Beiträge von Kat

    Hallo liebe Forumsmitglieder :)
    es ist schon eine Weile her seit ich mich hier gemeldet habe. Ich brauchte etwas Abstand vom trauern und den vielen Geschichten , welche mich immer sehr betroffen machten. Seit mein Mann ganz unerwartet in meinen Armen gestorben ist, sind nun etwas mehr als 2 Jahre vergangen. Ich kann von mir sagen das es mir seeehr viel besser geht auch wenn immer noch von Zeit zu Zeit kleinere Trauerwellen vorbeikommen.Ich habe gelernt besser mit ihnen zurechtzukommen und sie sind auch meist sehr viel milder und weniger lang geworden.Das erste halbe Jahr war der Vorhof zur Hölle für mich und die anschliessenden 7 Monate , welche ich in einer Klinik verbrachte war war dann die Ankunft in der Hölle. Tönt zwar etwas dramatisch aber genau so fühlte es sich an. Lange Zeit dachte ich , dass ich es nicht schaffen werde und doch hatte ich einen Sohn für den ich weitermachen musste.Zum Glück kann ich heute sagen.Ich wurde in der Klinik hervorragend betreut und ich habe als ich nicht mehr weiter wusste einen ganz lieben und tollen Mann kennengelernt, der leider das gleiche Schicksal erleben musste. Nach einiger Zeit wurden wir ein Paar und ich bin zu ihm in sein Häusschen gezogen.Es ging alles sehr langsam und in kleinen Schritten aber ich habe es geschafft aus meiner tiefen Depression zu kommen und wieder Lebensfreude zu entwickeln. Ich sehe die Sonne wieder und dieses Jahr habe ich unseren ganzen Garten mit farbigen Blumen vollgestopft und ich habe richtige Freude daran. Eine Freude , welche ich für immer verloren geglaubt zu haben schien.Ich habe nun ein anderes Leben als ich mit meinem verstorbenen Mann hatte aber es fühlt sich gut und richtig an.Auf meinem schwierigen Weg durch die Dunkelheit, habe ich viele Menschen kennengelernt, welche mir die Hand gereicht haben.Viele tiefsinnige Gespräche wurden geführt und Freundschaften sind enstanden die wirkliche Tiefe haben.Von meinen ehemaligen Feunden und auch von meiner Familie wurde ich fallengelassen wie eine heisse Kartoffel.Es war eine schlimme Erfahrung für mich. ;(
    Umso mehr schätze ich die neuen Bekanntschaften und auch den veränderten Blickwinkel, den ich durch diese Lebenserfahrung gemacht habe.Die Trauerarbeit ist eine sehr tiefe und schmerzvolle Arbeit die viel Kraft und Durchhaltevermögen braucht und leider braucht sie auch sehr viel Zeit aber sie geht zu Ende .Die Wellen werden milder, der Schmerz geht langsam zurück und du lernst wieder zu gehen.Deinen ganz eigenen Weg der gut für dich ist. So, habe ich meine Erfahrungen gemacht. Mein Leben ist wieder geordnet und halbwegs strukturiert.Ich sehe wieder langsam nach vorne und sehe da nicht nur einfach ein dunkles Loch . Es scheint wieder die Sonne da. :thumbup:
    Meinem Sohn geht es auch wieder viel besser und er konnte seine Lehre nochmals beginnen , nachdem er sie abbrechen musste , weil er komplett mit der Situation überfordert war. Er besucht im Moment die Autofahrschule und in unserem Auto hat er immer den alten Fahrausweis seines Vater mit dabei als er ca. 25 Jahre alt war.
    Ich lese auch jetzt immer wieder einmal eure Beiträge durch und es macht mich noch immer betroffen , weil ich meine Schmerzen die ich erleben musste in euren Geschichten wiedersehe.Ich würde manchmal einfach am liebsten vorbei kommen mit einem Kaffee, euch ich den Arm nehmen und euch erzählen lassen über eure Trauer. Ich denke, das Menschen welche das noch nicht erlebt haben, einfach nicht nachvollziehen können , was da mit einem passiert. Es ist meist auch sehr schwierig selber zu begreifen, was da genau passiert, auf was man so gar keinen Einfluss hat.
    Ich möchte euch , die ihr noch ganz am Anfang steht einfach Mut machen.Als ich in der Klinik war , hat mir eine Pfarrerin gesagt, das einem nur so viel zugemutet wird , wie man aushalten kann. Heute muss ich das bestätigen auch wenn ich damals so gar nichts damit anzufangen wusste. Es ist ein schwerer und grausamer Weg aber er ist zu bewältigen. Einfach weitergehen.........nicht zuviel denken. Die Türen werden aufgehen wenn die Zeit richtig scheint.
