Freundin verunglückt

  • Hallo,


    das Buch kommt aufjedenfall auf meine Liste.

    Ja die Trauergruppe beginnt "bald". Habe am Freitag ein Vorgespräch dafür.

    Ich werde in ein paar Wochen 21. Also wahrscheinlich einer der Jüngsten, wenn nicht der Jüngste hier im Forum. Ich lese hier auch mehr, als dass ich schreibe. Die Erfahrungen der Anderen zeigen mir, dass ich nicht ganz alleine bin und vielleicht irgendwann es wieder besser wird.


    Etwas Gutes für einen selber tun ist gar nicht so leicht. Aber manchmal hilft ja schon ein guter Tee oder zwei. Eine gute Serie hilft mir auch immer mich abzulenken, aber wenn die dann zu Ende ist, ist auch wieder irgendwie schade. Zum Lesen muss ich mir irgendwie immer überwinden. Mit Freunden reden ist meist auch hilfreich.

    Ich habe mir auch ein Tattoo stechen lassen, ein wenig als Erinnerung, aber mehr als Vermächtnis, weil ich wusste was sie sich so tätowieren lassen wollte. Habe auch schon die nächsten Ideen, schade dass ich meine Freundin nicht um Rat fragen kann. Die hatte dafür immer ein besonders gutes Auge. In ein paar Jahren bin ich wohl volltätowiert, dafür brauche ich aber erstmal mehr Geld ^^.


    Grüße

    Kompaktifizierung

  • Lieber Kompaktifizierung...habe gerade bei dir herein gelesen und finde es sehr berührend wie du deinen Weg beschreibst, den du gehst seitdem du deine Freundin so tragisch verloren hast...

    du hast ja schon so viele Schritte gesetzt und bist echt sehr tapfer...

    ich weiß nicht ob es passend ist das zu sagen...neben den Pausen die Astrid empfiehlt...hatte ich noch einen Gedanken ob - ich hab das mal gemacht - eine Widmung an den lieben Verstorbenen in dem Text eine schöne Geste sein kann - vll. hast du das eh schon gedacht, und ja - kann auch den Druck erhöhen...ich wünsche dir einfach viel Kraft und dass du neben den Trauerwellen auch Momente hast, wo sie nachlassen und du dich erholen kannst.


    Liebe Grüße!

    Die Wahrheit triumphiert nie, nur ihre Gegner sterben aus (Max Planck)


    rilke.de/briefe/160703.htm


    VORÜBUNG FÜR EIN WUNDER


    Vor dem leeren Baugrund
    mit geschlossenen Augen warten
    bis das alte Haus
    wieder dasteht und offen ist

    Die stillstehende Uhr
    so lange ansehen
    bis der Sekundenzeiger
    sich wieder bewegt

    An dich denken
    bis die Liebe
    zu dir
    wieder glücklich sein darf

    Das Wiedererwecken
    von Toten
    ist dann
    ganz einfach

    (Erich Fried)

  • Hallo Kompaktifizierung,


    Mein tiefes Mitgefühl....Die Idee mit dem Tattoo finde ich super, ich hab mir wenige Wochen nach dem Tod meines Lieben auch ein Kleines stechen lassen.

    Alles Gute für dich!

  • Lieber Kompaktifizierung

    die Tasse Tee genossen und die Serie als Ausgleich zur Trauer. Das ist doch schon etwas Gutes. Und dann noch Freunde, mit denen du reden kannst.


    Ich freue mich mit dir über diese kleinen Wohltuer.


    Lg. Astrid.

  • Hallo zusammen,


    das Tattoo stellt drei Tierköpfe auf meinem Unterarm dar.

    Anfangs habe ich öfter geschrieben, einfach drauf los. So in einer Art Brief. In letzter Zeit eher weniger, weil es mir auch immer wieder wehtut.

    Ich hatte nun auch das Vorgespräch für die Trauergruppe und "freue" mich, wenn es damit losgeht.

    Gestern war ich in ihrem/unserem Zimmer, wo wir eigentlich die meiste Zeit verbracht haben. Das erstemal seit dem Unfall. Es war schön und traurig zugleich. Ein ganz merkwürdiges Gefühl, kann man gar nicht beschreiben so paradox hat sich das angefühlt. Wenn ich jetzt darüber nachdenke ist es noch komischer. Diese schönen Erinnerungen einerseits. Das Gewohnte, der Geruch, die Bilder und andererseits weiß ich, dass es nie wieder so wird wie es war. So absurd.

