Posts by traurige Speedy

    wie solltest Du sie beschützen???

    Hättest Du ihren Job machen sollen, um sie zu entlasten? Hättest Du ihr vorschreiben wollen, in erster Linie mal an sich zu denken???

    GANZ SICHER NICHT, denn, so lese ich das, wäre das gegen ihre Natur gewesen!

    Meine Freundin war so ein Typ "alte Deutsche Eiche" - jammern oder klagen oder kranksein gab es bei ihr nicht. Ich habe sie immer wieder gefragt, ihr gesagt, dass es ihr nicht wirklich hilft, immer alles zu unterdrücken, es zu verleugnen oder immer allein damit fertig werden zu wollen! Irgendwann (bei jedem Versuch) musste ich es lassen weil sonst die Fetzen geflogen wären. SO war SIE - für mich war es unheimlich schwer, damit umzugehen aber ich konnte es nur ab und an ändern; ich bin mir sicher, dass sie mehr wusste als "ich habe einen leicht erhöhten Blutdruck und bekomme Tabletten, mir geht es gut" Sie hat sich auch nicht dazu geäußert, dass sie wahnsinnige Angst hatte - es liegt in dieser Familie - SO war SIE.

    Es gibt so Vieles, was wir im Nachhinein nicht verstehen oder meinen, hätten besser machen MÜSSEN - NEIN, HÄTTEN WIR NICHT - was wir nicht wissen/uns vorenthalten wird, können wir nicht verhindern! So gerne wir es gewollt hätten!

    DAS müssen wir verstehen LERNEN, lernen, solche Unwegsamkeiten zu AKZEPTIEREN.

    Im Nachhinein fällt uns Dies oder Das auf, was eventuell ein klitzekleines, Mµ-kleines/großes Zeichen dafür hätte sein können ... und warum jetzt erst?

    Weil wir JETZT explizit danach suchen, damit wir uns wieder selber Vorwürfe machen, bzw. bestätigen können, dass wir versagt haben - weil - SO fühlen wir uns!

    Wenn wir unseren Liebsten gesundheitliche Fragen stellen, gehen wir davon aus, eine ehrliche Antwort zu erhalten - fragen bei Zweifeln noch 2x nach aber die Antworten bleiben die Gleichen, sollten wir davon ausgehen können, dass diese Antworten der Wahrheit entsprechen.

    Bitte nicht falsch verstehen!!!: Deine H wird vielleicht auch irgendwo sitzen und sich Vorwürfe machen weil sie Dir nicht gesagt hat, wie es ihr wirklich geht .....

    Wie ich bereits sagte: über die eventuell folgenden Konsequenzen wird nicht in der erforderlichen Weise nachgedacht; hinzu kommt, dass NIEMAND aller Beteiligten wusste, was Trauer mit uns machen wird, was sich nach dem Tod der geliebten Person tatsächlich abspielen wird - hätten SIE (die Gegangenen) es gewusst, hätten sie sicher versucht, uns eine Möglichkeit zu bieten, uns darauf "vorzubereiten" ......

    ich vermisse sie jeden Tag, das wird sich auch niemals mehr ändern, versuche jedoch, allmählich auch mal wieder was für MICH zu tun, ob ich allein irgendwo essen gehe oder mit dem Rad fahre ... es ist immer zwiespältig - einerseits bedaure ich natürlich, dass sie und der Vierbeiner nicht dabei sein können, zumindest nicht stofflich, andererseits merke ich, dass ich mich anschließend trotzdem etwas besser fühle ...

    gib und lass Dir alle Zeit der Welt - es dauert solange wie es dauert - gerade das Loslassen der Selbstzweifel/dem Aufladen der Schuld, dauert ............