    Ich möchte euch Mut machen , das ihr wieder Ganz werden könnt auch wenn ihr sehr mit eurem Verstorbenen Menschen verwoben ward. Vielleicht braucht es auch Hilfe von aussen und sonst vorallem von Menschen die Wissen welchen Kampf ihr gerade ausfechten müsst. Niemand weiss das besser als die, die es erlebt haben. :33:
    Drum möchte ich ein grosses Dankeschön hier lassen an alle, die mich so unterstützt habt, mit Worten und mitfühlenden Gedanken. Es hat mir sooooooo sehr geholfen, denn ihr ward immer da wenn ich reden musste und einfach irgendwelche Unterstützung brauchte. Vielen, vielen Dank. :2: :2: :2:
    Morgen feiert mein Sohn seinen 19. Geburtstag. Den dritten seit sein Vater gestorben ist. Wir , das heisst mein Sohn, meine Mutter ich und mein neuer Lebenspartner werden essen gehen und wir freuen uns sehr darauf ( auch wenn es 33 Grad wird, uff )
    Mein Leben geht weiter und es ist gut so wie es ist.
    Ich wünsche euch allen noch eine schöne Pfingsten und wünsche euch viel,viel Kraft für euren Weg.
    Schritt für Schritt für Schritt.......................es geht!!
    Alles Liebe
    Katharina Zurbuchen

    Hallo meine Lieben
    ich war eine ganze Weile nicht mehr hier im Forum.Ich möchte mich bei euch für eure Worte an mich ganz herzlich bedanken.Ich dachte, dass nach dieser Zeit bestimmt niemand mehr an mich denkt. Es hat mich ziemlich berrührt das dies nicht so war. Ja, in meinem Leben hat sich ganz viel getan und viele Veränderungen haben mein Leben die letzten Monate bestimmt.
    Ich war 5 Monate stationär in einer Klinik um meine schwere Depression zu behandeln. Ich wollte so um den Jahreswechsel die Klinik wechseln , weil ich dachte , dass ich in der anderen Klinik noch mehr Therapien zur verfügung habe.Ich habe mich dann aber doch dagen entschieden , da ich zu meinem Psychologen und dem ganzen Team in der Alten klinik ein wirklich supertolles und enorm unterstützendes Team hinter mir hatte. Die Entscheidung war dann auch richtig und ich habe nach langen und extrem schmerzvollen Monaten anfang März in den Tagespatientenrythmus über gehen können.Das heisst, dass ich am Abend immer nach Hause gehe und auch sonst nur noch zu selbstgewählten Therapien in die Klinik gehe. Am Anfang war es etwas schwierig aber unterdessen geht es ganz gut. Ich mache gute Fortschritte auch wenn mich immer mal wieder die Schwemütigkeit besucht. Ich bin unterdessen auch umgezogen, da ich es in der alten Wohnung in der auch mein Mann gestorben ist , nicht mehr ausgehalten habe. Auch das Glück ist wieder in mein Leben zurückgekeht , denn ich habe seit 2 Monaten einen neuen Partner. Wir haben uns in der Klinik kennengelernt, denn auch er hat letzten September seine Frau verloren und brauchte für eine Zeit Unterstützung. Nachdem er wieder zu Hause war, hat er mir immer geholfen so gut er konnte und wir haben noch manches Mal, nachdem er mich fürs Wochenende nach Hause fuhr , noch lange gequatscht. Wir wussten einfach beide, wie es dem anderen erging und konnten uns gegenseitig etwas helfen.Für mich war aber immer klar , dass es für mich nur eine Freundschaft sein konnte aber nicht mehr. Er hat mir trotzdem lange Zeit immer geholfen und ist nie von meiner Seite gewichen , wenn es mir schlecht ging.Ja und dann bekam ich plötzlich doch Gefühle für ihn , was ich nicht gedacht hätte und seit 2 Monaten sind wir nun ein Paar. Er hat mir im nachhinein gestanden , dass er mich schon lange liebt und einfach gewartet habe bis ich mich öffnen konnte. Nun bin ich bei ihm eingezogen und wir haben hier ein kleines Häusschen , das wir mit 3 Hunden , 4 Katzen und 2 Hühner bewohnen. Auch mein Sohn kommt ganz gut klar mit meinem Freund und wir konnten bereits jetzt eine richtig tiefe Beziehung zueinander aufbauen. Es war wirklich ein wahrer Glückstreffer, das wir uns gefunden haben.,lTrotzdem bin ich noch nicht in meinem neuen Leb en angekommen.Dies wird wohl noch eine Weile dauern .Zuviel hat sich in einem Jahr für mich verändert aber ich bin sehr glücklich das ich ein neues Heim gefunden habe in dem ich mich zu Hause fühle und dass ich einen richtig tollen Mann an meiner Seite habe.
    Ich hoffe dass es auch bei euch positive Veränderungen gegeben hat und ich vielleicht hier ein paar positive und mutmachende Ermutigungen machen darf.Ich habe lange Zeit gedacht, dass ich es wohl nicht schaffen werde und doch haben sich auf einmal Wendungen in meinem Leben ergeben , die mir geholfen haben und sogar das Glück den Weg zu mir gefunden hat.
    Danke nochmals für euer Interesse und ich wünsche mir ganz fest aus meinem Herzen heraus, dass das Glück auch den Weg zu euch finden wird.
    Alles Gute und viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit!
