Beiträge von Sonnenente

    Liebe Mayatocher,


    Es tut mir unendlich leid, dass du diese Erfahrung am eigenen Leib machen musstest. Dass du es selbst erleben musstest, wie deine Eltern - und du - von deinen Geschwistern allein gelassen wurden und das, so wie sich das anhört, rein und ausschließlich aus deren eigenem höchst persönlichem Befinden heraus, ohne empathisch auf deinen (euren!!, denn das macht es so unverständlich) Vater oder dich zu achten.

    Ja, ich kann das sehr gut verstehen, dass dir aus deinem eigenen Erlebtem heraus es dann sehr nahe geht, einen ähnlichen Fall zu lesen, grad wenn du dich als "Bruderschwester" sogar verbunden gefühlt hast, oder fühlst. :24:

    (Hatte das erst alles zusammen in einem Beitrag, aber ich denke, ich trenne die Antworten, da du, liebe Mayatochter, sie ja auch thematisch getrennt hast.)

    Was die durch Bestattungsunternehmen erstellten Onlinegedenkseiten angeht ... das dürfte schlicht und ergreifend dem Datenschutz geschuldet sein.

    Wenn ein Unternehmen keine Erlaubnis oder Vollmacht hat, solche Daten zu veröffentlichen, dann dürfen sie das einfach nicht. Und damit hat eine ebenfalls abgedruckte Anzeige gar nichts zu tun.

    Denn eine solche Anzeige ist von jemandem in Auftrag gegeben worden, in dem Wissen, dass diese öffentlich sichtbar sein wird. Sei es online, oder in klassischen Print-Medien oder beides. Sprich die Infos sind für jeden erhältlich, der diese Anzeige sieht.

    Aber das bedeutet nicht, dass man sie auch selber als Text-Info online in eine Seite eingeben darf, wenn das nicht explizit erlaubt worden ist.

    Ich sehe das also eher als kleines, ganz bewusstes Schlupfloch, wenn diese Anzeigen mit abgedruckt werden, denn dadurch sehen diejenigen, die die Seite besuchen, eben doch alle persönlichen Infos.

    Und wenn man das richtig anstellt, z.B. mit einem korrekten Benennen der Bild-Datei, wird die Onlineseite über den Umweg über die Anzeige in Bildform genauso gefunden, als würde diese Daten direkt in dem Text der Online-Seite stehen. Ja, natürlich, meist nur über Suchmaschinen und nicht über das Durchforsten des Onlineseitenportals, aber jemand entferntes, der nach jemandem sucht, würde das eh über eine Suchmaschine machen und nicht direkt über ein Portal, denn woher sollte man bei der Masse an Onlineportalen für Trauerseiten wissen, auf welcher man gezielt suchen sollte.

    Also nein. Kein Werbezweck. Sondern rechtlichen Vorschriften geschuldet. Und ja, es kann durchaus sein, dass die Angehörigen gefragt wurden, was an Infos und Daten auf die Onlineseite kommen darf.

    Hinter diesem Busch steckt also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Bandit.

    Ihr Lieben,

    Ich bin einmal so, hm, dreist, eine etwas andere Sichtweise anzubieten. Ich hoffe, das ist okay und ich hoffe, es ist klar, dass ich niemandem dazu seine / ihre Sichtweise nehmen oder auch gar nur in Frage stellen oder kritisieren will.
    Weit davon entfernt.
    Denn eigentlich geht es sogar genau darum:

    Grad hier wird so unglaublich oft - und unglaublich wahr - gesagt, dass Trauer und somit auch der Umgang mit dem Tod und dem Sterben - höchst individuell sind.
    Manches erscheint dem einen oder der anderen von uns, manchmal vielleicht auch den meisten, vielen oder gar allen unverständlich, aber das lässt eigentlich kein Urteil zu.

