Mein Sohn ist plötzlich verstorben.

  • Beitrag von Karin56 ()

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  • Liebe Linchen. Daß mit dem tränenden Herz ist doch anders entstanden. Ich habe gegoogelt. Da war ich wohl zu sehr in meiner Kindheit unterwegs.Wir haben das damals so interpretiert. Bestimmt aus der Phantasie eines Kindes entstanden. Wir wollten vielleicht eine Träne sehen.<3Ist ja auch egal. Auf die Liebe kommt es an .

  • Lieber Simon. Du ahnst natürlich, warum ich dir gerade jetzt schreibe. Bist du vielleicht in Basel im Stadion? Ich sitze vor dem Fernseher und freue mich auf unsere Jungs. Ich hoffe, daß wir gewinnen. Wie geht's denn dir? Du schreibst ja nicht allzu oft. Ich auch relativ selten .Das ist meistens eine gutes Zeichen. Liebe Grüße von Christine.

  • Liebe Christine


    Nein, ich war nicht im Stadion.
    Zuhause angesehen.
    Grossartiges Spiel :)


    Bin dann immer ein wenig zerrissen.
    Als Doppelbürger (eigentlich sogar dreifacher) schlagen zwei Herzen in meiner Brust.


    Und stimmt, war im Moment etwas ruhiger hier.


    Eine Angelegenheit ist weiterhin noch nicht abgeschlossen.
    Belastet mich doch weiterhin mehr als ich möchte.
    Da hängt eben auch einiges (Emotionales) dran.


    Und natürlich gibt es auch einiges mit meinem Sohn.

    Hatte in den letzten Wochen und Monaten u.a.
    auch noch renoviert zuhause. Nun fast fertig.


    Heute scheint hier wieder die Sonne.
    Vielleicht bei euch auch ?


    LG
    Simon

  • Lieber Simon. Und wieder stelle ich fest,daß du eine treue Seele bist. Bei uns scheint auch die Sonne ,aber es ist kalt. Ich habe zurzeit etwas Stress. Unser Haus bzw. alle Häuser in meiner Straße werden modernisiert. Wir müssen alle in eine Ausweichwohnung. Aber die Umzugsfirma macht alles, packt auch die Kartons ein.Trotzdem ist es alles eine Belastung. Ich bekomme vorübergehend eine Wohnung mit Fahrstuhl, das ist natürlich super. Ich habe immer noch Schmerzen beim Treppen steigen. Das ganze geht so bis Mitte Juni. Dann wird aber alles schön. Dann ziehe ich wieder zurück. Neues Bad,schöne Holzfenster, Fernwärme, E Herd......Ich kaufe mir dann für alle Zimmer neue Auslegeware und nutze die Gelegenheit, um mal unnötigen Ballast zu entsorgen. Bis dahin klappt es vielleicht auch besser mit dem Treppen steigen. Einen Fahrstuhl gibt es ja bei uns im Haus nicht. Aber so bleibe ich immer in Bewegung .Dein Sohn wird bestimmt immer ein Problem sein. Aber er wird älter und da kann sich vieles zum Guten ändern. Lieber Simon. Ich weiß, daß in vielen Familien nicht alles rosig ist.Ich habe neulich einen schönen Film gesehen mit dem Titel:"Zwischen uns stand das Leben" Du verstehst bestimmt, was das heißt. Auch bei mir ist nicht alles so, wie man es sich wünscht. Nur gehe ich mittlerweile anders damit um.Was ich nicht ändern kann, akzeptiere ich. Akzeptieren heißt ja nicht gutheißen. Nur darf man in der Auseinandersetzung nicht soviel unnötige Energie verschwenden. Ich betrachte vieles mit Abstand. Das ist nicht leicht, aber man kann es lernen. Immer wieder üben und sich sagen: Wem nützt das ganze. Dann stellt man immer fest : niemandem. Ich habe auch keine Kraft mehr für große Dramen.Ich komme alleine ja gut zurecht. Wie alt ist denn dein Sohn?Nun habe ich doch mehr geschrieben ,als ich eigentlich wollte. Eure Fußballer waren nicht schlecht .Und hätten wir den tollen Florian Wirtz nicht,wer weiß.... Ich wünsche dir ein angenehmes Wochenende. Bis bald mal wieder. Christine.

  • Liebe Christine


    (Umzug) in die Ausweichwohnung stelle ich mir auch sehr stressig vor.
    Hatte es hier schon mal aufgeschnappt.


    Das ist eine grosse Veränderung.
    Auch wenn der Ausblick auf Juni hoffentlich freudig stimmt.


