Meine besser Hälfte ist jetzt an einem Besseren Ort

  • liebe Markiin,


    Mir reicht meine Familie, meine Geschwister und unsere Freunde. Das ist eine andere Art von Nestwärme, die muss aber gerade reichen.

    "Zu nah dran" kommt mir dabei eher gelegen. Natürlich versuche ich meine Trauer etwas zu streuen, damit ich nicht eine Person damit total überfordere. Das wäre meinen Geschwistern und Freunden gegenüber einfach nicht fair. Aber bisher halten sie mich aus. Auch würde es mir nicht gefallen, wenn sie nicht mitbekämen, wie ich mich durch die Trauer verändere. Sie sollen Gelegenheit bekommen, sich mit mir zu ändern. Und schließlich haben sie ja auch jemanden verloren, um den sie trauern (dürfen).

    das kann ich auch gut nachvollziehen.

    besonders

    Sie sollen Gelegenheit bekommen, sich mit mir zu ändern. Und schließlich haben sie ja auch jemanden verloren, um den sie trauern (dürfen).


    LG Sverja

  • lieber Dieter,

    zwar schon häufig geschieben, aber jetzt auch bei dir... ich habe eine sehnenscheidenentzündung und halte mich deswegen kurz...

    leider...

    Ich wünsche dir und uns allen hier, wieder eine Menschen bei dem wir uns fallen lassen können, der uns auffängt und uns die Wärme gibt

    die wir brauchen

    ja, das wäre schön... aber jeder auf seine Art und Weise...

    in ein paar Tagen ausführlicher

    LG Sverja

  • Lieber Dieter!

    Ich verstehe dich sehr gut und als mein Mann 2018 verstarb,wäre ich am liebsten mit ihm gegangen.Ich habe alles so sehr vermisst,

    seine Stimme,die Umarmungen,zusammen etwas zu unternehmen und diese Stille und Leere war so schlimm und ich habe nur

    gedacht,hoffentlich bin ich nicht mehr solange auf dieser Welt.Doch dann wurde alles anders,als ich einen Mann kennenlernte,

    auch er hat seine Frau verloren und wir haben uns gleich so gut verstanden,wir erzählen viel von unseren liebsten,sind dann

    auch sehr traurig,aber können uns auch mal wieder auf Tage freuen,wo wir etwas unternehmen oder einfach

    nur zusammen sind.Es ist schön mal wieder in den Arm genommen zu werden und mit jemanden zu

    sprechen,der dann nicht sagt,ach schon wieder das Thema,denn es war ja für alle nicht mehr nach

    vollziehbar,das die Trauer nicht einfach vorbei geht,das sie immer bleibt.Es war wohl schicksal,

    das wir beide nebeneinander saßen bei einer Verantstaltung.Er hat mir wieder gezeigt,das man auch trotz des schweren

    Verlustes,etwas schönes dazu gewinnen kann.Ich bin sehr glücklich und wir haben viele gemeinsame Interessen.

    Natürlich habe ich mich auch gefragt,kann ich das machen,ist das richtig,aber ich glaube Ralf hätte sich gefreut und seine

    Frau auch sagt er.Liebe Grüße Helga

  • Guten Abend Helga-


    Ich freue mich für dich dass du wieder einen Partner, in diesem Falle ja Leidenspartner, gefunden hast.


    Ich glaube dass unsere lieben Fortgegangenen es garnicht wollen würden dass wir auf ewig unglücklich und alleine bleiben.

    Die Trauer wird bleiben, bis wir nicht mehr sind, sie wird nur nicht mehr so krass sein.


    Auch ist es wohl auch evolutionsbedingt so, der Mensch ist halt auch nur ein Herdetier.


    Da fällt mir sofort wieder meine Frau ein, die mich immer aufgefordert hat, auch mal was für mich zu tun.

    Dieses habe ich immer verneint, einfach aus Sorge um sie.


    Und für sie war die Situation eh nicht einfach, auch weil sie wusste wie sehr ihr Umfeld leidet.


    "Verdammt, jetzt laufen grad wieder die Tränen."


    Aber ihre Sorge und ich denke auch manchmal Mutlosigkeit hat sie nie gezeigt.


    Sie würde es nicht wollen dass ich mich jetzt verkrieche, obwohl das rauskommen aus den letzten Jahren nicht grade einfach ist.


    Man hat sich zulange hinter diesem Leid versteckt, es war wie eine Burg.

    Jetzt ist die Mauer weg und man fühlt sich noch verletztlicher wie sowieso schon.


    Es ist paradox.


    Aber ich will nach vorne sehen, zumindestens versuche ich es, aber es fällt halt schwer.


    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute


    Gruss Dieter

  • Lieber Dieter!