    Wir (ihre kleinere Familie und ich) waren dann auch am Friedhof, der Grabstein steht ja endlich. Auch das erstemal seit der Beerdigung - für mich. Ich habe festgestellt, dass ich nicht unbedingt zum Friedhof muss um mich mit ihr verbunden zu fühlen. Das Grab ist ganz schön, aber es ist halt immer noch ein Grab.


    Mit einem weinenden Auge, wünsche ich allen Mitlesern einen erträglichen Abend.

    Kompaktifizierung

  • oh man...ich drück dich einfach mal :30:

    Ich hab das eigentlich immer wenn ich bei meinem Freund am Grab stehe das ich immer denke....das kann einfach alles nicht wahr sein.. morgens normal verabschiedet und jetzt nur noch Asche??? Das kann einfach nicht sein. Ich rall das noch gar nicht richtig.. ich find es gut das du zu einer Trauergruppe gehst..

    Ja..es tut auch verdammt weh Orte zu besuchen die einen verbinden. Aber wie du schon geschrieben hast..es ist auch ein schönes Gefühl dem Partner irgendwie Nahe zu sein..

  • Servus Kompaktifizierung,

    Ich habe mir nun nach deinem netten Beitrag deine Geschichte auch durchgelesen, ich finde die Idee mit dem Tattoo super und habe seit langen das selbe vor - du bist der Anstoß es endlich zu machen- Danke.
    Das unsere Partnerinnen den selben Geburtstag geteilt haben wir beide noch immer mit ihnen reden, von einem Moment auf den anderen alleine waren und ich auch in Kürze mit einer Trauergruppe beginne hat ein Gefühl der Verbundenheit geweckt.
    Ich hoffe wirklich das du bald einen Weg für dich findest damit gut umzugehen.
    Deine Seite zu lesen hat mich jedenfalls darin bestärkt das es Hoffnung gibt du bist jetzt schon weiter als ich und dafür zolle ich dir Respekt.

    Liebe Grüße
    Chrono

  • Hallo Leute,


    danke Krissi für deine Umarmung :)

    Chrono such dir aber jemanden, der das Handwerk versteht, gibt leider soviele Pfuscher bei Tätowierern! Lieber ein paar Euro mehr auf den Tisch legen und auf ein Termin warten, als beim erst besten.

    Respekt will ich gar nicht haben, ich hab mir dieses Schicksal ja nicht ausgesucht (wie alle hier) und versuch mich nur irgendwie durchzuschlagen. An manchen Tage gehts besser an anderen gar nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich "weiter bin" als du. Jeder hat da seine eigene Geschwindigkeit und wer weiß wie es bei mir in ein paar Wochen/Monaten aussieht. Vielleicht bin ich dann wieder ein paar Schritte zurück gegangen.


    Diese ständige Trauer und alles was dazu gehört, wie plötzliche Niedergeschlangenheit und Heulen zehren auch einfach an den eigenen Kräften. Ich finde das so (körperlich und seelisch) anstrengend und habe gar keine Lust mehr darauf. Ich lasse es immer zu, wenn es geht, aber wie gesagt es ist einfach so anstrengend. Purer Stress.

    In einer Woche beginnt wieder die Uni. Einerseits freue ich mich drauf, weil ich dann endlich wieder ein wenig was zu tun habe und ich echt interessante Module nächstes Semester habe. Jetzt geht der Spaß sozusagen erst los nach dem ewigen Grundstudium:). Andererseits wird es vermutlich sehr stressig und ich weiß nicht recht wie ich darauf reagieren werde. Früher war ich absolut stressresistent und konnte von morgens bis abends durcharbeiten und knüppelhart lernen, heute geht das verständlicherweise nicht mehr so. Leider kann meine Freundin das nicht mitansehen, dass ich weiter mache. Sie wusste immer mit welcher Leidenschaft ich studiere und hat mich immer unterstützt, wenn alles zu viel wurde. Eigentlich hätte sie auch nächste Woche dann angefangen mit ihrem Studium und ich habe mich die ganze Zeit so darauf gefreut ihr zu helfen. Ich wollte mit ihr die Übungsblätter durchgehen und den ganzen Mathekram beibringen und und und.