    :24:

    hey Sturm,

    ich weiß, ich weiß ... alles unüberschaubar, unvorstellbar, offene Wunden, die immer größer werden, statt sich wenigstens andeutungsweise zu verkleinern; alles kommt nach und nach - jedes Mal wird die Wunde wieder aufgerissen - der Kopf ist nicht in der Lage, das alles zu verstehen, weder was passiert ist, noch den Ablauf. Es ist wie "ich haue immer wieder auf die gleiche Stelle am Schienbein und irgendwann ist die Stelle immun gegen die Schläge"

    Wenn dieser Punkt erreicht ist, kann der Kopf anfangen zu sortieren, in andere Bahnen zu leiten - und - vielleicht ein leises Lächeln hervorzaubern weil man weiß, es geht Schatzi gut, da wo sie jetzt ist.

    Du musst Geduld haben - mit DIR - und aufhören, an Dir selbst zu zweifeln - auch wenn man aufmerksam ist, so scheint es hier im Forum, merkt man oft nicht, wie es Schatzi geht - weil - SIE WOLLEN ES NICHT - sie wollen nicht, dass man sich sorgt und sagen einem nicht, wie es ihnen wirklich geht - wer liebt, findet Wege, die Anzeichen zu verstecken - weil sie möchten, dass es UNS gutgeht, auch auf die Gefahr hin, dass dieses "Etwas" ausser Kontrolle gerät ... an die eventuellen Konsequenzen denken sie nicht - es geht einfach nur darum, UNS nicht zu belasten.

    Auch DAS muss man erstmal begreifen

    :30:

    das schlechte Gewissen weil man meint, man dürfe sich "nicht entfernen" - ja, das kennt wohl so ziemlich jede/r hier .....

    Man versucht es zu unterbinden weil man ein schlechtes Gewissen bekommt - ja weshalb eigentlich?

    Wir, die Hinterbliebenen tragen schwer an der Last des Verlustes - aber nimmt uns das das Recht, zu leben, wenn es sich ergibt oder zu versuchen, weiterzuleben?

    Auch wenn man sich selber dazu entschließt, zu VERSUCHEN, irgendwie damit zu leben,, bleibt immer dieses schlechte Gewissen - welche Schuld laden wir uns auf, wenn wir die Person/en im Herzen/in der Seele mit uns tragen aber trotzdem versuchen, ein Leben zu leben, welches uns erträglich/er scheint?

    KEINE, absolut KEINE!

    Keine/r unserer Lieblinge, ob Ehefrau/-Mann/Lebensgefährtin/te/Mom/Dad/Grandma/Grandpa/Schwester/Bruder oder wer auch immer, würden das (nicht) wollen!

    Wie sollen denn IHRE Seelen Ruhe finden, wenn sie uns SO sehen?

    JEDE/R von den "Gegangenen" wünscht uns trotzdem ein LEBEN "nach dem Tod" - und - sie wissen, dass IHR Platz in UNSEREN Herzen immer IHNEN gehören wird - solange wir leben

    liebe Strum,

    dann solltest Du Dich beeilen, damit Du die 1200 möglichst schnell erreichst ...

    Ich hab die letzten Tage/bzw., wenn ich in ein Prospekt gucke, immer wieder die gleichen Gedanken: "DAS wäre doch was für DICH, könnten wir schön zusammen grillen ...

    oder "DAS ist genau DEIN Wetter, könnten Du und der Hund und ich dieses nicht Wetter ausnutzen, um am See spazieren zu gehen?"

    Ich frage mich auch immer wieder, ob das jemals wirklich "besser" wird - dann muss ich mir eingestehen, dass es das tatsächlich ist - besser geworden - im letzten Jahr hätte mich der Gedanke an einen gemeinsamen Spaziergang völlig aus der Fassung gebracht - momentan macht er mich "NUR" traurig, dann jedoch muss ich leise lächeln, bei dem Gedanken, dass DORT, wo sie JETZT ist, immer das richtige Wetter für sie und den Hund ist, es niemlas zu heiss für die Beiden ist, sie sich keine so verhasste Sonnenmilch auf ihre empfindliche Haut mehr schmieren muss, sie DAS, was sie DORT hat/lebt, einfach nur genießen kann - ebenso der Hund, für den Temeraturen über 17 Grad "tropische Hitze" bedeutet haben - beide sind nun DORT, wo sie IMMER die richtigen Temperaturen, immer das richtige Wetter haben, er zu jeder Zeit einfach ins Wasser springen und das "Stöckchen" holen kann :8:

    hallo Robert,

    da bist Du nicht die/der einzige Ahnungslose :(

    und wie wir hier schon öfter feststellen mussten, macht Corona den Alltag auch nicht leichter; plötzlich wird einem der innere Zustand von außen in einem Spiegelbild gezeigt: Einsamkeit/Hilflosigkeit/Machtlosigkeit pur, jeglicher Möglichkeiten beraubt ...