    Wie oft ist es doch so, dass der sterbende Mensch sogar derjenige ist, der nicht möchte, dass bestimmte Personen aus seinem Umfeld und oft sogar alle, ihn / sie "so" sehen. Wie oft wird gesagt: Nein, bitte behalte mich so in Erinnerung, wie ich einst war.
    Und nein, das ist keine Hollywood Erfindung.
    Wissen wir, wo in diesem Fall Huhn oder Ei sind? Ob die Schwester das nicht vielleicht schon mal vorab, vielleicht noch in der Blüte der Jahre und der Gesundheit so als Thema mit ihrem Bruder besprochen hat? Und wenn nicht, wieso können Außenstehende beurteilen, ob der Bruder eine Art Absolution wollte und ob die Schwester diese nicht aus tiefstem Herzen ehrlich erteilt hat.?
    Vielleicht hätte er, wenn die Schwester signalisiert hätte, dass sie eben kein Verständnis dafür hat und ihn braucht, ohne zu zögern ihren Wunsch respektiert?
    Und ist es so verwerflich, dass er damit hadert, dass sie keine weiteren Maßnahmen wünscht? Würde es nicht jedem trauernden Menschen so gehen, egal wie viel Verständnis man für den Sterbenden hat?
    Ich sage bewusst "damit hadern" und nicht "es ablehnen" oder gar "verurteilen". "Damit hadern" heißt doch genau das, was man hier so oft liest. Dieses nagende "Warum?" und / oder das nicht minder nagende "musste es so kommen?" das so viele so gut kennen - sind diese Fragen nicht vermutlich genau das, was der Bruder zum Ausdruck bringt?

    Ich gebe zu, ich wäre auch nicht so. Ich würde den Menschen so in Erinnerung behalten, wie er war. Egal, wie er am Ende aussah. Meinen Papi habe ich schon zu Lebzeiten im sehr fortgeschrittenen Alter immer noch mit den Augen des kleinen Mädchens gesehen. Also IHN, nicht sein Erscheinungsbild.
    Für mich wäre ein körperlicher Verfall kein Argument.
    Aber ich würde mir nie anmaßen über Menschen zu urteilen, für die das so ist. Denn es fehlen die Hintergründe.



    Liebe Ashelia,


    Es tut mir so leid von deinem Verlust zu lesen.

    Zwei mal den Vater verlieren, einmal als so junges Mädchen und dann nach über 30 Jahren herzlicher Liebe und Verbundenheit (vollkommen egal, ob da ein "Stief" vor dem "Vater" steht), ist grausam.

    Dass der Schmerz nur noch verstärkt wird, dadurch, dass du reden möchtest, aber niemand erkennt, dass du das möchtest und nicht nur möchtest, sondern dringend brauchst, ist hart und fühlt sich schreiend unfair an.

    Du wirst hier von vielen lesen, dass das Umfeld Reaktionen gezeigt hat, die für die "Betroffenen" unverständlich und oft zutiefst verletzend sind. Oftmals ist es so, dass die wenigsten selbst diese grässliche Erfahrung schon selbst machen mussten. Und selbst wenn ... es macht sich meist eine wirklich nicht zu unterschätzende Hilflosigkeit breit. Die Mitmenschen wissen nicht, wie sie mit den Hinterbliebenen umgehen sollen. Meinen es oft nur gut (wirklich, nicht als Floskel gemeint), aber schießen teils ungebremst am Ziel vorbei.
    Oder gehen von sich aus; was sie empfinden oder empfunden haben (wenn sie selbst einen nahestehenden Menschen verloren haben) oder meinen empfinden zu würden und handeln dementsprechend, ohne empathisch auf die Menschen einzugehen, die es tatsächlich grad betrifft und um die es geht. Denn Trauer ist hochindividuell und dementsprechend auch der eigene Umgang damit und die eigenen Emotionen, Gedanken, Bedürfnisse.
    Vielleicht kannst du versuchen, das sehr deutlich zu machen, wenn es wieder zu einem solchen Gespräch kommt? Dass du deutlich machst, dass du reden möchtest, dass du einen tiefen Schmerz empfindest und dass das natürlich in keinster Weise den Schmerz deiner Mutter schmälern soll, es bei dir aber auch einfach raus muss.
    Ich kann mir vorstellen, dass es nicht nur Menschen in deinem Umfeld gibt, die darauf mit fortgesetztem Unverständnis oder gar Ignorieren reagieren.

