Posts by Verbuendete

    Liebe Renate ich glaube nicht, dass du jetzt plötzlich durch dein Enkelkind einen Sinn im Leben finden wirst. Ich denke di Frau, die das gesagt hat, hat entweder nicht nachgedacht oder aus Verzweiflung, weil sie nicht weiß, was sie sagen kann, etwas gesagt, damit was gesagt ist. Schade. Solche Aussagen sind nicht besonders hilfreich denke ich. Ich bin im Moment ganz tief im Tunnel, im Tal. Kein Energiestrahl erreicht mich... tut mir leid, dass ich dir grad sonst nix anbieten kann. W.

    Wenn ich sagte :Schatzele Ich bin wieder da, dann hat er verschmitzt gesagt:ich Habs befürchtet!! Und je nachdem, wie mein Tag war mussten wir kichern oder manchmal war mies auch zu "falsch". Dann habe ich gesagt:das kann ich leicht ändern, hab die Haustür Schlüssel geschnappt und dann hat er von drinnen gerufen: schatzele komm rein und küss deinen Mann. Dann müssten wir beide lachen. Ich vermisse das auch wahnsinnig. W

    Liebe Renate, du und Walter ihr seid verbunden miteinander, er passt auf dich auf und hilft dir, wenn du seine Hilfe brauchst. Ich habe heute mit jemandem geredet, der bereits im Jenseits war und zurückgeholt wurde durch Herzmassage. Er sagte dass es eine allumfassende Liebe gibt auf der anderen Seite und dass das Licht und die Farben dort so unbeschreiblich schön waren, dass seine Schmerzen alle weg waren und er pures Glück bzw eine Art Glückseligkeit erfahren hat und keine Angst mehr vorm Sterben hat. Ich glaube Walter und Jürgen sind an einem sehr schönen Ort. Waltraud

    Ich mahle auch schon wieder alle meine herum fliegende Gedanken durch den Fleischwolf bis nur einzelne Gedankenfetzen wie Buchstabensuppe schwerelos in meinem Kopf herummsurren und gedacht werden wollen.

    Liebe Kikiro, du Liebe, heute sind all deine schweren Gedanken wieder präsent. Ich denke das ist sehr belastend. Deine Schwester und dein Freund müssen sich nicht mehr quälen. Das ist wenigstens gut. Ich umarme dich und hoffe du kannst den schweren Termin! irgendwie überstehen. W.

    Liebe Wanderin. Es tut mir sehr leid zu hören dass du jetzt alleine bist, deinen Seelenmensch loslassen musstest und es dir den Boden unter den Füssen wegzieht. Jeder durchlebt die trauridste Zeit seines Lebens und ich kann dir nicht sagen wie du dich über Wasser halten kannst. Vermutlich nur wie wir alle hier, nämlich paddeln u Schwimm bis zur Erschöpfung, ja bis man glaubt unterzugehen, und es sich sicherlich auch oft wünscht, unterzugehen. Manchmal habe ich gehofft nicht mehr aufzuwachen, aber leider bin ich immer wieder wach geworden um festzustellen dass mein Alptraum Realität ist. Du siehst, wir alle haben den Weg hierhin gefunden, vielleicht auch ein Stück weit um zu erfahren was wir schon wissen, aber eben auch um festzustellen dass es nicht nur mir oder dir so geht, sondern jedem von uns. Jedem auf die ein oder andere Art. Irgendwie hat mich allein das Wissen darum, nicht verzweifeln lassen. Ich gebe dir ein klein wenig von meiner Kraft ab. Und ich würde dich in den Arm nehmen und dir sagen wollen, sei willkommen, hier, wo keine (r) sein will. Verbündete

    Ach Engels Mann, du und auch deine Frau haben viel durchgemacht. Sie ist jetzt in einer Fried vollen und schmerzfreien Zone angekommen und Dir bleibt nur übrig irgendwie auszuhalten.... . Ja, du hast Recht der Schmerz nimmt bei vielen nicht ab... Aber bei vielen wandelt er sich und ich glaube, dass du bewusst im Schmerz geblieben bist (deine Computererledigungen bei dir daheim und nicht bei deinem Vater erledigt) um in ihrer Nähe zu sein und auch das finde ich persönlich sehr wichtig. Denn ich glaube dass das auch hilft beim Versuch herauszufinden wie sich der Verlust anfühlt. Ich persönlich glaube nicht dass unsere Partner einfach verschwunden sind, sondern dass sie erlöst sind von allen Qualen und auch wenn sie nicht sichtbar sind, so sind sie in unserer Nähe als Materie. Ich bin zum Beispiel sehr gerne daheim und kann es zulassen zu weinen und zu bereuen.... Aber das war nicht von Anfang an so. Jürgen ist am 04. August morgens bei Sonnenaufgang gegangen und begreifen kann ich es noch immer nicht, dass er nicht mehr bei mir ist. Ich verstehe deine Verzweiflung und ich kann dir keine Hoffnung machen dass das Gefühl des verlorenseins weggeht, aber ich kann dir sagen dass du Freunde hier hast die dich auffangen. Übrigens finde ich es gut dass du das alles geschrieben hast. Waltraud

    Es gibt Parallelen. Jürgen hat sich auch oft geweigert einzuschlafen, oder schlimmer noch, er hatte Angst davor. Er wollte nämlich auch nicht mehr aufwachen. Immer wenn er aufgewacht ist, hat er keine Luft bekommen. Daher wollte er lieber nicht mehr aufwachen. Paradox, furchtbar, schlimm. Warum wird uns der Tod immer als Feind verkauft. Vielleicht ist er unser Freund?! Zumindest für die, die gehen möchten. Da würde ich es mir wünschen.