Mein Mann ist tot und unser Baby ist erst sieben Monate alt

  • Liebe Karin!


    Lustig, dass Du mich als Deine persönliche Psychologin bezeichnest :-), ich schick Dir ein herzliches Danke :2: , dass Du mich immer wieder auffängst und ich bei Dir auch mal schwach sein darf!!! Ich möchte unsere Freundschaft :24: nicht mehr missen, Du bist ein wichtiger, wenn nicht sogar mein wichtigster Anker geworden! Ich hab Dich lieb :love: und freu mich schon auf ein Wiedersehen!

  • Liebe Karin!



    Ich denke mit Oliver und Deinen neuen Erziehungsmethoden läufts ganz gut, oder? Du hast ein bisschen Zeit für Dich und das find ich richtig gut!



    Fester Drücker


    Ramona

  • Liebe Ramona,


    ja es schaut so aus wie wenn das ganz gut funktionieren würde dass die Omis jetzt öfter mal "Kinderdienst" haben. Ich genieße aber auch diese Auszeiten und kann mich dann mal ein wenig erholen und Kraft tanken.


    Obwohl ich diese Tage ja dann auch nicht nutze um rechtzeitig ins Bett zu gehen und mich mal auszuschlafen ;)


    Im Moment habe ich das Gefühl dass ich mein Leben relativ gut im Griff habe bis dann wahrscheinlich wieder die nächste Trauerwelle daherkommt...


    Aber ich muss auch sagen dass du einiges dazu beigetragen hast bzw. beiträgst dass es mir derzeit ziemlich gut geht :2:

    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.


    Es ist schwer, dass Du gegangen bist,
    aber es ist schön, dass es Dich gegeben hat.

  • Jetzt sind es schon 19 Monate dass mein Mann nicht mehr bei uns ist, jetzt im August habe ich wieder ein paar Tage hinter mich gebracht die ich schon lange gefürchtet habe, Olivers und meinen Geburtstag und auch unseren Hochzeitstag. Bis auf meinen Geburtstag, an dem ich dann doch wieder mal heulend zuhause gesessen bin, habe ich die anderen Tage aber ganz gut hinter mich gebracht.
    Ich habe nun auch eine gute Regelung mit Oliver gefunden, er ist jetzt einmal in der Woche bei meiner Mama für zwei Tage und ca. einmal im Monat für ein paar Tage bei meiner Schwiegermutter. Und mittlerweile kann ich diese Oliver-freien Tage auch ganz gut genießen :thumbup:


    Ja, und das Leben geht weiter, zwar schwer, aber es gibt mittlerweile auch wieder schöne Tage, die ich genießenn kann, an denen ich lachen kann, auch wenn natürlich immer wieder noch diese Löcher kommen in die ich falle und aus denen ich dann mühsam wieder herausklettern muss. Und ich habe gelernt, mich auch wieder auf etwas zu freuen :)


    Mittlerweile habe ich auch viele seiner Sachen weggeräumt, den Kleiderkasten ausgeräumt und auch den Ehering trage ich nicht mehr... Nachdem ich für diese Aktionen sehr lange gebraucht habe, war dann einfach das Gefühl da es tun zu müssen und es war dann der richtige Zeitpunkt einfach dafür da.


    Ich hoffe nun, dass es weiterhin bergauf geht und ich mein Leben wieder richtig in den Griff bekomme und es auch mal wieder richtig genießen kann :)

    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.


    Es ist schwer, dass Du gegangen bist,
    aber es ist schön, dass es Dich gegeben hat.

  • Liebe Goldelse!
    Schritt für Schritt in den neuen Lebensabschnitt, du machst das gut! Und ich freu mich, dass du regelmäßig ein paar oliverfreie Tage haben kannst und die auch gebnießen kannst!
    :028:
    AL Christine

  • Nach einem relativ schönen Sommer und Herbst hat sich nun, pünktlich zu Weihnachten, wieder mal das Trauerloch aufgetan.
    Niemand versteht dass ich kein Weihnachten feiern wollte... "ist ja eh schon alles zwei Jahre her und du musst ja für Oliver einen Christbaum machen und das Haus weihnachtlich beleuchten..."
    Ich hab dann gar nichts davon gemacht weil es für mich einfach nicht gepasst hätte...
    Ich bin froh dass Weihnachten nun wieder hinter uns liegt und hoffe dass es bald wieder besser geht, denn im Moment fühle ich mich wieder mal einfach nur kraftlos, ausgelaugt, müde...
    Im Nachhinein gesehen war dieses Weihnachten für mich schlimmer als das erste ohne meinen Mann... :(

    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.