    Dass du das Gefühl hast, dich nicht richtig verabschieden zu können ...
    Ich glaube, das geht wirklich vielen so. Das hat nichts damit zu tun, wie plötzlich der Tod in das Leben getreten ist. Ob unerwartet, oder ob nach kurzer oder langer Krankheit. Es ist nie genug Zeit.
    Immer dieses Gefühl, irgendetwas nicht gesagt oder getan zu haben. Etwas, das man den anderen doch noch unbedingt hat wissen lassen wollen.
    Wenn ich dir jetzt sage: Er weiß es. Dein Vater weiß es. All das, was du ihm sagen wolltest. Denn du hast es vielleicht nicht laut ausgesprochen. Der Kloß in deinem Hals hat es nicht zugelassen. Aber in deinem Herzen hast du es getragen. Und deshalb weiß er es. Wenn er es nicht wusste, dann weiß er es jetzt. Wenn ich dir das jetzt sage, dann bin ich mir sicher, dass dir das mal so gar nichts nützt. Es den Schmerz und diese bohrende Unruhe nicht im mindesten lindert. Dass es dir gar wie eine hohle Floskel vorkommt, von der Ahnungslose meinen, dass sie Trost spendet. Es wird dich nicht trösten. Aber ich sage es dennoch, denn irgendwas in dir drin wird es vielleicht als kleines Samenkorn zulassen, in dem noch unbewussten Wissen, dass der Tag kommt, an dem du weißt, dass das keine Floskel, sondern wirklich so ist. Und dass es dann ein sehr, sehr warmer und schöner Trost ist.
    Was du jetzt tun könntest: Sprich all das, von dem du denkst, dass du es aussprechen wolltest und nicht getan hast, weil da dieser Kloß im Hals war, laut aus. So richtig, richtig laut. Vielleicht irgendwo an einem Ort, wo dein Vater und du gemeinsame Erinnerungen habt. Wo euch etwas verbindet. Und wenn das nicht geht, dann irgendwo allein im Wald. Im Auto. Auf einer weiten Wiese. Ein Ort, wo du dich wohl und sicher fühlst.
    Und dann schrei alles raus. Oder flüstere. Je nachdem, wonach dir ist.
    Und wenn dabei Worte wie "unfair" und "ich will das nicht" fallen - das ist uns allen so so sehr bekannt. Und das kann und darf raus, denn es hat seine absolute Berechtigung.

    Denn dieses Surreale, dieses wirklich Unwirkliche, dieses "das kann nicht sein" ... das ist verdammt real.

    Fühl dich in allem, was du geschrieben hast, tief verstanden. Und wie alle anderen schon geschrieben haben: Schreib hier wann immer und was immer du möchtest. Hier wird einander auffangen wirklich groß geschrieben.

    Liebe Luise,


    ohje, dieses Erlebnis, dass du kollabiert bist, hört sich sehr, sehr erschreckend an. Der erste Gedanke ist natürlich: Warum hast du keinen Notarzt gerufen, oder rufen lassen, aber wenn du eine solche Phobie entwickelt hast, dann ist das für Außenstehende so viel leichter gesagt, als für dich getan.
    Es ist irgendwie beruhigend zu lesen, dass deine Nachbarin aufmerksam wurde und dir geholfen hast. Immerhin hast du Menschen um dich herum, die aufmerksam sind und sich kümmern.

    Aber natürlich kann das den einen Menschen, den man gerade in solchen Situationen so sehr brauchen würde, oder den man gerade an solchen Tagen wie heute, schmerzlich vermisst, nicht ersetzen. Nicht mal ansatzweise.
    Und natürlich gibt es solche Tage, die früher immer mit Schönem angefüllt waren, wo man einfach in die Vergangenheit abtaucht, sich danach zurück sehnt.

    Wenn du magst, fühl dich in Gedanke gehalten und deine wunderbare, treue Seele Amy erhält in Gedanken ein paar ebenso liebe Streicheleinheiten.

    Lieber Dieter,


    Wow! Einfach wow auf so vielen Ebenen. Ich meine, es ist ja nicht "nur" mal eben eine Biene, die zufällig fix bei dir vorbei schaut und im Namen von Ursel ein "Hallo" dalässt.
    Ich wusste gar nicht, dass es so etwas wie diese Solitärbienen gibt - das hört sich sehr spannend an und macht diese Biene zu etwas sehr Besonderem.
    Und das Hörnchen (ist es eines mit Namen?) scheint sich auch absolut nicht stören zu lassen.

    Was ich aber auch noch ganz besonders schön finde ist, dass du diese abendlichen Gespräche mit Ursel beibehältst. Und es sind ja ganz, ganz offensichtlich keine Einbahnstraßen-Gespräche. Ursel antwortet dir immer wieder. Ganz zauberhaft. Oder traumhaft. Oder wunderbar. Oder alles davon. In all seinen Bedeutungen.

    Lieber Dieter,


    Ja, das ist leider nur zu wahr. Die einen schauen weg, bzw. nicht bewusst weg, sondern gar nicht erst hin, und andere meinen es gut, machen es aber leider aus Unkenntnis falsch.
    Ich lese viel in den erwähnten Gruppen mit und allein dadurch lernt man, wie viele Unterschiede es gibt, wenn es um die artgerechte Aufzucht oder auch nur Hege der Tiere geht. Das fängt schon ganz wichtig bei der Fütterung an. Ich hätte zum Beispiel nie geahnt, dass ungewürztes, schlonzig gebratenes Rührei auf dem gestatteten Speiseplan für Igel ganz oben steht oder dass es Vögel gibt, die unbedingt mit pflanzlicher Nahrung oder ausschließlich bestimmten Insekten, andere hingegen auf keinen Fall damit erstversorgt werden dürfen. Und dass in den allermeisten Fällen erstmal gar kein Futter und oft auch kein Wasser angeboten werden sollte / darf.
    Aber ein paar Dinge sagt wirklich schon der Instinkt und erst mal sichern und dann warm halten gehört grad bei Jungtieren unbedingt dazu.

