Von heute auf morgen habe ich das Glück meines Leben Verloren mein Helmut und meine Nadja

  • Liebe Birgit,


    laß die Tränen laufen, das befreit ein wenig. Ich führe einTrauerbuch, es ist wie einTagebuch. Angefangen habe ich das Buch

    24.01.2019, also einen Tag nach seiner Notoperation.Vieles habe ich mit Videos dokumentiert oder fotografiert. Er lag ja 3 Monate

    auf der Intensivstation, davon 7,5 Wochen im Koma . Das Pflegepersonal sowie die Professoren, Oberärzte waren einmalig.

    Man hat mich sehr unterstützt. Als ich um die Genehmigung bat ,alles fotografieren zu dürfen, natürlich nur Sachen die meinen Man betreffen

    gaben sie sofort ihr OK. Sie selbst sind oft auf dem Fotografien zu sehen

    Nach seinem Tod, schrieb ich weiter, meine Emotionen, meine Ängste, die Leere, jeden Tag etwas.

    Das hilft auch etwas Birgit, versuche es doch einmal.


    alles Liebe

    Maike

  • Danke petronella

    Sehr liebe von dir was du geschrieben hast und leider stimmt es was im Krankenlos war Last mich nicht los

    Ich hoffe das ihr recht habt und min Helmut bei mir ist und es ihm gutgeht obwohl ich ihn noch nicht spüre


    vielleicht kommt das noch und ich hoffe das ich nicht zu lange darauf warten muss Helmut wieder zu sehn:love: kann.


    Auch dir Maike Danke ich ,das mit dem Tagebuch mache ich in der Art .bis jetzt nicht jeden Tag und mehr

    als Briefe an Helmut ,leider durfte ich nicht alles fotografieren .Aber ich habe ja meine Erinnerung.

    Das Blöde bei uns war ja das in Helmuts Zimmer Corona Verdacht ausgebrochen ist ,mein Mann zwar keine Corona

    hatte und er 24 Stunden alleine bleiben musste und das hat ihm wahrscheinlich viel Kraft gekostet

    als ich endlich zu ihm kommt konnte er nicht mehr sprechen und war kaum noch wach ,Das wir nicht mehr

    miteinander Reden konnte finde ich sehr schlimm ,jetzt ist zu spät ,leider ich hätte ihn noch so viel gefragt oder

    gesagt .Jetzt rede ich immer mit Helmut bekomme aber keine Antwort und das mach alles noch schlimmer ,

    Er war doch mein Leben .....:13::13:

  • Tja, das ist so eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle.

    Wie schaffen die das?

    Aber schaffen sie es?

    Ich glaube inzwischen, diese Frage verneinen zu können.

    Es gibt hundert verschiedene Wege die Trauer zu verarbeiten, aber letztendlich ist es doch für alle immer das Gleiche.


    Und wenn ich von mir sprechen darf, so habe ich gar nichts geschafft, sondern das Leben hat MICH geschafft.

    Das was meinem Mann und mir geschehen ist war jenseits meines Vorstellungsvermögens und es ist ein Wunder, dass sich alles gefügt hat ohne dss ich verrückt geworden bin.


    Irgendwie geht es immer weiter, es ist zwar kein Trost, aber ein Versprechen.

    Von mir eine ganz, ganz liebe Umarmung und alles Liebe Gabi

  • Zur zeit weiß ich nicht was mit mir los ich ist ,ich weine und weine ,es ist fast noch schlimmer

    als ich meinen Mann gerade verloren hatte .

    Es ist als wird der Verlust schmerz immer schlimmer als besser.

    Vielleicht gehört das zur Trauer ,das weiß ich ja nicht

    Und mein Herz kann sich nicht damit abfinden das ich meinen Helmut nicht wieder sehe

    zumindest jetzt nicht .

  • Liebe Birgit,

    ich kann genau nachvollziehen, was du meinst. Die Bestatterin, die die Beisetzung von Achim organisiert hat, sagte im Juli zu mir,

    sie wolle mich nicht verunsichern, aber nach der Beisetzung nimmt der Schmerz erst mal zu. Ich war dann erst noch beschäftigt mit der Auflösung seiner Wohnung, die er noch im Elternhaus hatte. Aber seit dem geht es mir permanent schlechter. dazu kommt, dass uns der eigene Körper in den ersten Tagen und Wochen noch schützt. Man weiß zwar, dass das was da passiert ist schlimm und unumkehrbar ist, aber wir können noch reagieren und manchmal sogar lachen.

    Aber je länger die Abwesenheit unseres Liebsten dauert, umso mehr kommt das Unbegreifliche bei uns an: Sie sind gegangen und kehren nicht zurück. Wir bleiben zurück- unendlich verloren....

