Habe meinen über alles geliebten Mann am 22.10.18 für immer verloren. Ich kann es immer noch nicht glauben . Bin so einsam und verzweifelt

  • Liebe Ingrid,

    auch ich freue mich über Deine neue Unterstützung. Es klingt wirklich gut, was sie mit Dir spricht. Gehst Du jede Woche zu ihr?

    Was das Arbeiten betrifft, mir hat es geholfen. Auch wenn ich nach zwei Wochen nochmal einige Tage zu Hause bleiben musste. Ich sitze auch oft an der Kasse. Habe dort auch schon geweint, was solls. Die Kundenschaft war immer verständnisvoll. Meine Kollegen haben mich auch bei Bedarf abgelöst. Und zu guter Letzt habe ich einen Chef, der das Herz am rechten Fleck hat. Insofern kann ich Dir nur Mut zusprechen, es zu versuchen.

    Alles Liebe für Dich, sei herzlich gegrüßt von Ros

  • Danke lieber Ros. Mir der Pschologin war es mir vorgestern, als wenn mein Mann mir sagen würde, versuche es bei ihr, da waren wir schon beide. Mit der Arbeit ist es so, dass unser Marktleiter leider nicht so Verständnisvoll ist. Da geht s nur um Umsatz. Habe noch nicht einmal eine Beileidsbekundung bekommen. Haben m weinen Verlust komplett übergangen und lediglich geschrieben, ich solle erst wieder kommen wenn ich 100% fit bin

    Nicht 99% sonder 100. Sonst wirft es den Plan durcheinander, wenn ich nach kurzer Zeit zusammenklappe.

    War sehr einfühlsam, meinst Du nicht?

    Ich war schon enttäuscht. Soviel Anteilnahme!!!! Als wäre mein Hamster gestorben und nicht mein geliebter Ehemann

    Sei dankbar einen solchen Chef zu haben

    Ganz liebe Grüsse

    Ingrid

  • Das finde ich wirklich alles sehr traurig. Soviel Respekt sollte man einer trauernden Kollegin entgegen bringen, wenigstens eine Karte schreiben.

    Da bin ich bei Dir und verstehe Deine Enttäuschung. Hätte dann wahrscheinlich nicht viel Lust auf die Arbeit. Haben denn die Kollegen auch nichts hören lassen ?

    Ich bin auch sehr dankbar für die ganze Unterstützung. Ich muss Abstriche beim Verdienst machen, dafür wurde ich zb. für die Pflege von Arbeit frei gestellt. Ganz kurzfristig. Auch unter "normalen" Umständen genießen wir gewisse Privilegien. Dürfen mal paar Minuten in den Pausenraum zum Schwatzen, Kundengespräche sind ausdrücklich erwünscht, sowas halt. Wir suchen übrigens Personal ;)

    Die Arbeit hat mich halt abgelenkt, hier zu Hause habe ich nur noch gegrübelt, an meinen Vater gedacht, hier gelesen und bei soviel Trauer bin ich noch trauriger geworden. Es war schwer, ist es oft immer noch, aber es gibt ja doch manchmal die unverhofften Begegnungen und Gespräche. Das würde ich Dir auch sehr wünschen.

  • Lieber Ros, habe gestern dann die Krönung des ganzen erlebt. Meine Arbeitskollegin ist meine Nachbarin im Haus gegenüber. Ich muss dazu sagen, meine Arbeitsstelle ist 5 Minuten zu Fuss von hier. Deshalb bin ich dort geblieben. Hat mit meinem kranken Mann gepasst, da ich schnell zu Hause war. Also wie gesagt, jene Kollegin, die ich abends immer selbstverständlich mit dem Auto mitgenommen habe, die mir immer so schön ins Gesicht getan hat, habe ich gestern vor dem Haus getroffen. Wollte ein kurzes Gespräch mit ihr führen, wie immer halt. Sie ist mir ausgewichen, hat tausend Ausreden gesucht und hat mich doch tatsächlich einfach stehen lassen. Haben Trauernde den Aussatz?? Man hat es richtig gemerkt. Keiner will fragen wie es einem geht, weil er die Antwort nicht wirklich hören will. Ich habe heute wieder einmal gespürt, wie einsam man wird, wenn der geliebte Partner stirbt. Bin so enttäuscht. Meine Arbeitsstelle behalte ich, weil die Kunden mich mögen. Sie fragen immer wann ich endlich wiederkomme. Habe noch 6 Jahre. Die schaffe ich auch noch irgendwie. So jetzt habe ich dich heute zugetextet. Tut mir leid.

    Wünsche Dir eine erträgliche Nacht.

    Ps. Alle die jetzt nicht zu mir stehen, sind die falschen Freunde und solche brauche ich nicht

    Lg Ingrid

  • Du hast mich nicht zugetextet, ich habe ja danach gefragt. Also alles i.o. ABER nicht lieber Ros, sondern liebe Ros.

    Dein Erlebnis mit der Kollegin ist typisch. Sie meint es garantiert nicht böse, aber weiß nicht mit Dir umzugehen. Der Tod macht Angst. Ich habe zb. eine sehr gute liebe Kollegin. Sie hat mir ihr Beileid ausgesprochen und mich auch umarmt. Heute schenkte sie mir eine Aufmerksamkeit zu Weihnachten. Aber über meinen Papa kann ich nicht mit ihr sprechen. Das ist zwei Mal ansatzweise passiert, das ich was erzählt habe, hat sie sofort abgeblockt. Ich bin ihr überhaupt nicht böse. Ich kann mit anderen reden. Ist wohl jeder Mensch anders und kommt darauf an, was er erlebt hat. Ich bin nur auf meine beste Freundin richtig sauer, weil sie sich überhaupt nicht mehr meldet. Das kann ich nicht akzeptieren. Nummer gelöscht. Eine Tür schließt sich, eine neue geht dafür auf.

    Schade das ich Dich nicht abwerben kann ;) Für Dich ist es doch schön, wenn die Kunden nach Dir fragen. Ich freue mich auch über so etwas. Wir haben so unsere Lieblinge, stimmts ?

    Ich hoffe es geht Dir heute einigermaßen gut. Naja wenigsten mittelgut. Das wäre schon was.

  • Sorry für dass lieber Ros?, natürlich habe auch ich meine lieblingskunden. Ich bekomme oft kaffee oder mal ein stück kuchen. Manchmal auch pralinen. Da ich ja geschrieben habe dass in der nähe arbeite, treffe ich auch meine kunden mal privat unterwegs. Sie haben ja mitbekommen, dass mein Mann starb. Viele haben mich getröstet. Sie vermissen mich in der Arbeit und freuen sich wenn ich wieder komme. Das finde ich natürlich sehr schön. Das mit dem abwerben ehrt mich sehr. Bist Du im Einzelhandel? Heute ist bei mir nicht so gut. 22.12. Am 22.10 starb er in meinen Armen.

    Ganz liebe Grüsse

    Ingrid

  • Liebe Ingrid,


    ich denke heute besonders an Dich.


    Genau 2 Monate.


    Eine schlimme schmerzhafte Zeit.


    Besonders starke Erinnerungen.


    Viele Gedanken an die schönen Zeiten, aber


    besonders an den letzten Tag.


    Ich zünde für deinen SEELEN-MANN eine Kerze an.


    Sende Dir viel Kraft.



    Liebe Grüße,

    Uwe

  • Ja bin auch im Einzelhandel. Mein Traumberuf.

    Oh zwei Monate heute, da kann es Dir nicht gut gehen. Ich weiß das Dein Herz schwer ist. Ich bin bei Dir und umarme Dich. Ich hoffe Du findest ein klein wenig Ruhe in der Nacht :30:

  • Liebe Ros, lieber Uwe,

    Ich danke Euch vielmals. Habe heute etwas mehr geweint, aber ich bin ihm für unsere gemeinsame Zeit so dankbar und weiss wie sehr er mich geliebt hat. Mich tröstet, dass er in Frieden ohne Schmerzen eingeschlafen ist.

    Ich liebe ihn auf ewig und dass wusste er

    Ich drücke Euch

    Ingrid

  • Liebe Ingrid,


    hoffe das Du den gestrigen Tag, 2 Monate ohne Deinen geliebten Mann halbwegs überstanden hast. Leider bin ich gestern nicht darauf eingegangen, das tut mir sehr leid. Ich drücke Dich .


    LG Gabi

  • Liebe Gabi, habe zwar viel geweint, aber habe es geschafft. Habe von meiner Psychologin ein Buch zu lesen mitbekommen. Doris Wolf

    Einen geliebten Menschen verlieren.

    Vom schmerzlichen Umgang mit Trauer

    Steht genau dass drin, was wir alle fühlen

    Ist empfehlenswert

    Drücke Dich

    Ingrid