    Hoffentlich wird es auch mit den Schmerzen besser.
    Am Besten wären gar keine mehr.
    Das ist wirklich nicht einfach.


    Wie gut dass deine Ausweichwohnung aber einen Fahrstuhl hat.
    Wir haben hier einen. Wohnen zuoberst.


    Und ja, vielleicht kannst du dann auch etwas aussortieren.
    Habe in den letzten vielen Wochen / Monaten hier auch einiges nebst Renovieren usw.


    Ja, die Angelegenheit ist noch pendent.
    Aber beschleunigen lässt sich auch nicht da von anderer Seite pendent.
    Probiere so gut es geht entspannt mit der offenen Situation umzugehen.
    Dennoch macht es manchmal schon was mit einem.

    Mein (autistischer) Sohn ist 15, emotional gesehen sicherlich etwas jünger.

    Er bleibt mein grösstes Wunder.

    Oft ist und war Vieles nicht einfach.
    Aber in der Summe gab es immer Veränderungen.
    Und auch nach sehr schwierigen Phasen.
    Auf eine Art war es bis vor über einem Jahr schwieriger.
    Insgesamt läuft es weiterhin doch gut.
    Gut eingebunden mit Schule, Arzt und Therapien sind wir auch.
    Aber anders wird es wohl immer sein. Und Herausforderungen.


    Am Wochenende waren wir bei seinem Schulfreund zum Geburtstag eingeladen.
    War schön.


    Etwas später fahre ich bereits los zur Schule.
    Haben heute einen Arzttermin und hole ihn von dort ab.


    Habe einen guten Tag.
    Bist du jetzt bereits in der Ausweichwohnung ?


    LG
    Simon

  • Lieber Simon. Ich freue mich wieder sehr, von dir so ausführliche Nachrichten zu bekommen. Es ist immer etwas heilsam,wenn ich weiß, da hat auch noch jemand kleine oder größere Sorgen. Ich denke aber,daß deine und auch meine einfach zum Leben dazugehörigen. Du bist doch ein sehr optimistischer Mensch. Das höre ich aus deinen Worten heraus. Der Umzug in die Ausweichwohnung verzögert sich.Noch kann ich hier bleiben. Gebaut wird im Aufgang nebenan.Das ist ja alles eine einmalige Angelegenheit. Wenn alles vorbei ist,dann ha be ich Ruhe bis ans Lebensende. Und die Schmerzen in der Hüfte gehen auch irgendwann vorbei. Ich muss eben Geduld haben. Sonst geht es mir aber gut.Mein lieber Sohn passt auf mich auf.Du hast bestimmt schon gemerkt, daß ich nicht sehr spirituell veranlagt bin. Ich habe meine eigene kleine Welt und da bin ich gerne alleine. Nur bei meinem Sohn konnte ich mich öffnen. Er hat mich immer verstanden. Das bleibt bis in die Ewigkeit. Das kann mir durch niemanden und nichts genommen werden. Ich wünsche dir eine gute Zeit. Der Frühling steht vor der Tür. LG.Christine.

  • Liebe Christine,


    ohhh jee das hört sich bisschen stressig an vor allem weil es noch nicht so gut geht ohne Schmerzen.


    Ich hoffe es wird immer etwas besser von Tag zu Tag.


    Wenigstens kannst Du Dich darauf freuen wenn Du zurück kommst das alles schön ist das ist doch auch was, und das die Ausweichwohnung wenigstens einen Fahrstuhl hat kommt Dir momentan doch sehr entgegen.


    Ja das sind die kleinen Dinge im Leben kleine grosse Dinge.

    Ganz sicher passt Dein Sohn auf Dich auf und ist bei Dir.


    Vlg. Linchen

  • Danke Linchen für deine lieben Worte. Ich sehe auch das Positive in den Schwierigkeiten , denn jede Medaille hat bekanntlich 2 Seiten. Auf den Fahrstuhl freue ich mich. Dann kann ich mal wieder selbst einkaufen,weil ich doch dann nicht die Treppe steigen muss mit dem Einkauf.Und genauso ist es ,wie du sagst mit dem Umzug. Wenn ich zurückkomme ist alles schick .Das Bad wird komplett neu gemacht. Außerdem werde ich unnötiges an Sachen wegwerfen, die man nicht braucht. (Zum Beispiel Geschirr)Das mit meiner Hüfte gehe ich in Ruhe nochmal an, wenn alles vorbei ist. Ich wünsche dir auch alles erdenklich Gute. Ist dein Problem eigentlich gelöst.?Du weißt, was ich meine.