    Alles Liebe
    Kat

    Ach Mensch Sandra,
    kann mich endlich wieder mal melden und möcht dich ganz fest in den Arm nehmen. :30:
    Es tut mir so unendlich leid , dass du dein Hundemädchen hast gehen lassen müssen.Manchmal ist es einfach unfassbar was einem zugemutet wird.Auch ich musste unendliche Schmerzen erleiden , weil ich noch immer in der Klinik bin und es meinem Sohn zunehmend schlechter ging und sich das Familiengericht eingeschaltet hat.Es hat sich aber unterdessen eine Lösung ergeben und mir geht es auch wieder etwas besser.Mein Sohn und mein Hund ist alles was ich habe und es ist mehr als schwierig wenn es Probleme gibt.Mein Hundemädchen ist auch schon 13 Jahre alt und wird nicht mehr soooo lange leben.Ich sehe sie jeweils nur am Wochenende und muss immer wieder schauen, wo ich sie für die Wochentage unterbringen kann.Ich weiss, dass ich sie auch gehen lassen muss wenn ihre Zeit gekommen ist und es ist einfach nur so unsagbar schwer loszulassen.Man kann es versuchen,immer wieder.....Ob es einem gelingt zeigt sich.Ich verstehe deine Einsamkeitsgefühle, denn auch ich werde davon germartert.Heute ist Sonntag.Wenn ich in der Klinik bin und meine Therapien absolviere, habe ich Abstand aber sobald ich am Wochenende nach Hause komme und vorallem am Sonntagmorgen überfällt mich diese Einsamkeit brutal.Alles ist leer.Kein Zuhausegefühl,keine Umarmung, keineGemeinsamkeiten.Einfach nur Leere.Ist schwierig auszuhalten.Ich habe richtig tolle Menschen in der Klinik kennengelernt , die auch die Klinikzeit überdauern und wirkliche Nähe zulassen.Diese Menschen helfen mir, diese Leere etwas auszuhalten.Man ist nicht allein aber das Gefühl im innern ist anders.Es muss einfach gelebt werden , damit es sich umwandeln kann.Es tut einfach nur sehr weh und man möchte es nicht spüren.Es gibt wohl kein Patentrezept weil wir alle eben einzigartig sind und es auch bleiben. :022:
    Es wird bald Frühling , liebe Sandra und ich hoffe , dass es dann besser zu ertragen ist, wenn die Wärme zurückkehrt und alles zu blühen beginnt.Auch für mich hoffe ich , dass mit dem Frühling eine neue Zeit beginnen wird.Ein neues Lebensgefühl entsteht.
    Ich wünsche es dir soooooooooooooooo fest und auch für alle die leiden und hier mitlesen.
    Alles Liebe für dich , Sandra und eine richtig feste und warme Umarmung von mir . Wir sind bis hierher gekommen ...............wir werden auch das schaffen!!!!!!!!
    Kathrin

    Liebe Sandra
    nun ja , auch ich konnte es kaum glauben, was du da geschrieben hast.Es tut mir einfach unsagbar leid. :33:
    Irgendwie fehlen einem da die Worte.Ich hoffe so sehr für dich , das dich dieses tragische Ereignis nicht wieder zu fest runter zieht.Du bist auf einem so guten Weg.
    Ich denke so viel an dich und es tut mir in der Seele weh , wie sehr auch du weiterleiden musst.Als ob es kein Ende gibt.
    Ich wünsche dir ganz,ganz viel Kraft auf deinem Weg und der Frühling ist nicht mehr so weit.
    Nach jedem Winter kommt auch wieder ein Frühling...... auch für uns.Ich glaube fest daran.
    Ich bin in Gedanken bei dir.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Das neue Jahr hat begonnen.Habe mir so gewünscht ,dass es endlich besser wird.Leider ist das nicht so.Die Seelsorgerin von der Klinik in der in immer noch bin!!!!!!!!!!!,hat mir ja kurz vor Weihnachten eine Feier für meinen Mann gemacht.Es war sehr berührend und es war genau so wie er es gemocht hätte.Sehr schlicht , voller Tiefe und in einem kleinen Rahmen.
    Es hat mir sehr geholfen und es ging dann auch über die Festtage einigermassen obwohl ich natürlich sehr traurig war. Am Heiligabend hat mein Sohn und ich eine Wunschlaterne für unseren Andreas fliegen lassen und wir haben ihr nachgeschaut wie sie ganz hoch in den Himmel flog und dann irgendwann nicht mehr zu sehen war.Das hat uns gut getan.
    Das neue Jahr hat dann eben mit vielen Wünschen und Hoffnungen begonnen.Aber leider.............
    Wie gesagt bin ich immer noch in der Klinik und ich hatte letzte Woche wieder einen Zusammenbruch.Es ging mir schon etwas besser und ich hatte schon Hoffnung , dass ich nun endlich aus der schweren Depression herauskomme. Alle hatten wir Freude, die Ärzte, der Psychologe und meine lieben Mitpatienten.Und dann letzte Woche wieder ein Zusammenbruch.
    Weinen,abgrundtiefe Gefühle die einen fast umbringen,keine Kraft und Schmerzen im ganzen Körper.Einfach nur grässlich!!!!!