    Ich schick dir eine liebe Umarmung

    Johanna

  • Oh Johanna

    du hast ja so recht

    mein Mann hat viel gebastelt als er das noch konnte und alles steht hier ich möchte das auch so

    alles soll so bleiben ,wie es war als Helmut ins Krankenhaus musste und für meine Tochter und mich Lebt er noch hier

    Heute habe ich Helmut Computer angemacht ,es war schön und traurig zugleich.

    ich bin froh das ich überhaupt reingekommen bin . Er hat immer gesagt alles was mir gehört gehört auch dir

    ich habe ein paar sehr schöne Sachen gefunden die mich sehr gefreut haben

    und ich schreibe Tagebuch in Briefform als würde ich Helmut jeden Tag einen Brief schreiben ,das hat mir Maike aus

    diesen Forum mitgeteilt und das hilft ein wenig .


    So liebe Johanna

    Von Witwe zu Witwe ich wünsche dir ein ruhigen Abend und eine gut gute Nacht


    Birgit

  • Hallo zusammen

    wieder einen Tag alleine ,ich habe ein wenig angst ,es ist schrecklich lange Dunkel ,dann kommen die negativen Gedanken

    Noch mehr . Ich vermisse ihn so sehr ,leider träume ich nicht ,ich schlafe ja ohnehin nicht so gut .

    Ich hoffe Helmut meldet sich mal irgendwie

  • Liebe Birgit,

    inzwischen ist es ein wenig heller geworden. Ich zünde morgens immer zuerst eine Kerze an. Die fortschreitende

    Dunkelheit macht sicher manchen von uns das Herz noch schwerer. Licht ist für mich sehr wichtig geworden. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du die Nähe Deines Liebsten heute spüren darfst und sende Dir einen Schein der Tischlampe, die vor mir steht.

    Tröstende Grüße

    Sommermond

  • Danke Sommermond

    Vielleicht gehöre ich ja zu denn die nie etwas von ihren Partner hören oder spüren ,

    Ich habe gelesen wenn man sich von den Verstorbenen etwas wünscht das geht nicht in Erfüllung

    vielleicht bin ich aber aus zu ungeduldig .Ich bin mir sicher das Helmut mich liebt ,Das hoffe ich jedenfalls

    Zur zeit ist es ohnehin so das ich ihn jeden Tag mehr vermisse ,manchmal Glaube ich ich halte es nicht mehr aus.

    Dann quellen mich immer noch Fragen ,zum Beispiel nehme ich an das Helmut große Angst hatte als er 24 Stunden

    allein bleiben musste und das ich ihm nicht mehr Helfen konnte und wir danach nie mehr sprechen konnten

    macht mich wahnsinnig .

    Ich bin gerade nach Hause gekommen und immer noch verstehe ich nicht das er nicht mehr da ist

    dabei weiß ich doch das er tot ist :13:

  • Liebe Birgit,

    Herz und Verstand sind getrennt voneinander. Das Herz begreift lange nicht, was unser Verstand wahrnimmt.

    Ich spreche oft mit meiner Zwillingsschwester, meist alltägliche Dinge, das hilft mir, Nähe zu ihr zu finden.

    Ich bin davon überzeugt, dass sie mir immer wieder hilft, z.B. beim Bettenbeziehen. Da hab ich mich immer schwer getan, so hat sie das in der Vergangenheit gemacht, jetzt kann ich es ganz gut. Unser Pfarrer hat erwähnt, dass wir unsere Liebsten bitten können, für uns zu beten. Ich habe heute Mut gefasst und es getan. Sei ein bisschen geduldig mit dem Spüren seiner Nähe. Ich denke, wenn wir ganz tief trauern, nehmen wir diese Nähe nicht wahr. Ich bin davon überzeugt, dass Dein Mann Dich begleitet und Dich liebt.

    Ich drücke Dich tröstend.

    Liebe Grüße

    Sommermond

  • Liebe Birgit,


    ich träume kaum von meinen Mann, aber am Grab spüre ich seine Nähe. Für

    mich ist der Friedhof ein Ort der Ruhe, ein Ort zur Trauerarbeit und Trauerbewältigung

    ich spiele ihm leise unsere Lieder vor und erzähle ihm was in der Welt passiert ist. Auch wenn mein Friedhofsbesuch

    oft mit Weinkrämpfen endet, bin ich gerne dort

    Auch nach 18 Monaten vermisse ich M immer noch, begreife nicht, dass er für immer fort ist.