    Und ja, dann einfach ins Phone schauen. Oder bei einem Tierarzt oder wenn es nicht zu Öffnungszeiten ist, bei einer Tierklinik anzurufen. Dort hat man oft Listen von Päppelstationen.
    Denn nein, ich schaue tatsächlich auch nicht weg. Ich kann mich an einen Fall erinnern, als mein Mann beim Spazierengehen einen Vogel bemerkte, der am Wegesrand hockte und bei Annäherung zwar ein wenig versuchte, fort zu hüpfen, aber offensichtlich nicht fliegen konnte. Meinem Mann fiel dann schnell auf, dass ein Flügel merkwürdig vom Körper abstand.
    Er rief mich an und dann haben wir quasi sowas wie eine Telefonkonferenz gemacht - ich rief, mit meinem Mann noch in der Leitung, die Tierarztpraxis unseres Vertrauens an (damals wusste ich noch nichts von diesen Hilfsgruppen z.B. auf Facebook, bzw. die waren auch noch nicht so präsent und verbreitet).
    Die Helferinnen vom Tierarzt suchten dann eine Päpplerin in der Nähe heraus, die ich dann ebenfalls anrief.
    Sie erklärte mir, wie man den Vogel am besten sichert und transportiert - ich glaube, mittlerweile haben wirklich schon viele Menschen das Wort "Handtuchnest" ggf. mit selbst gemachter Wärmflasche (eine PET Flasche mit handwarmem Wasser zu füllen ist nun wirklich kein Hexenwerk) gehört.
    Ich bereitete dann alles vor und holte meinen Mann samt Vogel ab und wir fuhren zur Päpplerin. Diese sah sofort, dass der Flügel gebrochen war. Sie würde sich drum kümmern.
    Als ich sie ein paar Tage später anrief, um mich zu erkundigen, erzählte sie mir, dass sie mit dem Kleinen beim Tierarzt war und der Flügel dort so gut wie möglich gerichtet wurde, er aber nie wieder würde richtig fliegen können und daher bei ihr in Dauerpflege bleiben würde.

    Und diese Geschichte ist nun wirklich nichts Besonderes. Man muss eben nur hinschauen und vielleicht ein klein wenig Zeit aufbringen, um sich dem Tier anzunehmen und dafür zu sorgen, dass es in fachkundige Hände kommt.

    Was die Päppler angeht, so habe ich höchsten Respekt vor dem, was sie tun. Sie gehen oft an ihre Grenzen und Kapazitäten, denn grad bei Jungtieren muss man ja z.B. manchmal stündlich füttern, die Temperatur im Inkubator regelmäßig kontrollieren, etc. und das rund um die Uhr.
    Und dann das Emotionale. Das Bangen, ob ein Schützling es schafft. Das Finanzielle, denn sie sind oft auf Spenden angewiesen und zahlen nicht selten viel aus eigener Tasche. Wobei es auch immer mehr Tierarztpraxen gibt, die für Findlinge oder Streuner in der Erstversorgung selbst aufkommen und einen Notfall kostenlos behandeln.

    Hehe, ja, ich weiß - du weißt das natürlich alles und gehörst ja selbst du denen, die sich annehmen, auch wenn du nicht direkt ein Päppler bist, aber fast.
    Aber hier lesen so viele mit und es haben ja auch schon einige der hier Schreibenden signalisiert, dass sie sich interessieren. Und da kann ein wenig Info nicht schaden, wenn es darum geht, was man machen kann, wenn man das nächste Mal mit offenen Augen unterwegs ist.

    Nun, es schreiben aktuell nicht viele der Mitglieder hier, aber es sind dennoch permanent viele online, die "nur" (still) mitlesen.
    Und hier im öffentlichen Bereich sind es noch viel mehr, die mitlesen.

    Dass neue Mitglieder manuell freigeschaltet werden, damit sie schreiben können, ist seinerzeit aus einem guten Grund eingerichtet worden. Dass es nun teilweise eine Weile dauert bis diese Freischaltung geschieht ist tatsächlich suboptimal.
    Dennoch könnten neue Mitglieder an ihrer eigenen Pinnwand schreiben, um die Zeit bis zur Freischaltung zu überbrücken, was ihnen nur leider nicht bewusst ist.