    Meinem Sohn geht es auch nicht gut. Er ist einfach überfordert und weiss auch nicht mehr weiter. Er geht nun zu einem Jugendpsychologischen Dienst , die Erfahrung mit Jugendlichen haben , welche Probleme mit schwierigen Situationen haben und sie auch in der Ausbildung unterstützen , da er auch Probleme mit der Lehre hat.Er fehlt viel und er hat auch kein Ziel und keine Kraft im Moment .Es ist alles sehr schwer für ihn. wir haben leider auch von der Familie wenig unterstützung und es ist einfach nur schwierig.
    Weiss wieder einmal nicht wie es weitergehen soll.Es ist sehr,sehr belastend für mich , wenn ich sehe wie schlecht es meinem Sohn geht und ich einfach nichts tun kann.Nicht mal zuhause kann ich sein.
    Wann hört das denn endlich auf!!!!!Die Trauer ist eine Sache aber unsere Probleme sind irgendwie fast nicht mehr zu bewältigen.
    Ja und so geht es auch im neuen Jahr wieder weiter.Ich kann nur noch überleben , nicht mehr leben.Leider...........
    Traurige Grüsse
    Kathrin

    Ich danke dir liebe Sandra für deine Grüsse. Ich bin leider immer noch in der Klinik und ich habe hier einige Probleme mit dem Internet und daher kann ich nicht mehr so regelmässig schreiben. Mein Sohn ist nun bei der Familie seines Freundes und mein Hund ist bei einer Freundin. Leider geht es ihrem Vater nicht so gut . Er ist im Spital und so wie ich es verstanden haben sieht es nicht so gut aus. Wie gesagt bin ich immer noch in der Klinik und ich werde anfang Januar in eine andere Klinik umziehen. Die andere Klinik hat einfach noch mehr Therapieangebote und es ist auch eine sehr schöne Klinik auf einer Anhöhe. Ich hoffe einfach , dass es mir dort oben wieder ein Schritt weiterhilft und ich langsam , langsam wieder gesund werden kann. Es ist eine sehr komplexe Sache bei mir und es wird wohl noch etwas dauern bis ich wieder nach Hause kann. Ich versuche einfach keine Schuldgefühle zu haben (was sehr schwierig ist) und einfach weiter zu machen. Ich komme schon vorwärts aber wie gesagt nur sehr langsam. Ich hatte so gehofft , dass ich bis Weihnachten wieder zu Hause bin aber es ist jetzt halt so wie es ist. Morgen macht die Seelsorgerin von der Klinik eine Abdankungsfeier für meinen Mann. Eigentlich ist es speziell für mich , da bisher noch keine Abdankung stattgefunden hat. Vielleicht kann ich dadurch wieder ein Stück Abschied nehmen und das unvorstellbare wieder ein Stück mehr akzeptieren kann. Es ist sehr schön , das sie diese Feier extra für mich macht. Also ihr lieben. Vielen,vielen Dank für eure Worte an mich und ich hoffe , dass ich mich schon bald wieder melden kann.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Vielen lieben Dank für eure Worte.
    Ich bin so froh euch bei mir zu wissen und die vielen Mutmacher sind durch nichts zu ersetzen. Ich bin hier auf einer Station , wo nur Menschen mit Depressionen sind. Das ist gut von daher , dass man sich austauschen kann und auch hier, weiss dein Gegenüber von was du sprichts, weil er es kennt. Ich bin allerdings die einzige die durch einen Todesfall in diese Krankheit gerutscht ist und manchmal komme ich mir schon komisch vor , weil ich doch relativ viel und häufig weinen muss :13: . Ich habe nun ein Einzelzimmer bekommen , damit ich in Ruhe trauern kann.
    Allerdings fühle ich mich dann auch manchmal etwas alleine , weil ich vorher in einem Dreierzimmer war und wir doch immer etwas zu reden hatten. Hat eben alles seine vor und Nachteile.
    Mein Sohn wird voraussichtlich bei seinem Freund unterkommen , der ein Dorf weiter wohnt. Von da aus kann er auch gut zur Arbeit fahren und wenn er möchte , kann er mit dem Mofa auch mal nach Hause fahren. Eigentlich eine gute Lösung. Er vermisst mich einfach wahnsinnig und wenn ich am Wochenede nach Hause gehe und am Sonntag in die Klinik zurück muss ist das für uns beide immer schlimm. Ich denke immer , dass er mich doch braucht und ich bin einfach nicht fähig da zu sein. Für mein Mutterherz ist das die Hölle.Leider müssen wir da durch :33: :33: :33: .Iich hoffe einfach das wir es schaffen und wieder einmal richtig miteinander lachen können , so wie früher.Das wünsch ich mir.