    :30:

    nun, mein Motto war schon immer: DEFINIERE NORMAL

    was ist denn NORMAL oder unnormal?

    Abhängig von Umfeld, Erziehung und Gegend, dürfte das "NORMAL" jede/r anders definieren ...

    Allein die Mitglieder hier im Forum werden/würden außerhalb der Plattform oft/meistens als "meschugge" deklariert - weil - die Wege, welche die einzelnen Hinterbliebenen für sich finden und gehen, für Außenstehende nicht nachvollziehbar sind - wir sind also alle "UNNORMAL" 8)

    Minus + Minus ergibt Plus - ERGO - sind wir hier alle NORMAL und Außenstehende/Nicht-Betroffene unnormal :?:


    alles Ansichtssache :!:

    Du solltest Dich EXTREM wichtig nehmen - DU lebst und musst damit zurecht kommen - und - weinen kann durchaus hilfreich sein.

    Das mag jetzt komisch klingen: aber IHN zu bedauern hilft weder ihm noch Dir.

    Ich versteh das sehr gut - ich denke auch fast täglich, wie Leid es mit für mein Schatzi tut, dass sie nicht mehr hier ist; dann aber fallen mir viele Geschehnisse ein, die sie nicht hätte erleben wollen - nicht (mehr) erlebt hat - und ich bin froh darüber, dass sie es nicht erleben musste!

    Es ist ein täglicher Kampf der Titanen - welcher gewinnt - der Verlust/die Trauer oder das "Ein-Glück-musst/est du-DAS-nicht-erleben", kannst dich ausruhen

    :(:8::13::5::33:

    man kann und soll Verluste nicht vergleichen - aber - ein hilfebedürftiges Kind, welches die Aufmerksamkeit der Eltern/eines Elternteils 24 Std/Tag benötigt, kann nur ein extrem großes und tiefes Loch hinterlassen; diese Leere füllt sich allmählich mit DEN Gedanken, welche man über Jahre/Jahrzehnte weggeschoben hat, um einfach nur da zu sein.

    Neid/Boshaftigkeit gegenüber DENEN, die mehr Glück mit ihren Kindern/Enkelkindern etc pp haben (haben sie??? - Dein Kind war doch etwas ganz Besonderes!), die Fragen "warum MEIN Kind/warum wir? und nicht die Anderen?" sind durchaus verständlich - WIE soll man das denn auch verstehen?

    Du hast alles geopfert und wofür???

    Damit Du JETZT Dein Kind verlierst?

    NEIN, damit Dein Kind ein glückliches Leben haben konnte, obwohl es anders war - und Du hast es gern getan!

    30 Jahre sind eine laaange Zeit und warum sollte etwas, was 30 Jahre angedauert hat, binnen 1/2/6/12 Monaten ... abgebaut werden können?

    Dein Kind war/ist Dein Lebensinhalt - wie für jede Mama - aber - Du bist ein Mensch, der alle Bedürfnisse verdrängt hat (jetzt fragt sich wieder, wozu)

    Die Frage nach dem Warum wir/Wofür/Weshalb - und - was mach ich denn jetzt, ist da noch etwas Anderes, was sich Leben nennt? Das "Andere" ist an Euch vorüber gegangen, DEIN Leben bestand nur aus Deinem Kind und jetzt stürzt dieses Andere auf Dich hinab, all die verdrängten Gedanken, die Fragen, Deine eigenen Bedürfnisse ... der Kreislauf: ich habe alles geopfert und gegeben - wofür, wenn er trotzdem sterben musste?