    Ich würde das Boot in dem Sinne nicht als führerlos beschreiben, denn es liegt durchaus auch in unserer Hand, diesen für viele so wichtigen Ort am Leben zu erhalten.

    Vor einiger Zeit hatte ich dazu im geschlossenen Bereich mal einen Thread aufgemacht; dort findest du ein paar mehr Details zu der Situation und was davon in unseren Händen liegt und wie wir das angehen könnten, Turicum. Vielleicht magst du dich ja dort beteiligen.



    Lieber Dieter, bitte entschuldige dieses Highjacking.

    Lieber Dieter,

    Ohhh, ich habe das Ende der leider nur so kurzen Geschichte des kleinen Ice gar nicht wirklich mitbekommen. Ich fürchte, ich wurde von den anderen Beiträgen nach seiner Rettung ein wenig abgelenkt.

    Es tut mir sooo leid, dass der kleine Kerl es nicht geschafft hat. Es war so herzallerliebst zu lesen, dass du dich seiner angenommen hast und er sogar einen Namen bekam (und warum er diesen Namen bekam ist nochmal so herzig).
    Dass er von dir nicht nur den Namen bekam, sondern auch mit Liebe bestattet wurde, bedeutet so viel in einer Welt, in der viele einfach nur wegschauen. Es tut gut, so etwas zu lesen.
    Beim Wegschauen unterstelle ich noch nicht mal Herzlosigkeit oder Gleichgültigkeit; ich denke oft ist es einfach auch "nur" Hilflosigkeit. Dabei gibt es dank Internet so viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen, wenn man nicht wegschaut. Allein auf Facebook die vielen Gruppen für Wildtiernotfälle oder die spezialisierten zum Beispiel für Vögel oder Igel.
    Muss denn ein Tier, ein Lebewesen, eine Seele, erst medienwirksam in Szene gesetzt werden, wie der wunderbare Timmy, dass plötzlich so viele ihr glühendes Herz für den Tierschutz entdecken? (Und fast so viele vermutlich leider, leider ebenso bald wieder vergessen ...)
    Was ist mit dem Streunerkätzchen im Rinnstein? Oder einem angefahrenen Wildtier am Wegesrand? Dem ausgesetzten Welpen an einem Zaun? Einem aus dem Nest gefallenen Vogelkind? Oder eben einem kleinen Eichhörnchen mit kalten Füßchen?

    Danke, dass es Menschen wie dich und deine Ursel und eure "Mitstreiter" gibt, lieber Dieter!

    Liebe Carmen,


    Ein schwerer Tag, der ganz, ganz anders laufen sollte. Dein Lars sollte bei dir, bei euch allen, die ihn lieben, sein.
    Und dann noch die Hochzeit seiner Tochter, deiner Enkelin am gleichen Tag. Für dich als Mama sicherlich über das Erträgliche hinaus.
    Es ist einfach nicht fair.


    Nein, ich vermute jemand aus dem Stift, wo Carmen arbeitet, denn Carmen spricht ja von "im Dienst" und "auf deiner Station" ...
    Niobe war ja nur die letzte, die vorher hier geschrieben hat.

    Liebe Bettinalein,


    Ein wunderschöner Tag, der zeigt, dass die Unbeschwertheit trotz all der Tränen, die wir manchmal (und manchmal auch viel und oft) weinen, Teil unseres Seins sein kann und darf. Und wie wohltuend das sein kann.
    Es freut mich sehr für dich, dass du diesen schönen Tag zusammen mit lieben Menschen, von denen dir ja mindestens eine etwas bedeutet (und du ihr) erleben durftest und es genießen konntest.

    Deine Eltern geben auf dich Acht, immer. Sorgen dafür, dass du heute an einem solchen Tag nicht nur nicht allein bist, sondern auch glücklich sein darfst.
    Aber stell dein eigenes Licht nicht unter den Scheffel: Deine Eltern mögen ein wenig die Fäden lenken, aber DU bist es, die es sich verdient hat, von der Freundin eingeladen zu werden. Sie macht das nicht, weil ihr deine Mama das gesagt hat. Sondern weil du es ihr offensichtlich wert bist. Und das ist allein dein eigener Verdienst. 💖

    Lieber Dieter,


    diese Eingebung genau zur richtigen Zeit ist einfach wunderbar. Das kleine Wesen, dieses zarte Eichhörnchen - ich frage mich manchmal, ob sie das wissen. Nein, eigentlich frage ich mich das nicht (mehr). Ich denke eher, ich weiß, dass sie es wissen, aber eben losgelöst von dem, was wir unter "etwas wissen" verstehen.
    Auf jeden Fall ist dein Plan und Ursels Plan auf eine wunderschöne Weise für dieses liebenswerte Wesen aufgegangen.
    Dank der Eingebung. Und das ist alles, was zählt.