    Also , ich schreibe hier direkt aus der Klinik und es hilft mir enorm , eure Worte zu lesen. Vielen , vielen Dank :2: :2:

    Vielen , vielen Dank euch allen für eure Worte und den Trost den ihr mir gebt.Ich bin leider immer noch hier in der Klinik und bei mir vermischen sich so einge Sachen miteinander , die nicht so leicht zu lösen sind.Leider geht es meinem Sohn nun nicht mehr so gut und er fühlt sich zunehmend überfordert. Auch die Lehre leidet darunter. Wir sind nun auf der Suche nach einer Pflegefamilie , die ihn während dieser Zeit aufnehmen würde und ihm ein wenig Stabilität und Unterstützung bieten könnte. Leider kann ich dies nicht im Moment und es zerreisst mir fast das Herz. Meine ganze heile Welt und meine über alles geliebte Familie wird zerrissen und für mich ist das wohl das schlimmste das mir hat passieren können. Ich hoffe , dass sich ein Weg finden wird , wie wir heil aus dieser Sache wieder rauskommen.
    Ich danke euch so sehr für eure Worte.Bin manchmal so verzweifelt.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Ich danke euch für eure aufmunternden Worte. Es hat mir unheimlich gut getan. Bin dieses Mal das ganze Wochenende geblieben. Heute war es etwas schwieriger aber ich möchte erst am Abend zurückgehen. Noch mit meinem Sohn zu abend essen. Wir haben heute einen Spaziergang gemacht undd es war für mich irgendwie schwer. All die Erinnerung auch die Erinnerung von den letzten 7 Monaten als ich so gekämpft und es doch nicht alleine geschafft habe. Es sind dunkle Gefühle. Ich hoffe, dass ich wieder einmal ein normales Leben führen kann.
    Ich danke euch nochmals für eure Worte.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Hallo zusammen
    danke liebe Linda ,dass du nach mir fragst. Ich dachte , dass mich sowieso niemand vermisst und ich hatte Freude dass doch jemand aus dem forum nach mir fragt.
    Ich bin anfang November in eine Klinik gegangen . Das heisst , ich hatte einen völligen Zusammenbruch ( habe nur noch geheult) das mein Arzt mich innert kurzer Zeit in eine Klinik überwiesen hatte. War ziemlich schlimm , meinen Sohn hier zurückzulassen. War auch noch nie in einer Klinik oder ein Spitalaufenthalt. zum Glück hatte ich zwei ganz tolle Zimmergenossinnen , die mich aufgefangen haben und mir etwas geholfen haben. Zuerst bekam ich mal Medikamente , die mich ruhiger gemacht haben und ich konnte dann endlich etwas ausruhen. Auch die Trauer hat sich beruhigt .Bin dann 2 Wochen in der Klinik gewesen ohne dass ich nach Hause ging. Meine Nachbarn kümmern sich um meinen Sohn, das heisst er kann bei ihnen essen und auch wenn sonst was ist kann er zu ihnen gehen aber ansonsten ist er allein. Das tut mir unheimlich weh. Leider kann ich es nicht ändern. Heute bin ich nun übers Wochenende zuhause und werde heute Abend wieder zurück in die Klinik gehen. Ich bin jetzt knapp 4 wochen da. Es hilft mir schon, denn ich werde gut betreut , habe Menschen um mich und eine Tagesstruktur. Wenn ich dann nach Hause komme, geht es mir meist wieder schwieriger. Ich freue mich zwar unheimlich , dass ich bei meinem Sohn sein kann aber die ganze Erinnerung und Trauer ist hier eben doch da. In der Klinik habe ich mehr Abstand und mehr Menschen um mich . Bin ständig in der Zwickmühle , zwischen froh sein in der Klinik zu sein und traurig , dass mein Sohn so auf sich gestellt ist und mich doch auch braucht. Letzte Woche hatte er Fieber und es ging ihm nicht gut, da habe ich nur geheult und dachte , dass ich doch bei ihm sein sollte. Die Nachbarn haben sich dann etwas um ihn gekümmert. Nun ist er wieder gesund aber die ganze Situation ist einfach nur mühsam.
    Ich vermisse meinen Mann , mein altes Leben , meine Stabilität und dass ich einfach für meinen Sohn da sein kann. Alles vorbei!!!!
    Ich muss einfach weitermachen und sehen dass es weitergeht. Ich werde sicher noch 2 Wochen in der Klinik sein und nacher werde ich als Tagespatientin weitermachen. Das heisst , dass ich am Abend und am Wochenende jeweils nach Hause gehe. Der Weg , der vor mir liegt ist noch so lang und so schwer. manchmal verzweifle ich darüber.
    Ich habe in der Klinik aber auch andere Schicksale miterlebt und ich weiss ich bin nicht alleine.
    Ich wünsche euch viel Kraft in dieser Zeit , die für trauernde noch schmerzhafter ist als es sonst und ich danke euch , dass ihr an mich denkt.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Ich danke euch von Herzen für eure Worte. Es geht mir ziemlich schlimm. Breche immer wieder innerlich zusammen und habe keine Kraft mehr. Ich bin am überlegen ob ich in eine Klinik gehen soll. Mein Sohn war ganz geschockt , denn er hat gar nicht mitbekommen das es mir so schlecht geht. Ist natürlich ein Problem wenn ich weg muss , denn er muss doch weiter in die Lehre gehen. Das soziale Netzwerk ist sicher ein Problem bei uns. Meine Familie kommt überhaupt nicht klar damit wie es mir geht . Meine Mutter ruft zwar viel an aber sie kommt nicht um mir zu helfen. Mein Bruder und meine Schwester rufen mich gar nicht an . Der Bruder von meinem Mann und seine Frau kümmern sich etwas um mich aber sie wohnen etwas weiter weg.
