Beiträge von Niobe

    Liebe Tereschkowa, liebe Alle,

    Vielen Dank für die tollen Bilder. Ich sehe auch die Gesichter, die Fische und die Jetzen..Außerdem noch eine kauernde Katze - oben rechts auf dem Billd Nr 1

    *** Niobe

    Sehr berührend, liebe Kikiro <3:33:

    hast du das Gefühl, dass eure Katze friedlich einschlafen kann, oder quält sie sich? Vielleicht kannst du beim Tierschutzverein Rat suchen, wenn du unsicher bist.

    Sei mitfühlend umarmt

    Niobe

    Liebe Violet-Ice, liebe Alle,


    Ich verfolge seit einiger Zeit hier die Auseinandersetzung. Ich fürchte, es wird kompliziert und wir diskutieren aneinander vorbei, wenn die einen von Glauben oder Meinungen sprechen, während andere ihre Erfahrungen als ein Wissen (und damit als unabhängig von Glaube und Meinung) erleben, das sie mit uns teilen wollen. Ich würde dich, liebe Violet, gerne ermuntern, uns in deinem Thread weiterhin von deinen Erfahrungen zu berichten. Niemand wird dich "belächeln", aber nicht jede und jeder wird dein Wissen als ein gesichertes anerkennen. Die Frage, was Glaube, was Meinungen oder Wissen ist, könnten wir (sofern gewünscht) z.B. im Thread "Allgemeine Diskussionen..." betrachten, wenn auch wahrscheinlich nicht abschließend beantworten ...


    Ich hoffe, niemandem zu nahe getreten zu sein (ggf. bitte ich um Entschuldigung)

    *** Niobe

    Wie sind die Temperaturen bei euch? ... mein Kaspar-Kater (11J.) frisst nicht, wenn es Sommers sehr heiß ist, wobei ansonsten auch nichts essbaren vor ihm sicher ist. ***

    http://www.kindergedenkseite.de/html/recht_auf_trauer.html



    Du hast ein Recht auf deine Trauer


    Du darfst dich deinen Verlusten widmen,

    musst nicht verdrängen, was dich beschwert.

    Du hast ein Recht, das abzutrauern,

    was dich so tief enttäuscht hat

    und was du nicht ändern kannst.


    Du hast ein Recht auf deine Tränen,

    auf dein Schweigen,

    auf deine Ratlosigkeit,

    auf deine innere und äußere Abwesenheit,

    Du musst nicht den Glücklichen spielen,

    nicht über den Dingen stehen.


    Du hast ein Recht, die wegzuschicken,

    die dich mit Gewalt aus deiner Trauer

    herausholen wollen, weil deine Trauer

    sie selbst bedroht.

    Du hast ein Recht auf deine Trauerzeit.


    Du hast ein Recht,

    mit denen nicht reden zu wollen,

    die dir ein schlechtes Gewissen machen

    für deine Dunkelheit und Trauer.

    Die mit Sprüchen kommen

    und dich mit diesen Sprüchen

    unter Druck zu setzen versuchen.

    Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.


    Du hast ein Recht, dich zu wehren

    gegen die, die dir sagen

    was du fühlen darfst und was nicht,

    die dich nicht als einzelnen,

    sondern als Fall behandeln

    und sich innerlich nicht wirklich

    mit dir einlassen.


    Vielleicht macht dich nichts so menschlich

    wie deine Trauer.

    Über sie kann ein Trauernder sich dir nähern

    und auf Verständnis hoffen.

    Trauern zu können ist eine Gabe.

    Lass dir das Recht auf deine Trauer nicht nehmen


    (Verfasser unbekannt)

    Danke, liebe Tereschkow, für das detaillierte und reflektierte Feedback zur Studie, an der auch ich teilgenommen habe.

    Mir sind genau dieselben Fragen aufgestoßen (übel aufgestoßen). Ich fragte mich an dem Punkt, ob bei der Konzeption der Umfrage "Betroffene" beteiligt waren.