    Wobei ich zu Eingebung gerne ein wenig weite sinnieren möchte: Wenn der eigene Sender nicht auf Empfang gestellt ist, kann so viel Eingebung gesendet werden, wie es will - es kommt nicht an. Oder nein, vermutlich kommt es an. Aber es bekommt keine Chance, sich zu "manifestieren". Oder so.

    Wirst du die Osternüsse suchenden Hörnchen eigentlich aufnehmen und das dann auf deinem YouTube Kanal teilen? Bitte, bitte mach das 💖

    Liebe Turicum,

    Es gibt meist Optionen - du kannst zum Beispiel Prozesskostenhilfe beantragen. Wenn du mit einem Anwalt sprichst, dann schildere ihm / ihr deine Situation. Er oder sie wird dir dann sagen, was für Unterlagen dazu von dir gebraucht werden und dann brauchst du das meist noch nicht mal selbst machen, sondern die Anwaltskanzlei reicht das für dich ein.
    Eines ist auf jeden Fall sicher: Fragen kostet nie was. Sprich nimmt Kontakt zu einer Anwaltskanzlei auf, schildere deine Situation und dann werden sie dir schon sagen, was alles möglich ist ohne dir das schon in Rechnung zu stellen, da hat Linchen absolut Recht.
    Denn dass da vermutlich ein Anwalt mir ran muss sieht man schon an den Beträgen. Die sind etwas, äh, sagen wir "ungewöhnlich" für Strom-Verbrauch Nachforderungen. Es sei denn, dir ist hier aus Versehen beim ersten und letzten Betrag eine Null zu viel aus der Tastatur gerutscht.


    Und ja, ich kann mir vorstellen, dass es besonders schwer ist, jetzt so allein zu sein, wo ihr gemeinsam so viel unternommen habt. Es ist eben wesentlich mehr, als einfach nur ein "Vermissen". Da ist ein Loch ins eigenen Leben gerissen worden, das sich nicht einfach mit einer Stopfnadel und Garn wieder flicken lässt.
    Wenn ihr so oft raus seid in die Natur - kannst du nicht mal schauen, ob du dich einer lockeren Wandergemeinschaft oder so anschließt? Es muss ja nicht schwarz oder weiß sein - also du musst ja nicht gleich Menschen suchen, mit denen eine wie auch immer geartete engere Freundschaft oder so angestrebt ist. Sondern einfach Menschen, mit denen du von ab und an unverbindlich was unternehmen kannst, wenn dir die Decke auf den Kopf fällt ...

    Liebe Karin,

    Dein Weg und deine Gedanken sind sehr, sehr tröstlich - danke, dass du es so hier teilst und darüber schreibst. Ich empfinde es als sehr hoffnungsfroh.

    Denn auch bei dir schwingt ja mit, dass Trauer existieren kann, ohne dass es immer mit dem Wort "traurig" verbunden ist.
    Nur weil man mal nicht traurig ist, nur weil sich die Prioritäten verschieben, man mit Dingen seinen Frieden macht und sich diesen Frieden für das weitere Leben wünscht, heißt das nicht, dass man nicht trauert und dass da nicht immer dieser Schmerz sein wird.
    Und bei dir ist es ja besonders schlimm - innerhalb so kurzer Zeit zwei so unglaublich wichtige und wertvolle Menschen. Dein Mann und dein Sohn. Natürlich wirst du sie immer lieben, immer vermissen und immer die Trauer empfinden. Aber eben nicht auf immer dunkel, düster, hoffnungslos.
    Es ist kein Verrat an unseren Liebsten, wenn wir einen solchen Weg einschlagen. Im Gegenteil. Ich denke, das ist wichtig zu sagen.
    Kein Lachen, kein warmes Gefühl, keine Hoffnung und keine Wärme sind ein Verrat - im Gegenteil. Sie sind ein Geschenk. An und von unseren Liebsten gleichermaßen.