    Es ist schwer, dass Du gegangen bist,
    aber es ist schön, dass es Dich gegeben hat.

  • Liebe Karin,


    solche Trauerlöcher wird es leider immer wieder geben, auch noch nach viel längerer Zeit. Und zu Weihnachten und "sonstigen" Jahrestagen sind wir da natürlich besonders empfänglich dafür.
    Aber du weißt ja schon aus eigener Erfahrung, daß es danach auch wieder aufwärts geht. Und mit der Zeit - ich versprech es dir ;-) - werden diese Löcher weniger tief und auch seltener.


    Alles Liebe und einen lieben :24:
    Jutta

    Der Tod eines geliebten Menschen ist wie
    das Zurückgeben einer Kostbarkeit,
    die uns Gott geliehen hat.

  • Liebe Karin,
    dein Bauchgefühl gibt dir schon das Richtige an, das, was für dich am Besten ist. Niemand hat das Recht, dich dafür zu verurteilen, oder dir Vorschriften zu machen und deinem kleinen Schatz ist nicht wichtig, ob er einen Weihnachtsbaum hat, oder Lichterketten überall, sondern ist für ihn viel wichtiger, eine Mama zu haben, die Kraft genug hat, für ihn da zu sein, ihn zu begleiten und zu führen. Kraft schöpfst du daraus, dass du dich selbst und deine Wünsche akzeptierst und lebst.
    Viele liebe Grüße und ein besonders starker Sonnenstrahl für dich
    schnee

  • Nach einer kurzen Erholungsphase nach den Weihnachtsfeiertagen und Silvester hat es mich wieder eiskalt erwischt... Eigentlich auch kein Wunder nachdem nächste Woche der zweite Todestag ist und doch hätte ich nicht gedacht dass es im zweiten Jahr genauso schlimm ist und mich schon beinahe zwei Wochen vorher überfällt... :(
    Dazu kommen wieder mal gröbere Meinungsverschiedenheiten mit meiner Schwiegermutter und einfach das Gefühl von Gott und der Welt verlassen zu sein... das Gefühl von Einsamkeit... Allein sein und Allein gelassen ... Kraftlosigkeit... Enttäuschung... von niemandem verstanden...
    Nach einem ziemlich ereignisreichen und auch lustigen zweiten Halbjahr 2014 habe ich nun aber für mich beschlossen, mich wieder zurückzunehmen, wieder Ruhe zu finden und mich auf meinen Kleinen zu konzentrieren damit er eine Mutter hat auf die er sich verlassen kann! Ich werde mich nicht daheim einsperren aber einfach das unterwegs sein wieder mehr einschränken und einfach darauf achten dass meine Seele und auch mein Körper die nötige Ruhe bekommen!
    AL

    Immer, wenn wir von dir erzählen,
    fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen.
    Unsere Herzen halten dich gefangen,
    so, als wärst du nie gegangen.
    Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.


    Es ist schwer, dass Du gegangen bist,
    aber es ist schön, dass es Dich gegeben hat.

  • Liebe Goldelse,
    das ist gut, das mit dem Ruhefinden, aber dass du das halbe Jahr hattest, indem wieder Lust und Spaß da waren, ist auch gut. Du wirst die richtige Dosierung und den richtigen Rhythmus dafür wieder finden. Das ist die Aufgabe für Jahr Nummer 3, denke ich!
    Alles Liebe und Gute dafür!
    Christine

  • Liebe Goldelse!
    Bei mir sind es erst knapp vier Monate her, dass ich meinen geliebten Schatz verloren habe. Ich möchte mir derzeit erst gar nicht vorstellen, wie es in zwei Jahren sein wird. Ich denke, du sollst auf dein Bauchgefühl hören. was für dich und euer "Kleines" das Beste ist. Dein Schatz wird dich bei deinen Entscheidungen begleiten und dafür sorgen, dass es euch gut geht. Ich bin jedenfalls fest überzeugt davon!
    Liebe Grüße
    Sternenstaub

  • Liebe Goldelse,


    ich weiß wie es dir geht, mir ging es am 2.Todestag meines Mannes genau so, daher wünsche ich dir viel Kraft und Stärke für diesen schweren Tag. Möge es dir bald wieder besser gehen.