    Ja danke.Und ich bin froh,das ich diesen Mann kennengelernt habe und wir haben soviel Spaß

    zusammen und freuen uns über jeden gemeinsamen Tag.Ja ich werde es festhalten.Ich hätte

    mir nie mehr einen neuen Partner gesucht,aber das war wohl Schicksal,vielleicht sollte

    es so sein.Dir auch alles Gute.Liebe Grüße Helga

  • Den Vergleich mit der Burg find ich supergut. Einmal "The Wall" von Pink Floyd gesehen? Dringende Empfehlung, passt dazu.

    Hallo StillCrazy.


    Ja, habe den Film mehrfach gesehen, ich liebe Pink Floyd.

    Eine meiener absoluten Lieblingsband.

    Aber trotzdem danke für den Tip.

    Alles Gute

    Dieter

  • lieber Dieter,


    Ich glaube dass unsere lieben Fortgegangenen es garnicht wollen würden dass wir auf ewig unglücklich und alleine bleiben.

    Die Trauer wird bleiben, bis wir nicht mehr sind, sie wird nur nicht mehr so krass sein.

    ich habe nie die Einstellung gehabt , dass es ein "wollen oder nicht wollen" ist... es gibt gar kein wollen für mich...

    LG Sverja

  • liebe Bine<3


    ich habe da gerade etwas bei Sturm geschrieben...

    Ich glaube in diesem "Falle" trennen Dieter und mich völlig verschiedene Anschaungswelten...

    Ich trauere und trauere IMMER

    aber GENIESSE auch mein Leben

    SHANTI

    <3lichst Sverja

  • Lieber Dieter ,

    ich habe diese zwei Zitate in deinen Thread herübergeholt ...Ich denke nach wie vor das uns Anschauungswelten trennen...oder man kann auch sagen es sind Parallellinien ( wie bei dem einen Zitat von Yanouk ) sie münden beide in unseren körperlichen Tod...


    und ja, es wäre wirklich wunderbar , wenn wir alle nach dem schmerzlichen Tod wieder ein neues erfreuliches Leben haben... WOLLEN

    und damit fängt esben die Diskrepanz an...

    Da hat jeder seine individuelle Zeit..

    Man muss einfach versuchen sich wieder etwas eigenes aufzubauen.

    Z.B. das Bad, wo ich diverse Dinge von ihr beseitigt habe, bzw. sie nicht mehr so viel Platz einnehmen wie früher.

    So bleibt sie mir mir immer noch präsent.

    Ja, bei Zitat eins ...es ist erst einmal ein muss...später ein "ich will"


    bei Zitat zwei... für mich kann ich dazu nur schreiben "schön, das du sie auch noch ein bisschen durch reale Dinge, ja es sind eigentlich Dinge... aber mit Herzensverbindung... präsent haben willst.


    Ich wünsche dir viel Glück ( nicht ironisch gemeint)

    auf deinem Weg des "heraus-findends"<3

    Sverja

  • Ich selbst bin grad in der Phase, da such und will ich unbedingt noch was von meinem Jürgen haben. Bisher: nichts, rein gar nichts wollt ich davon sehen oder wissen. Jertzt frag ich schon seine Tochter, ob sie nicht noch die Haarbürste von meinem Jürgen hat oder vielleicht den Rasierapparat, mit dem ich ihn immer rasiert habe. Ich brauch einfach was ganz direktes, intimes, persönliches, ein Stück von ihm, als er noch da war. Aber leider: Nein, alles schon weg. Könnt verzweifeln, aber bin leider zu spät dran. Ange

  • Liebe Ange!

    Ja ihr seid ein schönes Paar gewesen und ich verstehe dich ,das es dir so sehr fehlt.Hast du vielleicht noch

    ein Kleidungsstück von ihm.Man könnte aus einem Hemd ein schönes Kissen nähen,das du dann bei dir hättest.

    Ich weiß das,weil eine Kollegin so etwas macht und das sieht so toll aus und eine andere strickt aus

    alten Pullovern Mützen,aus Jeans näht sie Taschen.Sonst mach dir eine schöne Ecke mit eurem Bild odere

    mehreren Bildern und

    stelle immer eine schöne Rose dazu .Dir alles Gute.Liebe Grüße Helga:24:

  • Liebe Hasi, ich hab leider auf alles verzichtet, wo es ums .erben. ging, obwohl ich immer tag und nacht bei ihm war, aber ich hab mir folgendes genommen: das Stofftier, den Löwen, den hatte er in seiner toten Hand, dann noch sein Lieblingsmesser und das Kreuzworträtsel mit Kuli, das er zum Schluss noch machte, auch ein paar Fotos. Weißt, sobald ich wieder eine andere Wohnung habe, werde ich diese Dinge an einen besonderen Platz stellen mitsamt den Fotos von meinem Bruder. Liebe Grüße, bin grad so entsetzlich traurig, Ange

  • Hasi, jetzt muss ich grad lächeln, weil ich mich freu. Denn eine Umarmung, kann ich mich nicht mehr erinnern, wann die mal war. Denn ausser meinem Jürgen hat mich seit Jahren nicht mehr jemand umarmt. Ange