    Ich habe mich diese Woche ertappt, wie ich wieder kleine Ziele in der Zukunft sehen kann. Ein kleiner Lichtblick.

    Ein weiterer Glücksmoment war, dass meine Lieblingsband ein neues Lied veröffentlicht hat und im November kommt ein neues Album und im Februar gehts zum Konzert. Ich habe das Glück, dass in meinem Musikgenre mindestens jedes zweite Lied von Trauer, Schmerz oder Verlust handelt. Jetzt versteht man erst die ganzen Texte richtig. Musik ist wohl einer meiner größten Anker.


    Weiterhin kann ich nur jedem raten auf seine Ernährung zu achten! Ich habe gemerkt, dass mir das Selberkochen und gesunde Ernähren mir unglaublich viel gibt. Das war eigentlich die "Aufgabe" meiner Freundin, die ich jetzt übernommen habe. So gesund habe ich mich mein ganzes Leben nicht ernährt und man fühlt sich aufjedenfall besser. Ich wüsste nicht, wie es mir heute mit meiner früheren Pizzaernährung gehen würde.



    Grüße

    Kompaktifizierung

  • Hallo Kompaktifizierung,

    Habe Deine Zeilen mit sehr viel Interesse gelesen! Ich finde, was Du schreibst klingt alles sehr ermutigend. Nicht beschönigend, aber Wege in die Zukunft zeichnen sich ab. Ich finde, das klingt toll. Danke dafür!

  • Lieber Kompaktifizierung,

    hast du uns schon mal erzählt, was du studierst? Würde mich interessieren.


    Du hast geschrieben, dass du noch nicht weißt, wie du auf den Stress reagieren wirst. Kannst du dir vielleicht heute schon Ideen sammeln, was du dir Gutes tun könntest, wenn es dich "durchbeutelt"? Zum Beispiel ein extra feines Essen kochen oder einen Spaziergang machen, als Pause oder ....

    Gerade in Stresszeiten ist es immer wieder wichtig, sich Pausen zu nehmen. Diese Pausen sind dann nicht verschwendete Arbeitszeit, sondern sind wichtig um wieder Kraft und Energie und Hirnschmalz für das Arbeiten und Lernen zu bekommen. (Entschuldige, wenn ich mich ein bisschen Mama-haft oder Lehrerinnen-haft anlese ;)


    Ja die kleinen Lichtblicke - wie schön, dass du sie sehen kannst.


    Wer ist denn deine Lieblingsband? Und welche Lieder hörst du gerne? Vielleicht magst du mal eines hier einstellen?


    Ich wünsche dir einen erfolgreichen und leichten Start in die neue Studienzeit, genügend Auszeiten und ausreichend Kraft für all die Studierstunden.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

  • Hi,


    nein habe ich noch gar nicht erzählt. Ich studiere Physik und beschäftige mich damit also gewissermaßen mit den grundlegenden Fragen unseres Universums.Wie Faust schon sagte, will ich wissen "was die Welt im Innersten zusammenhält". Das rationale/logische Denken, was man im Studium eingetrichtert bekommt macht es mir denke ich manchmal auch schwer. In der Physik geht es eigentlich immer darum Probleme zu lösen und irgendeine Lösung gibt es immer, aber für unsere Schicksale gibt es keine "Lösung".

    Ein Leben nach dem Tod oder sonstige postmortale Vorstellungen stehen für mich deswegen auch immer irgendwie im Widerspruch zu meinem Weltbild. Mein persönliches Dilemma. Manchmal wünschte ich, ich könnte auch 100% an ein Wiedersehen glauben.


    Was ich mir gutes tun kann, weiß ich noch gar nicht, aber wohl häufigere Pausen als früher.


    Ich tue mich immer schwer hier Musik zu posten, weil die wahrscheinlich allen hier sowieso nicht gefällt ^^

    Aber hier ist das neuste Lied, meiner Lieblingsband. Der Gesang wird vielen bestimmt nicht gefallen, aber ich finde gerade der bringt die Emotionen besonders gut rüber.


    Öfter kommen mir auch die Gedanken, wie sich sterben wohl anfühlt oder wie sich meine Freundin dabei gefühlt hat. Was waren ihre letzten Gedanken? Hat sie überhaupt was mitbekommen?