    Mein sohn hat auch keine Unterstützung und ich gaube es geht ihm nicht so gut obwohl er es mir nicht sagt. Ich weiss einfach nicht mehr weiter.
    Habe keine Erfolgserlebnisse mehr und jeder Tag ist nur noch ein ÜBERLEBEN sonst nichts. Habe mit meinem Artz gesprochen und einmal als er mir mehr als schlecht ging habe ich meiner Therapeutin privat angerufen. Sie konnte mich aus diesem Zustand den ich hatte (habe nur noch geheult und gesagt , ich kann nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr), rausholen aber wie weiter. Ich weiss nicht mehr wie ich weitergehen muss.
    Mein Arzt ist Allgemeinmediziner hat aber sehr viel Erfahrung. Die Psychotherapeutin arbeitet in seiner Praxis .
    Ich glaube bei mir vermischt sich so einiges , dass da in mir wirkt. Komme einfach nicht mehr klar. Vorallem weiss ich selber nicht mehr was gut für mich ist und was nicht, das ist, glaube ich das Schlimmste. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so hilflos und am Boden gefühlt und ich schleppe mich von Tag zu Tag.
    Was meint ihr dazu? Sollte ich eine Klinik ins Visier nehmen. Natürlich seit ihr keine Experten aber ich möchte einfach eure Meinung als Mittrauernde wissen.
    Meine Bekannten und auch Freunde können mir eben auch nicht mehr helfen und sie sind halt auch in ihr eigenes Leben zurückgekehrt und ich bin sehr alleine obwohl ich auch jeden Tag Menschen treffe.
    Fühle mich wie amputiert und ich habe grosse Angst um mich und meinen Sohn. :13:
    Danke das ihr für mich da seid.
    Eine traurige Kathrin :33:

    Hallo zusammen
    ich brauche irgendwie wieder etwas Zuspruch von euch. Ihr die ihr das Leiden doch auch so gut kennt. Ich hatte die letzte Woche einen körperlichen Zusammenbruch. Konnte fast nicht mehr gehen und musste zum Arzt. Dort haben sie mich durchgecheckt aber ausser einer Magenentzündung nichts gefunden. der Arzt meinte es sei ein psychischer Zusammenbruch und der Körper zeigt dies auf seine Weise :4: . Es war schrecklich. Nun gehe ich wieder weiter jeden Tag. Jeder Tag ein einziger Kampf und irgendwie sehe ich kein Licht. Mein Leben ist so hoffnungslos und ich ich fühle mich wie ein Zombie. Depressionen hätte ich nicht , meinte der Arzt . Ich bin einfach so traurig über mein Leben und ich habe angst , dass ich nie wieder aus diesem Chaos rauskomme. Ich bin irgendwie zerbrochen als mein Mann starb :33: .Von meiner Familie und meinem Umfeld kommt auch nicht mehr so viel , weil doch nun doch schon eine Zeit vergangen ist und es doch langsam besser werden sollte. Ich fühle es im Moment schlimmer denn je. Ich halte das alles einfach nicht mehr aus.Ich weiss einfach nicht mehr was ich tun soll. Fühle mich so einsam.
    Wieso wird es nicht endlich besser??
    Bis jetzt habe ich sehr viel gemacht um meine Trauer zu bewältigen. Nun bin ich so unendlich müde und irgendwie habe ich das Gefühl , dass nichts hilft. Stehe einfach still und bin gefangen in meinem Schmerz.
    Danke fürs zuhören.
    Liebe Grüsse
    Kathrin

    Liebe Angie
    ja...... das wäre eine gute Idee. Ich habe mir die Geschichte ausgedruckt und wenn es mir wieder mal so schlecht geht und jemand so gar kein Verständis aufbringen kann , dann drück ich ihm diese Geschichte in die Hand. Wortlos........ :95:
    ich wünsch dir ganz viel Kraft!!
    Riesengrosse Umarmung von mir.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Hallo lieber Reinhold
    oh ja......... und wie ich das kenne ;( .Gerade heute hab ich immer wieder zu mir selber gesagt , dass Gott mich doch sehr hassen muss oder warum ich so wahnsinnig leiden muss. :33: :33:
    Ich hab dann einen schönen Engel gekauft für mich und meinen Andreas der dann seinen Platz im Garten gefunden hat an "unserem Platz" den ich gemacht habe. Eben habe ich wieder unser Nachtkerzlein angezündet und der Engel wurde so schön angeleuchtet. Das hat mir ganz kurz einen Moment des Friedens gegeben. :005:
    Auch ich habe keine Ahnung wie ich die nächsten 2 Monate überstehen soll. Ich mochte doch die Adventszeit und auch die Weihnachtszeit immer so gern und jetzt habe ich nur angst davor.
    In den Geschäften haben sie schon Weihnachtssachen ausgestellt und ich musste einfach nur noch weinen.