    Was für ein tolles Bild! Irgendwie siehst du auf dem Bild aus wie ein glücklicher Teenager - und dein Fred ist das passende Gegenstück dazu. 🥰
    Ohja, das ist sehr deutlich, dass das gute Zeiten waren.
    Schmerzhaft, dass es jetzt Erinnerungen sind, aber wenigstens hast du diese Erinnerungen. Das ist ein so unfassbar großer Schatz. ✨💞

    Ich drücke die Daumen, dass es deiner Schwester sehr bald besser geht. Aber es ist schon mal wunderbar zu hören, dass es bei W. nun wirklich Entwarnung gab. Vielleicht hat Petra jetzt auch ein wenig Seelenruhe um wieder ganz auf den Damm zu kommen.
    Ich wünsche es den beiden und euch allen, denn Familie wird bei euch ja riesengroß geschrieben. 🥰

    Ja, mach das. Das ist wirklich ein guter Vorschlag, denn wenn man sowas mitbekommt, sollte man das irgendwie an die richtigen Stellen bringen, mindestens aber publik machen.

    Fürs Vorstellungsgespräch sind alle Daumen gedrückt! Und Antennen auf Empfang ist immer gut - wenn dann irgendwas in deine Richtung schwingen soll oder geschwungen wird, zum Beispiel von deiner Mama, dann bekommst du es garantiert mit. ✨💖

    Liebe Bettinalein,


    Sorry, da frage ich, wie es dir geht und du antwortest und dann lasse ich mir solche Zeit mit dem reagieren. Denke bitte nicht, dass mich deine Antwort nicht interessiert hat - habe einfach im Moment sehr viel um die Ohren und komme oft nur zum Lesen hier.

    Es tut mir super leid zu lesen, dass du grad vor Weihnachten so einen Ärger an der Schule hattest und sich das noch hinzieht. Auch wenn es "nur ein" Kollege ist, so reicht das doch aus, um einem die Petersilie zu verhageln und ggf. dafür zu sorgen, dass die Stimmung in eine ungünstige Richtung gegen dich kippt.
    Von deiner eigenen Stimmung ganz zu schweigen.
    Ich kann mich noch erinnern, wie enthusiastisch du letztes Jahr teilweise warst, so richtig beschwingt von dem tollen Feedback der Kids und auch der Kollegen, aber vor allem der Kids und ihre Reaktionen auf dich und deinen Unterricht. Da hast du glaube ich dann gar nicht mehr nachgedacht, ob richtig oder falsch, sondern hast einfach gemacht. Dich auch mal spontan im Unterricht in eine andere Richtung leiten lassen, was dann auch wieder gut ankam.
    Und jetzt hat man dich soweit gebracht, dass du ängstlich darauf bedacht bist, keinen Fehler zu machen. Sowas ist oft unfair und auf jeden Fall schwierig, denn es hemmt einen ja und Fehler schleichen sich dann schneller ein. Es ist dann wie ein doofer Selbstläufer.
    Ich hoffe, dass du es schaffst, das zu durchbrechen. Und / oder dass deine Überlegungen, was Alternativen angeht, konstruktiv und fruchtbar sind.
    Was könntest du dir denn vorstellen? Also ich denke mal, etwas mit Musik sollte es schon bleiben, oder?

    Hihi, und den Gedanken, dass unsere liebe Bettinalein hier vielleicht irgendwann Bilder von sich mit einem kleinen Beagle zeigt, finde ich herzallerliebst.

    Auf jeden Fall finde ich den Satz toll und denke, das ist genau die richtige Art, denn dann kannst du erhobenen Hauptes in den Spiegel schauen:


    Na mal sehen irgendwie wirds weiter gehen,noch bin ich ja da und mache meine Sache so gut ich kann.

    😘💖

    Liebe Bettinalein,

    Du sprichst ja sehr gerne in Bildern - von Snoopy, Pumuckl und vielen zauberhaften Wesen aus dem Tierreich.
    Manchmal möchtest du glaube ich damit hier "nur" ein Lächeln teilen. Was ein schöner Gedanke ist.

    Aber als ich das gesehen habe, fand ich, dass da doch auch ein wenig Traurigkeit drin ist. Und ich habe mich gefragt, ob da Peppermint Patty mit deiner Stimme spricht. Und ob du vielleicht grad einen Snoopy brauchst, der dich einfach mal lieb umarmt ...
    Vielleicht bin ich auf dem Holzweg. Vielleicht einfach "nur" ein Comic. Vielleicht keine Frage nach einer Umarmung, sondern das Angebot einer Umarmung an all die, die das hier grad gebrauchen könnten.