    ***Niobe

    Liebe Alexa,

    mit großer Anteilnahme lese ich deine Beiträge. Ich verstehe dich so gut. "Es war viel zu kurz" bestimmt auch meinen unversöhnlichen Blick auf die Reaktorkatastrophe meines Lebens.

    Ich habe mich mittendrin gefühlt im Leben und angenommen und geliebt...endlich. Es war so schön und es war so richtig

    ... und dann hat uns der Tod so grausam betrogen um unser Leben und Lieben. Es ist und bleibt (für mich!) inakzeptabel. Mein Geliebter hätte zum jetzigen Zeitpunkt nicht sterben müssen... den Glauben an eine ausgleichende Gerechtigkeit und dass am Ende alles gut wird, habe ich mit der Nachricht seines Todes verloren.

    ich habe das Gefühl mein größtes Glück meinen größten Halt verloren zu haben

    ... ich WEISS es

    Meidet ihr die Plätze an denen ihr Glücklich mit euren Partnern wart?

    Ich meide, vermeide im Grunde das Leben, denn alles Leben erinnert mich schmerzlich an den unfassbaren Verlust, allein schon dadurch, dass mein Geliebter nicht mehr an diesem Leben teilnehmen darf. Keinen Fuß kann ich in die Richtung der Orte unseres gemeinsamen Lebens setzen.

    Ich frage mich andauernd wie ich mit dem Leben umgehen soll.

    Zur Zeit geht das Leben, das ein reines Überleben ist, mit mir um. Ich ertrage es im totalen Rückzug mit minimalem Freundschaftskontakt unter weitestgehender Lebensvermeidung gerade noch so. Ich kämpfe nicht und versuche, nicht an ein "Weiter" zu denken.

    Und ich war so traurig das ich das was ich auch schon vor unserer gemeinsamen Zeit geliebt habe mir jetzt so weh tut. Ich komme kaum damit klar

    Auch das kann ich gut verstehen. mein Geliebter verkörperte geradezu die Bereiche, die ich im Leben schon immer am meisten liebte - darüber lernten wir uns auch kennen. Diese Bereiche konfrontieren mich unaushaltbar mir dem Verlust und gehören der Todeszone meiner Verzweiflung an.


    Ich habe leider auch keine Lösung für das Unlösbare, das auch mich (wie uns alle hier) quält: Warum können unsere geliebten Menschen nicht eifach wieder lebendig sein. Und leider habe ich für mich keinerlei Strategien zur Bewältigung oder Überwindung des Unüberwindbaren vor Augen.


    Ich kann dir nur mein Mitgefühl und Verständnis ausdrücken.


    Sei lieb gegrüßt


    ***Niobe

    https://m.youtube.com/watch?v=4q5x3QohX_Y


    Wie geht trauern? Gespräch über bleibende Verbindungen und Beziehungsarbeit mit Roland Kachler


    Roland Kachler ist Psychotherapeut in eigener Praxis und Autor zahlreicher Bücher insbesondere zum Thema Trauer - sowohl für Betroffene als auch für Therapeut*innen und Begleiter*innen. Nach dem Verlust seines Sohnes entwickelte er auf Basis seiner eigenen Erfahrungen und dem hypnosystemischen Ansatz einen neuen Ansatz in der Trauerberatung und -therapie. Für ihn ist Trauerarbeit zugleich Beziehungsarbeit. Im Gegensatz zu älteren Modellen, in denen das Loslassens im Zentrum stand, geht es in seinem Ansatz um eine bleibende Verbindung und Beziehung zum Verstorbenen.
    In unserem Gespräch teilt er seinen Ansatz und gibt praktische Hinweise zur Beziehungsarbeit in der Trauer. Wir sprechen über die bleibende Verbindung, den sicheren Ort für die Verstorbenen und die Frage, was Männer eigentlich in der Trauer brauchen