    Viel Kraft für dich lieber Reinhold
    Kathrin

    Hallo Angie57
    ich habe gerade deine Geschichte von Bonifazius gelesen und musste einfach mal Lachen :D . Ich hatte einen sehr grauen Tag. Innen wie aussen und diese Geschichte hat einfach nur gutgetan.Ich danke dir dafür. Eben , füreinander da sein und kleine Lichtblicke schicken , sind so wertvoll.
    Ich schick dir eine dicke Umarmung und wünsch dir ganz viel Kraft für diese so unglaublich schwierige Zeit.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Hallo meine Lieben
    ich habe die ganze Zeit gedacht , dass wenn erst das erste halbe Jahr um ist , es bestimmt aufwärts geht. Obwohl ich gemerkt habe dass bei mir die Trauer sehr heftig und tief ist und es vermutlich länger dauern wird. Nun habe ich seit letztem Donnerstag auf einmal körperliche Beschwerden bekommen. Grosse Schwäche mit Zitterbeinen , Schmerzen in der Brust oder ein Brennen und irgendwie wie eine Grippe die nicht ausbricht und doch spürt man sie. Zwischendurch wurde es mal besser aber nur kurz. Heute hat es mich richtig erwischt und ich konnte nur knapp am morgen meine Putzstelle meistern. Musste danach sofort nach Hause und mich hinlegen. Nun sitze ich hier und fühle mich elend. Gestern war ich beim Arzt und er meinte ich solle nicht zu fest Angst haben , denn ich sei eben in einem Prozess drin und ich solle einfach Geduld haben. Mir macht dieser Zustand jedoch angst. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so elend und auch verlassen gefühlt und ich weiss eigentlich gar nicht mehr weiter. Helfen kann mir irgendwie auch niemand und so hocke ich da und ertrage einfach was aber ganz und gar nicht einfach ist :33: . Mein Leben hat sich so total gedreht und ich denke , dass der Schock ,den ich beim Tod meines lieben andreas hatte, doch schwerer war als gedacht.Ich bekomm irgendwie einfach nichts auf die Reihe. Mein Kurzzeitgedächtnis lässt mich ständig im Stich und ich sollte doch auch funktionieren können. Ich habe einen Sohn und ich würde gerne wieder leben und mich normal fühlen. Nichts ist wie es einmal war. Alle Gefühle haben sich gedreht und irgendwie komme ich nicht klar damit. Nun kommt der November wo alles grau ist und danach die Weihnachtszeit . Alles macht mir im Moment nur Angst. Was für eine schreckliche Zeit.Ich habe gedacht , dass wenn die dunkle Zeit kommt es mir besser geht , weil doch schon eine gewisse Zeit vorbei ist.
    Was macht das Leben nur aus mir.
    Ich habe auch schon darüber nachgedacht ob ich in eine Klinik soll. Der Arzt meinte , dass das für mich vielleicht schwierig sein könnte. Ich muss dazu sagen , dass er mich schon sehr lange kennt. Ich weiss selber nicht mehr was gut für mich ist und was nicht. Hat irgend jemand Erfahrung mit einem Klinikaufenthalt und was konnte daraus gezogen werden.Meine Mutter hat gesagt , dass sie in einer Klinik eben vorallem Medikamente abgeben und ich nehme ja schon Antidepressiva. Eigentlich sollte es mir ja schon deswegen nicht so schlecht gehen aber es sind eben alle auch ratlos. Bin halt ein hoffnungsloser Fall.
    bin einfach nur traurig darüber , wie es mir geht.
    Kathrin

    Hallo lieber Reinhold
    ich freue mich sehr darüber , dass du nach diesem vergangenen Tag sagen kannst, dass du einen Schritt gemacht hast in deiner Trauerarbeit. Ich habe heute immer wieder an dich gedacht und auch wenn ich die letzte Zeit nicht so schreiben konnte , so habe ich doch deinen Thread verfolgt und ich wusste wie sehr du gelitten hast. Noch ist es nicht vorbei mit der Trauer aber ich denke , dass du nun doch einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht hast. Deine Mutter wird sich darüber sehr freuen. :005:
    Ich wünsche dir alles,alles Gute für die nächste Zeit .
    Alles liebe
    Kathrin

    Hallo meine liebe Sandra,
    ich möchte dir noch gratulieren zu deiner Medaille , die du dir erkämpft hast und vorallem über deine Freude , die du darüber empfunden hast. Wie gut sich das wohl angefühlt hatte.
    Ein Highlight dieses so schweren Jahres. :8:
    Auch das sich dein Vater von der OP gut erholt hat , find ich super , denn ich glaube auch, dass wir so dünnhäutig geworden sind , dass eben alles was mit körperlichen Beschwerden in zusammenhang steht , sofort alle Alarmglocken aufschrillen. Vorallem wenn noch eine OP ansteht. Auch bei Routineeingriffen kann etwas schief gehen, leider.
    Bei mir sind es heute genau 6 Monate das mein Andreas einfach von einer Minute auf den andern Weg war und für mich die schrecklichste Zeit meines Lebens begann.