    Darauf finden wir ja keine richtigen Antworten, erst wenn wir es irgendwann selbst erleben. Ich hoffe irgendwie, dass es "angenehm" war und der Gedanke, dass sie gelitten hat macht mich ziemlich fertig ?( Das sind wahrscheinlich "normale" Gedanken, die jeder hier hat oder hatte.



    Grüße

    Kompaktifizierung

  • Liebe Kompaktifizierung,

    in der Medizin wird manchmal von der "seeligen Zeit" gesprochen. Damit wird die Zeit vor dem Tod gemeint, in der der Mensch keinen Schmerz und kein Leid mehr spürt. Das wird wohl über das Hirn geregelt.


    Manchmal mag ich solch "harte" Musik sehr gerne. Da kann ganz viel raus. Mein Mann hat früher nur Hardrock gehört. Da wurde ich ein kleines bisschen mit hineingezogen. Für täglich ist es nichts für mich. Doch je nach Stimmung finde ich es sehr erlösend.


    Physik und Spiritualität stehen für mich nicht total im Widerspruch. Mein Physiklehrer sagte einmal:

    "Wie die Welt entstanden ist, das können Physiker vielleicht herausfinden, wer der Anlassgeber dafür war, das wollen Theologen und Philosophen finden. Für mich ist das keine Vermischung, sondern eine Ergänzung" Diese Worte haben mich sehr geprägt, darum schreibe ich sie dir hier.


    Überlege vielleicht einmal, was du in den Pausen machen kannst, damit diese Pausen einen Mehrwert bekommen. Damit meine ich, dass eine Stunde vor dem Fernseher (so angenehm das oft ist) meist weniger erholsam ist, als ein Spaziergang, ein Bad, eine feine Tasse Tee, ein schönes Essen, ein genüssliches Glas Wein, eine Runde Sport,.... und all das geht auch in einer Stunde. Mit dem Wein ist nur darauf zu achten, dass danach das Lernen vielleicht nicht mehr so funktioniert :)


    Ich wünsche dir, dass du für dich die passende Erholung findest. Und deine Fragen, die werden schlussendlich erst bei deinem Tod eine Antwort finden, so wie meine Fragen eben bei meinem Tod beantwortet werden. Ob es dann noch wichtig ist, das weiß ich nicht.


    Sei lieb gegrüßt

    Astrid.

  • Hallo Kompaktifizierung,


    Hardrock-Klassiker höre ich gerne, wenn mir gerade danach ist. Mit der neueren Szene kenne ich mich weniger aus. Bin derzeit mehr in Sachen Jazz und Singer-Songwriter unterwegs, habe aber auch darüber hinaus ein recht breites musikalisches Spektrum.


    Die Frage nach dem Sterben... Natürlich: keine Ahnung im Grunde, wissen tun es nur die, die diese Erfahrung gemacht haben. Und zwar zur Gänze. Ich bin auch etwas zurückhaltend, was die Nahtod-Erfahrungen betrifft. Nicht, dass ich sie für Fake halten würde, das nicht. Ich nehme sie sehr ernst und finde sie auch ermutigend, wie sie beschrieben werden. Meine Skepsis bezieht sch darauf, dass es eben "Nahtod"- Erfahrungen sind und keine vollständigen Sterbe-Erfahrungen.

    Aber das nur so nebenbei.


    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Sterbe-Erfahrungen unterschiedlich sind. Je nachdem, wie das Sterben aussieht - ob jemand z. B. im Koma lag oder eben durch einen Unfall sein Leben verloren hat.


    Ein Erlebnis möchte ich Dir aber trotz all dieser Relativierungen schreiben... Ich war ja kürzlich in Spanien auf Urlaub und bin da auch viel im (wunderbar warmen) Meer geschwommen. Es gab einen Tag, an dem es Rudi sehr schlecht ging - und ich mir wirklich Sorgen um sein Leben machte, weil ich ihn nicht erreicht habe, und weil er in diesen Tagen generell sehr schlecht beisammen war.

    Also:

    Ich bin an diesem Tag der Ungewissheit im Meer geschwommen. Es war ganz seidig und ruhig. Ich habe die Augen zugemacht, nur das Wasser gespürt, das mich umgeben hat (und aufgrund des Salzgehaltes auch weitgehend ohne mein Zutun getragen) - und ich habe mich irgendwie aus der Welt herausgenommen empfunden. Von etwas Angenehmem umgeben, rund um mich etwas samtiges, weiches in dem ich fast schwebe, treibe - wer weiß, wohin.

    Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut beschrieben habe, ob Du es nachvollziehen kannst.

    Auf jeden Fall war plötzlich die Ahnung da (es war mehr ein Ahnen als ein Gedanke): so fühlt sich wohl Sterben an. Ich weiß nicht, woher das gekommen ist, so ganz plötzlich - buchstäblich aus dem Blauen.


    Auf jeden Fall ist es mir dann besser gegangen. Es war kein Gefühl des Schreckens, gar nicht, sondern ein Getragen-Sein.


    Ich weiß nicht, ob dieses Erlebnis einen Antwort auf Deine Frage ist. Ich wollte diese Erfahrung einfach mit Dir teilen.

    Der Freund meiner Tochter ist übrigens auch Physiker. Wir führen oft sehr interessante Gespräche.


    Alles Liebe Dir!

  • Hallo,


    Also diese Musik ist nicht so mein Fall...aber mein Freund hatte genau diesen Geschmack...;)

    Genau diese Gedanken habe ich auch ständig.. wie ging es ihm kurz bevor er umgekippt ist... was hat er gedacht, gefühlt, hatte er Angst? Hat er mich noch wahr genommen als ich bei ihm war?

  • Ich finde die Musik richtig gut!

    Trifft meine Stimmung und es sind auch richtig gute Sänger!

    Also meinetwegen kannst du gern mehr von deiner Musik posten!


    Physik und Spiritualität ist nicht gezwungenermaßen ein Widerspruch.

    Ich war am Samstag bei einem Seminar von Axel Burkart, der die Lehre von Rudolf Steiner in verständliche Worte für unsere Zeit übersetzt.

    Er ist Mathematiker und nutzt logisches Denken zur Erforschung der Geisteswelt und er hat auch immer wieder betont, man soll nicht einfach alles glauben, sondern selber durchdenken und auch mit anderen diskutieren, um sich die Wahrheit ganz persönlich zu erarbeiten.

    Wenn du googeln magst, findest du Einiges über ihn im Netz.


    Mit dem Essen bist du tatsächlich viel vernünftiger als ich, Respekt!

    Ich kenne mich ja mit gesunder Ernährung sehr gut aus, aber momentan fresse ich micht mehr oder weniger durch die nachbarschaftlichen Imbissbuden, weil ich so gar keine Lust auf Kochen und Vernunft habe^^

  • guten Morgen

    Ich kannte die Musik nicht.Finde es interessant,dass die Band ja auch trauert.

    Von demher für mich ein Rauslassen der Gefühle.


    Ich denke,es gibt genug Literatur zum Thema .Es gibt ja auch Berichte von Menschen,die schon klinisch tot waren und reanimiert wurden.


    Einen erträglichen Tag

    "Hütet euch vor falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. " (Mt 7,15)

    Nicht jede Geschichte,die im Internet erzählt wird, ist wahr.Trauernde haben oft sehr viel Mitgefühl für andere .Passt gut auf euch auf.

  • Danke für eure zahlreichen Antworten.

    Ich höre natürlich nicht nur solche "harte" Musik, aber schon die meiste Zeit. Ein kleines Ventil für diese ganzen verschiedenen Emotionen, die einfach manchmal da sind.

    Ich glaube das habe ich schon mal hier geschrieben, aber bei der Band ist 2016 der Gitarrist nach mehrjährigem Kampf mit Krebs gestorben. Der Schlagzeuger ist sein Bruder und im November kommt das erste Album ohne ihn. Dabei widmet sich das ganze Album dem Thema Tod/Trauer und wie man das mehr oder weniger übersteht bzw. damit lebt. Abgesehen davon war das unsere gemeinsame Lieblingsband (also vielleicht schwärme ich ein wenig mehr für die ^^).

    Tigerlily freut mich, dass dir die Musik gefällt. Hätte ich nicht gedacht!