    Ich knuddel dich ganz lieb
    Trauerelfe

  • Liebe Goldelse und euer Sohn,


    auch ich stehe wie du, bald vor dem 2jährigen "Gehen von dieser Welt".... Ich kann und will eigentlich nicht von Tod und sterben sprechen...denken tue ich es eh nicht...


    Es ist dennoch eine tiefe Trauer bei mir da, aber sie ist eben halt irgendwie "anders"... Es ist eine Verbindung , ein mit-ein-ander sich verbunden fühlen... durchaus auch manchmal schmerzhaft, aber im Gefühl der Zusammengehörigkeit... eben auf einer anderen Ebene,da...


    Ich werde am 23.03.15( oder an dem Wochenende darauf) mit den Menschen, die mich und ich sie( wir haben alle einen Partner an einem Hirntumor verloren) mit meinen Kindern und Enkeln gemeinsam verbringen.


    Jetzt aber noch einmal ein Gedankensprung zu deinem zweiten Halbjahr 2014.


    Ich finde es völlig richtig, ja sogar gut, wenn du es dir "gut " hast gehen lassen... Davon wird dein Sohn IMMER :8: profitieren... Es kommt nicht immer auf die "Zeit in Zahlen, in Minuten oder Stunden an"... die man mit seinem Kind verbringt, sondern dass man absolut dann in dieser Zeit ... da ist... mit Freude ... Diese Freude kann man ja an so einem kleinen Kind, welches du ja liebst, einfach auch in aller Trauer empfinden...


    Sehr gut und wichtig finde ich auch, dass du trotz allem dein "Eigenleben" nicht aus den Augen verlieren willst... auch das wird dir dein Sohn im Laufe seines heranwachsens danken.


    Herzliche Grüße von einer häufiger im Leben allein erziehenden Mama
    deine/eure Amitola (rainbow)

  • Liebe Goldelse,


    obwohl wir uns ja nicht "kennen"... aber ich auch deine Lebensgeschichte hier jetzt "ganz" durch gelesen habe, und mich mit dir durch unser jetzt zwei Jahre ohne den geliebten Mann... und durch das gleiche Geburtstagsdatum (allerdings großer Altersunterschied :) ) mit dir verbunden fühle...

    Gerne würde ich und ganz bestimmt viele aus diesem Forum ... die dich schon LANGE kennen... wissen, wie du dein Leben und mit eurem Sohn JETZT so verbringst...


    Ich hoffe so sehr, dass du dich nicht zu sehr "zurück genommen hast "... weil das tatsächlich weder für dich noch für euren Sohn gut ist.., Eine Mama , die das Gefühl hat, ihr Leben trotz aller Trauer zu leben... erhält ihm seine positive Kindheit.. Ich bin mir durchaus bewußt , das ich das schon einmal geschrieben habe, aber es ist so WICHTIG, das man sein EIGENES Leben nicht "vergißt"...


    Was ich ganz stark hoffe
    das du die Einsamkeit, ... sich allein gelassen fühlend, ...nicht verstanden fühlend ...etwas "hinter " dir jetzt lassen konntest und dich mit deinem Sohn...
    obwohl Waldviertel? dich an dem baldigen Frühjahr erfreuen kannst....


    Auf jeden Fall wünsche ich dir das von Herzen und eurem Sohn
    und eine Nachricht von dir würde ganz bestimmt hier VIELE erfreuen
    liebe , mit-fühlende Grüße
    deine Amitola(rainbow)

  • Liebe Goldelse,
    immer wenn ich im Waldviertel unterwegs war, muss ich an dich und deinen kleinen Helden denken.
    Hoffentlich geht es euch so weit gut und ihr seid vor allem gesund.
    Liebe Grüße schickt euch
    Dschina

    Diejenigen, die gehen, fühlen nicht den Schmerz des Abschieds.Der Zurückgebliebene leidet. (Longfellow)

  • Liebe Goldelse,


    diesen Grüssen von Dschina "muss" ich mich einfach anschliessen... Ich würde mich absolut freuen, eine kleine Nachricht von dir zu lesen... Wie wär es?...
    wenn keine Nachricht kommt, alles Liebe dir und deinem Sohn...
    von deiner Amitola... am gleichen Tag geboren... nur um Jaaaaahre älter