    Ich habe in deinem Thread gelesen wie es dir so nach 6 Monaten erging . In meinem Umfeld und auch von anderen Trauernden hatte ich das Gefühl , dass es doch nach dieser Zeit etwas besser geht oder es erwartet wird. Ich habe aber jedoch wieder schlimme Tage hinter mir und auch körperlich komme ich einfach nicht aus dem Loch. Ich gebe mir so viel Mühe und doch schlägt es mich immer wieder zurück. Ich wollte heute eigentlich den Platz den ich für meinen Mann gemacht habe( da ich kein Grab habe) neu bepflanzen und für den Winter herrichten aber heute war ich so müde. Meine Beine zitterten und ich bin einfach auf dem Sofa am liegen und habe noch nicht viel gemacht.Musste fast alles absagen .
    Ich fühle mich so unfähig. Ich war immer eine Kämpferin und jetzt bin ich nur noch ein Schatten meiner selbst. :13:
    Ich hatte jedoch wirklich Freude darüber, dass es dir besser geht. Das du dich in deine Wohnung langsam einlebst, dass du so einen tollen Sieg in deinem Sport erreicht hast und du auch auf der Arbeit so langsam wieder Boden findest. Ich freue mich für dich und es gibt mir auch etwas Hoffnung , dass es vielleicht trotzdem mal besser wird auch wenn es halt länger dauert.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und drück deine kleine supersüsse Leila von mir.
    Alles Liebe
    Kathrin

    Hallo meine Lieben
    ich hatte zwischendurch wieder mal ein zwei Tage an denen es mir etwas besser ging . die Trauergruppe habe ich nicht mehr besucht , denn sie ist nur alle zwei Wochen und es ging mir an diesen Tagen entweder so dass ich keine anderen traurigen Menschen sehen konnte 8| oder so wie gestern als ich so total erschöpft war und nicht noch dahinfahren konnte und zwei Stunden über mein Elend zu sprechen :13: .Heute sind es genau 6 Monate her seit diesem schrecklichen Tag. Es ist alles wieder viel näher. Ich fühle mich wie zurückversetzt. Ich möchte wieder ins Leben zurück gehen. Ich möchte nicht mehr trauern und möchte wieder lachen können. mein Sohn hat sich aus seinem Tief etwas erholt aber auch er kämpft jeden Tag und muss doch jeden Tag in die Lehre gehen und er ist auch ziemlich erschöpft. Ich weiss gar nicht wie ich ihm helfen kann. Leider hat er ausser seinem Freund, allerdings sprechen sie , wenn sie zusammen sind nicht über seine Probleme, hat er niemanden mir dem er reden kann und auch will. Habt ihr mir vielleicht Tips ? Er ist 17 Jahre alt und ich habe den Vorschlag gemacht er solch doch noch mal zur Therapeutin obwohl das vom zeitlichen eher schwierig ist aber er wollte nicht.
    Ich hatte auch wieder 2 schwierige Tage. Bin total erschöpft und meine Nerven spielen auch wieder verrückt. Meine Nachbarn sind in den Ferien und ich bin das erste mal überhaupt , so ganz alleine in diesem grossen Bauernhaus und ich fühle mich total allein und Einsam. Ich habe mich noch gar nie in meinem Leben so gefühlt.Ich gehe schon auch weg und habe so meine kleinen Arbeiten aber das Gefühl bleibt in mir drin. Was stellt ihr so an wenn ihr solche Gefühle habt aber nicht fort könnt??
    Der Herbst macht mir auch das erste Mal in meinem Leben so richtig zu schaffen. Normalerweise ist es mein liebster Monat . Bis jetzt liebte ich es wenn sich die Blätter färben und der Wind mir um die Nase weht. Lange Spaziergänge waren an der Tagesordnung und ich hatte immer so ein warmes Gefühl in der Brust. Schöne Abende mit Kerzen , feinen Düften und einer guten Suppe waren immer kleine Highlights führ mich. Ich konnte mich schon immer an kleinen Sachen freuen , weil uns das Geld für grosse Sprünge immer gefehlt hat.
    Wir waren am See und hatten Kaffee getrunken und über das Leben philosophiert. War wie Ferien für mich. :rolleyes:
    Und jetzt.........????
    Leere , Einsamkeit, körperliche Probleme und ein Gefühl , dass ich nie wieder aus diesem Alptraum herauskomme. Ich wusste vom ersten Augenblick weg als mein Mann starb, dass nun eine unglaublich schwere Zeit auf mich zukommt. Aber es sind nun 6 Monate und ich kann langsam nicht mehr.
    Vielleicht kommt ja ein Engel , nimmt mich fest in den Arm und nimmt mir meine Trauer und körperlichen Probleme einfach weg und entschwebt damit in den Himmel.
    Mein Mann wünscht es sich so , dass es mir und meinem Sohn wieder gut geht, dass weiss ich bestimmt. Bis jetzt habe ich alles versucht was ich konnte, der Rest liegt in Gottes Hand.
    Ich danke euch , dass ihr mir zuhört und ich wäre so froh , wenn ich auch mal etwas schreiben könnte , dass doch merklich positiver tönt.
    Ich war immer eine Kämpferin all die Jahre :013: ...............nun bin ich nur noch ein Schatten meiner selbst ;(
    Fühlt sich nicht so gut an,leider............