    FÜR DEIN KIND, damit es ein glückliches Leben haben konnte!

    Ich weiß, das liest sich bescheuert - aber - vielleicht war es genau zur "richtigen" Zeit - vielleicht wäre ein Weiterleben für Euch Beide nur noch qualvoller geworden...

    Wir können immer nur in "Vielleichts" oder Eventualitäten denken, denn die Antworten werden wir nicht finden


    :30:

    JEDE/R Einzelne hier ist willkommen und unentbehrlich - jede/r hilft jedem, mit dem einen oder anderen Satz - weil - jede/r (meistens) eine andere Sichtweise hat, grad erst oder schon vor längerer Zeit jemanden verloren hat.

    und: oft ist es genau DAS: die Trauer, das Erlebte, die gruselige Geschichte einer/es Anderen zu lesen, die einen zum Nachdenken bringt, einen feststellen lässt, dass es NOCH schlimmer geht, als man meinte, es selber erwischt zu haben oder aber, aufgrund der eigenen, bereits verstrichenen, Trauerzeit, die eigenen Erfahrungen aufschreiben und damit jemandem helfen kann.

    Wenn es jemanden zu sehr belastet, dann liest sie/er es nicht, da wissen die Betroffenen sich schon zu schützen:!:

    Niemand muss/sollte Angst haben, ein anderes Mitglied im Forum "zu (sehr zu) belasten"


    :24:

    bis vor dem Tod des letzten Hundes waren immer 4-Beiner um mich herum...

    ich war ein Drei-Käse-Hoch, vielleicht 6 oder 7 Jahre alt und hatte einen "Freund" - ein Rentner im 3-rädrigen Rollstuhl (damals noch aus Holz), wo man nicht sitzt, sondern eher liegt. Dieser Rentner hatte einen Hund, einen Neufundländer - ein "RIESENVIEH" für mich Drei-Käse-Hoch :S

    eines Tages kam ich aus der Schule, die Schulmappe auf dem Rücken und sah von Weitem meinen "Freund" und SEINEN Freund, welcher MICH sah und beschleunigte .........

    Statt, wie die meisten Kinder/Erwachsene, schreiend davonzulaufen, wartete ich auf ihn - ^^

    aus vollem Lauf sprang er mich an, ich rücklings auf die Mappe auf die Straße und er? - wusch mir mal eben Hals und Gesicht - und ich? LACHTE:!:

    und die Erwachsenen (außer dem Rentner)?

    :cursing::4::95: ..... hätte ja sonst was passieren können, wenn er dich gebissen hätte .....


    ich denke, wenn Mensch und Tier entsprechend ehrlich und offen miteinander umgehen, können sie sich vertrauen und wissen BEIDE, was machbar ist und was nicht - seit 2 Jahren waren wir 3 befreundet :8: und ANGST (kann man das essen???) vor Hunden kannte ich nicht, egal wie groß

    liebe Brija,

    es sind die fiesen, kleinen Trigger ... unter Menschen gehen ..... =O und zusehen, wie andere Menschen lächeln, Spaß haben, glücklich sind :?:


    DAS geht GARNICHT - meine 1. Schritte in dieser Richtung endeten auf einer einsamen Treppe, wo ich bitterlich geweint und festgestellt habe: WENN nach draußen, dann ALLEIN :!:

    Auch heute, fast 2 Jahre später, gehe ich zwar raus aber ich setze mich weit weg von Anderen - sie stören meinen vermeintlichen, inneren Frieden - mit ihrem Lächeln, ihrer Liebe .................................

    Eine einzelne Person im näheren Umfeld, - kann ich inzwischen mit umgehen, auch mal ein BELANGLOSES Gespräch führen, für mehr reicht es nicht, sonst belastet es mich.

    Dieses stetige Auf und Ab will irgendwie verarbeitet werden, bzw. IST das Verarbeiten und der Körper/Dein Innerstes sagen Dir ganz klar, was geht und was nicht.

    :24: