Komm mit der Verzweiflung nicht Klar

  • Lieber Michael

    Das sind große Fragen, die du da stellst. Und wenig Informationen, die du gibst.

    Zuerst mein Beileid zum Tod deiner Mutter.

    10 Monate, das ist noch gar keine lange Zeit.

    Es werden viele Gefühle sein, die dich überkommen. Unter ihnen auch die Unruhe und die Verzweiflung.


    Wie kannst du mit ihnen umgehen? Kennst du aus früheren Zeiten Situationen, in denen du dich unruhig gefühlt hast? Was hast du dann gemacht?

    Und kennst du von früher auch die Verzweiflung? Wie bist du mit ihr umgegangen?


    Es gibt keine allgemein gültigen Herangehensweisen. Die muss jeder Mensch selber finden.

    Hier können wir uns nur darüber austauschen, was helfen kann und was es schwieriger macht. Und auch darin ist jeder Mensch ein bisschen anders.


    Um so mehr du von dir und deiner Geschichte erzählst um so mehr wird ein Austausch stattfinden können. Darum habe ich ein paar Fragen:


    Wie alt bist du?

    Woran ist deine Mama gestorben?

    Wie drückt sich die Unruhe aus? Schlaflosigkeit und Müdigkeit oder nicht sitzen können, immer in Bewegung sein müssen,...?

    Und die Verzweiflung - was genau lässt dich verzweifeln?


    Ich freue mich, dich kennen zu lernen.

    Lg. Astrid.

  • Ich bin 46 Jahre alt meine Mutter ist am 05.10.2018 im Urlaub in Österreich an Herzkreislauf gestorben die hatte eine Leichte COPT ich war an noch Mal dort wo sie im Koma helfen hat und habe Ihr Hand gestrichelt. D war mir klar daß sie sterben wird. Denn sie hat ein Medikament bekommen Das die Atmung unterstützen soll das war im Ende September dann sind wir wieder zurück nach Deutschland gefahren. Der Arzt melde sich dann und sagte das die Werte im schlechter würden und nach der Partie Verfügung wollte meine Mutter auch nicht Künstlich am Leben gehalten werden. Meine Unruhe ist meistens Morgens wenn ich auf wache ich Schlafe 7 bis 8 Stunden das ist schon gut. Habe aber auch immer noch einen Druck auf dem Kopf. Der sich immer wieder verändert. Immer wenn Anfrage zu weinen hört es alles nicht auf ich sage dann immer so du musst auch Mal wieder weiter machen denn wir haben uns ein Haus gekauft ( Frau und zwei Kinder M und W 9 Jahre). Damit Versuche ich Abzulenken. Ich weiß nicht ob das dann richtig ist oder nicht. Abend vor dem Bett oder Morgens verzweifle ich als weil ich denk die Trauer geht nie vor bei. Ich habe meine Mutter geliebt. Aber ich hatte ja auch mein Leben das ich mit meiner Familie habe und das wollte meine Mutter ja auch. Da Ihr Leben nicht so toll war. Ich habe mit 3 Jahren meinen Vater verloren Suizid ( Schizophrenie) Dan. Mit 4 Jahren meinen Opa und Die Oma 2017 die war aber 101 das war OK für mich. Aber über meine Mutter komm ich nicht hinweg.

  • Hallo Michael!

    Mein herzliches Beileid!Ja ich habe meinen Mann vor 8 Monaten verloren und die Trauer wird nicht weniger.Ich habe auch meinen Vater mit 58 verloren und meine Mutter starb mit 56 Jahre und meine Großeltern auch schon früh und ich war erst 19 wo mein Vater starb.Gut das du deine Familie hast und es wird dauern,aberirgendwann wird es weniger.Das habe ich gemerkt.Und es ist auch ganz anders,wenn der Partner stirbt,dann fällt man in ein großesLoch.Natürlich ist es sehr schmerzhaft die Mutter zu verlieren und es wird auch noch dauern,bis der Schmerz aufhört und durch deine Familie hast du einen guten Halt.LG HELLI

  • Lieber Michael,


    auch ich nehme Anteil an deinem Schmerz.

    Du musstest leider schon einige Todesfälle miterleben.. das hat dich sicherlich viel Kraft gekostet.

    Und über deine Mutter musst du nicht "hinwegkommen", schon gar nicht nach weniger als einem Jahr!

    Die Mutter ist eine ganz besondere Bezugsperson, ihr Tod hat so eine Tragweite.. Nimm dir Zeit, um deine Trauer zu verarbeiten.

    Es wird noch dauern und solange du dich nicht komplett aufgibst, ist das auch okay.

    Es ist schön, dass du Familie hast und nun auch ein eigenes Haus.
    Redest du mit anderen Menschen im "realen Leben" über deine Mutter?

    Pflegst du ihr zu Ehren Rituale, z.B. Grabbesuche usw.? Berichtest du ihr von deinem Alltag?

    Mir helfen diese Dinge... in unregelmäßigen Abständen zumindest. So wie ich es brauche.

    Und da du trauerst, sollte es auch ganz viel um das gehen, was DU brauchst und was dir hilft.

  • Lieber Michael, herzliches Beileid zu deinem Verlust!

    Kannst du mit deiner Familie über deine Trauer reden?

    Falls nicht wäre es vielleicht gut dir Menschen zu suchen mit denen du reden kannst, vielleicht eine Trauergruppe, Seelsorge oder psychologische Betreuung.