    Nichts tut so weh wie eine Trennung oder der der Verlust eines geliebten Menschen.

    Ich hoffe für uns alle, dass unsere Trauer irgendwann leiser wird.


    alles Liebe

    Maike

  • Danke liebe Sommermond


    Danke für deinen Aufbauen Seiten und Vor einer halben Stunde habe ich meinem Helmut im Kopfhörer

    gehört ,nur ganz Kurz ,er hat meinen Namen gerufen ,mir wurde sehr heiß aber ich habe mich über dieses Zeichen

    gefreut

    Aber auch deine Nachricht hat mich sehr getröstet ,ich finde es schön das deine Schwester dir auch den wo auch immer

    hilft .

    Was du geschrieben hast werde ich mir zu Herzen nehmen


    vielen Dank noch mal und schönen Abend

    Liebe Grüße Birgit

  • Hallo Maike


    Ich träume zur zeit überhaupt nicht, Vielleicht geht mir Zuviel im Kopf rum,

    Aber ich gehe auch wie du sehr gerne zum Friedhof ,jeden morgen ganz früh

    nach meinen Frühstück ,Dann bin ich meisten noch alleine nur die -Arbeiter sind da.

    Dann schaue ich nach den rechten und mache es Sauber und sorge dafür das immer eine

    Frische Kerze an ist .Und ich rede mit Helmut immer und überall ,manchmal laufen auch tränen

    Ich gehe wie du gerne hin ,ich bin meist nie lange dort aber die zeit reich und es tut mir meisten gut .

    bei uns sind es heute 68 Tage .Aber auch wenn mein Verstand sagt das es für Helmut besser ist

    Mein Herz will das nicht es will ihn halten ,wiederhaben ,aber leider geht das nicht

    Du hast recht, nicht ist so schlimm wie den geliebten Menschen zu verlieren

    auch ich hoffe das die Trauer ringend wann leiser wird ,aber wenn ich es bei euch so lese

    Dann dauert das noch ,

    dir auch alles Liebe Birgit

  • Hallo Bettyna

    Auch dir gebe ich recht es ist gut wenn man auf den Friedhof und auf dem Grab steht ein Name

    Sein Name .Ich wollte auch das ,das Grab nicht Namen los bleibt ,0bwohl ich ahne mein Mann

    hätte gesagt ,es braucht kein Name Drauf Hauptsache du (ich )weis er da liegt .

    Es ist meisten ein ruhiger Ort.


    Liebe Grüße Birgit

  • Liebe Birgit,

    ich bin heute 127 Tage Witwe und fühle keine Verbesserung, eher denke ich jetzt darüber nach, wie schlimm es für ihn war. Er konnte nur noch undeutlich sprechen, die rechte Seite war fast gelähmt....

    hatte er Angst, Schmerzen trotz Morphium, hat er meine Liebe, meine Anwesenheit noch spüren können?

    Ach Birgit, so viel, was wir nicht wissen. Mein Mann hat durch das Medium sagen lassen, dass er froh war, seinen Körper verlassen zu dürfen.

    Auch das tut irgendwie weh, obwohl ich ihm gewünscht hatte, in Frieden und ohne Schmerzen zu gehen...

    Ich drück dich aus der Ferne

    Johanna

  • Hallo Johanna


    vielen Dank für die Erklärung aber ein Medium im Moment noch nicht ,ich weis mein Mann hätte das auch nicht gewollt

    ansonsten geht es mir so dir .Helmut ist 68 Tage Tot und ich weis das er angst hatte ,zu mistend wenn Helmut alleine war .

    Helmut konnte nie gut alleine sein seit er so krank war und hier zu Hause war er es auch nie ,aber im Krankenhaus

    ist er wahrscheinlich viel alleine Gewesen und durch die Corona zeit ist das ja noch alles viel Schlimmer

    Da darf man ja nur wenig besuchen. Ich hatte das Glück das Die Ärztin mir mehr Besuchszeit erlaubt hatte und

    Schmerzen hat er bestimmt auch gehabt . Das mit der Angst macht mir schlaflose Nächte ,ich bin ja froh

    gewesen das man mit erlaubt hatte die letzten eineinhalb Tag in Helmuts Leben bei ihm bleiben zu können

    ich habe ja auch da geschlafen, aber leider konnte Helmut ja nicht mehr sprechen ,er hat nur zweimal

    leise gesagt das er nicht sterben will, leider Helmut es nicht geschafft.


    Ich kann dich sehr gut verstehen und es macht sehr traurig das sie uns verlassen mussten und dann noch mit

    Schmerzen .

    Ich schicke dir auch Grüße aus Hilden In NRW,.

    Birgit