Tod meines Mannes

  • Danke Bettina


    Vieles was du schreibst erinnert mich ,nur ich arbeite nicht.

    Ich habe früher gearbeitet ,aber erst wurde unsere Tochter Krank ,hat sich aber einigermaßen

    Erholt und dann fing es mit Helmut an ,er war sein Leben lang kränklich mal mehr mal weniger stark

    es wurde mit der zeit immer schlimmer und er brauchte meines Unterstützung und meine Nähe.


    Ich habe alles was ich für Helmut getan habe sehr gerne gemacht ,bis zum Schluss und es war bestimmt

    nicht immer einfach .Aber er war mein Mann ,ich seine Birgit (er hat mich immer meine Birgit genannt)

    für mich war es selbst verständlich, was bis heute nicht alle verstehen.


    Und sSie sagen ich soll jetzt Leben . das geht nicht und das will ich nicht.

    Ihr wisst alle wie scher es ist die Zeit zu füllen die jetzt leer ist

    Heute als ich auf dem Friedhof war ,viel mir ein das am Sonntag erster Advent ist .Und mir wurde fast

    Schlecht . der 1 Advent und ich bin allein. Ich darf nicht ungerecht sein ,ich wohne ja mit meiner Erwachsenen

    Tochter zusammen und sie gibt sich wirklich alle mühe mir zu helfen... Aber das kann sie nicht

    besonders Schlimm finde ich es Abends ,Nadja ist in ihrem Zimmer und ich alleine im Wohnzimmer,

    was ja eigentlich auch richtig ist ,sie hat ja auch noch ein Leben.

    Aber dann ist es trotz Fernsehen so ruhig ,das es fast weh tut und unheimlich ist ,obwohl ich hier schon

    30 Jahre wohne.


    Ich habe noch keinen weg gefunden um damit umzugehen .

  • wie bei mir Birgit, ich lebe mit meinem ältesten Sohn, seit mein Mann krank wurde, ist er hier im Haus...er sitzt in seinem Zimmer, ich irgendwo im Haus...wir unterhalten uns generell sehr wenig, weil er immer schon ein sehr stiller Mensch war, und auch ist...

    Mein Schwager sagte einmal, wenn du nicht reden willst, redest du am besten mit ihm....ja ...aber er ist halt so....ich bin froh das er da ist,...und wenn er merkt es geht mir ganz schlecht, weicht er auch nicht von meiner Seite....aber ich bemühe mich auch sehr, ihm nicht zu sehr in Beschlag zu nehmen,...er ist 32 hat ein Recht auf sein eigenes Leben, und das nimmt er sich auch, und das ist auch gut so... aber es hilft schon enorm, zu wissen, da ist e noch wer ....wenn ich stürze, oder so ...für mich eine Beruhigung..


    Renate

  • Hallo Renate


    Ja es ist schön wenn man Kinder hat die in der Nähe (zu Hause) sind ,ich habe noch einen Sohn ,der Lebt aber in Bayern

    und kann nicht viel Helfen meine Tochter ist 39 Jahre und war auch dabei als Helmut noch zu Hause war

    und hat oft geholfen ,wenn es nötig war.


    Ich habe einiges gelesen über dich und deine Trauer,

    Ich bin zwar auch Gläubig ,wir haben ja auch kirchlich geheitrat ,aber zum ende von Helmuts Leben habe ich auch

    ein wenig mit Gott gehadert ,mein Helmut musste schon soviel mitmachen ,musste da der Blöde Krebs

    auch noch Kommen und Helmut so quellen :13:

    Dennoch hatte Helmut einen Pfarrer gehabt . Die Trauerfeier fand aber in der Friedhofskapelle Stadt

    und nicht in der Kirche ,es war auch sehr würdevoll so wie ich es mir für ihn gewünscht habe.

    Ich hoffe sehr Helmut ist mit allem zufrieden ,den er hat nie über seinen tot und die Beisetzung gesprochen.


    Ich musste alles so machen wie ich glaube das er es gut fand .

    In unsere gemeinsamen 43 Jahren hoffe ich meinem gut genug kennen gelernt zu haben .


    Ein steht fest ich lieb Helmut über alles und das wird sich nicht ändern<3

    Liebe Grüße Birgit

  • ja Liebe Birgit, leider war es bei mir so, das wir nur bis zu 15 Personen an der Trauerfeier teilnehmen durften, wegen Corona, das war alles andere als würdig, und so hätte er, das weiß ich , das nie gewollt...beschäftigt mich auch ganz stark...wir haben vor, ein Requiem für ihn abzuhalten, aber wann das sein wird, ....ist halt immer noch wegen Corona alles eingeschränkt...

    Und gesprochen, haben wir auch nie über ein Begräbnis, aber weil wir ja dachten , er schafft das...

    Ich denke wir haben beide, und sicher auch alle anderen hier, versucht, das richtige für unsere lieben zu tun, ...

    Schön das deine Tochter dich unterstützt, ich bin auch sehr froh, meinen Sohn zu haben...


    Was das Thema glauben betrifft, ja doch, ich habe immer an Gott geglaubt, mein Mann noch intensiver als ich, und ich habe ihm immer noch nicht

    " verziehen " unter Anführungszeichen...das er mir meine Liebe genommen hat...wie ich schon einmal sagte, ...er hätte mal ein Auge zudrücken können, und eines seiner Wunder geschehen lassen können....war er doch so ein guter Mensch.


    Ich hörte vor kurzem...wo Gott einen Punkt setzt, soll der Mensch kein Fragezeichen daraus machen...


    Für mich eine nicht nachvollziehbare Floskel, ...


    Ich wünsch dir noch einen erträglichen Abend,

    Liebe Grüße

    Renate