    Mir hat auch Briefe schreiben sehr geholfen und ich rede immer mit meinem verstorbenen Mann, das erleichtert mich auch.

  • Danke für eure Unterstützung ich habe alle 3 Wochen ein Gespräch mit einer Therapeutin. Und der Onkel von meiner Frau hilft mir auch viel. Nur die Unruhe in mir wie eine Angst in der Spannungsdruck auf dem Kopf sind sehr unangenehm für mich. Versuche mich halt mit Arbeiten am Haus damit Abzulenken. Aber die Anpassung das meine Mutter nicht mehr da ist ist ziemlich schwierig für mich. Obwohl ich ja mein Leben mit meiner Familie habe. Die Gefühle auszuhalten und die Körperlichen Sytome das ist so schwierig und diese einfach auszuhalten.

  • Hallo Michael, wie findet man so eine Therapeutin? Kann man diese vom Hausarzt verschrieben bekommen zb oder geht das nur über den privaten Weg und ist kostenpflichtig?


    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft. Ich befinde mich gerade erst am Anfang und merke das ich es alleine nicht bewältigen werde.

  • Hallo Dieter,

    meinen Kindern und mir hat unsere Hausärztin bzw. Kinderärztin eine Überweisung gegeben. Wir gehen momentan 1x pro Woche zur Therapie, was uns sehr hilft. Meine Ärztin hat mir das direkt einen Tag nach dem Tod meines Mannes verschrieben - das ist jetzt 6 Wochen her. Sie hat mich auch mit Adressen von allen ortsansässigen Therapeuten versorgt (nicht alle nehmen Kassenpatienten). Gut, dass Du Dir Hilfe holst! Liebe Grüße Pauli

  • Danke Pauli, ich werde meinen Hausarzt der auch Mama ihr Hausarzt war, bei meinem nächsten Besuch darauf ansprechen.

    Ich hätte nicht gedacht das es mir so schlecht gehen wird, danke für deinen Hinweis.

  • Ich bin zum Pyschader mit Überweisung vom Hausarzt und den Therapoten für Trauer ist mein Alter Therapolt hatte 2003 eine Depression. Den hab wieder auf gesucht der rechnet über die Krankenkasse ab. du kannst dich auch gerne deiner Krankenkasse melden die Haben Listen. Aber ich kom aus Deutschland meine Mutter ist Österreich gestorben im Zillertal

  • Danke Michael, ich werde mich bald darum kümmern.

    Ich muss zu sehen das ich auch andere Wohnung finde jetzt, und das ist schwieriger als ich dachte.

    Denn ich brauche diese Wohnung nun nicht mehr alleine und sie ist mir auch zu teuer.

    Zu dem großen Verlust meine Mutter verloren zu haben kommen auch die finanzielle Einbusse nun hinzu.

    Ich selber bin schon 19 Jahre lang Vollerwerbsunfähig und habe dementsprechend natürlich eine sehr geringe Rente. Mit dem Pflegegeld welches ich für meine Mutter zuletzt bekommen habe und ihrer Rente, sind nun auch 2 Tausend Euro Einkommen monatlich weg.


    Aber ich vermisse meine Mama und die ist unersetzlich für mich und mit Geld nicht bezahlbar.

  • hallo Dieter,


    melde dich bei deiner Stadt oder dem Dorf auf dem Rathaus als wihnungssuchend, dann kannst du einen Wohnberechtigungsschein beantragen.


    Sicher gibt es auch einen Sozialen Dienst, da kannst du dir einen Gesprächstermin vereinbaren und alle Fragen, auf was du Rechte hast zum beantragen stellen, dich aussprechen ...


    Praktische Tipps.

    Für den Seelenschmerz sende ich dir eine Umarmung


    Stille Perle

  • ... und evtl. beim Landratsamt einen Antrag stellen auf Bestattungskostenübernahme.


    Je nach Einkommen, Vermögen ...

    Wird es bewilligt oder abgelehnt.

  • Hallo Stille Perle, dass wird nicht klappen, denn dann dürfte ich das Geld vom Hausverkauf nicht mehr haben. Dann sagen die, brauchen sie das erstmal auf bevor sie einen Antrag stellen.

    Bei der Wohnungssuche wiederum, lege ich Niemanden meinen Kontoauszug auf dem Tisch, entweder glaubt man mir das ich zahlungsfähig bin oder man lässt es.

    Es ist wie sich in einer Zwickmühle zu befinden, den Öffentlichen Muss man alles offen legen, den Privaten legt man es besser nicht offen. Sehr schwierige Lage in der ich mich da jetzt befinde.


    Einkommen wie gesagt, 509 Euro Almosen Rente, Grundsicherung brauche ich auch nicht beantragen, keine Chance oder ich verschenke mein Geld an noch Ärmere als ich es bin.

  • unglaublich, Dieter !!!!

    Ich könnt mich da jetzt grad wieder voll aufregen, darüber !!!



    Die Eltern haben für ein Haus gespart, dann verkaufte man es, &&& wird (gefühlt ) dafür gestraft.

    Heeee :4::95: .....


    Ja, entweder die Vermieter glauben dir deine Zahlungsfähigkeit, oder eben auch nicht.


    Ich drücke dir gaaanz fest die Daumen, dass du in der Nähe des Friedhofs eine schöne kleinere Wohnung für dich findest :thumbup:.


    Grüße

    Stille Perle