zulassen, nehmen wir das auch wahr.
Schade nur, dass wir immer wie entschuldigend dazu setzen müssen "aber anders" ... -
Jaaa, genau das, was Kathi schreibt, meinte ich, als ich die Betreuerin für Senioren erwähnte.
Ich habe in meiner Jugend und als junge Erwachsene Kindergruppen geleitet (hehe, die Sonnenente ist eine alte Pfadfinderin, man glaubt es kaum) und da sind wir teilweise mit den Kids auch in ein Seniorenheim gegangen. Manche der älteren Herrschaften fanden es einfach nur schön, wenn sie erzählen durften und die Kinder zugehört haben. Manche haben es auch sehr genossen, gemeinsam zu basteln.
Und wenn es an gesellige Momente mit Gitarre, Mundharmonika und Gesang (eben Pfadfinder) ging, dann war fast spürbar, dass sich diese wunderbaren Menschen in ihre eigene Jugend zurückversetzt fühlten.
Strahlende Augen bei den Kids und den Senioren.
Irgendwann hatte ich mal mitbekommen, dass solche Dinge inzwischen richtig in den Senioren-Alltag integriert werden und ganze Berufe in diesem Bereich entstanden sind, wie eben die Musikgeragogik. Schade, wenn sich bei dir die zuständigen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt da so gegen stellen, aber vielleicht gibt es andere Möglichkeiten. Und vielleicht bräuchtest du bei deiner Vorbildung gar keine entsprechende Fortbildung und könntest als Betreuerin einen ähnlichen Job machen wie die Musikgeragogiker. Ist ja unterm Strich egal, wie dein Job heißt, wenn die Jobbeschreibung das ist, was dir total liegt und Spaß machen könnte. -
Großartig!
Eines hat schon mal wunderbar funktioniert: Wir haben Bettinalein back und so lange war sie gar nicht weg. Sie hat sehr schnell zu ihrer alten Form zurückgefunden, die jung gebliebene, die sich unterm Strich nicht unterkriegen lässt, auch wenn es manchmal nicht so rosig aussieht und sie dann einfach ein kleines Häufchen Elend ist, aus dem man sie dann auch nur schwer rausbekommt.
Aber diesmal nicht mit unserer Bettinalein und auch nicht mit der Frau Stöckel deiner Neuntklässler!
Leider hat sich in den letzten 25 Jahren ja sehr viel geändert. War es früher noch möglich, als schwer oder nicht vermittelbar eingestuft zu werden und damit weitestgehend in Ruhe gelassen zu werden, so ist das heute schlicht nicht mehr drin.
Heute muss man dem Arbeitsamt (oder wie auch immer sich dieses Amt grad nennt) "zur Verfügung stehen". Alter oder schlechte Chancen / schwieriger Markt im eigenen Berufssegment und ähnliche Argumente, die früher galten, sind heute keinen Pfifferling als Argumente wert.
Einzige Chance wäre wirklich die Erwerbsminderung. Wie sieht das denn da aus bei dir? Hast du eine Bescheinigung, wie viele Stunden du im "normalen" Arbeitsalltag maximal stemmen könntest? Eine reine Behinderung, egal ob schwer oder nicht, ist da soweit ich weiß nicht mehr (alleinig) ausschlaggebend.