    Aber ein wenig still bist du schon geworden. Keine Anekdoten von deinen Schülern oder schöne Musikgrüße. Vielleicht ein gutes Zeichen. Muss ja nicht immer was Negatives zu bedeuten haben, wenn jemand grad was stiller ist.
    Daher zur Vorsicht und weil es nicht schaden kann: Wenn du magst, dann fühl dich einfach mal wahrgenommen und umarmt. 😘

    Ohja, das mit dem Windtelefon ist wunderwunderschön 🥰
    Und irgendwie ... richtig. Also ich bin mir einfach total sicher, dass das auch "funktioniert". So richtig. Und nicht nur im metaphorischem Sinne. Sondern so wirklich. Wind ist ein ganz wunderbares Element. Und unsichtbar im "Wind" ist so viel Energie verborgen. Ich bin hier auch nicht die einzige, die an Frequenzen denkt, das weiß ich. ✨
    Dieses Windtelefon ist also doppelt Wunder-bar. Denn es hilft und befreit und tut einfach gut. UND es funktioniert.

    Alledings gehört zur Wahrheit, dass es eine Zeit, die individuell verschieden lang ist, dauert, bis man selbst verstanden hat, dass man nicht traurig sein muss, während man trauert. Was das für einen bedeutet, muss man sich selbst erarbeiten. Da helfen mMn keine Bücher.

    Das ist eine dieser Aussagen, die sich so wunderbar tröstlich lesen, denn man liest förmlich die Tiefe mit, die darin steckt. Und auch wenn jemand vielleicht (noch) nicht soweit ist, so pflanzt es doch ein wenig Zuversicht.
    Ich persönlich habe auch genau diese Erfahrung gemacht: So sehr sich die Worte Trauer und traurig auch gleichen - sie sind NICHT gleich. Nicht mal gleichbedeutend. Sie kommen beide ganz gut ohne einander aus. Aber auch miteinander und das dürfen sie auch.
    Danke Elster, dass du das so wunderbar aussprichst.

    Lieber Dieter, du sagst, dass du daran noch arbeiten musst. Aber du setzt auch hinzu, dass es dir manchmal schon gelingt. Das hat mich ein wenig warm lächeln lassen und freut mich sehr, sehr doll. Denn ja, genau das schwingt wirklich oft zwischen deinen Zeilen mit. Genau wie die vielen liebenden Tränen. Und ja, beides schließt sich einfach nicht aus. Darf zusammen existieren und getrennt. Denn die Erinnerung lebt. Und damit lebt noch so vieles mehr ...
    Ich denke, das steckt auch ein wenig in dem, was Cathrin schreibt:


    Man hat mittlerweile verstanden, dass der Trauerprozess nicht dazu dient, mit jemandem oder etwas abzuschließen, sondern die gelebte Beziehung auf anderer Ebene und andere Weise fortzuführen.

    Ja, genau so ist es. Und es ist wirklich gut zu wissen, dass "man" das mittlerweile versteht. Dieses Verständnis und erst Recht das Wissen ist nur leider noch zu dünn gesät, aber ich stelle mir das wie einen dieser so wunderschönen Boden-Deckerpflanzen vor: Ganz zart, ein wenig unscheinbar, aber wenn man sie gewähren lässt, dann breiten sie sich aus, bedecken den kargen Boden - manchmal sogar nicht nur erdigen, sondern sehr felsigen - mit tiefen Grün und oftmals sehr, sehr hübschen Blüten und dann ist es alles andere, als unscheinbar. Es ist vor allem eins: Real! Auch wenn es als wie ein Traum erscheinendes, einzelnes Blümchen in einer Felsritze angefangen hat.


    Ich hatte in meinem Leben noch nicht viel Kontakte zu Trauernden und ich kann mir vorstellen dass ich dann auch nicht viel wirklich tröstendes beigetragen habe. Das muss ich gestehen, den Tod hab' ich meistens verdrängt.

    Ich glaube, das geht wohl sehr vielen von uns so. Egal für wie empathisch man sich immer hielt, und vielleicht auch tatsächlich war / ist: Solange man es nicht selbst erlebt, übersteigt es die Vorstellungskraft. Man findet so vielleicht mal mehr, mal weniger wirklich tröstliche Worte - aber in den meisten Fällen ist es wirklich nicht böse oder empathielos gemeint.
    Nützt einem nicht wirklich was, wenn es verletzt. Das übliche: Mir egal, ob du mir absichtlich oder unabsichtlich ins Bein geschossen hast - es tut weh!
    Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es hilft, den Menschen sanft zu erklären, DASS es verletzt und warum. Es hilft den Menschen, etwas besser zu verstehen. Und einem selbst hilft es, weil man ihnen zwar antwortet, aber gleichzeitig auch seine Trauer in Worte kleidet. Und hier auch gleichzeitig wieder ein Brückenschlag ist: Man setzt noch ein kleines Mosaiksteinchen mehr auf dem Weg "die gelebte Beziehung auf anderer Ebene und andere Weise fortzuführen". ✨💖