    Dann hänge ich mal noch 3 (bzw. eigtl sind es nur 2 Lieder ran ;) "Doomsday" und "This Loneliness Wont Be The Death Of Me". Vielleicht hört die ja auch ein heimlicher Leser in der Zukunft und erfreut sich dann an den musikalischen Ergüssen. Also ihr seid jetzt keineswegs gezwungen, die Lieder anzuhören ^^


    Zu dem, wie sich Sterben anfühlt:

    StillCrazy irgendwie konnte ich glaube ich ziemlich nachvollziehen, wie du das meinst und erlebt hast. Irgendwie so hoffe ich wohl, dass es sich so anfühlt. Nahtoderfahrungen sind mir durchaus ein Begriff, ich habe auch ein Buch dazu. Aber diese Menschen haben eben noch nicht diese endgültige Schwelle des Todes überquert. Ich sehe es so ähnlich wie StillCrazy. Ein wenig Trost spenden die Berichte der Fastverstorbenen aber irgendwie schon.


    Meist danach kommt bei mir auch gleich die Frage: "Warum denkst du überhaupt darüber nach? Ist ja eh schon passiert und das ändert jetzt auch nichts mehr und eine Antwort findest du eh nicht.", aber das kann man wohl zu allen Gefühlen, die man hat und Fragen, die man sich stellt sagen.


    Ich denke übrigens auch nicht, dass Physik und Spiritualität unbedingt im Widerspruch zueinander stehen. Ich muss dazu sagen, dass ich vor dieser Krise Spiritualität absolut gar nichts abgewinnen konnte. Ich war regelrecht ein "Gegner". Ich habe es einfach nicht gebraucht, wofür auch?


    Und ich tue mich immer noch sehr schwer damit und werde bestimmt auch kein spiritueller oder religiöser Mensch werden, aber ich denke, dass ich meinen Horizont erweitert habe. Ich bin toleranter gegenüber jeglichen Ansichten geworden, die ich vorher nicht verstehen konnte. Ich verstehe jetzt, warum Menschen an so etwas glauben und/oder festhalten und lasse sie auch. Ich werde auch mal den Axel Burkart googlen, weil mich seine Weltsicht interessiert (kurz habe ich schon gelesen).


    Imbissbuden könnte ich mir gar nicht leisten, also muss ich selber kochen, dann kann es auch gleich gesund sein. Und wie gesagt gibt mir das Kraft, weil ich weiß, dass sie das so gewollt hätte. Muss mich nur noch durch die ganzen Ernährungsbücher durcharbeiten, weil ich sonst immer fragen konnte, was ich essen muss für welche Nährstoffe, auf was man besonders achten muss etc.


    Dann muss ich noch eine kurze Anekdote von vorhin erzählen. Ich war einkaufen und bin natürlich durch den halben Supermarkt geirrt, weil ich die Haferflocken nicht finden konnte. Das hat jetzt nicht unbedingt was damit zu tun, mit dem was ich eigentlich erzählen wollte: aber da habe ich gemerkt, dass jemand fehlt. Nicht nur jemand, sondern die eine Person. Ich gehe eigentlich nicht gerne einkaufen, aber zusammen war es immer lustig und ich konnte nerven, wann wir denn endlich fertig sind. Nerven konnte ich gut, wurde mir zumindest immer wieder gesagt. Kein anstrengendes Nerven (also vielleicht manchmal), aber ich glaube das war etwas was sie sehr an mir mochte. Aber ich schweife ab.

    Jedenfalls war ich dann an der Kasse mit meinem kleinen Einkauf und die Kassiererin fragte mich: "Braucht ihr den Bon?". Da habe ich innerlich kurz angehalten. Ich bin doch alleine hier, warum sagt sie "ihr"? Entweder dachte sie sich "So ein gut aussehender junger Mann muss doch verbandelt sein" (ok, vielleicht überschätze ich mich an dieser Stelle der Geschichte ein wenig :D) oder mein Einkauf wirkte zu gesund und mir wurde wohl nur die Einkaufsliste in die Hand gedrückt zum Besorgen. Nichtsdestotrotz habe ich natürlich den Bon genommen, man muss ja seine Finanzen im Auge haben.

    Aber am wahrscheinlichsten hat sie sich wohl nur versprochen. Trotzdem bin ich nachhause gelaufen und habe mich gefragt warum sie "ihr" gesagt hat und frage mich noch immer ein wenig.

    Mit dieser kleinen Geschichte beende ich meinen Post.


    Einen erträglichen Abend wünsche ich euch

    Kompaktifizierung

  • ... und vielleicht hat sie dich erkannt, weil du sonst immer mit deiner Freundin da warst und sie so genervt hast?

    ;)


    Ein feines Wochenende wünscht dir

    Astrid.